Archiv der Kategorie: (F)AQ

(F)AQ: Wie viele Leute lesen das eigentlich? Und WER liest das?

Als „Dokument der Zeitgeschichte“ habe ich die Links aktualisiert, auch wenn die obige Frage zwei Jahre später eine ganz andere Antwort verdient (als Hausnummer: rund 10.000 Seitenaufrufe bei etwas mehr als 5.400 unique visitors im Monat, was ich als Nutzer von google analytics mittlerweile recht exakt sagen kann – Stand 2/2016).

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(F)AQ: Wie lange sitzt du an so einem Artikel?

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Wie lange sitzt du an so einem Artikel?

Unterschiedlich. Kommt drauf an, wie gründlich meine Vorarbeit im Reisetagebuch ist. Einen Text schreib ich schnell runter, bin ich ja beruflich so gewohnt. Aber auch die Fotos brauchen eine Menge Zeit, das unterschätze ich immer wieder. Insgesamt vielleicht eine gute Stunde pro Artikel, mit allem Drum und Dran – nicht mitgerechnet natürlich das entsprechende Erlebnis, das dem Post zugrunde liegt.

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„Wie machst du das eigentlich mit deinem Blog?“ werde ich immer wieder gefragt. Hauptsächlich von Freunden und Bekannten, die ich moralisch zwangsverpflichtet habe, ihn sich mal anzuschauen, und die dann eher die technische Seite interessiert. Da ich mir vor allem als Blogger-Newbie oft dieselbe Frage gestellt habe, wenn ich die Blogs von anderen betrachtete, und weil ich mir gerne durchsichtigste Wahrheit auf die Fahnen schreibe, plaudere ich an dieser Stelle einfach mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. Ich beantworte alle Fragen, die mir, von welcher Seite auch immer, in den letzten Wochen tatsächlich gestellt wurden. Mein persönliches FAQ sozusagen (wobei wir das F für frequently nur aus Eitelkeitsgründen beibehalten, wie ich anmerken muss, wenn ich schon durchsichtigste Wahrheit anpreise :) ).

Du hast auch noch eine Frage? Immer raus damit! Als Kommentar oder per Mail, egal. An den kommenden Sonntagen werde ich immer eine davon beantworten.

(F)AQ: Du veröffentlichst aber nicht einfach so Fotos von mir, oder?

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Du veröffentlichst aber nicht einfach so Fotos von mir, oder?

Natürlich frage ich vorher! Alle Menschen, die hier (vor)namentlich genannt und so abgebildet sind, dass man sie anhand des Fotos im echten Leben erkennen könnte, habe ich vorher um Erlaubnis gebeten.

Manchmal geraten Fremde aufs Bild, und manchmal landen die dann tatsächlich im Blog. Dass das durchaus nicht rechtens ist, hat Dezembra neulich hier ausführlich beschrieben. Bei der Zeitung habe ich es so gelernt, dass Personen auf öffentlichen Veranstaltungen abgebildet werden können, solange sie nicht unverhältnismäßig herausgehoben oder benutzt werden, um Dinge zu illustrieren, mit denen sie in Wirklichkeit nichts zu tun haben. Auch das funktioniert nach meinen neueren Erkenntnissen nur so lange, wie niemand auf die Idee kommt, dagegen zu klagen. Man sollte meinen, dass gesunder Menschenverstand über die Gier nach Abmahngebühren siegt und mich Abgebildete im Unzufriedenheitsfall einfach bitten, das entsprechende Foto offline zu nehmen. Statt mein Blog zu einer bilderlosen Textwüste verkommen zu lassen oder ausschließlich meine Kinder close-up vor diversen Sehenswürdigkeiten zu präsentieren, werde ich es jedenfalls weiterhin so halten, wie wir es bei der Lokalzeitung seit jeher praktizieren.

