Hauptstädte Europas

Von Amsterdam bis Zagreb: Europäische Hauptstädte (und wo family4travel schon war)

Liebe Leser, seid gewarnt: Dies ist ein entsetzlicher Angeber-Artikel. Denn, wie ich verblüfft festgestellt habe, habe ich von den 48 Hauptstädten Europas 34 schon bereist. Okay, das klingt jetzt doch nicht ganz so reißerisch wie ich gedacht habe, denn gefühlt sind es doch „fast alle“. Warum eben doch nicht „ganz alle“, und welche, und welche warum nicht, erzähle ich heute.

Im Rahmen meiner Sommerloch-Serie, die unsere sechswöchige Abwesenheit in Irland kaschieren sollte, hab ich nach Themen gesucht, die sich leicht aus dem Ärmel schütteln lassen. Am besten welche, die ältere Blogbeiträge wieder aufnehmen und lose verbinden, sodass Evergreens und versunkene Schätze gleichermaßen ein bisschen frische Aufmerksamkeit bekommen und ich gleichzeitig in Ruhe Urlaub machen arbeiten kann. Lieblings-Museen bieten sich da an, eine Auflistung unserer liebsten Reiseziele am Meer und in der Stadt.

Eine weitere Idee auf meiner Brainstorming-Liste waren „unsere Hauptstadt-Trips“. Also begann ich, alle Hauptstädte Europas, in denen wir schon gewesen sind, aufzuschreiben. Die Liste wurde länger und länger und lääänger… und dann beschloss ich, gleich die komplette Liste europäischer Hauptstädte zu nehmen und kommentiert abzuhandeln.

Dann bin ich ganz drüber weggekommen, diese Liste online zu stellen, denn ich dachte mir, ach, so viel angeben brauchste jetzt auch nicht. Aber jetzt hab ich einen zeitlichen Engpass und es kommt mir sehr gelegen, dass ich hier noch so einen komplett fertigen Blogbeitrag auf Halde liegen habe. Also kommt hier jetzt ein Sommerloch-Artikel mitten im Herbst. Voila!

Liste europäischer Hauptstädte (und was family4travel mit ihnen zu schaffen hat)

Amsterdam

In der Hauptstadt der Niederlande war ich – alleine mit meiner Freundin Anne. 2009 habe ich mir ein kinderfreies Wochenende gegönnt. Schön war’s, und schade, dass wir das nie wiederholt haben.

Andorra la Vella

Die Hauptstadt des kleinen Pyrenäen-Staates haben wir nach langem Hin- und Her-Überlegen auf unserer großen Reise links liegen lassen. Es gibt einen ganzen Blogpost zu dieser Entscheidung. Obwohl unser Alternativ-Programm in Frankreich total schön war, bereue ich es spätestens seit den schönen Heldenwetter-Storys aus Andorra ein bisschen und möchte irgendwann doch noch mal hin.

Ankara

In der türkischen Hauptstadt waren wir nicht. Ankara hat touristisch nun nicht sooo viel zu bieten, dass es den doch erheblichen Umweg auf unserer Reise gerechtfertigt hätte. Aber in Istanbul waren wir ausführlich, und das war (2015) auch eine sehr, sehr coole Angelegenheit.

Athen

Griechenlands Hauptstadt ist ein durchaus ansprechendes Reiseziel, das wir auf unserer großen Reise zu viert absolviert haben. Mehr zu unserem Sightseeing-Programm in Familie steht in diesem Post: „Überblick: 4 Wochen Griechenland-Roadtrip mit Kindern“.

Blick über Athen von der Akropolis aus.

Belgrad

Dass wir mit der serbischen Hauptstadt so unsere Problemchen hatten, dokumentiert einer der meistgelesenen (und definitiv der meistkommentierte) Artikel auf family4travel. Mehr Fotos aus Belgrad gibt es hier.

Berlin

Wir haben den undogmatischen Anspruch, der deutschen Hauptstadt einmal im Jahr einen Besuch abzustatten. Für mich macht das zwei Mal im Jahr, denn im März bin ich sowieso immer drei Tage lang zur ITB dort, dem Reiseblogger-Pflichttermin. So habe ich bereits einiges über Berlin gebloggt. Eigentlich wollten wir dieses Jahr im Herbst wieder hin, aber da wird leider nichts draus. Nächstes Jahr!

