Wir praktizieren das seit Jahren: Statt uns an überfüllten Raststätten in die Schlange einzureihen, fahren wir auf langen Autofahrten lieber kurz ab und machen Pause im Grünen. Gerade jetzt mit Kleinkind planen wir unsere Strecken wieder so, dass wir dann auch mal richtig rauskommen aus dem Auto. Und weil man auf langen Autofahrten mit kleinen Kindern am besten sowohl flexibel als auch gut vorbereitet sein sollte, habe ich meine Reiseblogger-Kollegen um Hilfe gebeten. Acht von ihnen verraten hier ihre persönlichen Tipps für eine grüne Pause an der Autobahn.

Hä, was ist ein Roundup?

Ich mache das hier zum ersten Mal, deshalb sollte ich es vielleicht kurz erklären: Ein Roundup ist sozusagen eine Gemeinschaftsproduktion mit anderen Bloggern. Bei uns Reisebloggern ist das gerade groß in Mode. Und es ist auch echt eine gute Sache, finde ich. So wird geballtes Wissen vieler Experten an einem Ort gesammelt.

Praktisch funktioniert das so: In passenden Netzwerkgruppen habe ich mein Konzept erklärt und um die Zusendung eines kurzen Textes mit dazugehörigem Foto gebeten. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass ich ausnahmsweise nicht persönlich alles ausprobiert haben muss. Jeder einzelne Reiseblogger hier aber spricht aus eigener Erfahrung. So profitiere ich selbst von den Tipps – und ihr alle mit mir.

Und was ist eine grüne Pause?

Mit einer grünen Pause meine ich Folgendes: einen schönen, sehenswerten Ort in der Natur, der aber höchstens zehn Kilometer abseits der nächsten Autobahnauffahrt liegt. (So war meine erste Definition. Letztlich haben wir auf „maximal eine Viertelstunde Fahrzeit von der Autobahnabfahrt, Kilometeranzahl egal“ erhöht.)

Meine Vorstellung von einer grünen Pause bietet Gelegenheit zum Durchatmen und Füßevertreten. Und zum Picknicken oder Einkehren. Idealerweise können auch Kinder hier etwas Nettes erleben – und wenn es nur ungestörtes Herumtoben ist. Die Möglichkeit für einen kleinen Spaziergang soll gegeben sein. Aber man sollte auch nach spätestens zwei Stunden ohne große Reue weiterfahren können.

Wir selbst haben schon einige grüne Pausen eingelegt und über etliche auch gerade in letzter Zeit gebloggt: Reinfeld und den Herrenteich direkt an der A1 zwischen Hamburg und Lübeck (klick), den verlassenen Freizeitpark Steinzeichen mit Aussichtsturm direkt an der A2 und die Plothener Teiche an der A9 in Thüringen (klick).

Jahrtausendblick Steinbergen Schaumburger Land A2

Die Autobahn noch in Sichtweite, aber doch draußen in der Natur: einer unserer eigenen Vorschläge von einer grünen Pause am Jahrtausendblick an der A2.

Grüne Pausen auf der Deutschland-Karte

Für eine bessere Übersicht habe ich extra eine individualisierte Karte bei GoogleMaps angelegt (klick).

Dort sind alle Tipps meiner Reiseblogger-Kollegen verzeichnet und auch alle Empfehlungen von mir, die auf die Kriterien passen. Die Links zu den passenden Berichten sind jeweils direkt hinterlegt. So könnt ihr gleich gucken, ob für eure nächste lange Autofahrt mit Kindern (oder ohne) etwas Passendes dabei ist.

Bei näherem Überlegen habe ich im family4travel-Archiv eine ganze Menge Artikel über Orte gefunden, die die Kriterien für eine grüne Pause erfüllen. Die Deutschlandkarte ist also erfreulich voll geworden. Damit ich nicht den Grundgedanken eines Roundups ad absurdum führe, halte ich mich in diesem Artikel aber mit Eigenwerbung zurück. Wenn ihr wirklich gezielt nach Tipps für gute Rastplätze auf eurer Autobahnfahrt sucht, schaut also unbedingt auf die Karte und folgt den jeweiligen Links dort zurück ins Blog.

