Pella besichtigen, Geburtsstadt Alexander der Große

Pella: Die Kinderstube Alexanders des Großen

Bei family4travel herrschen griechische Wochen… Dass mir der Bericht über unseren faktisch fünftägigen Städtetripp nach Thessaloniki so ausgeufert ist, dass ich besser fünf einzelne Posts daraus gemacht habe, ist vor allem der heutigen Portion zu verdanken. Zum Ausflug in die Ruinenstadt Pella gibt’s nämlich jede Menge aufgefrischtes Geschichtswissen über Alexander den Großen gratis dazu.

Thessaloniki und Umgebung – die Mini-Serie

Tag 1: Thessaloniki: Stadtbummel mit Kindern (und Schokolade)
Tag 2: Ausflug nach Pella: Die Kinderstube Alexanders des Großen
Tag 3: Zeitreise: Das Archäologische Museum von Thessaloniki
Tag 4: Chalkidiki: Sonne, Strand und mehr
Tag 5: Museum für Byzantinische Kultur – „Was is’n das?”

Zur groben Orientierung habe ich euch eben schnell eine Griechenland-Karte gezeichnet. Ich bin fast ein bisschen stolz auf mich. :)
Meine selbstgemalte Griechenlandkarte wird hier noch das eine oder andere Mal zum Einsatz kommen… Heute zeigt sie, wo ungefähr Pella zu finden ist.

Wer ist das überhaupt, Alexander der Große – das haben wir uns schon in Mazedonien gefragt, als der antike Herrscher zum ersten Mal auf unserer Reise in unser Bewusstsein getreten ist. Der Name ruft bei mir vage Erinnerungen aus dem Geschichtsunterricht der 7. Klasse hervor. „333 bei Issos Keilerei“, echot mein Hirn, und dann fällt mir noch der kollektive Ausbruch pubertärer Heiterkeit ein, als unser Geschichtslehrer einige Indizien erwähnte, nach denen der talentierte Feldherr womöglich schwul gewesen sein könnte.

Um meinen Kindern etwas mehr als eine ungefähre zeitliche Einordnung und Vermutungen über die sexuelle Orientierung des „Kriegers auf dem Pferd“ erzählen zu können, helfen mir Wikipedia, Google und youtube auf die Sprünge. Als wir Alexanders Heimatstadt besuchen, wissen wir also alle schon etwas über ihn. Wer mit 14 im Geschichtsunterricht besser aufgepasst hat als ich, darf die folgenden Absätze getrost überspringen. Für alle anderen gibt es hier jetzt das Leben und Sterben Alexanders des Großen im Schnellverfahren, bevor ich von seiner ausgegrabene Heimatstadt samt Museum zu erzähle.

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Das Mosaik im Archäologischen Museum zeigt Alexander und seinen Jugendfreund bei der Löwenjagd.

Nachhilfe: Alexander der Große fast-forward

Alexander war der Sohn von Phillip II., welcher als herausragender Herrscher galt, da er aus dem kleinen, als barbarisch verunglimpften Bergvolk der Makedonen quasi ein salonfähiges Königreich geformt hatte. Der junge Alexander stand von Anfang an im Schatten des übermächtigen Vaters, der ebenso wie seine Mutter Großes von ihm erwartete und keinerlei Zweifel daran ließ. Moderne Helikopter-Eltern können von Phillip noch etwas lernen: Er bestellte seinem Thronfolger den berühmten Philosophen Aristoteles als Privatlehrer – schließlich sollte ja was werden aus dem Jungen, und dass man jetzt kein unkultivierter Hinterwäldler mehr war, konnte man auf diese Weise auch bestens demonstrieren. Später kam es dann zu gewissen Unstimmigkeiten bezüglich möglicher anderer Thronfolger, denn das Prinzip der Ein-Ehe war bei Phillip noch nicht angekommen. Der König fiel in eine Klinge, geführt von einem Leibgardisten mit völlig plausiblem Motiv. Wer auf die Idee kam, einen Zusammenhang zu Alexander und seiner ehrgeizigen (und durch jüngere Frauen ersetzten) Mutter zu ziehen, bezahlte diese Behauptung mit dem Leben. Im zarten Alter von 20 Jahren war Alexander Herrscher über das makedonische Reich.

