Archiv der Kategorie: Reisevorbereitung

Couchsurfing mit Kindern: So klappt der „Gratis-Urlaub“ für Familien

Couchsurfing mit Kindern ist eine super Sache: Statt ein anonymes Hotel zu buchen, zieht man einfach für ein paar Tage bei Einheimischen ein. Und ja, das funktioniert tatsächlich auch als Familie. Klingt super easy, ist es eigentlich auch – aber ein Gratis-Urlaub ist es natürlich in Wirklichkeit nicht. Trotzdem kann Couchsurfing mit Kindern eine ganz, ganz großartige Erfahrung sein. Welche Tricks und Kniffe man beachten sollte und wie wir seit acht Jahren regelmäßig tolle Gastgeber finden, verraten wir in diesem Ratgeber-Beitrag. 

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Reisevorbereitung

Egal, ob eine kleine oder ganz große Reise mit Familie ansteht, eine gründliche Vorbereitung ist die halbe Miete (sagt die, die das Auslandsjahr innerhalb von sechs Wochen von Amerika auf Europa umgeplant hat). Hier kommt die Übersicht, was es zum Thema Reisevorbereitung hier im Blog zu lesen gibt…

 Reisevorbereitung allgemein

Reisevorbereitung unserer Langzeitreise mit Kindern

  • Langzeitreise: USA-Visum für Anfänger – Inzwischen kann ich drüber lachen. Wie man ein Touristen-Visum nicht beantragen sollte (ohne zu wissen, wo der Fehler gelegen haben könnte, abgesehen von der Wahl des Reiselands). Minutiöse und absolut tatsachengebundene Berichterstattung unseres Visumsinterviews in der amerikanischen Botschaft in Berlin.
  • Startschuss: family4travel geht auf Langzeitreise – Als der Knoten platzte… Ein paar Worte zum Thema Langzeitreise mit Familie und Schulbefreiung.
  • „Was sagen eigentlich die Kinder dazu?“ – Ein Interview mit Janis (10) und Silas (7) zu unserer bevorstehenden Langzeitreise durch Europa.
  • Sabbatical mit Familie: Ein kurzer Baustellenwegweiser – Die ganz subjektive Zusammenfassung unserer Entwicklung von einer ganz normalen Durchschnittsfamilie zu Aussteigern auf Zeit. Hier erzähle ich, wie unsere Planungen verlaufen sind, welche Schwierigkeiten sich uns in den Weg gestellt und wie wir die überwunden haben. Übrigens der meistgelesene Beitrag auf family4travel.
  • Unsere Bucketlist für ein Jahr Auszeit – Das war der Plan, oder besser gesagt, der Wunschzettel, mit dem wir losgefahren sind. Was davon wir alles schon geschafft haben und was nicht, könnt ihr hier vergleichen.

Langzeitreise mit schulpflichtigen Kindern: Unser E-Book zur Schulbefreiung

„Kinder für Reise aus der Schule nehmen“ – „schulfrei für Weltreise“ – „Aussetzen der Schulpflicht beantragen“ – das sind nur einige der Suchbegriffe, durch die immer wieder Leser hier im family4travel-Blog landen. Wie man es schafft, trotz schulpflichtiger Kinder längere Zeit zu reisen, ist offenbar eine Frage, die viele Eltern umtreibt. Denn man kann es ja schaffen, trotz der ungünstigen Gesetzeslage. Wir sind das beste Beispiel dafür.

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Rezension: „Reisebudget-Planung für Familien“ von Jenny Menzel

Wer eine Langzeitreise mit Familie planen will – oder erst einmal damit liebäugelt – hat viele Fragen. 180 davon beantwortet Jenny Menzel in ihrem neuen Ratgeber „Reisebudget-Planung für Familien“, der im Dezember bei KidsAway erschienen ist. Um das Fazit gleich vorweg zu nehmen: Ich wünschte, wir hätten dieses Buch damals schon gehabt. Es macht die Planung (und Finanzierung) eines solchen Abenteuers so viel einfacher!