Zur allgemeinen Inspiration kommen jetzt die Empfehlungen der anderen Reiseblogger, geordnet von Nord nach Süd (die ich alle schon mal begeistert auch für uns ganz persönlich notiert habe).

Und: Wenn ihr selbst Reiseblogger seid (oder auch ganz normale Leser, die sich die Zeit nehmen mögen, einen solchen Kurzbericht über einen guten Ort für eine grüne Pause zu verfassen), dann nehmt doch auch im Nachhinein noch teil. Diese Sammlung darf gerne wachsen!

rhoen wald blauer himmel burgruine

Hauptsache raus ins Grüne!

Jetzt aber zu den konkreten Tipps! Den Anfang macht Tanja von Spaness.

Von der A1 direkt ins Erlebnis-Bauernmoor zwischen Hamburg und Bremen

Die A1, von der Ostsee bis ins Saarland, ist wohl eine der meist befahrenen Autobahnen in Deutschland.

Auf der Strecke zwischen Hamburg und Bremen sorgt ein Abstecher ins Tister Bauernmoor für ein wenig Entspannung abseits der Fahrbahn. Ihr erreicht das Moor über die Autobahnabfahrt Sittensen.

Das Tister Bauernmoor im kleinen Örtchen Burg Sittensen ist ein echter Natur-Hotspot mit Café, Moor-, Naturlehr- und Erlebnispfad, Aussichtstürmen und an manchen Tagen bietet sogar die alte Moorbahn Ausflüge auf Schienen ins Moor.

Kleine Inseln entlang des Pfades laden zu entspannten Pausen ein, mit Liegestühlen, Steg, Bänken, Hängematte oder Moortret-Pfad. Sogar Geocache-Fans werden im Bauernmoor fündig.

Der Spaziergang durch das Bauernmoor ist zu allen Jahreszeiten ein echtes Erlebnis. Im Frühsommer zeigt sich das Wollgras. Es verwandelt das Moor in einen weißen Teppich. Im Spätsommer wiederum leuchten die Blüten der Besenheide zwischen den Wasserflächen empor. Der Winter im Moor erinnert an eine Märchenlandschaft und im Herbst wählen tausende Kraniche das Moor als Rastplatz auf ihrer Reise in den Süden. Sowohl Sonnenaufgang als auch Sonnenuntergang im Tister Bauernmoor sind ein echtes Highlight.

Lust auf einen längeren Spaziergang? Nur rund einen Kilometer vom Bauernmoor entfernt liegt ein kleines idyllisches Jagdschloss mit angeschlossener Gruft. Beide Ziele lassen sich wunderbar per Spaziergang miteinander verbinden.

Tanja von www.spaness.de ist WellBeing Travel Bloggerin, Mikroabenteurerin und Aktivreisende. Sie reist mal mit und mal ohne Familie sowohl beruflich als auch privat. Ich mag ihr Blog vor allem, weil sie – wie wir – gerne auch unbekanntere Ziele in (Nord-)Deutschland ansteuert und damit Geheimtipps eine Chance gibt.

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Tanja auf dem Weg durchs Bauernmoor. Ich möchte am liebsten gleich mitwandern! [© Tanja Klindworth]

Weiter geht es mit einem Tipp von Miriam von Nordkap nach Südkap.

Der Springhorstsee an der A7 bei Hannover

Einmal längs durch Deutschland führt die A7, Deutschlands längste Autobahn von Flensburg nach Füssen – und wer hier unterwegs ist, kann ganz in der Nähe von Hannover eine wunderbare Auszeit genießen. Von der Abfahrt Großburgwedel in Niedersachsen bis zum Freizeitgebiet Springhorstsee sind es nur rund zweieinhalb Kilometer.

