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Der faule Samstagspost #9

So ganz faul darf ich heute gar nicht sein, denn es steht Arbeit auf dem Programm. Nach fast zwei Wochen Ferien ist das auch durchaus legitim. So haben wir gestern schon würdig den Abschied von den Osterferien mit einem kleinen Picknick im Garten zelebriert. Insofern ist das abgebildete Getränk für Ninjas Sammlung streng genommen kein Samstagskaffee, aber da ich sowieso immer bloß Tee trinke, kommt es darauf nun auch nicht mehr an, denke ich mir. :)

Samstagskaffee am Freitag und mit Tee. Also, Picknick im Garten als Osterferien-Abschiedsfeier.
Samstagskaffee am Freitag und mit Tee. Also, Picknick im Garten als Osterferien-Abschiedsfeier.

Vor zwei Wochen habe ich an dieser Stelle eine Ferien-to-do-Liste aufgestellt. Und wie so oft müssen wir feststellen, dass uns unsere Spontaneität einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Die, und die Erkältung, an die ich zwei Tage der ersten Ferienwoche verloren habe. Immerhin zwei der neun Vorhaben haben wir absolviert: Wir haben eine Fahrrad-Expedition zur geheimnisvollen Grabpyramide im Schaumburger Wald unternommen und die noch geheimnisvolleren Geheimnisse der Himmelsscheibe von Nebra ergründet. Dann kam Ostern, wir fuhren in den Harz und hängten spontan noch ein paar Tage bei Oma und Opa an der Ostsee dran. Von dort stammt auch das „in heaven“-Bild, das ich diese Woche zur Raumfee schicke: Sonnenuntergang am Strand von Börgerende.

Sonnenuntergang über der Ostsee bei Börgerende.
Sonnenuntergang über der Ostsee bei Börgerende.

Der faule Samstagspost #8

Gestern gab es Osterferien. Bis auf ein paar Tage im Harz haben wir noch nichts Festes vor, überraschenderweise. Das gibt uns immerhin Gelegenheit für eine Reihe von Tagesausflügen in der näheren und weiteren Umgebung. Wir haben uns also hingesetzt, die gute „Erlebniskarte Schaumburger Land“ zu Rate gezogen und einen Wunschzettel angefertigt:

  • eine Führung durch das Stift Obernkirchen
  • die Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer
  • das Bückeburger Mausoleum, in dem ich zuletzt als kleines Kind gewesen bin
  • Schloss Baum im Schaumburger Wald, mit der „Grabpyramide“ von Graf Wilhelm
  • das Bergbau-Museum in Lindhorst, das wir prima mit einem Besuch bei Omama verbinden können
  • eine Erlebnisführung, die Geschichte mit Geschichten verbindet, z.B. in Stadthagen
  • der alte Steinbruch in Liekwegen
  • die Schwefelquelle bei Wendthagen
  • nicht in Schaumburg, aber trotzdem ganz weit oben auf unserem Wunschzettel: die neue Sonderausstellung im Mindener Museum zur Sonnenscheibe von Nebra, die heute Abend eröffnet
Langweilig wird uns bestimmt nicht. Die Erlebniskarte Schaumburger Land liefert Ideen zur Gestaltung der Osterferien.
Langweilig wird uns bestimmt nicht. Die Erlebniskarte Schaumburger Land liefert Ideen zur Gestaltung der Osterferien.

Ich denke, wir werden die Ferien schon ganz gut rumkriegen, selbst wenn wir nur die Hälfte von dem schaffen, was wir uns vorgenommen haben.

Mehr Samstagskaffee gibt es, wie jede Woche, hier.

Für die Raumfee habe ich auch wieder in den Himmel geguckt. Ein bisschen verwackelt, aber gerade deswegen wie gemalt und wie „in heaven“:

Irgendwie unscharf, aber irgendwie schön: mein Blick gen Himmel diese Woche.
Irgendwie unscharf, aber irgendwie schön: mein Blick gen Himmel diese Woche.