Die nächsten Jahre verbrachte der junge Mann damit, den von seinem Vater eroberten Balkanvölkern sowie den griechischen Stadtstaaten zu beweisen, dass auch mit ihm nicht zu spaßen ist. Er statuierte ein Exempel, indem er die Stadt Theben dem Erdboden gleich machte (nur die Tempel und das Haus des Dichters Pindar ließ er stehen, denn den mochte er). Wo er einmal in Fahrt war, verwirklichte er die Pläne seines Vater und zog gegen das Weltreich der Perser (die Keilerei bei Issos und so). Nebenbei eroberte er auch noch Ägypten, ließ sich zum Pharao krönen und – zumindest geht so die Legende – vom Orakel von Siwa bestätigen, dass er in Wirklichkeit nicht Phillips Sohn war, sondern nicht weniger als das Ergebnis einer Liebesaffäre seiner Mutter mit Göttervater Zeus.

Der goldverzierte makedonische Helm stammt aus einem Grab.
Der goldverzierte makedonische Helm stammt aus einem Grab und ist im Archäologischen Museum von Pella zu sehen.

Es folgten zahllose weitere Schlachten, grausame (aber für damalige Verhältnisse nicht unübliche) Taten, clevere Manöver, die komplette Eroberung des Perserreichs, das bis ins heutige Afghanistan und Tadschikistan reichte. Schließlich schleifte er seine ergebene Armee bis nach Indien. Die militärischen Details erspare ich euch an dieser Stelle und erwähne lieber ein paar Fun Facts von der bunten Seite:

  • Alexander benannte eine Stadt in Pakistan nach seinem vermutlich an Altersschwäche verstorbenen Pferd Bucephalos.
  • Betrunken tötete er seinen langjährigen Freund und Lebensretter, weil der ihn kritisiert und seinen Vater gelobt hatte. Später bezeichnete er das als größten Fehler seines Lebens.
  • Mit der Witwe eines persischen Feldherrn soll Alexander einen unehelichen Sohn gezeugt haben, der – nach seiner vermeintlichen Verwandtschaft mit dem mythischen Vorbild – Herakles hieß. Geheiratet hat er aber eine Frau namens Roxane, eine Prinzessin aus dem Gebiet des heutigen Afghanistan. Sie gebar ihm ebenfalls einen Sohn, der Alexander hieß. Für keinen dieser vier ist die Sache gut ausgegangen.
  • Nach seinem Indien-Feldzug veranstaltete Alexander in Susa eine Massenhochzeit, bei der er 10.000 seiner Soldaten mit Perserinnen verheiratete. Er selbst heiratete zwei weitere Frauen (auch die endeten tragisch).
  • Als sein liebster, bester Freund Hephaistion starb (der, um den sich obige Gerüchte ranken), ordnete er Staatstrauer an und verlangte, dass dieser fortan als Halbgott zu verehren sei. Das Dreivierteljahr, das Alexander ihn überlebte, soll er aus seiner Trauer nie wieder recht aufgetaucht sein.
  • Alexanders Verhalten in der Spätphase nach der Eroberung des Perserreichs kann man entweder als in den abgehobeneren Kulten der eroberten Feinde aufgehenden Größenwahn sehen, oder aber als Versuch einer Integrationspolitik – der allerdings gründlich misslang.
  • Um seine Todesursache ranken sich natürlich viele Legenden. Einig sind sich die Historiker, dass er nach einem heftigen Gelage – genau wie Hephaistion – an Fieber erkrankte. Ob es an der Lungenverletzung lag, die er aus Indien mitgebracht hatte, ob er sich da noch was anderes eingefangen hat, ob er vergiftet, falsch behandelt wurde oder einfach zu regelmäßig zu viel getrunken hat, bleibt unbeantwortet. Sex, drugs, rock’n’roll – Fakt ist, dass er kurz vor seinem 33. Geburtstag starb.
  • Nach seinem Tod zerfiel das Riesenreich, das nie so recht zusammengebackt hatte, sofort.

