Spieletest Invisible Ink, Huch

Werbung: Kreative Agententätigkeit mit dem Spiel „Invisible Ink“

Wie, Werbung** auf family4travel? Ja, ab und zu gibt’s das: wenn hinter den Kulissen alles stimmt, und wenn wir ein Produkt auf dem Schreibtisch haben, das wir aus eigener Erfahrung wirklich ruhigen Gewissens empfehlen können. Bei dem ungewöhnlichen Gesellschaftsspiel „Invisible Ink“ ist das der Fall. Und Weihnachten steht fast schon vor der Tür, also kommt hier unser Tipp für untern Tannenbaum.

Aus Reisekindern werden Geheimagenten

„Hättet ihr Lust, fürs Blog mal ein Spiel zu testen?“ frage ich die Jungs, als das Angebot in mein Postfach flattert.

„Ja, klar!“ rufen beide, die es mittlerweile gewohnt sind, dass bei meiner Blogger-Tätigkeit eine Menge Spaß für sie rausspringt (und ein bisschen was an Arbeit, aber die Anstrengungen beim Spieletesten halten sich wohl in Grenzen).

„Das heißt – was ist denn das für ein Spiel?“ will Janis dann doch wissen.

„Es geht um Agenten und Code-Wörter, die man sich mit unsichtbarer Geheim-Tinte übermitteln muss“, setze ich an.

„Okay, cool, ja, machen wir“, fällt Silas mir ins Wort.

Spielprinzip mit rosaroter Brille

„Als Mama mir erzählte, dass ich ein Spiel testen soll, dachte ich zuerst, es sei ein Computerspiel. Unsichtbare Tinte, das kann es ja nicht wirklich geben, dachte ich. Gibt’s aber doch!“ schreibt Silas hinterher in seinem Erfahrungsbericht, den der 10-Jährige mit großem Ernst verfasst.

Als das Paket ankommt, bin auch ich gespannt, wie das funktionieren soll. Wir packen es aus, setzen uns an den Küchentisch und legen los. Die Jungs probieren sofort die Brillen auf, durch deren Folie unsere ganze Wohnküche rosarot erscheint.

Spiel Invisible Ink Huch
Silas mit Agentenbrille und Agentenausweis, bereit für seinen Einsatz.

Ich nehme mir die Spielanleitung vor. Binnen weniger Minuten haben wir das Prinzip verstanden. Silas erklärt es hinterher so:

„In dem Spiel ‚Invisible Ink‘ geht es um Geheimagenten, die geheime Code-Wörter entschlüsseln müssen. Einer ist reihum Doppelagent, das heißt, er ist dran. Er würfelt, und je nachdem, was für ein Zeichen da steht, müssen entweder er oder die anderen oder alle die Brillen aufsetzen. Durch die Brille wird die Schrift der Geheimtinte unsichtbar. Wenn man die Brille nicht auf hat, ist die Geheimtinte sichtbar wie ein Textmarker.

Die Agenten (also die Spieler) müssen, ohne es zu sehen, anhand der Bewegungen nachvollziehen, was der Doppelagent malt. Ein sehr lustiges Spiel! Vor allem, wenn man die Brille absetzt und sieht, was für einen Quark man gemalt hat.“

Spiel Invisible Ink Huch
Silas malt, ohne zu sehen, was. Janis muss raten, in dieser Runde ohne Brille.

„Montagsmaler“ in cool

Die Begriffe, die die Geheimagenten erraten müssen, stehen auf Kärtchen. Zwei verschiedene Sorten gibt es: code blue und code black.

Wir probieren zuerst code blue aus, die leichtere Version. Hierbei geht es um zwei Wörter, von denen wenigstens eins erraten werden muss. Punkte gibt es in Form von kleinen Pappmarken, die „Mikrofilme“ darstellen sollen. Die türmen wir auf der Karte mit unserem Agentenkoffer auf, denn wie sich herausstellt, sind wir mit und ohne Brille ziemlich gut im Raten.

