Archiv der Kategorie: Reisevorbereitung

Rezension: „Reisebudget-Planung für Familien“ von Jenny Menzel

Wer eine Langzeitreise mit Familie planen will – oder erst einmal damit liebäugelt – hat viele Fragen. 180 davon beantwortet Jenny Menzel in ihrem neuen Ratgeber „Reisebudget-Planung für Familien“, der im Dezember bei KidsAway erschienen ist. Um das Fazit gleich vorweg zu nehmen: Ich wünschte, wir hätten dieses Buch damals schon gehabt. Es macht die Planung (und Finanzierung) eines solchen Abenteuers so viel einfacher!

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Schlechte Erfahrungen mit AirBnB: Das passiert, wenn man das Portal umgeht

[Beim besten Willen keine Werbung, sondern eine Schilderung meiner eigenen Erfahrungen, finde ich. Doch Werbung, findet die aktuelle deutsche Rechtsprechung. Details im letzten Absatz.] Eigentlich plane ich schon ewig und drei Tage einen richtig guten Service-Artikel zum Thema Buchungsportale für Familien: „Ferienunterkünfte für Familien finden: Der richtige Umgang mit mit AirBnB, booking.com und Co.“, oder so ähnlich. Ich glaube, dass viele Eltern sich nicht recht rantrauen an individuelle und günstige Buchungsmöglichkeiten für Urlaubsunterkünfte, weil sie viele Fragen haben. Was ist der Unterschied zwischen AirBnB und „normalen“ Anbietern von Ferienwohnungen? Wie funktioniert das genau? Ist AirBnB sicher? Wir haben auf unserem 10-monatigen Roadtrip durch Europa so viele Erfahrungen damit gemacht, die ich gerne weitergeben würde. Aber ich komme und komme nicht dazu, diesen Artikel fertigzustellen. Stattdessen dümpelt er als Entwurf seit Monaten in meinem Blog-Backend. Um dem Elend ein Ende zu machen und wenigstens das, was ich habe, allen Interessierten schon einmal zur Verfügung zu stellen, hau ich es jetzt einfach raus und beschränke mich auf schlechte Erfahrungen mit AirBnB, wenn man das Portal umgeht – auch wenn die entschieden nur ein kleiner Ausschnitt unserer prinzipiell guten Erfahrungen mit AirBnB sind.

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Packliste für ein Familien-Wochenende

Was muss eigentlich alles mit in den Kurzurlaub? Als Vielreisende sind wir geübt im Kofferpacken. Morgen fahren wir für ein Wochenende nach Föhr (in diese traumhafte Unterkunft hier, ich bin schon ganz gespannt!). Aber während ich mit den Vorbereitungen beginne, fällt mir auf, dass ich jedes einzelne Mal wieder eine Packliste schreibe, um sie anschließend abzuarbeiten. Höchste Zeit, das endlich einmal an zentraler Stelle festzuhalten! Und vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja auch weiter, dem in solchen Dingen die Routine fehlt. Immerhin steht ja auch der Sommerurlaub vor der Tür, und auch wenn’s für den etwas umfangreicher sein sollte, lässt sich auf diese Grundlagen-Liste aufbauen.

Für ein Wochenende (Freitag bis Sonntag) nehme man:

Pro Kind:

–         3 T-Shirts/Langarmshirts

–         1-2 Pullover zum Überziehen

–         3 Hosen (lang/kurz je nach Wetter)

–         3 Paar Socken

–         3 Unterhosen

–         1 Unterhemd

–         1 Schlafanzug

–         ggf. Badehose

–         Spielzeugrucksack

Unsere Jungs (7+9) bekommen übrigens schon ihre eigene Packliste in die Hand gedrückt. Das spart viel Zeit (erfordert aber mitunter natürlich eine höhere modische Toleranzschwelle, was gewagte Kombinationen angeht).

 

Allgemeine Dinge:

–         Waschtasche

–         Handtücher

–         Bettwäsche/Allergiebezüge (bei Hausstauballergie)

–         Reise-Apotheke (Pflaster, Schmerzmittel, Fieberthermometer, alle gängigen Globuli)

–         Kamera

–         Notebook, mp3-Player, Technikkram

–         Ladegeräte

–         Nachtlicht (bei kleineren Kindern)

–         Vorlese-Buch

–         Schuhe (Wanderschuhe, Sandalen, Gummistiefel, Hausschuhe)

–         Outdoor-Sachen (Jacke, Regenjacke, Mützen, ggf. Handschuhe, Sonnenbrille, Sonnencreme)

–         Reisetagebücher (von mir und den Kindern), Stifte

–         Evtl. Reiseführer

–         Ggf. Ausweise/Pässe (bei Auslandsreise)

–         Ggf. Tickets, Buchungsnummern, Kontaktdaten

–         Ggf. Fahrräder (Fahrradhelme nicht vergessen!)