Der faule Samstagspost #7

„Können wir jetzt endlich essen?“
„Gleich, ich will eben nur noch kurz ein Foto für den Samstagskaffee machen.“
Noch eins? Du hast doch schon eins gemacht!“
„Ja, aber das ist nichts geworden. Da stand deine Tasse im Bild, und die ist blau, und blau passt nicht dazu. Es soll doch schön aussehen.“
„Ich verhungere!“
„Warte, ich arrangiere das hier grade noch mal…“
„Nein! Ich will jetzt was essen!“
Das ist der Grund, warum anderer Leute Blogfotos immer schöner aussehen als meine… ;) (Wobei, okay, es könnte auch daran liegen, dass die fototechnisch besser wissen, was sie tun.)

Wenn die Familie Hunger hat, bleibt keine Zeit für ausgeklügelte Foto-Arrangements.
Wenn die Familie Hunger hat, bleibt keine Zeit für ausgeklügelte Foto-Arrangements.

Der Himmel ist zum Glück ein geduldigeres Fotomodell. Den Sonnenuntergang muss man zwar auch immer minutengenau abpassen, aber dann gibt’s während des Fotoprozesses von ihm wenigstens kein Gemotze. Mehr schönen Himmel gibt’s wie immer samstags bei der Raumfee.

Motzt nicht: Sonnenuntergang vorm Fenster.
Motzt nicht: Sonnenuntergang vorm Fenster.

Zur „Unzeit“ in Deutschlands hohem Norden (auf Sylt)

Damals, in den guten alten Zeiten, als uns die Schulpflicht noch nicht in ihren Fängen hatte, haben wir mal drei Wochen auf der wunderschönen Insel Sylt verbracht. Zur „Unzeit“, Ende Februar, Anfang März, als das Wetter ziemlich mies und kalt war. Die Raumfee hat sich neulich mit einem Fotopost an unsere gemeinsame Zeit dort erinnert und hat dabei natürlich auch bei mir die Erinnerung geweckt. Ich habe nachgeschlagen in meinem Reisetagebuch, das ich damals noch ganz privat für mich verfasst habe. Ein paar Ausschnitte teile ich mit euch.  Lohnt sich das, Deutschlands Lieblingsinsel zu dieser Jahreszeit? Auf jeden Fall, hätte ich aus der Erinnerung heraus sofort gesagt. Ein Blick in mein altes Reisetagebuch klang aber doch differenzierter.  

Hübsche Ausblicke aufs Meer gibt es zu jeder Jahreszeit. (Sylt has beautiful spots any time of the year.)
Hübsche Ausblicke aufs Meer gibt es zu jeder Jahreszeit. (Sylt has beautiful spots any time of the year.)

Ich brauchte Zeit, um warm zu werden mit der nordischen Diva. Und ging anfangs ziemlich hart mit ihr ins Gericht.

„Plattes Land ist gar kein Ausdruck. Die Ostseeküste gefällt mir viel, viel besser, weil sie einfach abwechslungsreicher ist. Und hier dieser vielgelobte Wattweg gleich hinterm Haus, na ja, das ist ein asphaltierter Pattweg entlang an einer treibmüllverdreckten Wiese auf der einen und einem Streifen Steine auf der anderen Seite, gefolgt von entweder Wasser oder Wattschlick. Bisher hat Sylt keinen großartigen Eindruck auf mich gemacht. Aber so ganz viel habe ich auch noch gar nicht von der Insel gesehen, zugegebenermaßen.“

Der Wattweg von Keitum.
Der Wattweg von Keitum.

Auch ein gemeinsamer Ausflug mit Raumfee Katja und ihrem Sohn ins Aquarium überzeugte mich nicht so ganz.

„Hammerpreise, und dabei zählte Silas noch nicht mal. Nachdem wir absichtlich sehr getrödelt haben, waren wir nach zwei Stunden wieder draußen. Trotzdem war es schön. Riesige Rochen und kleine Haiarten, die in diesem Tunnelbecken über unsere Köpfe schwebten. Die Kinder waren angemessen fasziniert.“

Das Sylt-Aquarium befindet sich am Schützenplatz in Westerland und hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Inzwischen kostet die Familienkarte (2+2) 35,50 Euro; einzelne Erwachsene zahlen 13,50, Kinder ab 3 Jahren 10 Euro.