Übrigens habe ich neulich mal versucht, die Sache ganz korrekt abzuwickeln. Das Gebot, Abbildungen nur nach ausdrücklicher Genehmigung zu veröffentlichen, betrifft nämlich nicht nur Personen, sondern auch geistiges Eigentum aller Art. Für meinen Bericht über die steinzeitlichen Sehenswürdigkeiten rund um Avebury habe ich eine Info-Tafel abfotografiert und wollte mir bei der Betreiber-Organisation „English Heritage“ förmlich die Erlaubnis einholen, dieses Foto im Blog zu zeigen. Nachdem ich erfolglos von A nach B und von B nach C verwiesen wurde, habe ich dieses Unterfangen aufgegeben. Da ich sowohl mit dieser, als auch mit sämtlichen anderen Abbildungen prinzipiell Gutes im Schilde führe (nämlich Leser über unsere Reiseziele informieren, praxisorientierte Tipps geben und zum Nachmachen animieren) und keinerlei Gewinn daraus ziehe, glaube ich an dieser Stelle einfach mal an das Gute im Menschen.

Wer wider Willen aufs Foto geraten ist und in dieser Form nicht gezeigt werden mag, wird selbstverständlich entfernt, sobald mich leisester Protest erreicht!

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„Wie machst du das eigentlich mit deinem Blog?“ werde ich immer wieder gefragt. Hauptsächlich von Freunden und Bekannten, die ich moralisch zwangsverpflichtet habe, ihn sich mal anzuschauen, und die dann eher die technische Seite interessiert. Da ich mir vor allem als Blogger-Newbie oft dieselbe Frage gestellt habe, wenn ich die Blogs von anderen betrachtete, und weil ich mir gerne durchsichtigste Wahrheit auf die Fahnen schreibe, plaudere ich an dieser Stelle einfach mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. Ich beantworte alle Fragen, die mir, von welcher Seite auch immer, in den letzten Wochen tatsächlich gestellt wurden. Mein persönliches FAQ sozusagen (wobei wir das F für frequently nur aus Eitelkeitsgründen beibehalten, wie ich anmerken muss, wenn ich schon durchsichtigste Wahrheit anpreise :) ).

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(F)AQ: Kostet das Bloggen was?

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Heute:

Kostet das Bloggen was?

Zum Glück nicht. Jedenfalls nicht in der Basis-Version, die ich benutze. Family4travel wächst und gedeiht, und früher oder später werde ich wohl nicht um einen schickeren, besser strukturierten und nicht mehr kostenlosen Blog-Auftritt herumkommen. Solange ich kein Geld damit verdiene oder anderweitig groß davon profitiere, lässt sich schlecht rechtfertigen, warum Geld (und Zeit!) in die technische Umsetzung investieren sollte. Denn vor allem müsste mich endlich mal vernünftig in die Thematik einlesen, um herauszufinden, welche Möglichkeiten ich da überhaupt habe. Im Moment beißt sich da die Katze in den Schwanz.

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„Wie machst du das eigentlich mit deinem Blog?“ werde ich immer wieder gefragt. Hauptsächlich von Freunden und Bekannten, die ich moralisch zwangsverpflichtet habe, ihn sich mal anzuschauen, und die dann eher die technische Seite interessiert. Da ich mir vor allem als Blogger-Newbie oft dieselbe Frage gestellt habe, wenn ich die Blogs von anderen betrachtete, und weil ich mir gerne durchsichtigste Wahrheit auf die Fahnen schreibe, plaudere ich an dieser Stelle einfach mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. Ich beantworte alle Fragen, die mir, von welcher Seite auch immer, in den letzten Wochen tatsächlich gestellt wurden. Mein persönliches FAQ sozusagen (wobei wir das F für frequently nur aus Eitelkeitsgründen beibehalten, wie ich anmerken muss, wenn ich schon durchsichtigste Wahrheit anpreise :) ).

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(F)AQ: Wie könnt ihr euch so viel Urlaub leisten?