Bern

Die Schweiz hadert mit dem Hauptstadt-Status, aber Bern kommt der Sache definitiv am nächsten. Wir haben die Stadt Ostern 2017 zu dritt als Backpacker unter die Lupe genommen: „Bern mit Kind: Einstein und Altstadt„.

Bern mit Kind, Bundesterrassen, Audioguide
Silas mit Kopfhöhrerstöpseln der Audioguide-Fährung auf der Bundesterrasse.

Bratislava

Die Hauptstadt der Slowakei haben wir 2016 in den Sommerferien abgefrühstückt. Jener Urlaub war toll, und die Slowakei ist als Reiseland nicht zu verachten. Aber weil Bratislava dann eigentlich doch eher wenig her macht (und ehrlich gesagt vor allem deshalb, weil mich die Tourismusförderer auf der ITB so herablassend behandelt haben, als ich sehr freundlich und bescheiden nach Unterstützungsmöglichkeiten für Reiseblogger gefragt habe), habe ich nie darüber gebloggt. Aber einen zusammenfassenden Bericht gibt es doch: „Familienurlaub in der Slowakei: 2 Wochen im Schnelldurchlauf„.

Brüssel

Die belgische Hauptstadt ist mir als dreckiger Pfuhl allen Übels in Erinnerung geblieben. Das liegt sicher daran, dass das billige Hostel, das Martin und ich 2002 auf der Fahrt nach Großbritannien gebucht haben, in einem prekären Stadtteil lag. Brüssel hätte bestimmt eine zweite Chance verdient.

Budapest

Ungarns Hauptstadt haben wir uns auf zwei Tagesausflügen von unseren Couchsurfern aus angesehen. Eine tolle Stadt! Für einen anständigen Blogbeitrag hat es nie gereicht, aber hier sind ein paar Fotos.

Parlament Budapest an der Donau.
Das riesige Parlament von Budapest liegt direkt an der Donau.

Bukarest

Die Stadt, an die ich nicht ohne ein selbstironisches Lächeln denken kann. Die Story, wie die Jungs und ich in der rumänischen Hauptstadt am Nahverkehr gescheitert sind, ist legendär.

Chisinau

Die Hauptstadt Moldawiens hat man oft nicht auf dem Schirm. Noch ganz am Anfang unserer Reise haben wir überlegt, ob wir von Rumänien aus den Umweg machen, haben uns dann aber ohne langes Nachdenken dagegen entschieden. Heute ärgere ich mich darüber ein bisschen (wobei ich auch nicht sagen könnte, worauf ich stattdessen in unserer kurzen Sabbatical-Zeit hätte verzichten mögen, denn unsere zwei Wochen in Transsilvanien waren auch von oben bis unten ausgefüllt).

Dublin

2009 bin ich mit meiner Schwester eine Woche lang durch Irland gereist. In Dublin haben wir unsere erste und bisher schlimmste Couchsurfing-Erfahrung in einem Messie-Haus gemacht. Inzwischen sind die Jungs und ich noch mal „ordentlich“ da gewesen (in Dublin, versteht sich, nicht im Messie-Haushalt). Ihr könnt auf Twitter und Instagram unter dem Hashtag #f4tIRL nachschauen, bis zu einem ordentlichen Blogpost wird es wohl noch lange dauern.

Edinburgh

Ja, okay, es ist eine separatistische Aussage, die schottische Hauptstadt hier einzeln mit aufzunehmen. Aber hey, sie treten ja auch im Fußball mit eigener Mannschaft an. Dafür lasse ich Cardiff weg. Und Barcelona. Obwohl wir in beiden Städten auch schon waren. In Edinburgh waren wir 2013, und ich habe darüber gebloggt.

Schottland mit Kindern, Edinburgh
Wenn die Sonne scheint, ist Edinburgh mit und ohne Kinder eine hammertolle Stadt!