Wer direkt dorthin fährt, kann auf dem großzügigen Parkplatz am Café, Restaurant und Hotel Springhorstsee parken – wer noch mehr Natur sucht und nordwärts unterwegs ist, stellt das Auto am Rasthof Springhorst Ost ab und geht feldein zu Fuß (ca. zwei Kilometer).

Der Springhorstsee eignet sich vor allem bei gutem Wetter für einen Ausflug. Er liegt in einem Naturschutzgebiet, ist von Wald umgeben und hat einen kleinen Sandstrand zum Baden. Außerdem gibt es Tretboote und andere Aktivitäten auf dem Wasser – das wird vom Restaurant angeboten. Ein Weg führt einmal um den See herum und ist in 15 bis 20 Minuten machbar – es sind 1,2 Kilometer, die weitestgehend durch den Wald führen. So lernt man auch gleich den Campingplatz (mit Hallenbad) kennen, der sich vom Ostufer aus um den See herumschlängelt und einige Sportanlagen wie etwa eine für das Bogenschießen bietet.

Am Restaurant können auch Tagesgäste einkehren – und für die Beschäftigung für Kinder ist auch gesorgt. Nebenan findet sich nämlich ein großer Spielplatz, der auch genutzt werden kann, ohne im Restaurant einzukehren. Ein Trampolin ist im Boden eingelassen – und bisher habe ich noch bei jedem Besuch hier vor allem Kinder im Kindergartenalter angetroffen. Nebst der üblichen Ausstattung wie Schaukeln und Klettergerüst gibt es noch ein weiteres Highlight: eine Bobby-Car-Bahn. Fahrzeuge stehen bereit und so können sich Kinder im Wettrennen messen.

miriam keilbach nordkap nach suedkap springhorstsee

Der Ausblick vom Café-Restaurant auf den Springhorstsee. [© Miriam Keilbach]

Miriam und bloggt unter Nordkap nach Südkap – wie der Name schon sagt hauptsächlich aus Norwegen und dem hohen Norden sowie dem südlichen Afrika. So schreibt sie sowohl über Löwen- als auch Nordlichter-Safari, aber auch ziemlich viel über Ausflugsziele in Deutschland. Über den Springhorstsee hat sie einen eigenen Artikel (klick). 

Der folgende Beitrag stammt von Christian von My Travelworld:

Babisnauer Pappel – grüne Pause bei Dresden

Die Babisnauer Pappel befindet sich an der A17 in der Nähe von Dresden und eignet sich perfekt für eine Pause im Grünen auf dem Weg von oder nach Prag oder Wien – vor allem, wenn man aus dem Norden oder Osten Deutschlands kommt. Sie ist erreichbar über die Abfahrt 4 der A17, Dresden-Prohlis, und von dort nur drei Kilometer entfernt.

Vom kleinen Parkplatz aus sind es anschließend noch rund 600 Meter zu Fuß, sodass es von der Autobahnabfahrt bis zu dieser kleinen Sehenswürdigkeit inklusive Fußweg rund 15 Minuten sind. Besonders nach einer langen Autofahrt lädt die Babisnauer Pappel mit einem gemütlichen Picknickplatz und viel Platz zum Beinevertreten (für die Erwachsenen) oder Herumtollen (für die Kinder) ein. Noch spannender ist aber die Aussicht auf die sächsische Landeshauptstadt Dresden, denn die Babisnauer Pappel befindet sich auf einer Hochfläche, mehr als 200 Meter über dem Niveau Dresdens, und bietet daher einen wunderschönen Panoramablick. Dieser kann von einem kleinen, kostenfrei zu besteigenden Aussichtsturm sogar noch erweitert werden.

