In den letzten Jahren sind wir als Familie mit unseren Kindern immer wieder in Höhlen unterwegs gewesen. Mal ganz klassisch in einer Tropfsteinhöhle mit Führung. Mal im Schlauchboot über einen unterirdischen See. Und einmal sogar fünf Tage lang in einer Höhlenwohnung. Hier habe ich euch unsere schönsten Höhlenerlebnisse mit Kindern in Deutschland und Europa zusammengestellt.
Dieser Artikel ist ein Überblick. Zu allen beschriebenen Orten gibt es in meinem Reiseblog bereits ausführliche Erfahrungsberichte, die ich euch jeweils verlinke.
Die schönsten Höhlen in Deutschland mit Kindern
Höhlen haben eine ziemlich zuverlässige Wirkung auf Kinder. Verschwindet man unter der Erde, wird aus einem Ausflug sofort ein Abenteuer. Es ist dunkel. Geheimnisvoll. Es tropft. Man weiß nicht genau, was hinter der nächsten Biegung wartet. Und irgendwo da unten könnte – rein theoretisch – immer noch ein Drache wohnen.

Schauhöhlen sind eigentlich immer super spannend – erst recht für Kinder. (Das hier ist die Drachenhöhle Syrau in Sachsen.)
Barbarossa-Höhle im Kyffhäuser: Ein unterirdischer Palast
Wenn ihr mich fragt, welche Höhle in Deutschland wirklich Eindruck macht, dann ist das ziemlich eindeutig die Barbarossa-Höhle im Kyffhäuser.
Das Besondere: Es handelt sich nicht um eine klassische Tropfsteinhöhle. Statt filigraner Stalaktiten und Stalagmiten besteht das Gestein aus Gips. Der verhält sich ganz anders. In bizarren, fast organischen Formen schält er sich von den Wänden. Wir kamen uns ein bisschen vor wie im Bauch eines gigantischen Drachens.
Die Führung durch die riesigen Hallen ist informativ, aber auch für Kinder gut verständlich. Bei uns jedenfalls kam der Besuch hervorragend an. Laut dem damals siebenjährigen Silas war es „das coolste Abenteuer, das wir dieses Jahr bis jetzt hatten“.
Ausführlicher Erfahrungsbericht: →Barbarossa-Höhle im Kyffhäuser
Saalfelder Feengrotten: Die bunteste Höhle Deutschlands
Die Saalfelder Feengrotten in Thüringen wirken absolut märchenhaft. Nirgendwo sonst in Deutschland (und der ganzen Welt!) gibt es so farbintensive Tropfsteinformationen zu sehen: gelb, rot grün und sämtliche Farbverläufe dazwischen.
Das liegt daran, dass die Höhle ursprünglich ein Alaunschiefer-Bergwerk war. Deshalb dürfen sich die Feengrotten auch nicht offiziell Höhle nennen, denn sie sind künstlich geschaffen. Die Tropfsteine dagegen sind Natur. Sie entstanden nach der Schließung durch einsickerndes Grundwasser. Die chemischen Prozesse mit dem verbliebenen Alaun schufen das Farbenschauspiel. Absolut sehenswert!
Für Kinder wird der Besuch zusätzlich durch eine kleine Geschichte über Feen und Berggeister aufgelockert. Dazu gibt es rund um die Höhle noch einen wunderschönen und liebevoll gestalteten Erlebnisspielpark, das Feenweltchen. Der Eintritt ist nicht ganz günstig und ihr dürft keinen Freizeitpark erwarten. Unsere damals Fünfjährige war einfach nur begeistert und auch wir Eltern fanden es total toll.
Mehr dazu im Blogartikel: →Saalfelder Feengrotten mit Kindern
Iberger Tropfsteinhöhle im Harz: Höhle plus Museum
Nicht jede Höhle ist spektakulär. Manchmal entsteht das Erlebnis erst durch das Gesamtpaket. So war es bei unserem Besuch im Höhlen-Erlebnis-Zentrum der Iberger Tropfsteinhöhle im Harz. Die eigentliche Höhle ist geologisch interessant, aber eher klein. Besonders spannend fanden wir deshalb das angeschlossene Museum, das sich mit der Erdgeschichte des ganzen Planeten sowie der Region um den Harz beschäftigt – und mit einem bronzezeitlichen Familiengrab in einer anderen nahegelegenen Höhle. (Letzteres fand ich eigentlich am spannendsten.)
Die Höhlenführung selbst dauert etwa eine halbe Stunde und ist auch für Kinder gut geeignet. Für einen Regentag im Harz ist das ein ziemlich solides Programm.