Helsinki

2012 haben wir das Baltikum erkundet, und der bequemste Weg von Estland nach Hause führt über Finnland. So haben wir uns zwei Tage lang Helsinki angesehen, bevor wir mit der Fähre zurück nach Deutschland gefahren sind. War schön! Und möglicherweise ist es im Sommer 2019 wieder soweit.

Kiew

Wir hatten mal nette Couchsurfer aus Kiew. Aber in der Ukraine sind wir noch nie gewesen, und ehrlich gesagt zieht mich auch wenig dahin, Krieg hin oder her.

Kopenhagen

Martin und ich haben uns die dänische Hauptstadt 2003 ausführlich angesehen, geführt von meiner Brieffreundin Louise, die zwei Jahre später extra zu unserer Hochzeit anreiste und heute immer noch mit drei Kindern in einer Vorstadt wohnt. Mit den Jungs sind wir noch nie da gewesen – wird eigentlich mal Zeit…

Lissabon

Eine der schönsten Hauptstadt-Stationen auf unserer großen Reise. Ins Blog hat es nur ein (überraschend erfolgreicher) Mecker-Post geschafft: „Lissabon: 5 kleine Warnungen für den Städtetrip mit Kindern“.

Ascensor da Gloria, Lissabon, Portugal
Die alten Straßenbahnen und die Steilaufzüge sind beliebte Touristenattraktionen in Lissabon – aber so ganz lupenrein hübsch sind auch nicht alle, und überfüllt sind sie sowieso (hier der Ascensor da Gloria).

Ljubljana

Die Hauptstadt Sloweniens war eine positive Überraschung auf unserer Europa-Reise. Ljubljana ist nicht groß, besitzt aber Flair!

London

Dafür, dass wir schon so oft in Großbritannien waren und als Reiseland so lieben, waren wir erstaunlich selten in der Hauptstadt. 2002 haben Martin und ich das nötigste Touristen-Pensum absolviert, und 2013 haben wir das mit unseren Kindern wiederholt. Meistens schrammen wir dran vorbei. Auch dieses Jahr haben wir einen großzügigen Bogen um das Stadtzentrum geschlagen (aber mit viel Begeisterung die Harry Potter Studios besichtigt). Es tut mir wahnsinnig leid, aber der weltgrößte London-Fan bin ich nicht (dazu hat das Land einfach zu viele schöne Kleinstädte zu bieten, die mich in der begrenzten Zeit viel mehr reizen).

Luxemburg

In Luxemburg waren wir 2006 mal, als ich mit Silas schwanger war. Es war ein toller kleiner Städtetrip mit Kleinkind, das Hotel ein ebay-Schnäppchen (das wir eigentlich verschenken wollten, dann aber an zwei Enden den Zuschlag bekommen haben – wie das damals in der ebay-Ära mitunter passierte). Auf dem Rückweg von unserer großen Reise sind wir noch mal nur durchgefahren. Silas ist heute noch sauer, dass er beim Tanken nicht aussteigen durfte und folglich einen Haken weniger machen kann als der Rest der Familie.

Madrid

Die spanische Hauptstadt hat uns ein bisschen enttäuscht, aber nachdem uns Toledo so geflasht hatte, konnte das eher nüchterne Madrid auch kaum gewinnen. Wir haben es uns auch nur einen Tag lang angesehen und nie darüber gebloggt.

Die Jungs vor dem spanischen Königspalast in Madrid.
Die Jungs vor dem spanischen Königspalast in Madrid.

Minsk

Weißrussland gehört zu den weißen Flecken auf meiner Europa-Karte, und das wird wohl auch auf absehbare Zeit so bleiben.

Monaco

Den kleinen Stadtstaat möchte ich schon irgendwann noch sehen – aber ehrlich gesagt auch nur, um sagen zu können, dass ich dort gewesen bin. Besonders viel Gutes habe ich von der Steueroase der Reichen und Schönen noch nicht gehört, weshalb es wohl noch dauern wird, bis ich diesen Haken setzen kann.

Moskau

Ich würd mir das Spektakel ja schon gerne mal angucken. Aber Russland ist so weit weg… Vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr immerhin nach St. Petersburg.

