#MeinUrlaubsmoment: Die Ferienhäuser meiner Kindheit

[Dieser Beitrag enthält Werbung.**] Das Wort „Urlaub“ ist in meinem aktiven Wortschatz selten geworden. Wenn ich davon rede, wie wir unsere Ferien verbringen, dann spreche ich vom Reisen. Von Roadtrips und von Abenteuern, von Erkundungstouren, Entdeckungen und Recherche-Trips. All das ist aufregend und spannend, und es ist gut so, denn diese Art des Reisens macht uns vieren großen Spaß. Aber ich weiß noch gut, dass es auch anders geht.

Das Wort „Urlaub“ ist durchaus kein Fremdwort für mich. Es bringt Bilder von sturmgepeitschten Wellen an dänischen Stränden vor mein inneres Auge, von nassen Füßen in Gummistiefeln, die später vor dem Holzofen wieder trockneten.

Meine Mama, meine Schwester und unser Hund Willi am dänischen Strand.

Ich denke an Dünenlandschaften und Kiefernwäldchen, die meine Schwester und ich erforschten, erst nur in Sichtweite unseres Ferienhauses, und dann mit jedem Tag ein Stückchen weiter weg. Wir fanden Bäche, an denen wir Staudämme bauten, und wilde Obstbäume, von denen wir Mirabellen pflückten (die später unser Hund Willi fraß, was seiner Verdauung und der Luft im Auto nicht so gut bekam). Manchmal verirrten wir uns ein bisschen, aber schlussendlich fanden wir doch immer zurück. Und auf der Ferienhaus-Terrasse lag meistens Mama ausgestreckt in einem Liegestuhl in der Frühlings- oder Herbstsonne, ganz entspannt.

Ich erinnere mich an den Duft der Mohnbrötchen, die Papa und ich ganz frisch und warm vom Bäcker kauften und die viel luffiger waren und ganz anders schmeckten als zu Hause – nach Urlaub eben.

Wir fuhren oft in den Urlaub damals. Nach einer heftigen, nicht enden wollenden Bronchitis meiner Schwester hatte unser Hausarzt meiner Mutter Seeluft ans Herz gelegt. Statt im Sommer, wenn die Miete der Ferienhäuser kräftig ansteigt, fuhren wir lieber in den Osterferien und im Herbst, und dafür doppelt so häufig.

Eines unser Ferienhäuser. Leider haben die Dias aus den 80ern und 90ern doch schon ganz schön gelitten.

Die Vorfreude vor der Urlaubsbuchung

Wenn die Post den neuen Ferienhaus-Katalog brachte, war das immer ein denkwürdiges Ereignis. In der Prä-Internet-Ära ging das ja alles noch über Papier, und die Buchung, wenn’s hoch kam, per Telefon.

Wir Kinder stürzten uns gerne auf den Katalog und suchten unsere Traumhäuser heraus. Und was für tolle Unterkünfte dabei waren! Zum Leidwesen unseres Vaters, der die wirkliche Entscheidung traf, umkringelten wir unsere Wunsch-Häuser dick mit Filzstift. Das höchste der Gefühle, da waren meine Schwester und ich uns einig, wäre ein Haus mit Pool.

Ein einziges Mal erfüllte sich dieser Wunsch, weil unsere Osterferien so früh lagen, dass die Buchung noch in die preiswerte Winterkategorie fiel. Papa war trotzdem nicht glücklich damit, denn gerade ob der winterlichen Kälte entpuppte sich der beheizte Innenpool als Nebenkostenkatapult. Während Gesa und ich selig planschten, stand Papa vor dem Stromzähler und sah den Ziffern beim Rotieren zu. Nichtsdestotrotz ist das Pool-Haus eine selige Urlaubserinnerung für mich.

War schon cool, das Haus mit Pool. 🙂

Jedes Mal wieder ein neues Zuhause auf Zeit

Die Entscheidung, welches Ferienhaus wirklich zu unserem Urlaubsdomizil würde, fiel, während wir Kinder im Bett lagen.

„Das war gar nicht so einfach“, erzählt meine Mutter heute. „Es kamen ja nur die infrage, in denen Hunde erlaubt waren. Dann hatten wir gerne einen Ofen, weil wir ja in der Nebensaison unterwegs waren. Wie weit es zum Meer war, hat uns auch interessiert, denn wir wollten ja schon ganz gerne zum Strand laufen können. Und es durfte natürlich nicht zu teuer sein.“

Ich erinnere mich an den einen oder anderen Fall, in dem meine Mama vor Ort aus irgendeinem Grund nicht ganz zufrieden war. Aber vor allem erinnere ich mich an viele tolle Häuser, die meine Schwester und ich jedes Mal aufs Neue mit großer Begeisterung erkundet und in Besitz genommen haben.

Obwohl wir zu Hause jede ein eigenes Zimmer hatten, und obwohl unsere Ferienhäuser oft über mehr als zwei Schlafzimmer verfügten, suchten wir uns im Urlaub meistens ein gemeinsames Zimmer aus. Das war einfach gemütlicher, denn fast immer gab es zwei Betten in jedem Raum, von denen sonst eins unbezogen geblieben wäre. Und irgendwann gehörte es auch zum Urlaubsgefühl dazu.

Manchmal gab es auch ein Hems, eine Art „Not-Schlafplatz“ auf einer Empore unter dem Dach. Das war dann eine besonders große Freude für uns, denn diese abenteuerlichen Übernachtungsmöglichkeiten zogen uns natürlich magisch an.