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Heute:

Wie könnt ihr euch so viel Urlaub leisten?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir für unsere fünf bis sechs Wochen Reisezeit, verteilt übers ganze Jahr, nicht viel mehr bezahlen als andere Familien für ihre ein bis zwei Wochen Sommerurlaub. Wir übernachten ja günstig als Couchsurfer oder in Jugendherbergen, verpflegen uns selbst, und wenn wir mal Essen gehen, dann lieber nur für Kaffee und Kuchen. Generelle Sparmaßnahmen hab ich hier mal beschrieben. Trotzdem investieren wir natürlich einen guten Teil unseres frei verfügbaren Familieneinkommens in unser gemeinsames Hobby. Dafür knausern wir bei anderen Luxus-Ausgaben und sind zum Beispiel sehr sparsam auf dem Feld des Klamotten-Shoppings, geben wenig Geld für Tinnef aus und haben keine teuren Hobbys (außer eben das Reisen).

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„Wie machst du das eigentlich mit deinem Blog?“ werde ich immer wieder gefragt. Hauptsächlich von Freunden und Bekannten, die ich moralisch zwangsverpflichtet habe, ihn sich mal anzuschauen, und die dann eher die technische Seite interessiert. Da ich mir vor allem als Blogger-Newbie oft dieselbe Frage gestellt habe, wenn ich die Blogs von anderen betrachtete, und weil ich mir gerne durchsichtigste Wahrheit auf die Fahnen schreibe, plaudere ich an dieser Stelle einfach mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. Ich beantworte alle Fragen, die mir, von welcher Seite auch immer, in den letzten Wochen tatsächlich gestellt wurden. Mein persönliches FAQ sozusagen (wobei wir das F für frequently nur aus Eitelkeitsgründen beibehalten, wie ich anmerken muss, wenn ich schon durchsichtigste Wahrheit anpreise :) ).

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(F)AQ am Fünften: Fünf Fragen rund um Fastfood und Reise-Essen

Anscheinend ist doch ein kleiner Autist an mir verloren gegangen: Es ärgert mich, wenn ich mein gewohntes Schema hier im Blog nicht durchhalten kann. Heute ist der 5., und da gibt’s hier immer fünf Glanzlichter. Aber heute ist auch Sonntag, und sonntags gibt’s Fragen. Die mussten letzte Woche schon ausfallen, weil mir der Best-Blog-Award von den Weltwunderern dazwischengekommen ist. Hmpf. Da aber Ulrike vom BambooBlog schmutzig gespielt und das Stöckchen einfach so wieder zurückgeworfen hat, schlage ich kurzerhand zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich pick mir fünf Dinge raus – all die, die mit dem Thema Essen zu tun haben – und beantworte fünf (Fragen) am Fünften. Ich gebe zu, das ist ein bisschen arg konstruiert, zumal die Fragen beim Stöckchen zum Teil zusammengehörten, aber – egal.

  1. Wenn Du ein Land besuchst, erlebst Du auch die einheimische Küche: Hast Du dabei schon mal ganz besondere Köstlichkeiten gegessen?
Best scones we had in all Great Britain, to be obtained at the tea room at the end of Bangor Garth Pier.
Best scones we had in all Great Britain, to be obtained at the tea room at the end of Bangor Garth Pier.

Oh ja. Bigos in Polen. Rote-Beete-Suppe in Litauen. Die gesalzene Butter in der Bretagne. Und ich liebe den britischen und irischen Cheddar-Käse – und die Scones beim cream tea! Frische Preisel- und Multebeeren in Norwegen, Blaubeeren in Estland und Finnland. Auf den Teer-Sirup habe ich dort allerdings verzichtet.