Nicosia

Ich habe den vagen (und wahrscheinlich sehr unrealistischen) Traum, irgendwann mal eine Kreuzfahrt zu machen, die mich sowohl nach Zypern als auch nach Malta bringt, ohne dass ich fliegen muss.

Oslo

Witzigerweise würde ich Oslo sofort zu meinen Lieblings-Hauptstädten zählen, obwohl ich erst ein Mal dort war. Beinahe wären wir für länger hingezogen. Ich hatte schon Norwegisch gelernt und Wohnungs- und Stellenanzeigen gewälzt. Dann kam mit Martins fast schon festgeklopften Arbeitsvertrag doch etwas dazwischen. Also bin ich Reiseblogger geworden, und nicht Expat-Norwegen-Blogger. Oslo mag ich trotzdem noch, und es ist eigentlich ein bisschen merkwürdig, dass wir seitdem nie wieder dort waren.

Oslo umarmt das Meer. Ich glaube, ich hätte da glücklich werden können.

Paris

Ernsthaft: Ich. War. Noch. Niemals. In. Paris. Hat sich nie ergeben. Wird schon noch was, irgendwann mal. Silas hat neulich schon angemerkt, dass wir die französische Hauptstadt doch bitte mal auf die Liste setzen sollen.

Podgorica

Europas vielleicht langweiligste Hauptstadt. Sie gehört zu Montenegro, falls sie euch genauso wenig sagt wie mir vor unserem Grenzübertritt. Die größte Sehenswürdigkeit ist eine Autobrücke.

Prag

Die tschechische Hauptstadt ist irgendwie eine, in der man immer mal wieder vorbeikommt. Tatsächlich ist es unter unseren Nachbarländern die Hauptstadt, die der deutschen Grenze am nächsten liegt. 2001 war ich zum ersten Mal dort, im ersten gemeinsamen Urlaub mit Martin (und meinen Eltern und meiner Schwester – und viel Bier). War witzig. Zuletzt waren wir 2016 in Prag, mit den Jungs, und haben eine sehr coole kulinarische Stadtführung mitgemacht.

Pristina

Wikipedia führt die Hauptstadt des Kosovo nicht auf, aber nach derzeitigem europäischen Recht ist der Kosovo ein ordnungsgemäßes Land und Pristina somit eine ordnungsgemäße Hauptstadt. Und wir waren da, alle vier. Es war recht abenteuerlich, aber definitiv eine gute Entscheidung, uns die Sache mal anzusehen! Hier im Blog habe ich einen Bericht über den Kosovo als Reiseziel, und hier sind noch mehr Fotos aus Pristina.

Pristina ist eine merkwürdige Stadt zwischen Armut und Dekadenz.

Reykjavík

Als Kreuzfahrt-Touristen haben wir für ganz Island drei Tage Zeit gehabt. An einem davon haben wir in Reykjavík angelegt. Da wir die Chance genutzt haben, uns einen Mietwagen zu nehmen und die Golden-Circle-Tour zu machen, mit Geysiren und Kontinentalspalten und erkalteter Lava und allem Drum und Dran, haben wir von der Hauptstadt nur wenig im Vorbeifahren gesehen. Ich hoffe doch, dass ich das eines fernen Tages noch mal nachholen kann.

Riga

Die Hauptstadt Lettlands und die Hauptstadt des Jugendstils. 2012 waren wir dort als Couchsurfer unterwegs. Ich habe Riga als teure, aber wunderschöne Stadt in Erinnerung.

Rom

Fünf Tage haben wir auf unserer großen Reise in der italienischen Hauptstadt verbracht. Abgesehen davon, dass uns am helllichten Tage die Autoscheibe eingeschlagen wurde, war es eigentlich ziemlich gut. Mit das beste war eine Food-Tour, die Janis und ich machen durften.

Kind im Kolosseum.

San Marino

Eines Tages, vielleicht…

Sarajevo

Die Hauptstadt Bosnien-Herzigowinas ist eine unserer Lieblings-Städte in Europa. Die ganz besondere Atmosphäre der Altstadt zwischen Orient und Moderne hat uns verzaubert, und die immer noch sichtbaren Kriegsschäden und der pragmatische Umgang der Einwohner haben uns schwer beeindruckt. Einen eigenständigen Artikel gibt es bisher nicht, aber hier sind Fotos, und ein bisschen was gibt es in diesem allgemeinen Artikel über Familienreisen auf dem Balkan (und ganz Ausführliches natürlich in meinem Buch, für das ich über die Foto-Posts hier schon die ganze Zeit Schleichwerbung mache).