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Schlechte Erfahrungen mit AirBnB: Das passiert, wenn man das Portal umgeht

Eigentlich plane ich schon ewig und drei Tage einen richtig guten Service-Artikel zum Thema Buchungsportale für Familien: „Ferienunterkünfte für Familien finden: Der richtige Umgang mit mit AirBnB, booking.com und Co.“, oder so ähnlich. Ich glaube, dass viele Eltern sich nicht recht rantrauen an individuelle und günstige Buchungsmöglichkeiten für Urlaubsunterkünfte, weil sie viele Fragen haben. Was ist der Unterschied zwischen AirBnB und „normalen“ Anbietern von Ferienwohnungen? Wie funktioniert das genau? Ist AirBnB sicher? Wir haben auf unserem 10-monatigen Roadtrip durch Europa so viele Erfahrungen damit gemacht, die ich gerne weitergeben würde. Aber ich komme und komme nicht dazu, diesen Artikel fertigzustellen. Stattdessen dümpelt er als Entwurf seit Monaten in meinem Blog-Backend. Um dem Elend ein Ende zu machen und wenigstens das, was ich habe, allen Interessierten schon einmal zur Verfügung zu stellen, hau ich es jetzt einfach raus und beschränke mich auf schlechte Erfahrungen mit AirBnB, wenn man das Portal umgeht – auch wenn die entschieden nur ein kleiner Ausschnitt unserer prinzipiell guten Erfahrungen mit AirBnB sind.

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Packliste für ein Familien-Wochenende

Was muss eigentlich alles mit in den Kurzurlaub? Als Vielreisende sind wir geübt im Kofferpacken. Morgen fahren wir für ein Wochenende nach Föhr (in diese traumhafte Unterkunft hier, ich bin schon ganz gespannt!). Aber während ich mit den Vorbereitungen beginne, fällt mir auf, dass ich jedes einzelne Mal wieder eine Packliste schreibe, um sie anschließend abzuarbeiten. Höchste Zeit, das endlich einmal an zentraler Stelle festzuhalten! Und vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja auch weiter, dem in solchen Dingen die Routine fehlt. Immerhin steht ja auch der Sommerurlaub vor der Tür, und auch wenn’s für den etwas umfangreicher sein sollte, lässt sich auf diese Grundlagen-Liste aufbauen.

Für ein Wochenende (Freitag bis Sonntag) nehme man:

Pro Kind:

–         3 T-Shirts/Langarmshirts

–         1-2 Pullover zum Überziehen

–         3 Hosen (lang/kurz je nach Wetter)

–         3 Paar Socken

–         3 Unterhosen

–         1 Unterhemd

–         1 Schlafanzug

–         ggf. Badehose

–         Spielzeugrucksack

Unsere Jungs (7+9) bekommen übrigens schon ihre eigene Packliste in die Hand gedrückt. Das spart viel Zeit (erfordert aber mitunter natürlich eine höhere modische Toleranzschwelle, was gewagte Kombinationen angeht).

 

Allgemeine Dinge:

–         Waschtasche

–         Handtücher

–         Bettwäsche/Allergiebezüge (bei Hausstauballergie)

–         Reise-Apotheke (Pflaster, Schmerzmittel, Fieberthermometer, alle gängigen Globuli)

–         Kamera

–         Notebook, mp3-Player, Technikkram

–         Ladegeräte

–         Nachtlicht (bei kleineren Kindern)

–         Vorlese-Buch

–         Schuhe (Wanderschuhe, Sandalen, Gummistiefel, Hausschuhe)

–         Outdoor-Sachen (Jacke, Regenjacke, Mützen, ggf. Handschuhe, Sonnenbrille, Sonnencreme)

–         Reisetagebücher (von mir und den Kindern), Stifte

–         Evtl. Reiseführer

–         Ggf. Ausweise/Pässe (bei Auslandsreise)

–         Ggf. Tickets, Buchungsnummern, Kontaktdaten

–         Ggf. Fahrräder (Fahrradhelme nicht vergessen!)

 

Verpflegung für unterwegs:

–         genug Wasser, für jeden eine Flasche

–         Apfelschnitze in Brotdose zur freien Verfügung auf dem Rücksitz

–         Butterbrote fürs Picknick

–         Evtl. Rohkost, Obst, hartgekochte Eier (und Salz!)

 

Mehr Tipps für lange Autofahrten findet ihr hier!

 

Kurz vor der Abfahrt nicht vergessen:

–         Schlüssel

–         Handy

–         Geld

–         Adresse fürs Navi

 

Und? Hab ich was vergessen? Ergänzungen sind herzlich willkommen!

 

Update: Ingrid von den Fernwehkindern sammelt in ihrer Blogparade Packtipps für Familien. Da kommt bestimmt noch einiges mehr zusammen.

