Stadthäger Stadthimmel und Adventskaffeekränzchen ohne Kaffee

The sky and full moon above the castle of Stadthagen.
Das Stadthäger Schloss – mit Mond.

Ärgerlich, wenn man ohne Kamera aus dem Haus geht und nichts Besseres als das Handy zur Hand hat, wenn ein schönes Himmelsmotiv für die wöchentliche Sammlung der Raumfee lockt… Da ich näher nicht herankam, müsst ihr jetzt eben genau hinsehen, welche Kugel da offensichtlich von den Ornamenten der Weserrenaissance in die Höhe gehüpft ist.

Das Stadthäger Schloss war Stammsitz der Grafen zu Schaumburg, bis sie sich 1607 entschieden, ein hübscheres, moderneres, repräsentativeres Schloss in Bückeburg zu errichten (ganz ähnlich übrigens, wie es ungefähr zur selben Zeit auch die Herren in Inveraray und Kilchurn taten).

Bis auf den heutigen Tag belastet das das Verhältnis zwischen den beiden Kleinstädten – nicht ernsthaft, aber doch so, dass mancher Stadthäger denen in der „Residenzstadt“ eine lange Nase drehte, als Stadthagen 1948 Kreisstadt wurde und auch nach der Kreisreform von 1977 Kreisstadt blieb.

Bückeburg hat dafür heute noch das prächtigere Schloss samt Fürsten. Stadthagen funktionierte seinen Prachtbau zum Finanzamt um. „Erst waren es die einen Raubritter, jetzt sind’s die anderen“, pflegt jemand zu sagen, der dies vielleicht nicht unbedingt öffentlich tun sollte. „Im Wesentlichen hat sich nichts geändert: Das Geld der kleinen Leute landet im Schloss.“

Making plans...
Pläne schmieden…

Und während ich mich mit einem grünen Tee rituell für Ninjasiebens Samstagskaffeekränzchen qualifiziere, blättere ich durch die geliebte „Unsere-Gegend-Zeitung“ der Jungs („Da waren wir schon… Da waren wir auch schon… Oh, DA wollen wir mal hin!“ – im Buchhandel erhältlich unter dem schnöden Titel „Dumont Bildatlas Weserbergland“) und mache Pläne für künftige Heim-Reisen. Na, erkennt jemand, was ich auf der Liste hab? ;)

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