Das Aquarium sorgt für Faszination. (Fascinating aquarium.)
Das Aquarium sorgt für Faszination. (Fascinating aquarium.)

„Wir kommen gerade wieder vom Strand. Die Sonne schien, es war herrlich. Wir sind bis zur Sansibar runtergefahren. Dort haben sie einen wirklich schönen Spielplatz, mit Bobbycar-Rampe. Katja und ich haben im Strandkorb gesessen und uns einen Cappuccino für 4,50 € gegönnt, den der Wind binnen zwei Minuten zu kalter Suppe blies, und die kakaobepuderte Schaumkrone trug er auch davon, als ich in memoriam Rudi Carrells (das war doch der mit dem entsprechenden Sketch?) den ersten Schluck außerhalb des Windschattens nahm. Ein bisschen underdressed habe ich mich schon gefühlt, vor allem im Hinblick auf meine Kinder, die in ihren Discounter-Matschhosen ungerührt neben dem Nachwuchs der Primär-Klientel in weißen Marken-Mäntelchen spielte. So verließen wir das Schickimicki-Terrain und begaben uns ein paar Meter weiter über einen feudalen Holzsteg an den Strand, wo die Jungs begeistert buddelten, bis sie (nach sehr kurzer Zeit) nasse Füße hatten.“

Das berühmt-berüchtigte Restaurant Sansibar hat die Adresse Hörnumer Straße 80 im Ortsteil Rantum. Geöffnet ist täglich ab 10.30 Uhr. Wie viel der Cappuccino aktuell kostet, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Zwei müde Mütter nach dem Genuss eines sehr exklusiven Cappuccinos in der Sansibar. (Two tired mums after a very exclusive cappuccino at Sylt's very exclusive café Sansibar.) Foto: Raumfee.
Zwei müde Mütter nach dem Genuss eines sehr exklusiven Cappuccinos in der Sansibar. (Two tired mums after a very exclusive cappuccino at Sylt’s very exclusive café Sansibar.) Foto: Raumfee.

„Westerland ist eigentlich eine recht hässliche Kleinstadt. Überall diese grottigen Legehennen-Hotelklötze, hässlich wie die Nacht. Auch die Gebäude, die die Geschäfte in der Fußgängerzone beherbergen, sind fast durchgängig Bausünden aus den 60ern und 70ern. Keitum ist um Klassen hübscher. Dafür verfügt Westerland über die „grünen Menschen“ auf dem Bahnhofsvorplatz. Wann immer Janis die zu Gesicht kriegt, bricht er in Begeisterungsstürme aus. “

Die "grünen Menschen" auf dem Bahnhofsvorplatz von Westerland waren bei unseren Jungs extrem beliebt. (Our boys loved the "green people" at the place in front of the station in Westerland.)
Die „grünen Menschen“ auf dem Bahnhofsvorplatz von Westerland waren bei unseren Jungs extrem beliebt. (Our boys loved the „green people“ at the place in front of the station in Westerland.)

„Ich dachte mir, wenn es eh so schifft, dass man nicht aussteigen kann, sollten wir nach Hörnum an die Südspitze fahren, die uns als extrem hässlich beschrieben worden war. Je weiter wir nach Süden kamen, desto weniger regnete es allerdings, und als wir im tatsächlich eher unansehnlichen Ortskern von Hörnum ankamen, kam wirklich und wahrhaftig die Sonne raus! Wir parkten zwischen Leuchtturm und Hafen, und ich konnte meine Jungs zu einem kleinen Spaziergang überreden. Es wehte kaum Wind. Eine kurze Strecke gingen wir am Strand und fanden eine Krebsschere. Dann waren wir am Hafen, wo gerade unter Getute ein Fischkutter einlief, was die Jungs faszinierte. Plötzlich rief Janis: „Guck mal, Mama! Eine Seerobbe!“ Und tatsächlich, aus dem fragwürdigen Tümpelwasser des Hafenbeckens sahen uns die großen Augen eines Seehunds entgegen. Später fanden wir heraus, dass „Willy“ die Hauptattraktion des Hörnumer Hafens und wohlbekannt ist, doch in dem Augenblick waren wir alle völlig gebannt von dieser unverhofften Begegnung. Ich könnte mich in den Hintern beißen, dass ich meine Kamera vergessen hatte!“

