Schlagwort-Archive: Jugendherberge

Schweizer Jugendherbergen: Unsere Übernachtung in Interlaken

Familienurlaub in der Schweiz – da denkt man doch sofort an schneebedeckte Alpengipfel. Als Backpacker mit Kind waren wir die meiste Zeit eher in den Städten unterwegs (Lausanne, Genf, Bern). Aber so ein bisschen in die Berge wollten wir dann doch, unbedingt! Also lag ein Abstecher nach Interlaken nahe. Als Unterkunft diente uns die Schweizer Jugendherberge Interlaken. Unser Erfahrungsbericht.

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Schlafen im Baumhaus: Jugendherberge Beckerwitz an der Ostsee

Das ist mal echt kinderfreundliches „Glamping“ an der Ostsee: In der Jugendherberge Beckerwitz zwischen Boltenhagen und Wismar kann man sich mit der ganzen Familie ein Baumhaus mieten! Wir haben das ausprobiert mit dem Camping-Urlaub deluxe in luftiger Höhe.

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Abenteuer Jugendherberge: Unser Familienwochenende in Bad Zwischenahn

Wir haben so unsere Erfahrungen mit Familienurlaub in Jugendherbergen – gute wie ernüchternde. Aber unser letzter gemeinsamer Aufenthalt in einer deutschen Jugendherberge ist fünf Jahre her. Deshalb freuen wir uns, als ein Familienwochenende im norddeutschen Bad Zwischenahn uns auf den neuesten Stand bringt.

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Seven Sisters: Schneeweiße Klippen, ein ziemlich Langer Mann und ein „Haus mit Seele“

Da fehlt doch noch was… Zumindest hier im Blog ist unsere Großbritannienreise immer noch nicht vorbei. Jetzt endlich möchte ich euch ein besonders schönes Fleckchen Südengland vorstellen: die weiße Küste zwischen Eastbourne und Newhaven, die South Downs in Sussex mit den Seven Sisters.

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Unterkunft: Das Montana Family and Youth Hostel (in Bergen, Norwegen)

Jugendherbergen im Familienurlaub sind auch in Norwegen vor allem eins: praktisch. Das Zimmer ist Privatbereich der Familie, den Rest der Einrichtung teilt man sich mit (meistens) netten Mitreisenden, nutzt die Gemeinschaftsküche, Waschmaschine und oft auch Spielmöglichkeiten. Wer sich mit seiner Familie ein paar Tage lang Bergen ansehen möchte, ist im Montana Family and Youth Hostel gut aufgehoben – wer skandinavische Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, der natürlich nicht.

Wir sind angekommen in Bergen, der Regenstadt. In jedem Reiseführer fällt spätestens im dritten Satz Bergens ultimativer Titel: die regenreichste Stadt Europas. Sie brüstet sich mit 248 Regentagen im Jahr 2005. Ungewöhnlicherweise empfing uns nur Nieselregen, was uns nach dem fast durchgängigen Dauerregen der sechsstündigen Fahrt sehr falsch vorkam.

Zweckdienlich und vergleichsweise erschwinglich, wenn man mit der Familie in Bergen unterwegs ist: das Montana Hostel. (Absolutely okay for a family trip if you don't want to spend a fortune.)
Zweckdienlich und vergleichsweise erschwinglich, wenn man mit der Familie in Bergen unterwegs ist: das Montana Hostel. (Absolutely okay for a family trip if you don’t want to spend a fortune.)

Wir übernachten im Montana Vandrerhjem oberhalb der Stadt. Ein großer, sauberer, anonymer Kasten mit sterilen, geräumigen Zimmern. Wir kamen zur Abendbrotszeit, und die Gästeküche platze aus allen Nähten. Martin räumte das Auto aus, und ich beschäftigte zwei Kinder, die den ganzen Tag still im Auto gesessen hatten, indem ich mit ihnen mitten im internationalen Gewusel Eierkuchenteig anrührte.

Zwischendurch gab es einen lauten Knall, als der Topf der vier Koreaner explodierte. Die nahmen fast alle Kochplatten ein, um eine große Menge sperriger Meerestiere zuzubereiten, was sie mit pausenlosem, sehr aufgeregten Gesabbel taten. Ein älterer Italiener, der mich mit seinem süffisanten Grinsen allzu sehr an seinen Landesherren erinnerte, hatte plötzlich seine langen mafiösen Finger in unserer Klappkiste und unsere Nudeln in der Hand. Als ich ihn höflich mit der Tatsache konfrontierte, dass es sich um unsere Teigwaren handele, entschuldigte er sich wortreich in einem Schwall mit viel Italienisch und wenig Englisch, ließ die Nudeln jedoch nicht los. Stattdessen versprach er mir, morgen für Ersatz zu sorgen. Ich bezweifele, dass ich ihn oder irgendwelche Kompensationen je wiedersehen werde. Dafür hat mir eine Britin, die morgen abreist, ihre noch fast volle Packung Schwarztee geschenkt.

Und die Eierkuchen schmeckten trotz minimaler Küchenausstattung (und mit Schneebesen gerührt) recht gut. Die Kochplatten übrigens funktionieren nur, wenn man zehn Kronen einwirft, und Gläser gibt es überhaupt keine.

Nach dem Essen war es schon nach zehn, aber die Kinder mussten dringend noch mal raus. Also stiefelten wir durch den lauwarmen Nieselregen und unternahmen eine Nachtwanderung zu einem Aussichtspunkt, von wo aus wir über die regenblassen Lichter der Stadt sehen konnten.

Die Regenstadt von oben, ganz in der Nähe des Hostels. (Bergen seen from the viewpoint close to the hostel.)
Die Regenstadt von oben, ganz in der Nähe des Hostels (hier nicht um halb zehn am Abend fotografiert). (Bergen seen from the viewpoint close to the hostel.)

Am Morgen wurde die Regenstadt ihrem Ruf gerecht, denn er begann mit peitschendem Sturm und – Regen. Wir dagegen begannen den Tag mit einem sehr guten Frühstück, das im Preis der Jugendherberge enthalten ist. Heringshappen in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen, typisch norwegischem brunost-„Karamellkäse“, Apfelsinenmarmelade, Müsli mit Dickmilch und allerlei gewöhnliches Frühstückszeug.

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 1. September 2009 verfasst.

Das Montana Family ande Youth Hostel hat die Adresse Johan Blytts vei 30, 5096 Bergen. In der Hauptsaison (1. Mai bis 30. September 2014) kostet ein Familienzimmer (2 + 2 oder 3) umgerechnet rund 120 Euro (oder in der Spar-Version mit Gemeinschaftsbad auf dem Flur 108 Euro).

Feldstudie in Sachen Abwasch (in Inverary, Schottland)

Hier in der Jugendherberge von Inverary zeigt sich, dass sich seit unserer letzten Reise nach Schottland vor elf Jahren wenig geändert hat: überall Deutsche. Im Hostel ist Deutsch die meistgesprochene Sprache. Ob Mitreisende doch französischer oder britischer Nationalität sind, erkennt man allerdings leicht am Stil des Abwaschens.

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Prädikat: „Fast wie in Norwegen!“ (im Argyll Forest, Schottland)

Nach drei Tagen in New Lanark im Süden Schottlands hatten wir uns für weitere drei Tage in Inverary in den westlichen Lowlands entschieden. Da wir auch von Wales und vom Süden Englands noch etwas sehen wollten und nur drei Wochen Zeit für unsere Reise hatten, verzichteten wir schweren Herzens auf noch nördlichere Gefilde.

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