Mehr dazu: →Iberger Tropfsteinhöhle im Harz
Extra-Tipp: Nun wirklich keine Höhle, aber trotzdem eine Erwähnung wert, wenn es um unterirdische Abenteuer mit Kindern geht, ist das →Besucherbergwerk Rammelsberg im Harz.
Drachenhöhle Syrau: Höhlenabenteuer im Vogtland
Eine Höhle mit eigenem Drachen ist natürlich sofort ein Hit bei Kindern. Die Drachenhöhle Syrau im Vogtland wurde vor rund 90 Jahren entdeckt. Sie ist die einzige Tropfsteinhöhle in Sachsen. Der Rundgang führt etwa 300 Meter durch die unterirdischen Räume.
Unterwegs begegnet ihr immer wieder dem Drachen Justus – mal versteckt im Fels, mal ziemlich bunt inszeniert. Das Ganze ist ein bisschen kitschig, aber klar: Kinder stehen drauf.
Ein Highlight ist die Lasershow, die zum Abschluss den unterirdischen Raum in leuchtenden Farben verzaubert.
Unser Erfahrungsbericht ist hier eingebettet: →Ausflugsziele im Vogtland mit Kindern
Schillat-Höhle in Niedersachsen: Moderne Schauhöhle mit Fahrstuhl
Die Schillat-Höhle ist ein bisschen ungewöhnlich – und damit für Familien besonders spannend. Statt über viele Stufen hinabzusteigen, fahrt ihr in die nördlichste Tropfsteinhöhle Deutschlands nämlich ganz bequem mit einem gläsernen Aufzug. In knapp 50 Metern Tiefe angekommen erwartet euch eine vergleichsweise kleine, aber schön inszenierte Tropfsteinhöhle mit bequem ausgebauten Wegen (mit wenigen Stufen) und guter Beleuchtung.
Insgesamt kein riesiges Höhlenabenteuer, aber ein entspanntes und gut organisiertes Abenteuer in die unterirdische Welt. – Funktioniert auch mit jüngeren Kindern.
Hier ist unser ausführlicher Erfahrungsbericht: →Schillat-Höhle bei Hessisch-Oldendorf
Lava-Keller Mendig: Vulkanabenteuer unter der Erde
Auch hier ist das Wort Höhle ein bisschen gemogelt. Die Lava-Keller unterhalb der Eifelstadt Mendig sind zwar teils kathedralenartige Hohlräume unter der Erde, aber sie sind durch Basaltabbau entstanden. Die Tunnel folgen ehemaligen Lavaströmen. Das harte Vulkangestein wurde in vergangenen Jahrhunderten zur Herstellung von Mühlsteinen genutzt. In den dadurch entstandenen Gewölben lagerte man später Bier.
Am besten kombiniert ihr die Tour mit einem Besuch im Lava-Dome. Im dazugehörigen Museum erfahrt ihr, wie es um die Vulkane in der Eifel bestellt ist. Danach geht es hinunter in die riesigen unterirdischen Hallen.
Unser Erfahrungsbericht ist hier eingebettet: →Vulkaneifel mit Kindern

Beeindruckende Hohlräume unterhalb von Mendig. Noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass hier vor Urzeiten mal Lava floss.
Noch ein Extra-Tipp für ein unterirdisches Abenteuer in zugegebenermaßen künstlichen Kellern statt Höhlen: die →Zwieseler Unterwelten im Bayerischen Wald. Sehr spannend!
Die schönsten Höhlen in Europa mit Kindern
Ist die Auswahl an unterirdischen Zielen in Deutschland schon nicht klein, steigert sich das mit Blick auf ganz Europa ins Unübersichtliche. Wie die meisten Reiseblogs mache ich es mir hier einfach: Ich erkläre einfach diejenigen Höhlen zu den schönsten Europas, in denen ich zufällig gewesen bin. Gängiger Standard. :)
Aber echt jetzt: Wir haben auf unseren Reisen schon ein paar coole Locations unter der Erde gesehen…
Tapolca-Höhle in Ungarn: Bootfahren unter der Erde
Dieses Erlebnis gehört definitiv in die Kategorie „Das habe ich so noch nie gesehen“.
Im ungarischen Ort Tapolca sind wir in ein kleines Boot gestiegen und selbstständig durch ein System aus unterirdischen Wasserhöhlen gepaddelt. Das Wasser ist türkisblau, die Gänge sind eng. Das Ganze passiert mitten unter einer Kleinstadt. Ein bisschen irre und auf jeden Fall ziemlich cool!
Unsere Kinder fanden das schlicht großartig. Für mich persönlich war es sogar der Höhepunkt unseres gesamten Balaton-Aufenthalts.
