And the Blogstöckchen goes to…

liebsterKein „Oscar“, aber eine andere hübsche kleine Auszeichnung hat es für family4travel gegeben: Andrea von den Reisefedern hat uns den „Liebster Award – discover new Blogs“ verliehen. Auf eine ausufernde Dankesrede verzichte ich und beantworte stattdessen die elf Fragen, mit denen die Ehrenwürde einher kommt. Ziel des Awards nämlich ist, andere Blogs bekannter zu machen.

1. Seit wann bloggst du und was ist das Besondere an deinem Blog?

Family4travel ist seit Juli 2013 online. Anfangs habe ich ziemlich schmerzfrei die Einträge meines Reisetagebuchs hochgeladen, die sowieso existierten. Erst nach und nach komme ich auf den Trichter, alles ein bisschen so aufzubereiten, dass meine Leser bei Bedarf auch einen praktischen Nutzen davon haben. Ich denke, jedes Reiseblog will einerseits seine Leser unterhalten, andererseits den Menschen lebensnahe Tipps geben, die selbst in dieselbe Region reisen wollen, unter ähnlichen Umständen. Ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal haben wir wohl als Couchsurfing-Familie und durch viel tatsächliche Reiseerfahrung in Deutschland und vielen verschiedenen europäischen Ländern. Wer bei uns mitliest, kommt viel rum – und kann sich tatsächlich fühlen, als sei er mit dabei, denn wir schreiben sehr persönlich.

2. Wo findest du die Ideen für deinen Blog?

Ideen habe ich wirklich hunderte, die springen mich ja auf jeder Reise und auf jedem Familienausflug in die nähere und weitere Umgebung von alleine an. Mir fehlt nur oft die Zeit, die Dinge dann auch tatsächlich aufzuschreiben, das ist im Moment mein größtes Problem. Sehr gerne benutze ich mein Blog mittlerweile auch als Ausrede, um all die schönen Reise-Ideen in die Tat umzusetzen. Es ist Samstag, wir haben frei und könnten endlich mal den Bügelberg abtragen, den Grünschnitt zur Kompostei bringen und die Steuererklärung angehen – oder wir könnten bei dem schönen Wetter eine Fahrradtour machen, die ich gleich in der Heim-Reise-Rubrik einstellen könnte. Ist das etwa kein Argument? :)

3. Wie machst du deinen Blog bekannt?

Viel zu wenig. Das Schreiben macht mir viel mehr Spaß als das Marketing. Deshalb schreibe ich und vernachlässige die Verbreitung sträflich. Zum Glück ist mein Papa da sehr umtriebig. Als selbsternannter PR-Beauftragter geht er nie ohne meine Visitenkarten aus dem Haus und drückt sie jeder Bäckereiverkäuferin und Zahnarzthelferin in die Hand. :)

4. Gibt es ein Erlebnis beim Bloggen, eine Reaktion auf die Posts, die dich überrascht oder total gefreut haben?

Richtig doll freut es mich immer, wenn ich höre, dass meine Berichte andere Menschen tatsächlich zu einer Reise oder einem Ausflug inspiriert haben. So weiß ich zum Beispiel von zwei Familien, die aufgrund meines Berichts tatsächlich nach Lübeck gefahren sind. Einer anderen haben wir Mut gemacht, mit ihrem Kleinkind eine Rundreise mit mehreren Unterkünften zu wagen. Also, hoffentlich haben wir viele darin bestärkt, aber von der einen weiß ich es eben. Es ist schade, dass man nur von wenigen Lesern direktes Feedback erhält – aber immer noch wesentlich mehr als bei der herkömmlichen Tageszeitung. Da melden sich die Leser nämlich höchstens, wenn sie was zu meckern haben.