 

Verpflegung für unterwegs:

–         genug Wasser, für jeden eine Flasche

–         Apfelschnitze in Brotdose zur freien Verfügung auf dem Rücksitz

–         Butterbrote fürs Picknick

–         Evtl. Rohkost, Obst, hartgekochte Eier (und Salz!)

 

Mehr Tipps für lange Autofahrten findet ihr hier!

 

Kurz vor der Abfahrt nicht vergessen:

–         Schlüssel

–         Handy

–         Geld

–         Adresse fürs Navi

 

Und? Hab ich was vergessen? Ergänzungen sind herzlich willkommen!

 

Update: Ingrid von den Fernwehkindern sammelt in ihrer Blogparade Packtipps für Familien. Da kommt bestimmt noch einiges mehr zusammen.

„Was sagen eigentlich die Kinder dazu?“ (Janis und Silas über unsere Langzeit-Reisepläne)

Wenn die Eltern beschließen, dass die Familie verreist, dann ist das so. Die Kinder reisen halt mit. 10 Tage vor Beginn unserer (wahrscheinlich) elf Monate langen Europareise habe ich die Jungs zu einem Interview zwangsverpflichtet. Man will ja schließlich schon wissen, was der Nachwuchs eigentlich so denkt über die Pläne, die man zu seinem Besten anfertigt…

 

Ihr werdet sehr bald sehr lange verreisen – wisst ihr überhaupt, wo es hin geht?

 

Janis: „Nö.“

Silas: „Ähm… Spitzbergen.“

Ich: „Ja, aber Spitzbergen kommt doch erst ganz zum Schluss.“

Janis: „Istanbul!“

Silas: „Und, äh, Griechenland…“

Janis haut Silas mit einem Kissen auf den Kopf. Silas hält Janis die Faust unter die Nase. Meine Interview-Partner lassen deutlich an Ernsthaftigkeit vermissen.

Ich: „Interessiert euch das überhaupt, wo wir hinfahren?“

Janis: „Nö.“

Ich: „Wie bitte?!“

Janis: „Hauptsache Reisen. Wohin ist mir eigentlich egal.“

Silas: „Mir auch.“

Ich: „Aber ihr freut euch drauf?“

Janis: „Na klar!“

Silas: „Jupp.“

 

Worauf freut ihr euch dabei denn am meisten?

 

Silas: „Auf das Reisen an sich.“

Ich: „Aufs Autofahren?“

Silas: „Nein, auf das…“

Janis: „Auf das Abenteuer. Etwas Neues zu entdecken.“

Silas: „Genau. Das meine ich damit. Was Neues kennenlernen, was man vorher noch nicht kennt.“

 

Gibt es etwas, das ihr auf unserer Reise unbedingt tun wollt?

 

Janis: „Ins Legoland! Kommen wir da vorbei?“

Ich: „Nein. Keine Chance.“

Janis: „Ach Menno. Playmobil-Funpark?“

Ich: „Nein.“

Silas: „Aber irgendeinen Vergnügungspark wird es doch wohl geben. Können wir zu meinem Geburtstag in einen Vergnügungspark?“

Ich [resigniert]: „Mal sehen. Wenn es dein Herzenswunsch ist, wird sich wohl einer auftreiben lassen.“

Beide: „Yay!“

 

Wollt ihr ein Mitspracherecht bei der Routenplanung, oder vertraut ihr euren Eltern, dass sie ein schönes Programm auswählen?

 

Janis: „Ja, mir ist das egal, wo wir hinfahren. Hab ich doch schon gesagt.“

Silas: „Es gibt einige Gegenden, wo ich nicht so gerne hin möchte. Zumindest im Moment nicht. Auf die Krim zum Beispiel, und nach Russland.“

 

Bestimmt habt ihr auch ein paar Bedenken und vielleicht auch etwas Angst, oder?