  1. Welche Bedeutung hat das Ausprobieren von unbekanntem Essen?

Für Martin und mich eine große – wir stürzen uns liebend gern in kulinarische Abenteuer. Auch die Jungs ziehen mit und können sich mittlerweile ganz gut am Riemen reißen, wenn sie etwas nicht mögen. Wie auch zu Hause gilt auf Reisen: Wenigstens ein Löffelchen voll wird probiert. Silas ist ein bisschen mäkelig, während Janis recht experimentierfreudig ist. Wir sind uns aber einig, dass unbekanntes Essen zum Reisen genauso dazugehört wie unbekanntes Gelände – und genauso erkundet wird. Immerhin hat Silas vergangenen Sommer so seine Vorliebe für die doch eher scharfen Ingwerkekse in England entdeckt.

  1. Korean ingredients in my kitchen - what a sight! :)
    Korean ingredients in my kitchen – what a sight! :)

    Je exotischer das Reiseziel, desto lieber ein Besuch bei McDonald’s und Co.?

Ernsthaft exotisch sind wir ja bisher nicht geworden auf unseren Reisen. Wären die viel zitierten frittierten Heuschrecken die Alternative, würde ich westliches Fastfood wohl tatsächlich vorziehen (obwohl, probieren würd ich schon mal, denke ich). In West-, Mittel- und Nordeuropa habe ich allerdings bisher wenig Veranlassung dazu gesehen. Wir sind ja auch meistens Selbstversorger. In der Küche der Jugendherberge gibt es dann unexotische Nudeln mit Tomatensoße. Und bei Couchsurfern kochen wir traditionell Käsespätzle: weil das typisch deutsch ist, komplett selbst angerührt einiges her macht, die (vegetarischen) Zutaten überall erhältlich und erschwinglich sind und das Ergebnis den meisten Leuten und auch Kindern gut schmeckt.

  1. Was hast Du bei McD fern von daheim schon so erlebt?

Soweit ich mich erinnern kann, waren wir außerhalb der Staatsgrenzen noch nie – ach doch, während des Schüleraustauschs 1998 in Belfast war ich dort. Das war unspektakulär, da gefühlt identisch mit zu Hause. Einige Zeit später sah ich dieselbe Straße in den Nachrichten, weil sie sich doch wieder in die Köppe gekriegt hatten und genau dort, wo ich vielleicht zwei, drei Jahre zuvor gewesen war, Unruhe und Aufstand herrschte. Das war schon ein mulmiges Gefühl.

2010 hatten wir mal ein witziges (wenn auch kulinarisch ziemlich unbefriedigendes) Erlebnis, ebenfalls in Nordirland, in einer No-Name-Frittenbude irgendwo im Südwesten auf dem Land. Die Jungs hatten ernsthaft Hunger, und es war nichts Besseres in Sicht. Wir kamen gerade aus der Republik, hatten völlig verpeilt, dass wir erst noch Geld tauschen mussten. Nein, Euros nehmen sie nicht, blaffte uns die Verkäuferin auf meine zaghafte Anfrage hin an. Als ich den Jungs die schlechte Nachricht beizubringen versuchte und die Dame mitbekam, dass wir „echte Touristen aus dem Ausland“ waren, änderte sie ihre Meinung prompt. Ihre Kolleginnen stürzten aus der Küche hinzu, um uns zu besichtigen, und die Chefin bestand darauf, dass wir nur den Pfund-Betrag in Euro zahlen bräuchten, obwohl der aktuelle Wechselkurs ganz andere Vorschläge machte. Ich glaube aber nicht, dass das bei einer der großen Ketten passiert wäre.

  1. Belgian waffles. There's really more to it than the shape.
    Belgian waffles. There’s really more to it than the shape.

    Muss McD sein, wenn man mit Kindern unterwegs ist?

Nein. Aber manchmal ist es doch bequem, wenn wir innerhalb Deutschlands auf der Autobahn unterwegs sind. Da weiß man eben, was man kriegt: ein meistens halbwegs sauberes Klo, einen Mini-Spielplatz zum Austoben und in kurzer Zeit für relativ wenig Geld satte, zufriedene Kinder. Ansonsten bin ich recht pingelig bei der Ernährung, bei uns gibt’s meistens bio und Vollkorn und so. Aber so drei, höchstens vier Mal im Jahr lass ich das durchgehen.