Ich hab nachgefragt: Willy gibt es noch! Hier gibt es ihn in einem handwerklich schlechten, aber dankenswert kurzen Video bei youtube zu sehen, das jemand anders gemacht hat.

„Nachmittags stürmten wir das Heimatmuseum. Um meinen Stresslevel von vornherein gering zu halten, stopfte ich Silas dazu in den Ergo-Carrier, in den er mit seinen gut zweieinhalb Jahren tatsächlich noch halbwegs reinpasste. (Für Uneingeweihte: Das ist so eine Art Rucksack, in dem Silas in der zweiten Hälfte seines ersten Lebensjahres praktisch gelebt hat.) Silas war hellauf begeistert von dieser Ehre – zum Glück – und spielte abwechselnd Baby und stellte erstaunlich intelligente Fragen zu den Exponaten. Nur in Ausnahmefällen versuchte er, nach diesen zu grapschen oder mit dem Fuß auf Glasvitrinen zu bollern. Mein Kulturkind machte erwartungsgemäß wenig bis keinen Ärger und stürzte sich auf die alten Dinge. Hochgradig entzückt waren die beiden, als es in der Abteilung für Frühgeschichte „Ritterschwerter“ zu sehen gab. Der Höhepunkt für Silas waren die Flaschen mit den Miniatur-Schiffen darin. Für Janis war es die Vorführung der alten Handarbeitsweisen. Eine gute Viertelstunde saß er neben einer der alten Damen und beobachtete sie beim Klöppeln. Das Spinnrad ließ er sich genauestens erklären, und als wir wenig später im Altfriesischen Haus (dank Kombi-Ticket) ein anderes sahen, erklärte er das Ganze noch einmal für seinen Bruder. Dieses zweite Museum ist ein Kapitänshaus im Originalzustand aus dem 18. Jahrhundert, was den Kindern noch besser gefiel als die leblosen Ausstellungsstücke im Heimatmuseum.“

Das Sylter Heimatmuseum befindet sich am Kliff 19 in Keitum und ist von November bis März mittwochs bis samstags von 12 bis 16 Uhr geöffnet, in der Saison dann wochentags von 10 bis 17 Uhr, am Wochenende ab 11 Uhr. Dieselben Öffnungszeiten gelten auch für das Altfriesische Haus nebenan (am Kliff 13). Der Eintritt ins Heimatmuseum kostet 5 Euro für Erwachsene, 2 für Kinder. Im Kombiticket mit dem Altfriesischen Haus (und Feuerwehrmuseum und Kampener Vogelkoje, die ab April auch wieder geöffnet sind) kostet das Vergnügen für die ganze Familie (2+2) 8,50 Euro.   

Das (einzige) Problem bei der family4travel/Raumfee-WG war die der unterschiedlichen Aufstehzeiten. Um unseren Reisegenossen ein wenig mehr Schlaf zu gönnen, haben wir die Insel mitunter zur frühen Morgenstunde genossen – auch eine interessante Erfahrung.