Auf nach Pella!

Es ist nicht so, dass wir die weltgrößten Alexander-Fans wären. Nachdem wir uns eingehend mit der Biografie des jugendlichen Herrschers und seiner eigentümlichen Persönlichkeit auseinandergesetzt haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass da in seiner Kindheit einiges schief gelaufen sein muss und/oder dass es vielleicht generell nicht so bekömmlich ist, in jungen Jahren schon Großmächte in die Knie zu zwingen und als göttlich verehrt zu werden. Aber er fasziniert uns doch, der Mann, dessen Ruhm bis heute ungebrochen ist. Also ist es keine Frage, dass wir von Thessaloniki aus einen Ausflug in seine Heimatstadt einlegen und ins 40 Kilometer nordwestlich gelegene Pella fahren.

Die Straße ist gut ausgebaut, ohne eine Autobahn (und damit mautpflichtig) zu sein (und Junge, Junge, schrumpft da ansonsten die Portokasse zusammen bei kostenpflichtigen griechischen Autobahnen!). Bei der Anfahrt fallen uns die vielen „Mini-Kirchen“ im Briefkastenformat an den Straßenrändern auf. Wie wir später erfahren, wird traditionell für jeden Verkehrstoten ein solcher Schrein errichtet. Auf der eher kurzen Strecke zählen wir über 50.

Eine ganze Handvoll orthodoxer Schreine steht auch ganz in der Nähe des Ausgrabungsgeländes am Straßenrand
Eine ganze Handvoll orthodoxer Schreine steht auch ganz in der Nähe des Ausgrabungsgeländes am Straßenrand

Alte Steine in modernem Stahlbeton

Das Archäologische Museum von Pella befindet sich in einem sehr modernen Stahlbetonbau unweit des Ausgrabungsgeländes am Rand des heutigen Städtchens. Das massive Tor ist zwar offen, wirkt aber allein durch seine Existenz so abweisend, dass wir uns kurz fragen, ob wir hier überhaupt richtig sind. Der Parkplatz ist an einem Sonntag Anfang Februar fast völlig leer. Aber doch, als wir erst drinnen sind, fühlen wir uns wieder ganz in unserem Element. Eine große Karte zeigt das immense Gebiet, das Alexander der Große in seinem zehn Jahre dauernden Feldzug erobert hat: Vom kleinen nordgriechischen Pella aus bis nach Ägypten und Indien. Ein solider Mix aus informativen Texten (griechisch und englisch), antiken Ausstellungsstücken und multimedialer Aufbereitung führt uns in die Blütezeit der makedonischen Kultur ein.

"Funktionaler Bau" sagt man wohl, wenn man über die Außenansicht des Archäologischen Museums von Pella etwas Nettes sagen möchte.
„Funktionaler Bau“ sagt man wohl, wenn man über die Außenansicht des Archäologischen Museums von Pella etwas Nettes sagen möchte.

Da wir über Alexanders Leben schon viel wissen, faszinieren uns vor allem die Darstellungen des Stadtgebiets und seiner Umgebung im Wandel der Zeit. Vor 2300 Jahren, als der berühmte Feldherr auszog, war Pella noch eine Hafenstadt. Heute ist die Bucht komplett verlandet, und es sind mehr als 20 Kilometer bis zum Meer.

Alltägliches und Spektakuläres

Im großen Saal des Museums treffen wir auf viele teils spektakuläre Funde, die die Archäologen in der antiken Hauptstadt ausgebuddelt haben. Highlights sind die Mosaike, die in verschiedenen Bürgerhäusern gefunden wurden. Eines stellt vermutlich den jugendlichen Alexander und seinen Freund Krateros bei der Löwenjagd dar. Vieles entstammt aber auch dem täglichen Leben – eine Töpferwerkstatt ist rekonstruiert, und zahlreiche Gebrauchsgegenstände lagern in den Vitrinen. Pella, das wird uns schnell klar, war eben keine dekadente Hochglanzstadt. Kein Wunder, dass die Makedonen in Alexanders Gefolge die kitschige Pracht und das elaborierte höfische Protokoll der Perser irritierte.