There is a beautiful market at the harbour very close to the city centre.
There is a beautiful market at the harbour very close to the city centre.

Best Blog Award: 11 Fragen

BestBlogAward1Eigentlich wäre hier jetzt eine weitere (F)AQ-Frage dran – da hab ich noch einige von in petto, denn je bekannter family4travel wird, desto mehr Menschen sprechen mich drauf an und haben Fragen, vor allem „in echt“. Aber diese Woche hat mich Jennys Blogstöckchen eiskalt am Hinterkopf erwischt: Die Neuseeland-Expertin vom Weltwunderer-Blog hat damit geworfen, und auch ich stehe auf ihrer Liste der Familien-Reiseblogger, die gleich eine ganz Reihe von Fragen zu beantworten haben.

  1. Was bedeutet Reisen für dich?
    Reisen ist für uns mehr als ferne Orte zu erkunden und fremde Menschen kennenzulernen. Es ist auch für uns als Familie ein wichtiger Prozess. Im Alltag geht jeder seiner Wege – Schule, Arbeit, Hobbys – und obwohl wir versuchen, auch unter der Woche Familienzeit zu zelebrieren, merken wir so richtig gründlich nur im Urlaub, dass wir vier zusammengehören. Wahrscheinlich deshalb zählen für uns kleine Wochenendausflüge und sogar der ganz normale Sonntagsspaziergang gefühlt als „Reisen“: Reisen ist für uns einfach gleichbedeutend mit Familienzeit.
  2. Warum machst du dir den Stress des Reisebloggens?
    Ein Reisetagebuch habe ich schon immer geführt. Nach dem Urlaub habe ich es dann abgetippt, anfangs ausgedruckt und in Fotoalben geklebt, später komfortabler in Fotobüchern verarbeitet. Die machten dann im Freundeskreis die Runde, jeder wollte sie mal lesen. Irgendwann hat mich dann eine liebe Freundin und erfolgreiche Bloggerin zur Seite genommen und gesagt: „Warum um alles in der Welt bloggst du nicht einfach?“ Und tatsächlich: So rum ist es viel weniger Stress! :)
    Was ich am Bloggen sehr mag, ist der Akt der Selbstdisziplin. Klar, niemand zwingt mich dazu, mich an mein Schema zu halten und regelmäßig zu posten. Aber für mich ist es jeden Tag aufs Neue ein kleiner Sieg, den ich als solchen auch genießen kann, wenn wieder ein Text, mit dem ich mehr oder weniger zufrieden bin, mehr oder weniger pünktlich online geht.
  3. Was willst du deinen Kindern mitgeben, wenn sie aus dem Haus gehen?
    Als Mutter sehe ich meine Hauptaufgabe darin, meinen Kindern zu helfen, glückliche Menschen zu werden. Ich wünsche mir, dass sie ihren eigenen Weg finden, ihren eigenen Platz in der Welt. Janis möchte eine reiche Frau heiraten, damit er frei von finanziellen Sorgen ungestört einem Kunsthandwerk nachgehen kann. Silas plant, als „Weltalloge“ den Nobelpreis für die Erfindung des Überlichtgeschwindigkeitsreisens entgegen zu nehmen. Auch wenn ich als anständige Mutter beiden zutraue, diese hehren Ziele zu erreichen, halte ich es ebenso für möglich, dass sich an diesen Wünschen noch etwas ändert… :) Es kommt auch gar nicht so auf die Ziele an, finde ich. Viel mehr auf die Fähigkeit zum Glücklichsein, und genau die möchte ich den Jungs wirklich mit auf den Weg geben. Wir üben es täglich. Auf unseren Reisen gelingt uns das sehr gut, und das ist – Gott sei Dank – auch (fast immer) im Alltag so.
