Urlaub an der Biskaya, Castro Urdiales

Castro Urdiales: Unser Basislager am Golf von Biskaya

Basislager wärend unseres Zwischenstopps im Baskenland war die kleine Küstenstadt Castro Urdiales.

Ob das so klug war, kann ich auch im Nachhinein schwer beurteilen. Bilbao wäre sicherlich cooler gewesen, aber dort war das Preisniveau ein gutes Stück höher (und überhaupt extrem hoch für Spanien, wenn man seit einer Weile die Preise des Inlands gewohnt ist). Das beste, was man über die Stadt sagen kann, ist, dass es mit dem Auto nur eine halbe Stunde Fahrt bis Bilbao ist.

Außerdem mögen wir es ruhig, und immerhin liegt Castro Urdiales direkt am Meer.

baskenland-castro-urdiales-strand

Castro Urdiales am Golf von Biskaya

Die alte Römerstadt gehört gerade noch so zur Region Kantabrien (also nicht zur Autonomie Baskenland, aber die Übergänge sind da fließend). Laut Wikipedia hat die Stadt gut 30.000 Einwohner, die sich allerdings bei unserem Besuch gut versteckt haben müssen (ich schätze, es werden alle Bewohner der Samtgemeinde mitgezählt).

Die gesamte Nordküste Spaniens ist nicht eben überlaufen von Touristen, was wohl daran liegt, dass die Sommer eher kühl und nass sind (für spanische Verhältnisse) und der Golf von Biskaya selten wärmer als die Ostsee. Einen schönen Strand gibt es trotzdem. Der liegt mitten in der Stadt, verfügt über feinen Sand, schöne Kletterfelsen an den Seiten der breiten Bucht und einen Spielplatz. Es gibt auch ein Café an der nicht existenten Strandpromenade, aber das ist leider (wie die allermeisten Etablissements dieser Art in Spanien) nicht besonders gemütlich eingerichtet. Na ja, dreht man seinen Plastikstuhl halt so, dass man aufs Meer blickt. :)

Castro Urdiales, Biskaya, Strand mit Spielplatz
Strand mit Kletterturm. Weiter hinten steht auch noch ein Kletter-Boot für kleinere Kinder.

Ansonsten haben wir die touristische Infrastruktur von Castro Urdiales kaum getestet, weil wir viel unterwegs waren. Vom Strand aus liegt die Altstadt östlich, also rechts. Laut Bericht und Fotos auf Reisen nach Spanien gibt es dort noch ein bisschen mehr Leben.

Unsere Unterkunft in Castro Urdiales

Unsere Wohnung haben wir über AirBnB* gemietet, und es lag in einem Apartmenthaus voller ganz normaler Menschen. Für die Durchreise war es völlig okay. Als schöne Ferienwohnung für den Sommerurlaub mit Familie würde ich es nicht empfehlen. Aber ob sich Castro Urdiales da überhaupt eignet, oder generell das Baskenland, da hab ich auch so meine Zweifel. Ich meine, guckt euch das Wetter auf den Fotos an. Das war Mitte Juni.

Das kann man sich ansehen in Castro Urdiales

Vom Strand aus nach Westen (also links) schlängelt sich ein Pfad am Ufer entlang, das schnell zur Steilküste wird. Hier sieht man ein paar Ruinen aus der Bergbau-Ära, inklusive beeindruckender Brücke, die auf einem Felsen im Nichts endet. Hübsch!

Baskenland, Castro Urdiales, Brücke am Felsen
Sehr schick, oder? Nur das Wetter hätte besser sein müssen, so denkt man ja beinahme, man sei in Schottland… Übrigens: Nein, natürlich ist es NICHT erlaubt, über die bröckelige Brücke ohne Geländer zu laufen. Das waren auch nicht wir.

Auf der anderen Seite gibt es die Festung Santa Ana und die Kirche Santa Maria, die Gerüchten zufolge eine Besichtigung lohnen. Da wir die allermeiste Zeit unseres Aufenthalts mit Trips nach Bilbao und Gernika verbacht haben, sind wir dort allerdings nie angekommen, leider.

Castro Urdiales, Festung Santa Ana und Kirche Santa Maria
Aber von Weitem haben wir die beiden Bauwerke gesehen, ganz vorne auf der Landzunge. Auch hübsch!

Golf von Biskaya: zum Weiterlesen

Dieser Beitrag ist Teil meiner Serie „Baskenland mit Kindern„.

Andere Blogberichte über Castro Urdiales kenne ich leider nicht. Aber meine Kollegin Sabine von GeckoFootsteps war in Santander, was sich bei einem Roadtrip durch Nordspanien als anschließende Station von Bilbao aus auch zu lohnen scheint.

Und die Ausreißerin war in ihrer Elternzeit (unter anderem) in Nordspanien in der Region zwischen Baskenland und Kantabrien unterwegs.

 

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