Auch dieses prächtige Fußbodenmosaik haben die Archäologen aus den Trümmern des antiken Pella geborgen.
Auch dieses prächtige Fußbodenmosaik haben die Archäologen aus den Trümmern des antiken Pella geborgen.

Imposant war hingegen die Agora, der weitläufige Marktplatz in Quadratform. Ein Modell gibt einen Eindruck. Witzigerweise erinnert es uns eklatant an den Seidenbasar im türkischen Bursa, nur dass die makedonsiche Agora mindestens zehnmal so groß ist.

Antike zum Anfassen

Wenig später sehen wir uns die Stadt „in echt“ an. Die Ausgrabungsstätte beginnt praktisch gleich hinter dem Museum. Allerdings befindet sich der Zugang zum Gelände einen geschätzten Kilometer die Straße runter. Es macht den Anschein, als würde sich hier in absehbarer Zeit noch viel tun. Etliche Grundmauern werden gerade rekonstruiert, um Besuchern eine ungefähre Vorstellung vom Erscheinungsbild des antiken Pella vermitteln zu können. Gerade die Agora gibt bereits einen imposanten Eindruck von der damaligen Stadt. Und der Ort ist immer noch randvoll mit Hinterlassenschaften der alten Makedonen. Nur wenige Zentimeter abseits der frisch angelegten Besucherwege liegen Fragmente der frühzeitlichen Kultur fürs bloße Auge sichtbar im Staub. Ehrfürchtig bücke ich mich und hebe eine Tonscherbe auf. Gemeinsam mit den Jungs überlegen wir, wozu sie einst gehört haben könnte. Zu einer Tasse vielleicht, oder einem Teller? Zu Hause würden wir so einen Fund sofort ins Museum bringen. Hier gibt es wohl einfach so viel davon, dass er unbeachtet liegen blieb. Behutsam bette ich die Scherbe wieder in den Graben, in dem sie lag. Es juckt mich in den Fingern, sie als Andenken mitzunehmen und feierlich im Wohnzimmerregal auszustellen. Schweren Herzens lasse ich es bleiben.

Unscheinbare, aber jahrtausendealte Scherben entdecken wir hier buchstäblich auf Schritt und Tritt.
Unscheinbare, aber jahrtausendealte Scherben entdecken wir hier buchstäblich auf Schritt und Tritt.

Nur wenige Meter weiter entfährt Silas ein: „Whoa!“ Auf der hüfthoch rekonstruierten Grundmauer einer Handwerker-Werkstatt hat er ein weiteres Bruchstück entdeckt. Offenbar hat es schon jemand vor uns gefunden und mehr oder weniger achtlos hier liegenlassen. Dieses Artefakt ist deutlich größer, und man kann gut erkennen, dass es sich um den Henkel eines Bechers oder einer Amphore handelt. Genau solche Bruchstücke haben wir noch vor einer Stunde im Museum hinter Glas gesehen!

Auf dem Ausgrabungsgelände kommen die Kinder der Antike noch mal ein ganzes Stück näher als im Museum - oder an jedem anderen Ort, den wir kennen.
Auf dem Ausgrabungsgelände kommen die Kinder der Antike noch mal ein ganzes Stück näher als im Museum – oder an jedem anderen Ort, den wir kennen.