5. Glaubst du, dass man mit dem Bloggen irgendwann Geld verdienen kann? Wenn ja, hast du einen Plan dafür?

Ich kenne einige Reiseblogger, die mit dem Modell gut verdienen. Bei denen artet das aber natürlich entsprechend auch in ernsthafte Arbeit aus. Von nichts kommt nichts. Ich möchte mein Blog lieber als Hobby behalten und dafür nur die Arbeit reinstecken, zu der ich wirklich Lust habe. Sobald echte Einnahmen reinkommen, müsste ich mich ja auch mit der ganzen steuerlichen Seite auseinandersetzen. Und mit der technischen, wie ich beispielsweise Werbebanner einbinde und solche Sachen. Wenn ich irgendwann den Eindruck habe, dass sich das wirklich lohnen könnte, werde ich das tun. Fürs erste bin ich zufrieden, wenn die Entwicklung in Sachen Besucherzahlen langsam aufwärts plätschert. Auf family4travel schreibe ich für meine Leser, nicht für Geld.

6. Wieviel Zeit verbringst du mit deinem Blog?

So viel Zeit, wie ich habe. :) Um einen Post runterzuschreiben, brauche ich etwa eine Stunde. Und dann, realistisch gesehen, noch mal eine halbe, um die Fotos rauszusuchen, Bildunterschriften zu setzen, die Veröffentlichungsmodalitäten auszuwählen und all das. Dann brauche ich natürlich noch mehrmals täglich ein, zwei Minuten, um – je nach Tagesform – verliebt oder enttäuscht in meinen Statistiken zu schwelgen. Ach kommt, das kennt ihr doch alle, oder? ;) Wenn ich mehr Zeit habe, netzwerke ich bei Twitter, facebook, Instagram, kommentiere andere Blogs. Das ist aber natürlich in erster Linie Selbstzweck, und das Blog zu promoten, ist höchstens ein willkommener Nebeneffekt. Also zählt das eher nicht dazu. Durchs Netz zu surfen, Broschüren zu schmökern, auf der Suche nach den nächsten Reisen und Ausflügen, alles was unter Urlaubsplanung fällt – das könnte ich ja auch als Blog-Zeit rechnen, genauso gut aber allgemein zum Hobby Reisen zählen. Es ist also nicht so einfach zu sagen, wie viel Zeit konkret fürs Blog draufgeht. Wichtig ist mir, dass ich im Notfall alles brach liegen lassen kann und nichts machen muss. Wenn das Bloggen zur Pflicht wird, macht es ganz schnell keinen Spaß mehr.

7. Was bist du im wirklichen Leben? Woher kommst du?

Das steht ziemlich ausführlich hier, deshalb spare ich mir das mal.

8. Gibt es ein Ritual auf Reisen, was du immer in der Fremde tust?

Reisetagebuch schreiben. Und mit den Kindern reflektieren, was wir erlebt und gelernt haben. Und dankbar sein für das, was wir alles erleben dürfen.

9. Liest du noch Printmagazine? Wenn ja, welche?

Ich lese sie gerne, vor allem diese Schöner-Wohnen-Zeitschriften! Aber als sparsamer Mensch mit Blick fürs Wesentliche (Reisen!) verkneife ich mir alle Luxusausgaben. Ich gehe nur alle zwei, drei Jahre mal zum Friseur, ich kaufe Kleidung grundsätzlich second hand oder wenigstens im Sonderangebot, und Zeitschriften lese ich nur im Wartezimmer oder wenn ich bei meiner Mutter zu Besuch bin. Die gönnt sich diese Magazine zum Glück regelmäßig. :)

10. Wieviel Zeit verbringst du auf anderen Blogs?

Es gibt viele tolle Blogs! Leider schaffe ich es nicht, alle, die mir gefallen, regelmäßig zu lesen. Nicht mal ansatzweise. Oft lese ich mich irgendwo fest, obwohl ich eigentlich sinnvollere Dinge tun sollte. In dem Versuch, mit absoluten Zahlen auf diese Frage zu antworten: vielleicht eine Stunde täglich, im Durchschnitt?

11.Hast du einen Lieblingsblog?

Ich hab lange drüber nachgedacht, ob ich wirklich den Lieblingsblog nennen kann. Kann ich nicht.