Skopje

Mazedoniens Hauptstadt (oder die von FYROM, wenn wir den Griechen einen Gefallen tun wollen) hat uns recht positiv überrascht. Schon klar, Stadt und Staat sind sichtbar von Korruption geprägt. Aber als Tourist hat man auf jeden Fall was zu gucken, und nette Menschen haben wir auch getroffen. Die ganze Geschichte steht hier im Blog: „Skopje: Reiseziel für Familien?

Sofia

Ich weiß noch, dass ich 1997 im Flugzeug Richtung Türkei saß und der Pilot die Ansage machte, unter uns liege nun Sofia. Ich war 15 Jahre alt und wusste nichts über Bulgarien. Aber die Lichter blinkten verheißungsvoll, und aus meinem tiefsten pubertären Inneren stieg die Gewissheit in mir auf: Eines Tages werde ich in Sofia sein. Dann habe ich diese Episode völlig vergessen, und auch als ich 2015 schließlich in Sofia war, war es eine schöne, aber ganz normale Station unserer Reise für mich. Es hat nicht mal für einen eigenen Blogpost gereicht, aber hier sind ein paar Fotos (und im Buch gibt es ein Kapitel darüber).

In Sofia gibt es regelmäßig free walking tours auf Englisch – empfehlenswert

Stockholm

Mit wenig Budget und schon damals wenig Lust auf Großstädte haben Martin und ich 2003 auf unserer Schweden-Tour einen Bogen um Stockholm gemacht. „Da kommen wir immer noch mal hin“, denken wir uns bis heute.

Tallinn

Da wir die estnische Hauptstadt 2012 gleichzeitig mit mehreren Kreuzfahrtschiffen und deren Ladung besuchten, war das Erlebnis so mittelmäßig. Die ganze Geschichte habe ich damals noch tagebuchgebloggt.

Tirana

[Gilderoy-Lockhard-Modus an] Wie ich in meinem äußerst beliebten Blogbeitrag „Mal was anderes: Familienurlaub in Albanien?!“ bereits ausführlich darlegte [Gilderoy-Lockhard-Modus aus], ist Albanien ein superspannendes Reiseland, aber Tirana ist eher was für Hartgesottene. Und es gibt nichts, was die Anstrengungen so wirklich rechtfertigt.

Vaduz

Tatsächlich haben wir dort 2008 auf dem Rückweg aus dem (mittelprächtigen) Toskana-Urlaub zwei Tage Station gemacht. Liechtensteins Hauptstadt hat eine sehr schöne Jugendherberge, und ein sehr schönes Museum. Und damals bekam jeder Besucher, der in der Tourist Information vorstellig wurde, ein spezielles WM-Bierglas mit Flaschenöffner. Letzterer ist heute noch bei uns in Gebrauch.

Liechtenstein, Vaduz, Museum
Hier hab ich tatsächlich noch ein Foto aus Vaduz ausgegraben, vom Museum (glaube ich).

Valetta

Ich hätte wirklich, wirklich gerne nach Malta übergesetzt, als wir auf unserer großen Reise in Süditalien waren. Aber es war unvernünftig teuer, und wir hatten sowieso nicht die Zeit, weil wir uns in Rom mit meinem besten Freund treffen wollten. Ich bedauere das zutiefst.

Vatikanstadt

Als Hauptstadt ja eher eine Lachnummer, aber wir waren da. Die Vatikanischen Museen machen schon was her!

Petersplatz Rom, Vatikanstadt
Gigantische Dimensionen und Menschen, Menschen, Menschen: Der Petersplatz in Rom, bzw. Vatikanstadt.

