3 Erkenntnisse vom Besuch der „Reisezeit“-Messe mit Kindern (in Hannover, Deutschland)

Stöbern und sich inspirieren lassen – dazu eignet sich die ReiseZeit wunderbar. Seit einigen Jahren geht die kleine Reisemesse am letzten Wochenende der ABF-Messe in Hannover über die Bühne.

ABF stand früher für „Auto, Boot, Freizeit“ und wird heute von den Veranstaltern lieber mit „ab in den Frühling“ übersetzt, nachdem Gartengestaltung und Krimskrams die Messe inzwischen dominieren.

Eine Runde Reise-Inspiration, bitte! (Travel inspiration at the Hannover fair grounds.)
Eine Runde Reise-Inspiration, bitte! (Travel inspiration at the Hannover fair grounds.)

Gestern sind die Jungs und ich also mit dem Niedersachsen-Ticket nach Hannover gefahren und sind ohne konkrete Pläne durch die ReiseZeit-Halle gebummelt. Kaum betreten wir Halle 17, sind die Jungs auch schon im besten Messe-Modus. Rechts des Ganges drückt ein junger Vertreter eines Reiseveranstalters ihnen einen Becher Popcorn in die Hand. Links ermuntert ein Reisebüro sie, ins Bonbonglas zu greifen. „Messen sind cool“, ist Silas schon nach zwei Minuten überzeugt. Im Folgenden stürzen die Jungs begeistert genau an die Stände, die (zumindest die nächsten 30 Jahre) eher nicht als Reiseziele für uns in Betracht kommen: Komfort-Reisebusse und Luxus-Camper laden zum Probesitzen ein. Aber auch die Stände, die nicht mit solchen XXL-Ausstellungsstücken punkten, wecken durchaus Interesse. Auf einer großen Landkarte entdecken wir die Deutsche Märchenstraße, die auch fast bei uns zu Hause vorbei führt. Wir erfahren etwas über die Heilkraft von Moorpackungen, und fasziniert drücken die Jungs ihre Finger in die schwarze Masse, die zu Demonstrationszwecken bereit steht. Es ist nicht übermäßig voll, und vielerorts nimmt sich das Standpersonal gerne die Zeit, den Kindern Fragen zu beantworten. Die zweite Hälfte der Halle darf Mama dann aber alleine begutachten, denn in der Mitte spielt Dänemark seinen Trumpf mit den vielen bunten Steinchen aus. „Wir spielen hier, du gehst gucken und holst uns nachher hier wieder ab“, bestimmt Silas, bevor er in den Fischkutter klettert, dessen Boden mit Legosteinen bedeckt ist.

Die Erkenntnisse unseres Messebesuchs lauten:

  1. Obwohl wir uns für eine verhältnismäßig weitgereiste Familie halten, gibt es noch verdammt viele schöne Ecken in Deutschland und anderswo, die uns locken: allem voran das Fichtelgebirge, Bornholm und Helgoland.
  2. Ein Messebesuch mit Kindern im Grundschulalter macht tatsächlich allen Beteiligten Spaß.
  3. Ein Nachmittag nach der Schule ist viel zu kurz, um sich auf der ABF mehr als eine Halle gründlich anzusehen. Nach zwei Stunden in der ReiseZeit-Halle sind wir eine knappe weitere Stunde lang durch drei der übrigen sieben Hallen gelaufen – tolle Sachen auch dort, aber keine Chance, alles zu sehen.

 Die ReiseZeit und die ABF auf dem Messegelände in Hannover/Laatzen sind noch heute und morgen (1./2. Februar)  in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 13 Euro, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Wer mit dem Auto anreist, muss noch mal 5 Euro Parkgebühr löhnen.

Samstagskaffee mit dem neuen Flyer über unsere Dino-Spuren.
Samstagskaffee mit dem neuen Flyer über unsere Dino-Spuren.

Heute Morgen beim Samstagskaffee ging es dann erstmal an die Sichtung des umfangreichen Info-Materials, das sich beim Rundgang in meiner Tasche angesammelt hat – zum Beispiel der neue Flyer unserer (und anderer) Dinosaurier-Spuren in Niedersachsen.

Mal wieder ein dramatischer Sonnenuntergang vor unserem Wohnzimmerfenster über der Porta Westfalica (one more dramatic sunset in front of our living-room window).
Mal wieder ein dramatischer Sonnenuntergang vor unserem Wohnzimmerfenster über der Porta Westfalica (one more dramatic sunset in front of our living-room window).

Und – auch wenn es überhaupt nicht zum Thema passt – ein dramatisches Himmelsbild für die In-Heaven-Reihe mag ich heute natürlich auch noch beisteuern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.