Stattdessen zähle ich einfach reuelos ein paar auf, die ich gleichzeitig fürs Stöckchen nominiere. Da ich selbst eigentlich auch gar nicht hätte mitmachen dürfen, wie mir grade auffällt, da ich inzwischen deutlich mehr als 200 Follower auf den verschiedenen Kanälen habe (danke dafür, liebe Leute, übrigens! ;) ), lasse ich die Spielregeln mal völlig unbeachtet. Niemand muss sich verpflichtet fühlen, die elf Fragen zu beantworten. Nehmt die Nominierung einfach als Kompliment! :) Neue Fragen gibt’s auch nicht, weil mir die von Andrea ganz wunderbar gefallen und ich die Antworten darauf gerne auch von euch hören würde. Und wer sich das Stöckchen gern so fangen würde, ist herzlich eingeladen, es sich zu schnappen!

Eine Visite verdient haben auf jeden Fall, falls ihr sie noch nicht kennt, …

–         Michaela von Follow Direction North, die das völlig verrückte und hinreißende Unternehmen in die Tat umsetzt, mit Mann und vier Kindern neun Monate lang von Kapstadt quer durch Afrika bis nach Kiel zu fahren.

–         Melanie Garanin und ihre großartigen Illustrationen.

–         Nadine von Planet Hibbel, die mit ihrer Familie genauso gerne verreist wie wir.

–         Uta von Wer ist eigentlich dran mit Katzenklo , die mit ihren Beobachtungen zum allgemeinen Familienglück meiner Ansicht nach ganz oft goldrichtig liegt.

–         Geertje von NordicFamily, die – wie der Name schon sagt – mit ihrer Familie vor allem im Norden unterwegs ist.

–         Jutta von 6 Grad Ost, die mir mit ihrem Blog noch mehr Lust auf den hohen Norden macht.

–         Swig, deren Filzkreationen jede Waldorfmutter vor Neid erblassen lassen.

–         Mary von den 4Nordlichtern, die ihre Erfahrungen mit der Auswanderung nach Dänemark teilt.

–         Gabi Reichert von den 5reicherts, die mit ihrer Familie immer wieder lange reiste und deren Nordlicht-Fotos schlicht und ergreifend der Hammer sind!

–         Und Lucy Marshall, die in London und Berlin einen zweisprachigen Familienalltag in höherwertigen Preissegmenten führt – es ist nicht meine Welt, aber sie schreibt so gut und zum Brüllen komisch, dass ich mich immer wieder bei ihr festlese.

 

Übrigens: Noch mehr tolle Blogs habe ich schon beim letzten Blogstöckchen hier benannt.

Die Spielregeln:

1. Verlinke die Person, die Dich nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die die Person Dir gestellt hat.
3. Suche Dir 11 Blogger, die unter 200 Follower haben und nominiere sie.
4. Überlege Dir selbst 11 Fragen für Deine 11 Nominierten.

4 Gedanken zu „And the Blogstöckchen goes to…“

  1. Hach wie lieb! Fühle mich geschmeichelt und sage herzlichen Dank! Ich hoffe, du bist tatsächlich nicht böse, wenn ich das Stöckchen nicht auffange … Bin nicht so der Blogstöckchen-Typ! Das Schöne: Hier sind einige Blogs genannt, die ich noch nicht kenne – da werde ich also gleich einmal stöbern gehen : ) Sonnige Grüße, Jutta

    1. Ja, so ist das auch gedacht, zumindest von mir. :) Ich mag dieses Nötigende an den Blogstöckchen nicht, aber ich hab irgendwie ein Faible für das Beantworten von Fragebögen, deshalb mach ich selbst gerne mit bei sowas. Außerdem bin ich dadurch auch schon auf einige interessante Blogs aufmerksam geworden.

  2. Vielen Dank für die Blumen. Tsja, leider habe ich in der Tat gerade erst ein paar Stöckchen an den Kopf geworfen bekommen, daher klappt es diesmal leider nicht. Aber ich habe nix gegen diese kleinen Interviews und lese die Antworten auch immer sehr gerne bei Anderen. Bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich das hier bei Dir weiterentwickeln wird. GlG, Nadine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.