Vilnius

Wir waren zwar mal kurz in Litauen, aber nur in Kaunas. Damals haben wir uns vorgenommen, auf jeden Fall noch mal wiederzukommen in das hübsche kleine Land, und uns dann natürlich auch die Hauptstadt anzugucken. Seitdem steht es auf der Liste…

Warschau

Die polnische Hauptstadt steht auch auf der Liste, trotz der wachsenden politischen Unsympathie unseres Nachbarlandes. Immerhin gucken wir uns alles immer gerne selber an, bevor wir ein Urteil fällen. Auf der ITB sah es sogar erst so aus, als würde das vielleicht in den Herbstferien was werden, weil die Marketingfrau mich zu einem Termin zur Kooperationsbesprechung eingeladen hatte. Dann fiel ihr aber auf, dass ich ja viel zu wenig Instagram-Follower habe (die man, nebenbei bemerkt, auch bequem für wenig Geld kaufen kann, wenn man auf sowas Wert legt), und damit war das Gespräch beendet. Da etliche andere potenzielle Kooperationspartner mehr Wert auf Authentizität, Textqualität und Leserbindung legen und vernünftigerweise weniger dogmatisch an Zahlen kleben (und wir damit genug andere spannende Angebote für die Herbstferien hatten – das Rennen hat schließlich Sachsen gemacht, was auch auf ganzer Linie unheimlich spannend werden wird), wird das also vorerst wohl nichts mit uns und Warschau.

Wien

Ich liebe Wien! Obwohl ich auch dort erst ein einziges Mal war, hat mir Österreichs Hauptstadt fantastisch gefallen. Einen sehr ausführlichen Blogpost gibt es hier: „Wien mit Kindern: So war’s, ungeschminkt und herrlich“.

Zagreb

Die kroatische Hauptstadt geht zwischen den wunderbaren Urlauberorten der Adria völlig unter. Und na ja, so wirklich, wirklich lohnt sich ein Umweg nach Zagreb im Kroatien-Urlaub auch nicht, finde ich. Aber wenn man von der Küste aus eh auf dem Weg nach Osten ist, kann man sich das hübsche Städtchen durchaus mal anschauen. Wir haben es gemacht.

Zagreb ist eine sympathische kleine Stadt.

So. War das arg abstoßend angeberisch? Oder habt ihr eh viel mehr Hauptstädte auf dem Kerbholz? Habt ihr Einsprüche bezüglich meiner Einschätzungen bei bestimmten Städten? Sagt ruhig was! :)

4 Gedanken zu „Von Amsterdam bis Zagreb: Europäische Hauptstädte (und wo family4travel schon war)“

  1. Also jetzt muss ich auch nachzählen… Tallinn, Riga, Vilnius (der Letzte nur an einem heissen Sommernachmittag in 1985, seitdem nie wieder). Zählt Warschau, weil wir uns dort mehrmals verfahren haben? Prag. Wien. Berlin. Amsterdam. Paris. London. Dublin. Bern. Brüssel ist gar nicht so schlecht, aber nach Helsinki möchte ich wirklich nicht mehr, es sei denn, wir gehen irgendwas einkaufen, was wir auf dieser Seite der Bucht nicht kriegen. In Luxemburg in einer Sommernacht verzweifelt nach einer Toilette gesucht, statt dessen viele einfach so rumstehende knapp bekleidete Damen gefunden (man muss wohl recht vorsichtig sein, wo man abbiegt). Ach ja, und von Kopenhagen kenne ich nur den Flughafen und das Hotelzimmer, aber das passierte während eines Schneesturms im Februar 1998, ich vermute, dass sehr viel Schnee doch nicht charakteristisch ist für Dänemark. Die einzige fehlende Hauptstadt, worauf ich so richtig Lust hätte, wäre vielleicht Lissabon, aber es muss auch nicht unbedingt sein, die Stadtmitten sind nach meiner Erfahrung immer alle gleich – zu voll und zu teuer, da mag ich schon lieber die Kleinstädte.

    1. Lissabon ist total schön! Allerdings höre ich immer öfter, dass es in den letzten paar Jahren touristisch total überfüllt ist. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich auf jeden Fall auch die Kleinstädte wählen. Helsinki fand ich prima (nur sauteuer). Aber von Estland aus ist es vielleicht eine andere emotionale Geschichte?

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