  4. Wohin reist du am liebsten und warum?
    Das Wohin ist uns eigentlich gar nicht so wichtig. Viel mehr interessiert uns das Wie. Und da lautet die Antwort: mit offenen Augen und offenen Herzen. Oje, ich drifte schon wieder arg ins Kitschige ab. – Was ich meine, ist: Egal wo wir sind, es gibt immer etwas zu entdecken, zu erfahren und zu lernen. Das Freilichtmuseum von New Lanark ist ein prima Lernort zur britischen Industriegeschichte. Aber die Schwingtür in der Jugendherberge daneben eignet sich hervorragend fürs eigenhändige Erfahren der Hebelgesetze. Und ja, dazu braucht man eigentlich nicht nach Schottland fahren, sondern kann das auch auf dem Spielplatz um die Ecke nachvollziehen.
    Na gut, jetzt noch mal ohne philosophische Anflüge: Wir mögen am liebsten gemäßigtes Klima, worunter wir mehr oder weniger alle Temperaturen und Wetterlagen unter 30 Grad verstehen. „Richtung Norden“ kann also gut als Faustregel gelten.
  5. Was muss immer dabei sein, wenn ihr verreist?
    Mein analoges Reisetagebuch natürlich. Und, zumindest bei allen „richtigen“ Reisen: eine mobile Kühltruhe, die sich sowohl an die Auto-Steckdose als auch ans normale Stromnetz anschließen lässt. So sind wir als Selbstversorger unabhängig, und die Jungs können trotzdem jeden Morgen ihr Müsli mit der „richtigen“ Milch löffeln (frische Vollmilch, 3,5 % Fett, falls ihr euch fragt, was „richtige“ Milch ist).
  6. Gibt es auch Ziele, die dich gar nicht interessieren?
    Es gibt einige Blogs, die ich nicht lese, weil die Reiseziele für mich nicht relevant sind. Manchmal bleibe ich doch in einem von denen stecken, und wenn sie gut geschrieben sind, stelle ich oft fest, dass Guatemala, Namibia und – nicht wahr, Jenny? ;) – Neuseeland mich doch interessieren. Insofern: Nee, offenbar nicht.
  7. Ist Neuseeland für dich ein besonderes Land? Warum?
    Als ich 16 war, bin ich mal hemmungslos unvorbereitet in ein Bewerbungsgespräch für ein einjähriges Highschool-Stipendium in Australien geschlittert. Der Interviewer fragte mich damals, ob ich mir auch vorstellen könnte, stattdessen nach Neuseeland zu gehen. „Ähm…“ stotterte ich völlig überfordert, „Gibt es da denn auch Schulen?“ Seitdem hat sich zwar durchaus die eine oder andere Wissenslücke geschlossen. Ich hab wunderschöne Fotos von großartigsten Naturphänomenen gesehen, die durchaus Fernweh auslösen. Neuseeland ist und bleibt aber für mich vor allem eins: unerreichbar weit weg.
  8. Gewissensfrage: Wie stehst du zum Thema Nachhaltigkeit – in Bezug auf das Reisen?