 

Silas: „Ich habe Bedenken, dass uns vielleicht das Auto geklaut wird.“

Janis: „In Griechenland zum Beispiel. Da ist ja Wirtschaftskrise, und die Leute sind sehr arm. Die klauen vielleicht aus Not, um ihre Familie zu ernähren.“

 

Glaubt ihr, dass ihr euch viel streiten werdet, wenn ihr so lange so viel zusammen seid? Mehr als zu Hause?

 

Aufs Stichwort hin nimmt Silas Janis in den Schwitzkasten. Der wälzt sich auf seinen kleinen Bruder und hält ihn mit seinem Gewicht nieder.

Janis: „Nö.“

Silas [etwas undeutlich]: „Nicht mehr als sonst.“

 

Was, glaubt ihr, wird unterwegs anders sein als zu Hause? Woran werdet ihr euch gewöhnen müssen?

 

Silas: „Dass wir nicht zu Hause sind. Also, dass wir keinen Ort haben, wo wir immer sind, sondern immer wieder woanders. Also, hier zu Hause, da entfernen wir uns ja selten weiter als 100 Kilometer von hier. Auf der Reise sind wir einfach… auf der Reise halt.“

Janis: „Wir werden viel im Auto sitzen. Und nicht zur Schule müssen. Jedenfalls nicht in eine richtige Schule reingehen. Wir sind die einzigen Kinder in unserer Klasse, sozusagen. Und wir werden bestimmt auch viele neue Spiele kennen lernen, bei Couchsurfern und in Jugendherbergen, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen.“

 

Was meint ihr: Werdet ihr die Schule vermissen?

 

Janis: „Ich werde sie bestimmt nicht vermissen.“

Silas: „Die Schule nicht, die Schulkameraden schon.“

Janis: „Manche. Auch nicht alle.“

 

Glaubt ihr, es wird leichter oder schwerer, unterwegs zu lernen?

 

Janis: „In mancher Hinsicht leichter, in mancher schwerer, denke ich.“

Ich: „Inwiefern?“

Janis: „Geometrie wird schwer, glaube ich. Kannst du das?“

Ich: „Ja, das ist kein Problem. Das kriegen wir hin.“

Janis: „Gut.“

Silas: „Ich glaube nicht, dass es schwer wird.“

Janis: „Ich glaube, es wird schneller gehen. Oder, Mama? Dann brauchen wir doch nur eine Stunde am Tag, oder?“

Ich: „Wir schauen mal, wie lange ihr braucht. So lange halt, bis ihr’s könnt. Ihr werdet jedenfalls keine sechs Stunden Unterricht absitzen müssen.“

Janis: „Yes!“

 

Was meint ihr, wen werdet ihr am meisten vermissen?

 

Janis: „Oma und Opa!“

Silas: „Ja, Oma und Opa. Und meine Freunde.“

 

Kommt ihr überhaupt ein ganzes Jahr ohne die aus?

 

Janis: „Nein.“

Silas: „Ein ganzes Jahr nicht. Aber wir fahren ja zum Glück nur elf Monate weg.“

Janis: „Genau. Elf Monate, das geht schon.“

 

Mal ganz ehrlich: Würdet ihr lieber zu Hause bleiben und ganz normal zur Schule gehen, wie alle anderen Kinder auch?

 

Janis: „Nein!“

Silas: „Auf keinen Fall.“

Janis: „Allein schon wegen der Schule.“

Ich: „Aber Schule müsst ihr ja auch unterwegs machen.“

Janis: „Ja, gut. Aber auch des Reisens wegen.“

 

Wenn alles gut geht, werdet ihr nach dem Auslandsjahr wieder in eure alte Klasse zurückkommen. Glaubt ihr, dass es einfach wird, euch wieder in die Klassengemeinschaft einzufügen?

 

Janis: „Ja, ich glaub schon.“

Silas: „Wir schenken meiner Klasse ja ein Memory-Spiel mit Fotos von mir. Dann können die mich gar nicht vergessen.“

Janis: „Ja, und ich schreibe denen ja. Und male Bilder. Silas auch.“

Silas: „Oder ich lege mir einfach wieder eine andere Frisur zu und sage, ich bin ein neues Kind, höhö…“

 

Meint ihr, ihr werdet euch sehr verändern in den Monaten auf der Reise? Werden vielleicht ganz andere Kinder aus euch?

 

Silas: „Könnte schon sein…“

Janis: „Joa…“

Silas: „Wir werden auf jeden Fall viel mehr wissen als jetzt.“

 

Versucht mal, eure Gefühle vor der Reise mit drei Wörtern zu beschreiben.

