Surrey: Mama-Auszeit am Morgen

Die Sonne steigt gerade über die Hügel. Die Vögel zwitschern, und auf dem Gras glitzert der Tau. Die Bank unter meinem Hintern ist feucht, aber hier vorm Hostel zu sitzen und die herrliche Morgenstimmung in mich aufzunehmen, ist es allemal wert.

Heute verlassen wir diesen magischen Ort schon wieder. Schade, ich könnte hier Wochen verbringen. Obwohl, nee, ich kenne mich: Spätestens nach einer Woche am selben Ort wird mir langweilig. Wahrscheinlich ist es genau richtig, dass wir jetzt fahren. So bleibt mir Tanner’s Hatch als einer dieser Orte in Erinnerung, der so schön ist, dass ich gerne wiederkommen möchte.

Sobald Martin geduscht und die Betten abgezogen hat (um was ich mich wegen meiner Hausstauballergie möglichst drücke), packen wir zusammen, holen das Auto, laden die Kinder ein und weiter geht die Reise nach Norden. Heute Abend werden wir in Sheffield sein, etwas mehr als 300 Kilometer nördlich von hier. Aber keine Eile. Es ist Zeit genug. Ich atme tief durch, genieße die morgendliche Stille und bin, ja, tatsächlich richtig glücklich.

 

Early morning in Surrey.
Early morning in Surrey.

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 14. August 2013 verfasst. Mehr England-Reiseberichte aus jenem Familienurlaub inklusive Karte gibt es in unserem England-Inhaltsverzeichnis. Hier geht es chronologisch weiter:

Picknick in einem verschwundenen Dorf (in Stanford, England)

PS: Ja, ich geb’s zu, beim Foto hab ich gemogelt. Das gehört eigentlich in diesen Eintrag. An jenem Morgen hab ich die Kamera im Haus gelassen, was schade ist, denn da ging die Sonne noch viel hübscher auf…

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