Endlich habe ich Janis mal wieder überreden können, mir einen Blogbericht zu schreiben! Aber schließlich ist der 14-Jährige auch ohne uns verreist und hatte dabei eine Menge Spaß. Hier schreibt er von seinem Ski-Kurs, den seine ganze 9. Klasse mitgemacht hat.

Ich bin vom 11. Januar bis zum 19. Januar 2019 mit der ganzen Klasse zum Skifahren mit dem Bus in die Schweiz gefahren.

Lange Busfahrt in die Schweiz

Die Fahrt von Minden bis Tavetsch sollte eigentlich ca. zwölf Stunden dauern, aber wir haben dann ungefähr 13 Stunden gebraucht, um dort anzukommen. Um acht Uhr abends wollten wir los, aber schon am Start hat sich unsere Abfahrt um eine halbe Stunde hinausgezögert, da der Doppeldeckerbus (mit Anhänger) erst mal irgendwie vom Parkplatz runterkommen musste (er musste sehr viel vor und zurück fahren).

Auf dem Weg dahin habe ich nur ungefähr drei Stunden geschlafen, da meine Klassenkameraden Schlager und Aprés Ski angemacht haben.

Um neun Uhr morgens sind wir dann am Alpina (ein für Gruppen ausgelegtes Hotel) angekommen. Dort haben wir dann unsere Taschen auf die Zimmer gebracht, uns ein wenig eingelebt und Mittag gegessen (das einzige Mal auf der Skifreizeit, sonst haben wir uns immer eine Brotzeit mit auf die Piste genommen). Dann haben wir die Skischuhe, Stöcke, Helme, Brillen und Skier ausgeliehen. Die Skier kamen in einen Keller.

Was so hängen bleibt…

Am nächsten Morgen war ich der Letzte, der nach unten zu den Skiern ging. Es stand auch nur noch ein Paar Skier mit Stöcken da, aber das waren nicht meine. Ich habe sie trotzdem mitgenommen. Wie es sich herausstellte, waren es die Skier einer Mitschülerin. Sie hatte aus Versehen meine Skier mitgenommen, hatte aber meine Stöcke nirgends gefunden. Also musste ich am ersten Tag ohne Stöcke fahren, was zum Glück nicht so schlimm war, da wir nicht viel mit den Stöcken gemacht haben.

Am Ende habe ich allerdings bemerkt, dass ich den Zimmerschlüssel verloren hatte. Der Reißverschluss meiner Jacke ist bei einem Sturz aufgegangen.

Als wir zurück zum Alpina gelaufen sind (die Skier haben wir in Schließfächern auf der Piste gelassen), habe ich immerhin meine Skistöcke gefunden. Einer aus der anderen Klasse, die mit uns im Alpina gewohnt hat, hat es anscheinend witzig gefunden, meine Skistöcke auf den Parkplatz zu legen, wo sie dann die Schneefräse gefunden hat. Zum Glück bekam ich am nächsten Tag neue und musste nichts bezahlen (den Schlüssel schon; 40€).

Mein erstes Mal auf Skiern

Ich konnte am Anfang noch nicht Skifahren, aber jetzt kann ich es ziemlich sicher. Wir haben erst ohne Stöcke den Pflug geübt, dann mit Stöcken Fahren und schließlich das Parallelfahren. Beim Parallelfahren muss man den Bergski in der Kurve an den Talski heranziehen.

An einem sehr steilen Stück der Piste hat sich mein oberer Ski in einer Rille verfangen, sodass ich mich mehrmals überschlagen habe. Muss spektakulär ausgesehen haben, war aber nicht schlimm.

Fotos gibt es leider keine, da wir Vergissmeinnicht aus Gründen weder Kamera noch Smartphone mitgegeben haben. So hat Janis seinen Sturz nachgezeichnet (in künstlerischer Freiheit nur ganz leicht überdramatisiert).

Skitaufe

Jede Klasse macht an einem Abend eine Skitaufe. Man darf nur ein Mal in seinem Leben „geskitauft“ werden. Dazu muss man (bei uns) ein süß-saures Gummiding vom Boden essen und Tomatensaft mit Kräutern (total eklig) trinken (ebenfalls vom Boden), und zwar ohne die Hände zu benutzen. Danach mussten wir uns hinknien und wurden mit einem Skistock zum Skifahrer geschlagen.

Dann wurden uns unsere Skifahrer-Namen vorgelesen. Meiner ist Vergissmeinnicht, da ich ständig Sachen vergessen habe.

Mein Fazit zur Ski-Klassenfahrt

Ich bin sehr froh, dass ich diese Skifreizeit mitgemacht habe: Selbst wenn man mit einer Klasse zusammen Skifahren muss, macht es immer noch sehr viel Spaß. Alleine macht es natürlich mehr Spaß, weil man sich da nicht an das Tempo der anderen anpassen muss.

Ich kann allen nur sehr doll empfehlen, Skifahren zu lernen!

Mehr vom bloggenden Kind

Vor allem auf unserer großen Reise hat Janis häufiger selbst hier im Blog berichtet. Inzwischen fallen Zeit und Lust da häufig in dasselbe Fenster, sodass solche Einträge selten geworden sind. Aber auch die älteren der Kategorie Bloggendes Kind sind lesenswert, zum Beispiel:

Transparenz-Hinweis: Janis‘ Bericht ist zu 100 Prozent von ihm selbst in seinen eigenen Worten verfasst. Wir haben ihn dann zusammen redigiert und die Rechtschreibfehler korrigiert.
Natürlich handelt es sich hier um keine Kooperation und um keinen bezahlten Text, sondern um seine ganz normale Klassenfahrt, wie sie jede 9. Klasse der Freien Waldorfschule Minden absolviert.