Der ganze Bericht: →Nachsaison am Balaton mit Kindern
Križna-Höhle in Slowenien: Expedition in Gummistiefeln
Wenn ihr Höhlen wirklich intensiv erleben wollt, dann schaut euch unbedingt die Križna-Höhle in Slowenien an.
Hier lauft ihr nicht einfach auf betonierten Wegen durch eine beleuchtete Schauhöhle. Stattdessen bekommt ihr Gummistiefel und eine Lampe. Dann geht es in kleinen Gruppen los in die Dunkelheit. Unterwegs gibt es Tropfsteine, uralte Spuren von Höhlenbären und schließlich eine Bootsfahrt über einen unterirdischen See.
Das Ganze fühlt sich deutlich mehr nach echter Expedition an als nach Tourismusattraktion.
Mehr dazu im Artikel: →Slowenien mit Kindern
Dobšinská-Eishöhle in der Slowakei: Eine Höhle aus Eis
Ein komplett anderes Höhlenerlebnis wartet in der Dobšinská-Eishöhle im slowakischen Nationalpark Slovenský raj. Hier bestehen große Teile der Höhle nicht aus Tropfsteinen, sondern aus dicken Eisschichten und gefrorenen Wasserfällen. Selbst im Sommer bleibt die Temperatur im Inneren unter null Grad. Für Kinder ist das ziemlich beeindruckend – vor allem für Eisköniginnen und „Frozen“-Fans.
Wir selbst haben leider nur die sehr abgespeckte Version in der Demänovská-Eishöhle gesehen. Von unserer Unterkunft in der Hohen Tatra wollte ich mit den Kindern nicht noch länger fahren, nur um eine Eishöhle zu besichtigen. Das war leider ein ziemlich fauler Kompromiss.
Mehr dazu in unserem Erfahrungsbericht: →Familienurlaub in der Hohen Tatra

Ja, schon witzig, sich mitten im Sommer so viel Eis anzugucken. Ob man dafür jetzt eine Stunde mit dem Auto fahren, Eintritt zahlen und dann einer großen fremdsprachigen Gruppe hinterherlaufen muss – Ansichtssache.
King’s Cave in Schottland: Königliche Höhlenabenteuer auf Arran
Klein, aber mit historischem Gewicht: Die King’s Cave auf der schottischen Insel Arran ist der Schauplatz einer bekannten Anekdote. Der Legende nach hielt sich hier Robert the Bruce, späterer König von Schottland, im 14. Jahrhundert versteckt. In einer besonders schwierigen Phase seines Kampfes gegen England soll er in der Höhle eine Spinne beobachtet haben, die immer wieder versuchte, ihr Netz zu spinnen. Erst nach vielen Fehlversuchen gelang es ihr. Das soll den König dazu inspiriert haben, nicht aufzugeben.
Für Familien ist die King’s Cave vor allem deshalb schön, weil sie sich wie eine kleine Entdeckungstour anfühlt. Die Höhle liegt an der wilden Westküste der Insel und ist nur über einen Spaziergang durch Wiesen und entlang der Steilküste erreichbar. Die kleine Wanderung ist eine unserer 55 Wander- und Entdeckungstouren in unserem Naturzeit-Reiseführer „Schottland mit Kindern“.*
Die Höhle selbst ist nicht riesig, aber groß genug, um hineinzulaufen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Dazu kommen ein paar alte Steinritzungen und das Meer in Sichtweite.
Mehr über den Ausflug gibt es im Blogartikel: →Isle of Arran mit Kindern.
Extra-Tipp: Eine weitere kleine, aber spannende Höhle in Schottland liegt auf der Gezeiteninsel →Dawaar Island in Kintyre. Dort erschien im 19. Jahrhundert ein religiöses Gemälde als „Wunder“ an der Wand.
Guadix in Spanien: Eine Höhle zum Wohnen
Es gibt Höhlen, die sind nicht zur Besichtigung freigegeben. Sondern zum Wohnen! In der andalusischen Stadt Guadix sind Höhlenhäuser seit Jahrhunderten ganz normale Wohngebäude. Von außen sieht man meist nur weiße Fassaden und Schornsteine im Hügel. Dahinter verbergen sich Behausungen, die tief in den Fels gegraben sind. Während sie früher eher Arme-Leute-Wohnungen waren, sind viele heute schick zurechtgemacht und werden als Ferienhäuser vermietet.
Wir haben mehrere Tage in einer solchen Höhle gewohnt. Das war überraschend komfortabel: angenehm kühl im Sommer und absolut ruhig.
