Skandinavien: 4 Wochen Familienurlaub mit Kleinwagen

Zeitreise. Wir springen zurück in das Jahr 2009, als wir den 5-jährigen Janis und den 2½-jährigen Silas ins Auto luden und nach Norden fuhren.  Los geht’s in meinem alten Reise-Tagebuch ganz vorne – mit dem Packen für vier Wochen Urlaub mit kleinen Kindern…

Abfahrt. Ewigkeiten hat es gedauert, bis wir losgekommen sind. Die Kinder haben jegliches Aufkommen von Urlaubsstimmung erfolgreich verhindert, indem sie fleißig ihre Grenzen austesteten. Statt die letzten Notwendigkeiten zusammenzupacken und mich auf die schönsten Wochen des Jahres zu freuen, hab ich eine halbe Stunde lang Joghurt aus den Heizungsritzen gekratzt. Wenn das so weitergeht, kann dieser Urlaub heiter werden.

Halb zwölf war es, als wir endlich vom Hof gefahren sind. Wir haben erstaunlich viel Gepäck in unserem süßen kleinen Audi A2 untergekriegt. Fast unsere gesamte Kleidung passt in die Dachbox. Zuerst lächelte Martin herablassend, als ich – Backpacker-erfahren – meine Klamotten säuberlich zu festen Würstchen rollte. Als er jedoch sah, wie viel mehr ich in meine Tasche hineinbekam, wurde er sofort zum Fan dieser Packpraxis und überbot mich in seiner Gründlichkeit. Den Kofferraum füllen hauptsächlich die Klappkiste mit Lebensmitteln und die 35 l Kühlbox. Der Rest der Dinge verteilt sich irgendwo. Noch sind die Beine der Kinder kurz genug, dass wir den schier unergründlichen Fußraum der Rückbank mit all dem Gedöns auffüllen können, das die Familie auf Reisen braucht.

Packen für den großen Urlaub - in einen A2 passt mehr rein, als man ihm von außen zutrauen würde. Dank unserer Softshell-Dachbox (die sich in jeder Unterkunft problemlos verstauen ließ) sind wir vier Wochen lang prima klargekommen. (Our Audi A2 car held enough space for our luggage for a 4 weeks family holiday, at least in combination with the softshell roof box that proved to be extremely handy.)
Packen für den großen Urlaub – in einen A2 passt mehr rein, als man ihm von außen zutrauen würde. Dank unserer Softshell-Dachbox (die sich in jeder Unterkunft problemlos verstauen ließ) sind wir vier Wochen lang prima klargekommen.

Seit Silas weder Hochstuhl noch Buggy benötigt, ist das Gepäckvolumen generell arg zurückgegangen. Die Jungs durften, wie in den vergangenen Jahren auch, jeder seinen Kindergartenrucksack mit Spielzeug vollpacken. Die Gastgeschenke für unsere Couchsurfing-Hosts befinden sich im „Geheimfach“ unter dem Beifahrer-Fußraum. Wir haben nicht das Gefühl, in beengten Verhältnissen zu reisen. Martin ist da ja aus Trabbi-Zeiten ganz anderes gewohnt, aber auch ich fühle mich mit dem Füllstand des Autos durchaus wohl.

Diesen Eintrag meines Reise-Tagebuchs habe ich am 23. August 2009 verfasst.

 

PS: Ich erbarme mich jetzt mal über das brachliegende Blog und schiebe die Chronologie beiseite. Eigentlich schulde ich euch nämlich noch das Ende unserer Großbritannien-Tour im vergangenen Sommer, und das wird auch nachgereicht. Diese Artikel sind aber viel zeitaufwändiger zu verfassen, weil ich zum Ende unserer Reise hin so geschludert habe mit dem Tagebuchschreiben, und da ich mittlerweile einen recht hohen Anspruch an den Informationsgehalt meiner (aktuellen) Berichte habe. Da Zeit derzeit ein äußerst knappes Gut ist im Hause family4travel, weiche ich deshalb auf die fix und fertig in der Schublade liegenden Reiseberichte von früher aus… 

3 Gedanken zu „Skandinavien: 4 Wochen Familienurlaub mit Kleinwagen“

  1. Bin gespannt, wie’s weiter geht. Meine Eltern sind mit uns drei Kindern schon in den 60ern im Auto bis nach Finnland gefahren. Vom ersten Deiner Artikel zu schließen, war das damals nicht so viel anders: Unser Auto war auch immer bis zum Anschlag voll.

  2. Liebe Lena,

    da komme ich ja jetzt gerade richtig zum Gegenbesuch, die Schwedentour verfolg ich besonders gern. Meine Bewunderung für eure Packkünste, trotz Trabierfahrung reise ich inzwischen im Sommer mit zwei Kindern immer mit randvollem Kombi nach Schweden … okay mit zwei Zelten und Zubehör und allem, was man abseits der Zivilisation so braucht sowie Fahrrädern und Faltboot und bin dann froh über jede Konservendose, die keinen Platz mehr braucht.

    Nen lieben Gruß von Antje

    1. Oh ja, mit Zelten und Fahrrädern ist das natürlich noch was ganz anderes. So eine Tour ganz ab von der Zivilisation möchte ich irgendwann auch noch mal machen. So langsam sind die Kinder groß genug, glaube ich. Mal sehen, was noch kommt! :)

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