Doch was macht die Babisnauer Pappel so besonders? Neben der großartigen Aussicht ist es vor allem die geschichtliche sowie die pflanzliche Perspektive, die diesen Baum so einzigartig macht. Zum einen ist die Pappel – mit Ausnahme der direkt danebenstehenden Eiche – der einzige Baum weit und breit. Zum anderen ist die Babisnauer Pappel bereits mehr als 200 Jahre alt und diente früher als Grenzbaum zur benachbarten Flur und markierte zudem auch den höchsten Punkt der umgebenden Felder. Aus diesem Grund ist sie auch als Naturdenkmal geschützt. Neben einem landschaftlichen Aspekt kommt der Babisnauer Pappel also auch ein geschichtlicher Aspekt zu, weshalb Sie ein beliebtes Ausflugsziel ist und sich auch perfekt als Pause im Grünen eignet.

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Das ist sie, die Babisnauer Pappel. [© Christian Jannasch]

Wer mehr über Christians Reisen wissen möchte, kann auf seinem Reiseblog My Travelworld vorbeischauen. Über 70 Länder hat er bereits bereist und nach wie vor ist seine Reiselust ungebrochen, sodass er zur Zeit als Digitaler Nomade mit einer Homebase in der Dominikanischen Republik durch die Welt tourt, allerdings auch immer mal wieder in seiner Heimat Dresden vorbeischaut.

Janett ist die Gründerin von Teilzeitreisender und hat einen Tipp für gleich mehrere grüne Pausen an der A61.

Ville-Seenplatte zwischen Köln und Bonn

Abseits der Autobahn gibt es so einiges zu entdecken. Ich stelle euch die Ville-Seenplatte an der A61 (Abfahrt 108 Erftstadt) vor.

Nur eine halbe Autostunde von Köln und Bonn entfernt gibt es nicht nur tolle Wälder zu entdecken – nein, auch an zahlreichen Seen kann man Sommer wie Winter verweilen und teilweise sogar schwimmen. Wir haben hier schon zwei Seen umrundet, die kürzere Strecke führt um den Liblarer See und ist mit knapp fünf Kilometern auch hervorragend mit kleinen Kindern zu machen – die größere Strecke geht um den Heider Berg und Schluchtsee ist jedoch mit knapp 5,5 Kilometern auch nicht viel länger (zieht sich aber etwas mehr). Unterwegs gibt es immer mal wieder die Möglichkeit, ein kleines Picknick am See abzuhalten. Wenn ihr lieber aufs „Finale“ warten wollt, nahe des Liblarer Sees gibt es auch einen Waldbiergarten zur entspannten Einkehr. Beide Seen sind ideal für einen Abstecher und auch an wärmeren Tagen als Ausgleich für eine lange Autofahrt zu empfehlen.

Falls ihr euch eher für Abenteuer begeistern könnt – nicht weit entfernt befindet sich das Phantasialand. Auch für Kulturfreunde gibt’s in der Nähe etwas zu entdecken, Schloss Brühl ist nur ein Katzensprung entfernt.

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Pause am See. [© Janett Schindler]

Auf Teilzeitreisender.de bloggt ein Team von insgesamt acht Leuten schwerpunktmäßig über Kurzreisen. Es gibt über 1000 Artikel und auch ganz viele davon über Deutschland. Hier schaue ich oft nach, wenn ich nach Inspiration für unsere Reiseziele suche.

Kristina von Adventure & Mo hat einen Tipp im Norden Bayerns.

Der Weinrundweg an der A3, Würzburg Nord

Am Weg in Toms Heimat, den Odenwald, haben wir per Zufall bei der Raststation Würzburg Nord an der A3 gehalten. Direkt vor unserer Nase führte eine Treppe zu einem Weinberg hinunter mit dem Wegweiser „Weinrundweg“ – was konnte uns Besseres passieren, als etwas Natur zum Bewegen vor unserer Nase zu haben, da wir immerhin einen zappeligen 3-Jährigen und zwei Babys an Board haben.
Zugegeben, die Treppe, die vom Parkplatz zu den Weinreben hinunterführt, ist ziemlich ekelig – Nase zuhalten ist angesagt. Aber sobald man in den Weinberg vordringt, ist von dem unangenehmen Raststationsflair nichts mehr zu spüren. Man wird mit herrlichen Aussichten in das fränkische Weinland mit einem wundervollen Blick ins Tal mit seinen kleinen Dörfern belohnt. Ein kleiner Rundweg lädt zum Spazieren durch die Weinreben ein und ein Aussichtspavillon im Weinberg zum Picknicken.