 

Silas: „Ähm… Vermissen… Spaß… Lerngierig.“

Janis: „Nichts – wie – weg! – Haha, nee, so schlimm ist es eigentlich nicht. Aber ich freu mich auf die Reise!“

 

Eine ganz ähnliche Idee hatte vor kurzem Jenny von den Weltwunderern. Sie hat ihren beiden Großen fünf Fragen zum Thema Reisen gestellt, ein Blogstöckchen daraus gemacht und auch family4travel nominiert. Da war mein Interview mit den Jungs schon im Kasten, aber ich verrate euch trotzdem, wo es schon mehr vom Reiseblogger-Nachwuchs zu lesen gibt: Nadine von PlanetHibbel und Nic von LuziaPimpinella [inzwischen offline] sind schon so weit, und und von da aus geht die Welle weiter. Ich bin diesmal ganz selbstgenügsam in meinem Packstress. MORGEN!!! geht’s los! :)

Habt ihr noch mehr Fragen an unsere Jungs? Hinterlasst sie im Kommentar!

Unsere Bucket-List für ein Jahr Auszeit

Jeder Reiseblogger, der etwas auf sich hält, führt eine Bucketlist. Was das ist? Früher nannte man das Wunschzettel. Für unsere große Reise habe ich jetzt auch mal einen entworfen.

 

–         Der Herzenswunsch der Jungs ist offenbar der Besuch eines Vergnügungsparks. Das ist so ziemlich das letzte, was mir persönlich einfallen würde, aber wenn’s denn sein muss…

–         Silas möchte nach Rom (Warum? Weil da Bud Spencer wohnt, natürlich! Wieso sollte man sonst nach Rom wollen?) Mal sehen, ob wir da vorbei kommen. Eigentlich liebäugeln wir ja mit einer anderen Route.

–         Janis möchte gerne im Meer baden. Ich bin gespannt, ob das dieses Jahr noch was wird, oder ob wir bis nächsten Frühling warten müssen.

–         Martin möchte in die Karpaten, überhaupt will er ständig in die Berge. Na gut.