Mich erinnert das Spiel sehr an die ‚Montagsmaler‘. „Hund, Katze, Maus!“ rufe ich jedes Mal, wenn ich mit Raten dran bin. Den Jungs sagt das überhaupt nichts. Für sie ist der Ablauf eine spannende Sache.

Und noch etwas freut mich als Jungs-Mama diebisch: Die harten Kerle, die ich sonst kaum mal dazu überreden kann, einen Stift in die Hand zu nehmen und ein Bild zu malen, legen sich als Geheimagenten sauber ins Zeug.

Janis schreibt: „Die Begriffe sind manchmal leicht – zum Beispiel ‚Blitz und Donner‘ – und manchmal ganz schön schwer. Als ich ‚Anfang und Ende‘ malen sollte, wollte ich ein Start- und ein Zielbanner malen. Aber ich hatte die Brille auf, und das Karomuster auf den Flaggen war einen Zentimeter zu weit rechts. Es war dann alles eher durchgestrichen, man konnte gar nichts erkennen. Kein Wunder, dass das keiner erraten hat.

Spiel Invisible Ink Huch
Große Kunstwerke kommen nicht dabei heraus – aber eine Menge Spaß! Hier sehen wir, blind gemalt, einen Schuh sowie den Begriff – na? „Brot und Spiele“. 🙂 So ein Würfel ist echt voll schwer, wenn man seine eigenen Linien nicht sieht!

Für Hartgesottene: code black

Noch schwieriger wird die Angelegenheit bei code black. Auch in der Version gibt es zwei Begriffe – aber einer von beiden darf nicht genannt werden. Meinen Surfer darf beispielsweise keiner für ein Segelboot halten.

„Bügelbrett!“ ruft Janis, als ich den ersten unsichtbaren Kringel aufs Papier setze.

Puh, Glück gehabt. Jetzt ein Männchen drauf…

„Fähre, Schiff, Segelboot!“ kräht Silas prompt.

Mist, dafür verlieren wir beide einen Mikrofilm. Das sorgt dafür, dass wir in der „schwarzen“ Runde noch bewusster malen als beim ersten Mal.

Unsichtbares malen

„Es ist schwerer als man denkt, etwas zu malen, das man gar nicht sieht!“ schreibt Silas. „Und es ist auch sehr schwierig, etwas zu erraten, nur anhand der Bewegungen des Stiftes. Man muss überdeutlich malen, wenn man den Stift in der Hand hat. Und wenn man zusätzlich selbst die Brille auf hat, ist es noch schwieriger. Wenn man den Stift absetzt, und zum Beispiel erst die eine Hälfte von einem aufgeschlagenen Buch malt und dann die andere Seite, dann trifft man das manchmal nicht richtig, und das sieht dann echt komisch aus.

Man könnte erst denken, das Spiel ist für kleine Kinder, aber es bietet auch mir genug Herausforderung, und ich bin zehn.“

Geheim-Tinte – die funktioniert!

„Dass das mit der unsichtbaren Tinte richtig funktioniert, dass man die echt nicht sehen kann, das hat mich an der Sache am meisten beeindruckt“, gibt Silas zu Protokoll. „Vorher wunderte ich mich, wie das funktionieren soll. Aber als wir es dann ausprobiert haben, kam es mir gleich völlig selbstverständlich vor. Wenn man nicht schummelt, also über die Brille guckt, sieht man wirklich nichts.

Die Brillen sind zwar nicht so besonders angenehm zu tragen, aber sie sind auch nicht furchtbar unangenehm. Und sie sitzen so, dass man nicht aus Versehen mogeln kann.“

Auch für Janis und mich, die wir schon normalerweise eine Brille tragen (und dringend brauchen), ist das zusätzliche Tragen der Agentenbrille kein Problem.