„Was sagen eigentlich die Kinder dazu?“ (Janis und Silas über unsere Langzeit-Reisepläne)

Wenn die Eltern beschließen, dass die Familie verreist, dann ist das so. Die Kinder reisen halt mit. 10 Tage vor Beginn unserer (wahrscheinlich) elf Monate langen Europareise habe ich die Jungs zu einem Interview zwangsverpflichtet. Man will ja schließlich schon wissen, was der Nachwuchs eigentlich so denkt über die Pläne, die man zu seinem Besten anfertigt…

 

Ihr werdet sehr bald sehr lange verreisen – wisst ihr überhaupt, wo es hin geht?

 

Janis: „Nö.“

Silas: „Ähm… Spitzbergen.“

Ich: „Ja, aber Spitzbergen kommt doch erst ganz zum Schluss.“

Janis: „Istanbul!“

Silas: „Und, äh, Griechenland…“

Janis haut Silas mit einem Kissen auf den Kopf. Silas hält Janis die Faust unter die Nase. Meine Interview-Partner lassen deutlich an Ernsthaftigkeit vermissen.

Ich: „Interessiert euch das überhaupt, wo wir hinfahren?“

Janis: „Nö.“

Ich: „Wie bitte?!“

Janis: „Hauptsache Reisen. Wohin ist mir eigentlich egal.“

Silas: „Mir auch.“

Ich: „Aber ihr freut euch drauf?“

Janis: „Na klar!“

Silas: „Jupp.“

 

Worauf freut ihr euch dabei denn am meisten?

 

Silas: „Auf das Reisen an sich.“

Ich: „Aufs Autofahren?“

Silas: „Nein, auf das…“

Janis: „Auf das Abenteuer. Etwas Neues zu entdecken.“

Silas: „Genau. Das meine ich damit. Was Neues kennenlernen, was man vorher noch nicht kennt.“

 

Gibt es etwas, das ihr auf unserer Reise unbedingt tun wollt?

 

Janis: „Ins Legoland! Kommen wir da vorbei?“

Ich: „Nein. Keine Chance.“

Janis: „Ach Menno. Playmobil-Funpark?“

Ich: „Nein.“

Silas: „Aber irgendeinen Vergnügungspark wird es doch wohl geben. Können wir zu meinem Geburtstag in einen Vergnügungspark?“

Ich [resigniert]: „Mal sehen. Wenn es dein Herzenswunsch ist, wird sich wohl einer auftreiben lassen.“

Beide: „Yay!“

 

Wollt ihr ein Mitspracherecht bei der Routenplanung, oder vertraut ihr euren Eltern, dass sie ein schönes Programm auswählen?

 

Janis: „Ja, mir ist das egal, wo wir hinfahren. Hab ich doch schon gesagt.“

Silas: „Es gibt einige Gegenden, wo ich nicht so gerne hin möchte. Zumindest im Moment nicht. Auf die Krim zum Beispiel, und nach Russland.“

 

Bestimmt habt ihr auch ein paar Bedenken und vielleicht auch etwas Angst, oder?

 

Silas: „Ich habe Bedenken, dass uns vielleicht das Auto geklaut wird.“

Janis: „In Griechenland zum Beispiel. Da ist ja Wirtschaftskrise, und die Leute sind sehr arm. Die klauen vielleicht aus Not, um ihre Familie zu ernähren.“

 

Glaubt ihr, dass ihr euch viel streiten werdet, wenn ihr so lange so viel zusammen seid? Mehr als zu Hause?

 

Aufs Stichwort hin nimmt Silas Janis in den Schwitzkasten. Der wälzt sich auf seinen kleinen Bruder und hält ihn mit seinem Gewicht nieder.

Janis: „Nö.“

Silas [etwas undeutlich]: „Nicht mehr als sonst.“

 

Was, glaubt ihr, wird unterwegs anders sein als zu Hause? Woran werdet ihr euch gewöhnen müssen?

 

Silas: „Dass wir nicht zu Hause sind. Also, dass wir keinen Ort haben, wo wir immer sind, sondern immer wieder woanders. Also, hier zu Hause, da entfernen wir uns ja selten weiter als 100 Kilometer von hier. Auf der Reise sind wir einfach… auf der Reise halt.“

Janis: „Wir werden viel im Auto sitzen. Und nicht zur Schule müssen. Jedenfalls nicht in eine richtige Schule reingehen. Wir sind die einzigen Kinder in unserer Klasse, sozusagen. Und wir werden bestimmt auch viele neue Spiele kennen lernen, bei Couchsurfern und in Jugendherbergen, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen.“

 

Was meint ihr: Werdet ihr die Schule vermissen?