Vorsichtig wiegt Silas seinen Fund in der Hand. Ehrfürchtig reichen wir das Stück Geschichte von einem zum anderen. „Können wir das nicht mitnehmen?“ flüstert der Achtjährige. „Ich könnte das doch einfach in meinen Rucksack stecken, und keiner würde das mitkriegen.“ Tatsächlich sind wir die einzigen Menschen auf dem weitläufigen Grabungsgelände. Ich sehe meine eigenen Gedanken von vor wenigen Minuten gespiegelt, und so deutlich ausgesprochen verlangen sie eine ebenso deutliche Antwort. Widerrechtlich Kulturgüter zu entwenden, ist kein Kavalliersdelikt, mache ich den Jungs klar. In der Türkei wandert man dafür schnell ins Gefängnis. Ich weiß nicht genau, wie das in Griechenland aussieht, aber riskieren wollen wir da nichts. Außerdem gehören antike Schätze nicht in Wohnzimmerregale ahnungsloser Ausländer, mahne ich, sondern ins Museum, Punkt. „Aber die haben da doch schon so viele von!“ mault Janis. Ich sehe ihn scharf an, und mit einem Seufzen legt er den jahrtausendealten Henkel zurück auf die Mauer. Es widerstrebt mir,  ihn hier Wind und Wetter ausgesetzt zurückzulassen. Aber das Museum hat inzwischen geschlossen, und verbuddeln wie ein Hund seinen Knochen, das käme mir auch albern vor. Also lassen wir ihn genau da liegen, wo wir ihn gefunden haben.

Die Jungs schmollen ein bisschen, als wir Pella ohne einen Schatz verlassen. Aber sie tun es doch in dem erhebenden Gefühl, an diesem Tag mit der Antike wahrhaft auf Tuchfühlung gegangen und dem großen Alexander näher gekommen zu sein als erhofft.

Praktische Hinweise

Pella befindet sich etwa 40 Kilometer nordwestlich von Thessaloniki und ist über frisch sanierte Straßen weiträumig ausgeschildert (durch die Brust ins Auge – ein Schelm, wer an EU-Fördergelder dabei denkt). Öffnungszeiten: Das Archäologische Museum ist dienstags bis sonntags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder unter 18 Jahren sind frei. Auf dem Ausgrabungsgelände gibt es ein Kassenhäuschen, das aber bei unserem Besuch nicht besetzt war – keine Ahnung, ob das normalerweise noch mal extra kostet. Parkplätze gibt’s an beiden Orten massig und umsonst.

4 Gedanken zu „Pella: Die Kinderstube Alexanders des Großen“

  1. Hätten meine Geschichtslehrer mir damals geschichte so vermittelt wie du, dann hätte ich wohl besser aufgepasst udn mehr behalten. Wie unterhaltsam und merk-würdig Geschichte sein kann, habe ich zum ersten mal erfahren, ald ich eine Führung durch die Antiken-Sammlung in Erlangen mitgemacht habe, in der unsere Führungskraft die Beziehungsverflechtungen zwischen den in Statuenform anwesenden Götter und Herrschern so launig und greifbar wiedergab, als würde man ein Boulevardmagazin lesen. Sex, Drugs and Rock´n Roll trifft es ziemlich gut.
    Du würdest dich auch gut als Geschichtslehrerin machen. :-)

    Herzlich, Katja

    1. Danke, Katja! Würde ich auch gern unterrichten. ;) Bisher hat es nur zu Werte nur Normen gereicht (was bei euch Ethik heißt). Und zu historischen Belehrungen im Blog. :)

  2. Das ist ein guter Tipp für unseren Weg nach Istanbul. Nächstes Jahr oder so…

    Zur Geschichtsvermittlung: ich hatte nie das Gefühl, dass Zusammenhänge vermittelt wurden oder erkennbar waren. Ich habe kein Konzept, wie man das gestalten müsste, aber ohne Anschauung, sprich individuell Reisen, geht es wohl nicht. Und viel Zeit und gute Bücher. Das mit der Zeit ist wahrscheinlich das größte Problem, zu schnell werden Kinder zu gebrauchsfähigen Arbeitnehmern heraus gebacken…

    1. Reisen und Selbersehen ist wirklich eine unbezahlbare Ergänzung zum Geschichtsunterricht. Wobei ich mich auch an Klassenausflüge zu spannenden Zielen erinnere, von denen ich noch sehr genau weiß, wer sich im Bus übergeben hat, aber kaum etwas über das Ziel… Ich glaube, eine gute Geschichtsvermittlung kann gelingen, indem man die Geschichten hinter der Geschichte erzählt, bei den Schülern Emotionen weckt und Bezugspunkte zu ihrer eigenen Erfahrungswelt herstellt. Nicht einfach…

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