–         Ich möchte eine ganze Menge…

  • Das Deutsche Museum noch mal ordentlich besichtigen (beim letzten Mal war ich nämlich 15 und hab meinen geistesverwirrten Blick viel lieber auf die bayrischen Jungs als auf die Exponate gerichtet).
  • Mich durch die Gassen von Salzburg drängeln und den Jungs zeigen, wo Mozart geboren ist.
  • Den Ort meiner Kindheitsurlaube in Krungl, Österreich wieder sehen.
  • Sachertorte in Wiener Kaffeehäusern essen.
  • Über den See von Bled zur Heiligen Insel fahren.
  • Am Ufer einer unverschämt türkisblauen Adria seufzen vor Glück.
  • In Triest in Gedenken an meinen Geschichtslehrer anstoßen, der über diese Stadt regelmäßig in Begeisterung ausbrach (über die Krim übrigens auch, aber die lassen wir schweren Herzens aus).
  • Unsere allerersten Couchsurfer wieder treffen, die jetzt in Budapest wohnen.
  • Bei der Gelegenheit auch über die Kettenbrücke spazieren und den ungarischen Jugendstil mit dem in Riga vergleichen.
  • Nachfragen, ob die Schlafanzughose gefunden wurde, die mein Vater 1976 in einer kleinen Pension in Ungarn liegen lassen hat.
  • Pferdegespanne in Rumänien überholen.
  • Im Biosphärenreservat Donaudelta eine Bootsfahrt unternehmen.
  • Die Siebenbürger Sachsen besuchen, und vielleicht auch das Schloss von Draculas Opa in Transsilvanien.
  • Eine halbe Stunde lang faul am Strand des Schwarzen Meeres herumhängen.
  • Griechische Ruinen vergleichen – in Rumänien, Bulgarien, der Türkei und im Mutterland.
  • Den Protzpalast in Bukarest angucken.
  • Mir ansehen, wo vor 100 Jahren der schicksalsträchtige Schuss fiel, der ganz Europa so überaus nachhaltig ins Chaos stürzte.
  • Auf der Brücke von Mostar herausfinden, ob der neue Brückenschlag nicht nur architektonisch, sondern auch gefühlsmäßig gelungen ist.
  • Meinen Kindheitserinnerungen neue Erfahrungen entgegenstellen, denn ich weiß noch gut, wie ich als kleines Mädchen entsetzt vorm Radio saß und mir erklären ließ, was ethnische Säuberungen sind.
  • Das Gerücht der ausgesprochenen Gastfreundschaft der Serben auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen.
  • Auf der verkehrstotenträchtigen Magistrale nicht in eine leitplankenlose Schlucht stürzen.
  • Nachsehen, ob die Bucht von Kotor wirklich so atemberaubend schön ist.
  • Auf Einheimische hören, ob wir durchs Kosovo fahren sollten oder lieber nicht.
  • Herausfinden, ob Bulgarien wirklich so viel mehr wunderschöne Ecken zu bieten hat als die „Perlen am Schwarzen Meer“.
  • Ein orthodoxes Weihnachtsfest mitfeiern.
  • Nachschauen, wie viel Byzanz noch unter Konstantinopel und dem modernen Istanbul zu finden ist.
  • Nach Asien übersetzen. Wenigstens einmal kurz.
  • Die Wiege der Demokratie besichtigen.
  • Der aktuellen Stimmung im Wirtschaftskrisenherd nachspüren und herausfinden, wie es Familien in Griechenland geht.
  • Überprüfen, ob beim „echten Griechen“ genauso viel Fleisch serviert wird wie in Deutschland.
  • Gucken, wie spartanisch es heutzutage in Sparta zugeht.
  • Uns den Olymp von unten angucken und zu Zeus und Konsorten hinaufwinken (ihn besuchen geht nämlich nur im Sommer).
  • Herausfinden, ob der Süden Italiens wirklich so ganz anders tickt als der Norden.
  • Dem Ätna einen respektvollen Besuch abstatten.
  • Die Erkenntnisse von Asterix und Obelix bezüglich der korsischen Befindlichkeiten überprüfen.
  • Französisch in freier Wildbahn hören – und (besser) sprechen lernen.
  • Das kleine Land besuchen, dessen begehrte ANDORRA-Papiertüte ich auf der EXPO2000 damals nicht ergattert habe.
  • In Barcelona Gaudís architektonische Spuren entdecken.
  • Andalusien erkunden, das mir immer als magischer Landstrich erschien, von dem ich dachte, niemals dort hinzukommen (so als Nicht-Flieger und Backofenhitze-Verabscheuer).
  • Mich doch noch kurz in mein Lieblingsurlaubsland mogeln, obwohl ein Gibraltar-Ausflug bei den Kindern wohl „für die Affen“ sein wird.
  • In Lissabon davon ausgehen, dass die Hängebrücke über den Tejo und Straßenbahnen nicht nur an San Francisco erinnern, sondern bestimmt viel schöner sind!
  • Mich langsam wieder auf zu Hause freuen (was mir auf kürzeren Reisen nie so recht gelungen ist).
  • Unseren unverhofften krönenden Kreuzfahrt-Abschluss würdig genießen und mich nicht allzu sehr an dekadenten Luxus gewöhnen.
  • Den ältesten Steinkreis der Welt auf den Orkneys besichtigen.
  • Bei unseren drei Kurz-Stopps wenigstens ansatzweise ein Gefühl für Island entwickeln.
  • Vor Glück völlig aus dem Häuschen von Felsen zu Felsen hüpfen, weil ich nie damit gerechnet hätte, dem Nordpol in diesem Leben so nahe zu kommen wie in Spitzbergen (und mich gleichzeitig fragen, warum Kreuzfahrtschiffe hier oben im fragilen Ökosystem rumschippern müssen).
  • Allen ergriffenen Nordkapp-Touristen im Geiste eine lange Nase drehen, weil ich aus dem Norden anreise.
  • Die kleinen Städte im Norden Norwegens mit 2500 anderen Kreuzfahrtpassagieren teilen und irgendwie trotzdem schöne Ecken finden.
  • Die atemberaubend schönen Lofoten betreten, die mich auf den Fotos von Gabi Reichert immer so beeindrucken.
  • Auf dem Rückweg die Weltumsegler-Familie Müller/Wnuk besuchen und uns nicht anstecken lassen, unsere Tour auch auf 14 Jahre auszudehnen.

Ob wir das hinbekommen? Bestimmt nicht alles. Wir werden sehen.