    Genau deshalb. ;) Es gibt so viele außergewöhnliche, spannende, erhellende Orte in Europa zu entdecken – da muss man gar nicht fliegen, finde ich. Bei den Mengen an Diesel, die wir auf unseren Touren durch den Motor jagen, dreht sich natürlich auch mein grünes Parteibuch in der Schreibtischschublade um. Ökologisch gesehen wäre die Camping-Radtour ans Steinhuder Meer am sinnigsten, oder den Weserradweg runter, was wir auch durchaus schon ausprobiert und für gut befunden haben. Aber das reicht uns nicht, und insofern legen wir da eine beschämende Portion Doppelmoral an den Tag. Wenn man sich erst unsere (noch äußerst streng geheimen) Pläne für 2014 anguckt, muss ich den Stuhl des moralisch Erhabenen endgültig räumen…
    In dem kläglichen Versuch, mich zu rechtfertigen, möchte ich aber einwerfen, dass für mich nicht nur ökologische Nachhaltigkeit existiert. Wir reisen nicht, damit wir irgendwo bei ein paar Grad mehr in der Sonne braten, sondern um die Welt zu begreifen. Kein Mensch kann sagen, ob Janis später tiefsinnigere Bernsteinfiguren schnitzt oder völkerverständigendere Marzipanröschen pinselt, weil er als Kind mit kleinen Engländern Trompete gespielt oder mit einer finnischen Freundin am Grill gekokelt hat. Und auch ob Silas’ derzeitige Überlegungen zur Berufswahl eine Dokumentation auf Phoenix nicht genauso beeinflusst hätte, kann man nicht wissen. Aber ich denke schon, dass es für Kinder hilfreich, förderlich, gesamtgesellschaftlich sinnvoll ist, die Welt nicht nur aus den Medien zu kennen, sondern sie selbst im Wortsinne nachhaltig erfahren und begriffen zu haben.
  9. Hand aufs Herz: Sind Reisen ohne Kinder nicht auch mal schön?
    Klar! Ich reise manchmal auch ganz alleine, besuche Freunde und hole tageweise meine wilde Jugend nach, die ich nie hatte. Aber egal, wo ich bin, spätestens nach einer halben Stunde sehe ich etwas und denke: Das würde Janis gefallen. Oder: Das fände Silas interessant. Und dann bedauere ich auch schon, dass die Jungs nicht dabei sind. Am liebsten gehe ich wirklich mit ihnen zusammen auf Weltentdeckertour.
  10. Wohin geht eure nächste Reise?
    Im Januar geht’s nach Hamburg. Anfang Februar nach Thüringen. Und in den Winterferien entweder nach Dresden oder Saarbrücken oder beides. Ostern an die Ostsee. Das ist der „Kleinkram“, der auch immer spannend und erhellend und wunderschön ist. Was dann kommt, davon der erzähle ich erst, wenn es in trockenen Tüchern steckt.
  11. Wo wärst du gern in zehn Jahren?
    In zehn Jahren ist Janis mit der Schule fertig und Silas bereitet sich aufs Abitur vor. Das ist die Zeit, in der Martin und ich so langsam voll durchstarten können. Vielleicht hab ich bis dahin Spanisch gelernt, und wir tingeln ein Jahr lang durch Südamerika. Oder wir tuckern mit einem Containerschiff nach Neuseeland. Vielleicht wagen wir uns doch mal nach Asien vor. Vielleicht hat sich bis dahin aber auch der angeschlagene Gesundheitszustand meines Vaters so weit verschlechtert, dass meine Mutter unsere Hilfe braucht. Oder irgendjemand von uns ist längst gestorben, was jeder Gott in Reichweite verhüten möge! Es gibt keine Sicherheit, nicht finanziell und erstrecht nicht für alles andere. Wichtig ist uns deshalb: Wir schieben nichts auf! Gereist wird JETZT!