Ausführlicher Erfahrungsbericht: →Guadix – als wir zu Höhlenmenschen wurden
Höhlen mit Kindern: Warum sich der Ausflug fast immer lohnt
Nach vielen Höhlenbesuchen kann ich ziemlich sicher sagen: Für Kinder funktionieren diese Ausflüge erstaunlich gut.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass Höhlen gleich mehrere Abenteuerfaktoren kombinieren:
- Dunkelheit und Geheimnis
- ungewöhnliche Naturformen
- Geschichten über Drachen, Bären oder alte Könige
- und oft eine Führung, die auch für Kinder verständlich erzählt wird
Dazu kommt ein ganz praktischer Vorteil: Höhlen sind perfekte Schlechtwetter-Ausflüge.
Und selbst Teenager, die bei Museen normalerweise die Augen verdrehen, lassen sich oft doch auf eine kleine Expedition unter die Erde ein.
Mein Tipp: Wenn ihr eine Reise mit Kindern plant, lohnt es sich fast immer zu schauen, ob es in der Region eine Höhle gibt. In vielen Gegenden Europas gehört ein unterirdischer Abstecher zu den spannendsten Naturerlebnissen überhaupt.
Tipp zum Weiterlesen: Meine liebe Blogger-Kollegin Janett von Teilzeitreisen.de sammelt ebenfalls unterirdische Ausflugsziele – hat sich aber auf Bergwerke festgelegt. Eine tolle Ergänzung!

Zum Schluss noch eine Mini-Höhle als Extra-Tipp in Irland: die Maghera Caves in →Donegal.
Transparenz-Hinweis: Hier habe ich mit KI experimentiert. ChatGPT hat für mich nach meinen Höhlenartikeln gesucht und sie für mich zusammengefasst. Ich habe aber auch selbst noch so viel im Text verändert, hinzugefügt und rumgewurschtelt, dass ich keine Sorge um die kreative Schöpfungshöhe habe. Findet ihr es störend KI-lastig? Ihr könnt es ja mal z.B. mit meinem Artikel →Ziele für die Osterferien vergleichen, bei dem ich alles komplett selber gemacht habe. Lasst mir gerne einen Kommentar mit eurer Meinung da! – Das gilt natürlich auch, wenn ihr einfach weitere gute Tipps für Höhlenbesichtigungen mit Kindern habt!
Und natürlich: Alle mit * markierten Links sind Affiliate-Links. Kommt darüber ein Kauf oder eine Buchung zustande, erhalte ich eine kleine Provision. Ihr bezahlt dadurch nicht mehr. So finanziert sich mein werbefreies, unabhängiges Reiseblog. Danke!









Ich musste direkt bei der Höhle in Ungarn hängen bleiben. Dieses Bootfahren unter der Erde klingt richtig nach so einem Erlebnis, das Kindern lange im Kopf bleibt. Und ehrlich gesagt auch mir 😄 Genau diese Mischung aus ein bisschen Abenteuer und trotzdem machbar finde ich bei Ausflügen super.
Zum Thema KI im Text: Mir ist es ehrlich gesagt nicht negativ aufgefallen. Es wirkt immer noch persönlich und nach echten Erfahrungen. Und genau das ist für mich entscheidend. Wenn ich merke, da schreibt jemand aus dem eigenen Erleben, passt das für mich total.
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Okay, das sagt die KI zu deinem KI-Text. ;)
Ich persönlich sage: Moment… Warum haben wir eine megacoole Höhle in Sachsen und ich weiß nichts davon???
Da sich unsere einzige Höhlenbesichtigung auf die Drachenhöhle auf Mallorca beschränkt, freue ich mich sehr über diesen „Rundumschlag“. Ihr habt ja wirklich schon viel erlebt!
Deshalb fällt die Arbeit mit der KI tatsächlich auch gar nicht so auf. Die Grundlage waren deine persönlich verfassten und auf euren eigenen Erfahrungen basierenden Artikeln. Von daher finde ich es völlig legitim sich hier ein bisschen die zeitfressende Arbeit abnehmen zu lassen (=alte Artikel zu durchsuchen und zusammenzufassen).
Liebe Grüße,
Lisa
Ja, der erste Kommentar klang schon sehr nach ChatGPT und den leider längst üblichen Fake-Kommentaren. 😄 Schön, dass die KI sich nicht an KI-generierten Texten stört. 😆 (Wobei ich wie gesagt schon noch ziemlich viel selbst drin rum gewurschtelt habe.)
Die Drachenhöhle lohnt sich vor allem mit kleineren Kindern und ist durch die Lasershow ein Erlebnis. Vor allem wenn ihr noch nicht viele Höhlen kennt, kann ich euch die wirklich empfehlen! Wer in Slowenien anfängt, ist danach vermutlich für alles andere verdorben…