Die geplante Route unserer Europa-Reise

Unsere Routenplanung lässt sich an unserer Bucket-List ja schon ablesen. Sie ist bisher nur sehr rudimentär ausgearbeitet und wird bestimmt noch mindestens fünf Mal geändert. Unser Ziel ist, wenigstens zwei, drei Wochen im Voraus zu wissen, wo genau wir sein werden.

Über Österreich und Slowenien fahren wir erst einmal nach Istrien im Norden Kroatiens (das war erst anders geplant, aber wenn wir schon mal für eine Woche zum Luxus-Camping eingeladen werden, sagen wir natürlich nicht nein ;) ). Dann geht es über Ungarn nach Rumänien – ein Land, über das wir so gut wie nichts wussten, das aber unheimlich spannend zu sein scheint. Dann müssen wir sehen, wie wir Serbien und Bosnien-Herzigowina noch abfrühstücken, außerdem mehr von Kroatien und Montenegro zu Gesicht kriegen, denn auf der anderen Seite wollen wir auch unbedingt noch nach Bulgarien und dann weiter in die Türkei. Da unsere Autoversicherung nur bis zum Bosperus gilt, ist der wohl unser östliches Limit (obwohl ich mir wahnsinnig gerne auch noch Troja und Bursa ansehen würde – mal sehen, ob wir nicht doch noch in ein Upgrade investieren). Wieder zurück geht es dann gründlich durch Griechenland. Der Plan ist, von dort aus mit der Fähre nach Süditalien überzusetzen. Dann möchten wir gerne über Sardinien und Korsika weiter nach Südfrankreich. Im nächsten Frühjahr jedenfalls wollen wir in Spanien sein, durch Andalusien und über Gibraltar bis nach Portugal fahren. Dann geht es zurück nach Hause, aber nur kurz (es sei denn, uns verlässt früher die Reiselust). In den Sommerferien folgt noch der krönende Abschluss: unsere umgebuchte Transatlantik-Fahrt, die uns stattdessen jetzt auf die Orkney-Inseln, nach Island und bis nach Spitzbergen (!!) bringt. Mit einem Abstecher nach Norwegen trudeln wir dann endgültig wieder zu Hause ein.

Zum Thema Kooperationen und Unabhängigkeit

Zeitliche Verpflichtungen haben wir bisher wenige. Wir wollen ganz sachte beginnen, und außerdem müssen wir erst herausfinden, wie problemlos sich der Schulalltag in unsere Reisepläne integrieren lässt.

Wie die meisten Reiseblogger mit professionellem Anspruch, sind wir für Kooperationen offen. Das bedeutet, dass wir gerne einmal einen Umweg machen (und uns dann natürlich auch zeitlich festlegen), um in Zusammenarbeit mit dem Tourismus-Marketing oder auch mit Hoteliers oder anderen Anbietern direkt Urlaubsregionen und Unterkünfte vorzustellen (für die Profis gibt es dazu mehr im Menüpunkt „PR“). Natürlich gehen bei solchen Aussagen bei vielen Lesern sofort die Alarmglocken an: Heißt das, dass bei family4travel in Zukunft „alles gekauft“ sein wird? Nein. „Erkauft“ ist damit unsere Aufmerksamkeit, sozusagen Sendezeit im Blog, nicht unsere Meinung. Über die Unterkünfte und Regionen, die wir uns selbst aussuchen und voll bezahlen (und das sind mit Abstand die meisten), berichten wir genauso, nur wahrscheinlich weniger ausführlich. (Ein paar schöne Gedanken über Idealismus und Pragmatismus gibt es zu diesem Thema aktuell in der Reisemeisterei.) Und: Wir freuen uns auch über ganz private Einladungen zum Couchsurfing! :)

Übrigens: Wer uns als erster sagen kann, welche Stadt die uralte Straßenkarte im Artikelbild zeigt, bekommt eine Postkarte von dort! :)

Langzeitreise: USA-Visum für Anfänger

Wer länger als drei Monate in den USA bleiben will, benötigt ein Visum. Menschen mit unlauteren Absichten bekommen keins, klar. Doch auch wenn das eigene Gewissen rein, die Finanzen geordnet und alle Spielregeln eingehalten sind, heißt das zu Zeiten der NSA-Affäre offenbar noch lange nicht, dass man sein Visum bekommt. Unsere Erfahrungen mit dem Visumsinterview fürs B2-Visum in der US-Botschaft in Berlin. Langzeitreise: USA-Visum für Anfänger weiterlesen