BestBlogAward1Oje, das war eine Menge. Ist da noch jemand, irgendjemand? Der bis hierher durchgehalten hat? Denn ich bin noch lange nicht fertig… Die Netz-Tradition will es, dass ich jetzt nach schönstem Schneeball-Prinzip ebenfalls zehn Blogger das Stöckchen um die Ohren haue. Auch von mir gibt es deshalb elf Fragen, deren Antworten mich echt interessieren täten. Da Blog-Stöckchen schnell zur Pest mutieren können, bin ich jedoch niemandem persönlich böse, der keine Lust drauf hat, schon wieder… Nach diesem Disclaimer verteile ich hemmungslos (in nicht wertender Reihenfolge) meine Best-Blog-Awards an:

  1. Raumfee Katja, die mich mit ihren oft grandios einfachen Deko-Ideen schon oft inspiriert und zu so manch tiefgründigem Gedanken geleitet hat.
  2. Antje von Mee(h)r-erleben, die uns von ihrer England-Reise all die Ecken zeigt, die wir auf der unseren sträflicherweise ausgelassen haben.
  3. Peggy von Entdeckeengland, die sich ihrer Wahlheimat mit Hingabe widmet und deren Blog der interessierte Inselreisende auf jeden Fall zur Vorbereitung konsultieren sollte.
  4. Frau Müller nebst Gatten, die das alltägliche Familienchaos immer herrlich bissig und selbstironisch kommentiert.
  5. Die andere Frau Müller, die von Good Word for Bad World, bei der ich mir schon mal angucken kann, was da in ein paar Jahren auf mich zukommt…
  6. Ulrike Hecker vom bambooblog – eine von denen, die mir durch ihre Schreibweise auch abwegige Reiseziele schmackhaft machen, selbst wenn ich letztlich wahrscheinlich nie einen Fuß auf chinesischen Boden setzen werde.
  7. Nadine, die mit ihrer Hudsonfamily wahrhaft Wahnwitziges hinter sich hat und wahrscheinlich jede Art des Unterwegsseins schon ausprobiert hat – mit den Kindern.
  8. Inka von blickgewinkelt, die aufgrund ihrer Eisverliebtheit schon an den großartigsten (und kältesten) Orten dieser Welt war (worum ich sie innig beneide!) und die toll darüber schreibt.
  9. Reisemeisterin Christina, die zusätzlich zu ihren serviceorientierten Reise-Beiträgen auch noch ein schwasiatisches Kochstudio betreibt.
  10. Anne Zegelman alias Dezembra, die polarisierend und poetisch aus der Parallelwelt einer (noch?) kinderlosen Journalistin und Szene-Frau berichtet.

Schöne Bescherung: Fangt das Stöckchen!

11 Fragen an euch:

  1. Muss man reisen, um die Welt zu entdecken?
  2. In Sachen Reisen: Je exotischer desto besser?
  3. Ausspannen oder volles Programm – „Urlaub“ oder „Reisen“? Wie sieht das idealerweise bei dir aus?
  4. Hast du die Urlaubsplanung schon fertig? Wohin soll’s 2014 gehen?
  5. Egal ob Langzeitreisender oder Gelegenheitsurlauber: Bestimmt hast du unterwegs mal richtig interessante Menschen kennengelernt. Erzähl doch mal von einer schönen, verrückten oder richtig schlimmen Reisebekanntschaft!
  6. Was meinst du: Lohnt es sich, Kinder durch die Weltgeschichte zu schleppen?
  7. Gibt es ein Aha-Erlebnis, das du selbst als Kind beim Reisen, im Urlaub gehabt hast?
  8. Urlaubsfotos anderer Leute sind für viele ein Graus. Was muss stimmen, damit du sie dir gerne anschaust?
  9. Couchsurfing ist nicht jedermanns Sache. Warum ist es nichts für dich? (Oder warum vielleicht doch?)
  10. Zu Hause (Übernachtungs-)Besuch bekommen – No-Go, großer Stress oder nett?
  11. Keine Angst, wir stehen nicht übermorgen auf der Matte – aber nehmen wir mal an, wir kämen zum Couchsurfen vorbei. Welche Sehenswürdigkeiten würdest du uns zeigen?

Und so geht es weiter

Die tradierten Regeln für den Best-Blog-Award lauten:

  1. Einfach einen Post zum Thema verfassen, das Bildchen vom Award einfügen und mit demjenigen verlinken der ihn dir verliehen hat.
  2. Elf Fragen beantworten.
  3. 10 weitere Blogger taggen und ihnen 11 Fragen stellen.
  4. Die 10 Glücklichen mit einem Kommentar auf den Award aufmerksam machen.