„Von sechs bis halb sieben steckte ich mich und die Kinder in Klamotten, letztere außerdem in Gummistiefel und Matschhosen. Währenddessen stieß ich Sch-Laute in Dauerschleife aus, so dass ich mir am Ende nicht ganz sicher war, ob ich mich versehentlich in eine Dampflok verwandelt hatte. Schließlich erreichten wir das Auto, wo ich den Lautstärkereglern meiner Jungs wieder ihr Normalmaß erlauben konnte. Ich kenne die maritimen Verhaltensmuster meiner Kinder mittlerweile gut genug um zu wissen, dass sie es keine eineinhalb Stunden am Meer aushalten. Sie hatten sich „den Spielplatzstrand“ gewünscht, welchen ich als den Samoa-Strandaufgang zu interpretieren beschloss. Kurzentschlossen hielt ich an einem Bäcker – auf einem Mieterparkplatz, morgens um halb sieben, für nicht ganz eine Minute, was mir noch beim Bezahlen meiner beiden Schokobrötchen den hämischen Kommentar eines älteren Herren einbrachte, ich könne mich darauf verlassen, gleich abgeschleppt zu werden. Die Schadenfreude dieses Mitmenschen wurde enttäuscht. Keine sekundenschnellen Abschleppkünstler preschten aus dem Hinterhalt, und wir brausten unbehelligt Richtung Samoa-Strand. Dort angekommen, holten wir uns in einem Strandkorb an der geschlossenen Strand-Sauna nasse Hintern (zumindest diejenige, die leichtsinnigerweise keine Matschhose trug) und verspeisten unsere Bäckerbeute. Anschließend holten sich die Jungs trotz Gummikleidung nasse Füße, indem sie in einem Sandpriel – bei Ebbe-Tiefstand – knietief ins Wasser wateten. Trotz der raschen Abwicklung dieses Standard-Strandprogramms war es bei Erreichen des Autos – jubel jubel – nach halb acht, so dass wir uns wieder in unsere Unterkunft zurückwagen konnten.“

(Die Einträge meines Reisetagebuchs stammen aus der Zeit vom 26. Februar bis 14. März 2009.)

Früh im Jahr sind die Strände menschenleer - zumindest morgens um halb sieben. (Empty beaches early in the year - at 6.30 a.m.)
Früh im Jahr sind die Strände menschenleer – zumindest morgens um halb sieben. (Empty beaches early in the year – at 6.30 a.m.)

Natürlich hat Sylt noch mehr zu bieten, auch im Winter oder Frühling. Teil 2 mit unseren Erlebnissen in List und Tinnum folgt.

Unabhängig davon, wohin die Reise in diesem Theater sonst gerade geht – dienstags ist Deutschland dran. An diesem Tag berichte ich von Kurztripps, Ausflügen und Urlaubsreisen in unserem eigenen Heimatland, entweder ganz aktuell oder rückblickend aus der jüngeren Vergangenheit.

Der heute etwas eiligere Samstagspost (Auf nach Lüneburg!)

Als ich heute morgen aus dem Bett gekrochen bin, war es noch fast dunkel, und die Familie schlief. Inzwischen ertönt in Janis‘ Zimmer schon wieder Kampfgetümmel aus dem neuen Flohmarkt-Schnäppchen-Collosseum. Aber ein friedliches Dreiviertelstündchen hatte ich doch, um unseren heutigen Tagestripp vorzubereiten.

Und noch schnell ein Samstagskaffee (bzw. Tee), bevor wir auf die (Tages-)Reise gehen...
Und noch schnell ein Samstagskaffee (bzw. Tee), bevor wir auf die (Tages-)Reise gehen…

Es geht nach Lüneburg. Anlass (und Ausrede) ist der Vortrag der Familie Clavin um 16 Uhr im Hörsaal 2 der Lüneburger Universität. Gemeinsam mit ihren beiden Töchtern haben Annette und Malte Clavin mehrfach mehrere Monate am Stück die Welt bereist, und unterwegs haben gerade die Kinder mehr gelernt, als jede Schule jemals bieten könnte. Sagen sie, und nennen die Live-Reportage daher auch „Weltklasse“. Wir sind gespannt, was wir da heute zu hören kriegen! (Für alle, die es verpasst haben: Es gibt noch mehr Termine an verschiedenen Orten in Deutschland und der Schweiz!)

Und bei der Gelegenheit werden wir uns natürlich auch das hübsche Städtchen Lüneburg mal näher ansehen. Als wir das letzte Mal dort waren, konnten wir noch mit schlafendem Baby im Kinderwagen durch die Geschäfte bummeln…

Etwas Lesestoff habe ich noch: Der Reiseveranstalter „For Family Reisen“ hat uns auf ihrer Webseite zum Thema Reisen und Couchsurfing mit Kindern interviewt.

