Abmeldung: family4travel macht Sommerferien

In diesem Blog herrscht Sommerloch. Kein klassisches – Material für neue Artikel ist immerhin noch auf Jahre in Hülle und Fülle vorhanden. Aber ein Loch ist es definitiv, das sich hier ausbreitet. Das hat mehrere Gründe – ich plaudere mal aus dem Nähkästchen.

Nach unserer 11-monatigen Europa-Reise müssen wir den Wiedereinstieg in den Alltag bewältigen. Noch sind Sommerferien, und mit Routinen und Terminzwängen müssen wir kaum kämpfen. Da sind zwar all die Vorräte, die langsam wieder aufgefüllt werden müssen, die alte Post, die sortiert werden will, die Arzt-Termine, Schwimmkurse und Treffen mit Freunden, die vereinbart und organisiert werden sollten. Nachdem Silas‘ Halbschuhe, die wir in Athen aus ähnlichem Anlass gekauft hatten, beim Spaziergang durch Hammerfest buchstäblich auseinandergefallen sind und die Zehen in den Sandalen skandalösen Überhang hatten, war ein Abstecher zum Schuhgeschäft unumgänglich. Und dann kam es zum lange ersehnten Besuch im Tierheim, wo wir Bekanntschaft mit unseren beiden zukünftigen Mitbewohnern geschlossen haben: Nächste Woche besiegeln wir unsere Sesshaftigkeit und nehmen zwei Katzen auf.

Drei Tage hatten wir jetzt spontan Besuch von unseren estnischen Freunden, die gerade in Deutschland unterwegs waren. Tagsüber waren sie alleine unterwegs – die Dino-Spuren, Schloss Bückeburg, die Rattenfängerstadt Hameln und generell das schöne Schaumburger Land bieten ja zum Glück genügend Beschäftigung. Später sind dann fünf Jungs durch den Garten getobt, und abends haben wir Erwachsenen nett zusammengesessen (und ich habe bemerkt, dass ich unbedingt mal wieder nach Estland möchte).

Nicht alle Gründe, warum im Blog sträfliche Ebbe herrscht, sind so nett. Die meisten Stolpersteine legt mir die Technik in den Weg. Das Smartphone-Unglück in Lissabon war nur der Auftakt zu einer Kaskade von elektronischen Teil- oder Totalschäden. So bin ich nun im Besitz eines neuen Rechners und habe endlich – wenn auch nicht ganz freiwillig – Windows XP hinter mir gelassen. Mit dem neuen Betriebssystem stehe ich allerdings noch auf Kriegsfuß. Martin hat die technische Neuordnung in diesem Haushalt dazu genutzt, irgendein zentrales Speichersystem einzuführen. Der Vorteil: Er kann jetzt von jedem Rechner aus auf alle Fotos und Textdokumente zugreifen. Der Nachteil: Ich nicht. Ich komme gar nicht mehr dran. Bestimmt ist es ganz einfach. Aber in der Eile hat er mir keine ausreichende technische Schulung zukommen lassen können, und dann hat er sich vom Acker gemacht.

Nach elf Monaten Hardcore-Familienleben rund um die Uhr ist Martin jetzt nämlich vier Wochen auf kaltem Entzug. Am 1. August, einem Samstag, sind wir von unserer krönenden Reiseabschluss-Kreuzfahrt zurückgekehrt (über die ich im Blog noch kein Wort verloren habe). Montagmorgen musste er in Waldkraiburg bei München auf der Matte stehen, um seine neue Stelle anzutreten. Natürlich sind wir froh und dankbar, dass der berufliche Wiedereinstieg mit Neuorientierung nach seiner reisebedingten Kündigung nahtlos funktioniert hat. Nach vier bis sechs Wochen Einarbeitung im Stammsitz der Firma wird er den Vertrieb in Norddeutschland übernehmen und wieder glücklich mit dem Rest der Familie vereint sein. Bis dahin vermissen wir ihn schmerzlich (und das nicht nur, weil mir damit auch mein technischer Support abkömmlich ist).

Eine knappe Woche Sommerferien bleibt den Jungs also noch. Ich komme hier mit meinem Computer nicht weiter, weil mir der Zugriff auf Fotos und gespeicherte Texte versperrt ist. Nachdem unser Besuch heute Morgen abgefahren ist, haben wir gerade keinerlei gesellschaftliche Verpflichtungen. Und der haarige Familienzuwachs bindet uns erst ab nächster Woche an zu Hause. Die logische Konsequenz? Wir fahren an die Ostsee. Bis bald!

6 Gedanken zu „Abmeldung: family4travel macht Sommerferien“

  1. „Wir fahren an die Ostsee. Bis bald!“
    Das sind die besten Sätze der Welt! Drucke Postkarten, Schilder, Shirts! Das geht bestimmt weg wie nix! :)

    Wenn das Wetter noch passt fahren wir nächste Woche auch!
    Liebe Grüße,
    Marc

  2. Die Freunde aus Estland sind sehr dankbar für die schönen Tage. Rattenfängerstadt Hameln hat uns sehr gut gefallen und auch sonst gibt es in dieser Ecke Deutschlands noch viel zu entdecken und zu bloggen. (zwinker) Übrigens liegt auch Estland an der Ostsee, also … Lasst uns wissen, wann ihr kommt.

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