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Eine Runde durch den Weinberg. [© Kristina Karl]

Kristina und Tom bloggen unter dem Motto „Kids, Adventure & More“ (klick) seit 2015 über ihre Reisen mit Sohn Mo und seinen kleinen Zwillingsbrüdern. Das mit den Adventures nimmt die Salzburger Familie ernst und berichtet gerne auch zum Beispiel vom Kitesurfen und Bouldern.

Der nächste Tipp kommt von den Phototravellers Biggi und Flo.

Der Ammersee bei München an der A96

Der Ammersee ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Münchner und direkt an der Autobahn
A96 (zwischen Lindau am Bodensee und München) gelegen. Der wunderschöne Ammersee ist also
ideal für eine Rast auf einer anstrengenden Autobahnfahrt – insbesondere für Familien mit Kindern.

Auf der A96 nimmst du die Ausfahrt 30 (Inning am Ammersee) und bist in wenigen Minuten am
Seeufer. Der große Parkplatz ist aber insbesondere an den Wochenenden im Sommer schnell
überfüllt. Früh ankommen lohnt sich hier.

Ein Highlight für die Kleinen ist der Minigolfplatz mit Seeblick, nur wenige Minuten Fußmarsch vom
Parkplatz entfernt.

Auch badehungrige Reisende kommen in Stegen (so heißt der Ortsteil der Gemeinde Inning) auf ihre
Kosten. Wo kann man schon quasi direkt an der Autobahn (den Verkehrslärm hört man aber zum
Glück nicht) in einen kühlen See mit grandiosem Ausblick springen? Badesachen nicht vergessen.

Wer sich nur ein wenig die Beine vertreten will, folgt einfach dem schönen Uferweg durch den Wald
– natürlich immer mit schönstem Seeblick. Auf einer der vielen Bänke kannst du dich im Schatten von
der anstrengenden Autofahrt erholen.

Und wer mehr Zeit hat: Wie wäre es mit einer Bootsfahrt? In Stegen gibt es natürlich auch einen
Anleger für die Ausflugsschiffe auf dem Ammersee.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. In Stegen warten gleich vier Restaurants – zum Teil mit
Biergarten direkt am Wasser – auf die Gäste. Eine Delikatesse in den Biergärten ist der frische
Steckerlfisch, eine Spezialität aus dem bayerischen Alpenvorland. Eine Eisdiele versorgt die Kids –
und natürlich auch die Eltern – mit köstlicheren Leckereien.

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Wie gemalt, oder?! Stegen am Ammersee ist ein beliebtes Ausflugsziel – und steht wegen der schönen Bootshäuser
auch bei Fotografen hoch im Kurs. [© Florian Westermann]

Biggi und Flo füttern ihren Reiseblog Phototravellers.de seit 2010 mit spannenden Artikeln rund um
die Themen Urlaub, Outdoor und Fotografie. Sie bieten auch Online-Kurse und E-Books rund ums Thema Fotos an und zeigen entsprechend wunderschöne Bilder in ihrem Blog.

Weiter geht es an der A8 mit einem Tipp von Steffi vom Familienreiseblog A daily travel mate.

Pause im Chiemgau an der A8, Traunstein/Siegsdorf

Der Weg Richtung Südeuropa führt oft über München bzw. auf der A99 um München rum und weiter auf der A8. Und da stöhnt jeder Autofahrer bereits laut auf. Hat man auf dieser Strecke keinen Stau, dann kommt das gefühlt schon einem Sechser im Lotto gleich und selbst wenn der Verkehr rollt, dann ist hier ohne Ausnahme immer viel los.

Dabei wird die Landschaft nach München zunehmend schöner. Das Chiemgau mit dem Chiemsee und den Chiemgauer Alpen ist auch von der Autobahn eine Augenweide.