 

Janis: „Ich werde sie bestimmt nicht vermissen.“

Silas: „Die Schule nicht, die Schulkameraden schon.“

Janis: „Manche. Auch nicht alle.“

 

Glaubt ihr, es wird leichter oder schwerer, unterwegs zu lernen?

 

Janis: „In mancher Hinsicht leichter, in mancher schwerer, denke ich.“

Ich: „Inwiefern?“

Janis: „Geometrie wird schwer, glaube ich. Kannst du das?“

Ich: „Ja, das ist kein Problem. Das kriegen wir hin.“

Janis: „Gut.“

Silas: „Ich glaube nicht, dass es schwer wird.“

Janis: „Ich glaube, es wird schneller gehen. Oder, Mama? Dann brauchen wir doch nur eine Stunde am Tag, oder?“

Ich: „Wir schauen mal, wie lange ihr braucht. So lange halt, bis ihr’s könnt. Ihr werdet jedenfalls keine sechs Stunden Unterricht absitzen müssen.“

Janis: „Yes!“

 

Was meint ihr, wen werdet ihr am meisten vermissen?

 

Janis: „Oma und Opa!“

Silas: „Ja, Oma und Opa. Und meine Freunde.“

 

Kommt ihr überhaupt ein ganzes Jahr ohne die aus?

 

Janis: „Nein.“

Silas: „Ein ganzes Jahr nicht. Aber wir fahren ja zum Glück nur elf Monate weg.“

Janis: „Genau. Elf Monate, das geht schon.“

 

Mal ganz ehrlich: Würdet ihr lieber zu Hause bleiben und ganz normal zur Schule gehen, wie alle anderen Kinder auch?

 

Janis: „Nein!“

Silas: „Auf keinen Fall.“

Janis: „Allein schon wegen der Schule.“

Ich: „Aber Schule müsst ihr ja auch unterwegs machen.“

Janis: „Ja, gut. Aber auch des Reisens wegen.“

 

Wenn alles gut geht, werdet ihr nach dem Auslandsjahr wieder in eure alte Klasse zurückkommen. Glaubt ihr, dass es einfach wird, euch wieder in die Klassengemeinschaft einzufügen?

 

Janis: „Ja, ich glaub schon.“

Silas: „Wir schenken meiner Klasse ja ein Memory-Spiel mit Fotos von mir. Dann können die mich gar nicht vergessen.“

Janis: „Ja, und ich schreibe denen ja. Und male Bilder. Silas auch.“

Silas: „Oder ich lege mir einfach wieder eine andere Frisur zu und sage, ich bin ein neues Kind, höhö…“

 

Meint ihr, ihr werdet euch sehr verändern in den Monaten auf der Reise? Werden vielleicht ganz andere Kinder aus euch?

 

Silas: „Könnte schon sein…“

Janis: „Joa…“

Silas: „Wir werden auf jeden Fall viel mehr wissen als jetzt.“

 

Versucht mal, eure Gefühle vor der Reise mit drei Wörtern zu beschreiben.

 

Silas: „Ähm… Vermissen… Spaß… Lerngierig.“

Janis: „Nichts – wie – weg! – Haha, nee, so schlimm ist es eigentlich nicht. Aber ich freu mich auf die Reise!“

 

Eine ganz ähnliche Idee hatte vor kurzem Jenny von den Weltwunderern. Sie hat ihren beiden Großen fünf Fragen zum Thema Reisen gestellt, ein Blogstöckchen daraus gemacht und auch family4travel nominiert. Da war mein Interview mit den Jungs schon im Kasten, aber ich verrate euch trotzdem, wo es schon mehr vom Reiseblogger-Nachwuchs zu lesen gibt: Nadine von PlanetHibbel und Nic von LuziaPimpinella sind schon so weit, und und von da aus geht die Welle weiter. Ich bin diesmal ganz selbstgenügsam in meinem Packstress. MORGEN!!! geht’s los! 🙂

Habt ihr noch mehr Fragen an unsere Jungs? Hinterlasst sie im Kommentar!