Der faule Samstagspost #6

Zeit für einen Samstagskaffee – oder besser gesagt einen Tee – habe ich noch. Dann stell ich mich in die Küche, denn heute Abend genießen wir zur Abwechslung mal unser Zuhause mit Freunden, statt durch die Weltgeschichte zu tingeln.

Die Ruhe vor dem Küchen-Sturm. (Time for a cup of tea before the battle in the kitchen - we're going to have guests tonight.)
Die Ruhe vor dem Küchen-Sturm. (Time for a cup of tea before the battle in the kitchen – we’re going to have guests tonight.)

Wenn’s gut läuft, haben wir vom Esstisch aus dann einen ähnlichen Blick auf den Sonnenuntergang wie hier. Der stammt vom Anfang der Woche und ist mein Beitrag für die „in heaven“-Reihe der Raumfee.

Immer wieder spektakulär: der Sonnenuntergang vor unserem Wohnzimmerfenster. (Simply amazing, time and again: the sunset in front of our living-room windows.)
Immer wieder spektakulär: der Sonnenuntergang vor unserem Wohnzimmerfenster. (Simply amazing, time and again: the sunset in front of our living-room windows.)

Abwarten und Tee trinken…

Eigentlich wollten wir ja längst auf dem Weg nach Südwesten sein. Die Jungs haben Ferien, und wir wollen für ein paar Tage ins Saarland. Aber wie das immer so ist, wenn man Kinder hat: Da kommt leicht mal was dazwischen. In diesem Fall wohl die übermäßige Gier am Faschingsbüffet in der Schule gestern, die uns eine unruhige Nacht mit Eimerchen beschert hat. Am nächsten Morgen stellt sich dann die Gewissensfrage: Fahren wir, oder fahren wir lieber nicht? Ist das Kind blass und matt, weil es die halbe Nacht Asterix gucken durfte, um sich von der Übelkeit abzulenken, oder steckt doch ein Magen-Darm-Infekt dahinter? Wir haben die Pläne fürs erste nach hinten verschoben. Nach dem Ausschlafen haben wir gefrühstückt, und jetzt gucken wir mal, was passiert. Abwarten und Tee trinken. Wenn die Lage in einer halben Stunde immer noch so ruhig ist wie jetzt, packen wir zusammen und fahren los.

Wie immer bemühe ich mich, auch an dieser Situation die positiven Seiten zu sehen: Immerhin bleibt so noch Zeit, mich dem Samstagskaffee bei Ninjassieben anzuschließen. Der besteht für mich mal wieder aus grünem Tee, und viel davon. Die Kanne verbirgt sich unter der Hühnerhaube, wo sie schön warm bleibt (grünen Tee soll man nämlich nicht aufs Stövchen stellen – sagen zumindest die, die Hühnerhauben verkaufen wollen ;) ).

Zum Samstagskaffee gibt's bei mir wieder Tee. Den Nachschub hält mir die Henne warm. (Thanks to the chicken cover for the tea pot I can do a lot of the German saying "wait and drink tea" to see if Janis recovers in time to leave for our short trip to the Saarland.)
Zum Samstagskaffee gibt’s bei mir wieder Tee. Den Nachschub hält mir die Henne warm. (Thanks to the chicken cover for the tea pot I can do a lot of the German saying „wait and drink tea“ to see if Janis recovers in time to leave for our short trip to the Saarland.)

Und auch ein hübsches Himmelsbild für die Raumfee habe ich wieder anzubieten, heimische Frischware von gestern Abend.

Gestern zeigte sich die Abenddämmerung mal von ihrer ganz zarten Seite. (Yesterday's sunset was rather gentle and soft.)
Gestern zeigte sich die Abenddämmerung mal von ihrer ganz zarten Seite. (Yesterday’s sunset was rather gentle and soft.)

So. Inzwischen geht’s dem Großen wieder gut, aber jetzt klagt der Kleine über Bauchweh. Hm, was tun? Abwarten und Tee trinken…