Ist das nicht der perfekte Platz für eine Pause in der Natur?

Mein Tipp: Der Moor-Erlebnis-Pfad in Inzell. Nach der Autohahnausfahrt Traunstein/Siegsdorf folgst du der B 306 für 12 km (ca. 13 min) bis zum Parkplatz auf der rechten Seite. Hier kannst du dir bei einem 5 km langen Rundweg die Beine vertreten. Der Weg ist flach, so dass weder Bergerfahrung noch Bergschuhe notwendig sind. Die Berge sind immer fest im Blick und wer seinem Magen noch etwas gönnen möchte, der kann dies im Landgasthof Schwarzenberg direkt am Parkplatz des Moor-Erlebnis-Pfades tun.

Falls ihr mit Kindern reist, die für das Laufen nicht so zu begeistern sind (soll ja vorkommen), dann ist der nahe gelegenen Spielplatz Schmelz eine großartige Pausenalternative.

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Grüne Pause – oder bei dem Ausblick vielleicht gleich ganz dableiben? [© Stefanie Schindler]

A daily travel mate ist ein Reise- und Wanderblog für alle aktiven Familien. Steffi ist Expertin fürs Wandern mit Kraxe und Kleinkind in den Bergen und meine erste Anlaufstelle, wenn es ums Wandern mit Kindern in den bayerischen Alpen geht.

Einen Tipp nicht ganz an der Autobahn, aber direkt an ihrer natürlichen Verlängerung fast an der österreichischen Grenze hat Tina von urlaubsreise.blog.

Der Kuhflucht-Wasserfall – ein verstecktes Kleinod

Nicht weit vom Autobahnende der A95 von München Richtung Garmisch entfernt liegt im hübschen kleinen Dorf Farchant der Beginn eines wunderschönen Wanderweges zu den sogenannten Kuhflucht-Wasserfällen.

Direkt am Parkplatz vom Skilift startet man die relativ einfache Wanderung inmitten wunderschöner Natur. Von hier aus kann man sogar schon die imposante Felswand sehen, aus der der Wasserfall heraussprudelt.

Der erste Teil des Weges ist ein besonders für Kinder spannender Walderlebnispfad. Man wandert durch Waldstücke und über Almwiesen, die aufgrund eines früheren Sturmschadens mit großen Baumwurzeln übersät sind und aussehen wie aus einem Märchen. Am Ende des Erlebnispfads gibt es dann noch einen Barfußpfad, ein Kneippbecken und eine Weitsprung-Grube, in der man seine Sprungfähigkeit mit verschiedenen Tierarten vergleichen kann.

Auch wenn der Weg zum Wasserfall ab hier dann etwas steiler wird, ist er für Kinder dennoch ein großes Erlebnis. Immer wieder sieht man im Bachlauf kleine Mini-Wasserfälle und sogenannte Gumpen. Am Ende des Weges befindet sich eine Aussichtsplattform mit einem wundervollen Blick auf die beeindruckend in die Tiefe fallenden Wassermassen.

Wenn man den gesamten Lehrpfad erkundet und anschließend noch die Fälle besucht, muss man etwa zwei Stunden Gehzeit rechnen. Aber auch jeder Teil der Wanderung einzeln ist für sich ein Erlebnis, wenn man nur wenig Zeit hat. Der steile Königsweg zu den Fällen überwindet etwa 200 Höhenmeter.

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Angekommen an den Kuhflucht-Wasserfällen. [© Tina Kainz]

Auf dem Urlaubsreise.blog gibt es noch viele weitere Ideen und Ausflugsmöglichkeiten rund um Garmisch und München (klick). Auch für Orte außerhalb Deutschlands hat Tina jede Menge Tipps und Infos in ihre zahlreichen Reiseberichte gepackt.

Zur GoogleMaps-Karte mit allen vorgestellten und weiteren Zielen für grüne Pausen an der Autobahn geht es hier: klick.

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