Warum in die Ferne schweifen… (in Rethwisch-Börgerende, Deutschland)

…wenn der Silas heult so nah… Eigentlich hatten wir für heute einen straffen Ausflugsplan durchorganisiert: Wir wollten mit dem Fahrrad fahren, mittags unterwegs am Strand picknicken und bis nach Warnemünde radeln (ca. 17 km eine Strecke). Dort wollten wir ein bisschen am Alten Strom bummeln, uns dazu beglückwünschen, kein Teil der Mallorca-artigen Strandbestückung zu sein, und uns mit Zwischenstopp an der Eisdiele in Nienhagen wieder auf den Heimweg machen.

Stattdessen forderte schon wenige Kilometer nach dem Start (ungefähr zwei…) der unsolide Lebenswandel der Jungs seinen Tribut. Silas rutschte von den Pedalen ab, stürzte, kam zwar ziemlich unverletzt wieder auf die Füße, aber beschloss von da an, dass alles furchtbar sei und er nur noch nach Hause wolle. Kein Zureden half, und als er sich allzu bereitwillig auf meine Drohung einließ, dass er zu Hause keineswegs spielen dürfe, sondern sich ins Bett legen müsse, sah ich ein, dass mein armes Kind wohl schlichtweg zu erledigt für eine weite Fahrradtour war. Alleine wollten Anna und Janis den Ausflug auch nicht machen, und so verlegten sie sich auf eine gründliche Besichtigung von Börgerende, während Silas und ich den Heimweg antraten. Zurück im Ferienhaus schlich Silas tatsächlich ohne zu murren ins Bett (in meins natürlich, aber es sei ihm gegönnt), und ich leg jetzt ein bisschen die Füße hoch und genieße die sturmfreie Bude.

Just enjoying the piece of the small garden in my parents' summer house.
Just enjoying the piece of the small garden in my parents‘ summer house.

Anna und Janis gucken sich wahrscheinlich ein paar Pferde im Börgerender Reitcamp an. Außerdem gibt es vorne am Wasser noch einen Haufen neuer, schicker Ferienapartments, und auch ein paar urlaubstypische Geschäfte inklusive Eisdiele sind aus dem Boden gestampft worden. Am Campingplatz gibt es einen sehr netten öffentlichen Spielplatz, und in der Ortsmitte bei der Minigolfanlage einen zweiten. So ein, zwei Stündchen werden die beiden sich dort wohl beschäftigen können. Mal sehen, was wir dann für ein Nachmittagsprogramm aus dem Hut zaubern, wenn Silas ausgeschlafen hat.

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 24. Juli 2013 verfasst.

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