Spiel Invisible Ink Huch
In den Herbstferien haben wir Tante Kristina und ihre Tochter Emily besucht und das Spiel mitgenommen. Der 8-Jährigen hat „Invisible Ink“ richtig gut gefallen (ihr ist nur die Brille ab und zu von der Nase gerutscht, da noch ein bisschen zu groß). Mitspielen konnte sie schon prima, obwohl der Verlag 10 als Mindestalter angibt. Und Martin fand das Spiel auch ganz witzig.

Unser Fazit zu ‚Invisible Ink‘

Janis (13)

„Ich würde sagen, für Leute von acht bis 80 ist das Spiel gut geeignet. Ich fand es sehr spaßig.“

Silas (10)

„Ein sehr lustiges Spiel! Ich empfehle es allen Familien mit nicht mehr so ganz kleinen Kindern, die gerne Spiele spielen.“

Lena (Mutter)

Als Reisespiel ist der doch recht große Karton eher nicht geeignet – trotzdem haben wir ihn in unserer Reisetasche verstaut und mit in unsere Herbstferien genommen. Da hatten wir nämlich Gelegenheit, es auch noch mal in größerer Runde zu spielen. Je mehr mitraten, desto lustiger wird es! Maximal sechs können mitspielen.

Auch sonst werden wir das Spiel bestimmt noch manches Mal hervorkramen.

Besonders gut gefällt mir, dass ‚Invisible Ink‘ zweisprachig ist. Wenn Couchsurfer zu Besuch sind, können wir einfach die englischen Begriffe nutzen, die auf jeder Karte gleich mit drauf stehen.

‚Invisible Ink‘ – Daten und Fakten

Autor: Martin Nedergaard Andersen

Verlag: Huch! & friends

Alter der Spieler: 10 bis 99 (ab sieben oder acht geht’s meiner Meinung nach auch, wenn die Brille halbwegs hält)

Anzahl der Spieler: 3 bis 6 (wir haben es auch schon zu zweit gespielt, geht auch halbwegs)

Spieldauer: 20 bis 30 Minuten (bei uns deutlich länger, aber man kann einfach durch die Zahl der Mikrofilme kürzen)

Preis: laut Verlag ca. 25,99 Euro

Produktbeschreibung des Verlags: Invisible Ink von Huch!

Direkte Bezugsmöglichkeit*: Zum Beispiel mit einem Klick auf die Grafik über Amazon (wo das Ding auch noch ein bisschen günstiger ist als angegeben).

** Transparenzhinweis: Im Gegensatz zur Recherchehilfe in Form von kostenfrei zur Verfügung gestellten Produkten und Dienstleistungen wie Unterkünfte, Eintritte etc. ist bei Artikeln, die ich als „Werbung“ kennzeichne, tatsächlich Geld geflossen und der Text mit dem Auftraggeber abgesprochen. Der Bericht ist trotzdem von uns, entspricht unseren echten Erfahrungen und Überzeugungen, und generell mache ich nur Werbung für Dinge, hinter denen ich wirklich stehe.

2 Gedanken zu „Werbung: Kreative Agententätigkeit mit dem Spiel „Invisible Ink““

  1. Das Spiel hört sich wirklich lustig an. Ich will nachschauen, ob es das schon auf Estnisch gibt, denn wir brauchen neue Spiele für Weihnachten…aber ich glaube, die Begriffe sind relativ einfach? Dann ginge es bei uns auch auf Deutsch.

    1. Auf jeder Karte stehen Begriffe auf Deutsch und Englisch, die aber nicht immer 100% deckungsgleich sind (weil es sich oft eher um Redewendungen handelt, die nur in einer der Sprachen vorkommen. Einige zufällige Beispiele „code blau“: Treppe und Stufe, Kraut und Rüben, Rucksack und Schulranzen, Mann und Maus (da steht auf Englisch z.B. cat and mouse, warum auch immer). Und bei „code black“: Zebra (nicht Pferd), Huhn (nicht Vogel), Zahnpasta (nicht Bürste), Verkehrsschild (nicht Lolli).

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