Klein Lena mit Stofftier-Kälbchen Rike im Hems. Leiter hoch und kurz unterm Dach auf die Matratze.

Ab und zu war unsere Oma mit an Bord. Ein, zwei Mal mieteten meine Eltern ein Haus gleich zwei Wochen lang, und für ein paar Tage kamen Freunde zu Besuch. Ein geteiltes Ferienhaus mit zwei Familien wäre in meinen Augen heute noch großartig, zumal sich damit ja auch das Budget verdoppelt und die verheißungsvollen Pool-Häuser wieder eher in die Nähe des Möglichen rücken. Küche, Wohnzimmer und Liegestühle zu teilen, ließ sich aber auf Dauer leider nicht mit der Urlaubsvorstellung meiner Mutter vereinen. Und so blieb es meist bei meiner Schwester Gesa und mir. Und Willi, unserem Hund.

So viele Ferienhäuser mit besonderen Erinnerungen

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Ferienhäuser tauchen vor meinem inneren Auge auf. Und beinahe jedes hatte etwas Besonderes. Ich kann heute von den wenigsten sagen, wo sie lagen und welche Sehenswürdigkeiten wir uns von dort aus angeschaut haben. Aber die Liste der Häuser, an die ich mich erinnere, ist erstaunlich lang:

  • „das Ferienhaus mit der Reifenschaukel“
  • „das Ferienhaus mit dem Whirlpool“
  • „das Ferienhaus mit dem Kaufmann um die Ecke, bei dem es diese leckeren Lakritzstangen gab“
  • „das, wo Papa die Fische ausnehmen musste, weil wir sie aus Versehen so fangfrisch gekauft hatten“
  • „das mit der tollen Wildnis hinterm Haus“
  • „das mit den ausgesprochen kontaktfreudigen Nachbarjungs“
  • „das, wo wir den geheimen Brief hinter dem Bilderrahmen gefunden haben“ (leider auf Dänisch)
  • „das, wo wir ein eigenes Zimmer für die Legokisten hatten“
  • „das, wo Gesa Fahrradfahren gelernt hat“
Familienurlaub im Ferienhaus 1987
Mama, Oma und ich vor „dem Ferienhaus neben dem Hexenhaus“ (weil dort der Nachbarschornstein immer qualmte, obwohl wir nie eine Menschenseele zu Gesicht bekamen – sehr mysteriös damals für mich als Kind).

Obwohl die Urlaube aus meiner heutigen Sicht denkbar ereignislos verliefen, haben wir Kinder unsere Abenteuer selbst gefunden, und ich habe jeden Tag in Dänemark geliebt. Die entspannte Grundstimmung und die Erfahrung, unsere Eltern guter Laune und ganz für uns zu erleben, löst in mir heute ein nostalgisches Gefühl der Geborgenheit aus.

Das NOVASOL-Werbevideo trifft das Urlaubsgefühl meiner Kindheit schon ganz gut.

Doch, ich könnte mir vorstellen, so einen Ferienhaus-Urlaub selbst einmal wieder auszuprobieren… (Wer auch gleich stöbern möchte: Hier geht’s zum Katalog.)

**Dieser Blogbeitrag entstand in Zusammenarbeit mit NOVASOL. Das heißt, dass ich Geld dafür bekommen habe, über das Thema Ferienhäuser zu schreiben und den Link und das Video einzubetten. Der Text ist trotzdem von mir, entspricht meinen echten Erfahrungen und Überzeugungen, und generell mache ich nur Werbung für Dinge, hinter denen ich wirklich stehe.

4 Gedanken zu „#MeinUrlaubsmoment: Die Ferienhäuser meiner Kindheit“

  1. Eigentlich klicke ich bei Werbung ja gleich weg… aber dieser Artikel ist eine Ausnahme, ich habe ihn sehr gerne gelesen! Irgendwie kann ich mich mit deiner Familie sehr gut identifizieren. Meine Eltern waren auch richtige Sparfüchse, meist haben wir in Skandinavien im Auto (VW-Bus) geschlafen oder in irgendwelchen Bruchbuden… von Poolhäusern konnte ich nur träumen 😀 !

    1. Puh, dann habe ich’s ja richtig gemacht. 🙂 Im Ernst, ich tu mich immer schwer mit Werbung im Blog. Aber mein family4travel-Projekt bindet mittlerweile so viel Zeit, in der ich nichts anderes schreiben kann, dass ich entweder damit Geld verdienen oder es wieder auf Hobby-Level zurückschrauben muss. Und weil mir das Bloggen viel mehr Spaß macht (und mir auch viel sinnvoller vorkommt als stupide PR-Texte und Unternehmensportraits zu verfassen), freue ich mich riesig, wenn es wie mit NOVASOL mal passt, dass die Bedingungen okay sind und ich wirklich dahinterstehen kann.
      Was die Bruchbuden angeht, von denen werden dann wohl vor allem meine Kinder Geschichten erzählen können, die unter wesentlich schlimmeren Sparfüchsen groß werden als ich… 😀

  2. Liebe Lena, das hast du goldrichtig gemacht. Ich finde es großartig, wie du die Werbung kennzeichnest. Nur so kannst du deine Glaubwürdigkeit bewahren und davon profitieren letztendlich auch die Werbetreibenden. Nachahmenswert! Liebe Grüße, Andrea

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