Schlagwort-Archive: Luxus

Das perfekte Strand-Dinner (in Börgerende, Deutschland)

Candlelight on the beach - is there anything quite as romantic as that? (Not that sharing a picknick with my kids and two friend neccessarily needs to be romantic - but hey, we hat style!) :)
Candlelight on the beach – is there anything quite as romantic as that? (Not that sharing a picknick with my kids and two friend neccessarily needs to be romantic – but hey, we hat style!) :)

Gestern Abend haben wir unser dekadentes Strandpicknick zelebriert. Ein guter Freund von uns, Daniel, ist uns übers Wochenende besuchen gekommen. Wir überraschten ihn mit weißer Tischdecke, Windlichtern und Porzellanservice direkt an den Wellen.

White table cloth, fresh wild flowers and chinaware - our idea of luxury and indulgence.
White table cloth, fresh wild flowers and chinaware – our idea of luxury and indulgence.

Am Nachmittag hatten wir Scones gebacken, Sandwiches geschmiert und einen Weißwein kalt gestellt. Als Daniel klingelte, war all das und außerdem der halbe Hausstand im Kofferraum verstaut. Wir hatten Glück und ergatterten abends um acht den allerstrandnächsten Parkplatz an der Straße. Bepackt wie die Himalaya-Sherpas bestiegen wir den Deich und richteten uns im Sand häuslich ein.

We had cheesecake, scones and sandwiches - and tea, of course.
We had cheesecake, scones and sandwiches – and tea, of course.

Leider war der Himmel bedeckt, so dass der Sonnenuntergang nicht ganz so spektakulär ausfiel, und statt des erforderlichen Streichquartetts hörten wir die Bässe vom „Aalfest“ in der Nähe. Aber von diesen Abstrichen abgesehen war es schlichtweg herrlich!

Wonderful life. :)
Wonderful life. :)

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 27. Juli 2013 verfasst.

A perfect evening at the beach.
A perfect evening at the beach.

Fragen? Anregungen? Kritik? Selber vor Ort was ganz anderes erlebt? Hinterlasst mir gern einen Kommentar – ich antworte euch, sobald ich kann.

Neues von der Weißen Stadt am Meer (in Heiligendamm, Deutschland)

Wir haben die nähere Gegend mit dem Fahrrad erkundet. Hinter der Jemnitz-Schleuse, kurz vor Heiligendamm, beginnt der Sandstrand. Ein kurzes Stück gibt es, das sowohl sandig als auch „ohne Eintritt“ ist (denn die Kurkarte wird schon regelmäßig kontrolliert). Die Schnäppchenjagd erfordert eine kurze Kletterpartie über das Packwerk. Die Jungs planschten zwischen den Buhnen in der Ostsee, und Anna und ich hielten unsere käseweißen Beine in die Sonne.

The atmosphere of Heiligendamm delivers a peculiar mixture of history, beach fun, exclusiveness and decay.
The atmosphere of Heiligendamm delivers a peculiar mixture of history, beach fun, exclusiveness and decay.

Als wir damit fertig waren, schoben wir die Räder die Strandpromenade von Heiligendamm entlang. Die Mischung aus mondäner Klasse und pittoreskem Verfall ist immer wieder faszinierend. Der Versuch, das älteste deutsche Seebad wieder zu einem Urlaubsort der oberen Zehntausend zu machen, muss inzwischen als eher gründlich gescheitert gelten. Stattdessen tummeln sich einheimische Badegäste und Otto-Normaltouristen gleichermaßen auf der Promenade. Der Strand ist toll! Für Familien, die es länger als ein, zwei Stündchen am Wasser aushalten und nichts dagegen haben, wenn sie nur eine Armeslänge vom Liegehandtuch des Nachbarn trennt, ist Heiligendamm absolut empfehlenswert. Die Kurtaxe, die man an einer Art Parkscheinautomat entrichten muss, beträgt aktuell zwei Euro pro Person, Kinder unter sieben sind frei.

Die Eisdiele an der Promenade zog uns wider besseres Wissens magisch an. Die Terrasse liegt rund ums Jahr im Schatten, was im Frühling und Herbst ungünstig, im Sommer an Tagen wie diesem aber ideal ist. Auch das Eis schmeckt ganz gut. Aber der Service ist schlichtweg haarsträubend. Bis sich eine Bedienung zu uns bequemte und uns unsere durchaus genießbaren Eisbecher brachte, vergingen 40 Minuten. Was denen für ein Geschäft entgeht! Das Preisniveau liegt übrigens bei 90 Cent pro Kugel.

The historical spa house with the colonades today is part of the grand-hotel and houses an excellent restaurant. I keep waiting for someone rich to treat me to a dinner there... ;)
The historical spa house with the colonades today is part of the grand-hotel and houses an excellent restaurant. I keep waiting for someone rich to treat me to a dinner there… ;)

Am Nebentisch motzten Berliner lautstark über die Warterei uns ließen sich von ihren eher süddeutsch klingenden Tischnachbarn über die neuesten Entwicklungen des Ortes aufklären. Wie ich schon aus der Zeitung wusste, sucht die Stadt Bad Doberan derzeit händeringend nach einem neuen Investor für das Gebäudeensemble, nachdem der vorige recht gründlich versagt hat. Die 16 Logierhäuser aus dem 19. Jahrhundert, die sich wie Perlen an einer Kette am Strand entlang aufreihen, gelten als Gesamtprojekt und waren niemals einzeln erhältlich. Nach der Wende kaufte ein Investor das Immobilienpaket, sanierte das Grand-Hotel mit dem Kurhaus und noch ein paar Häuser, aber nicht viele. Das Geschäft mit den Reichen lief schwer an und brach dann fast ganz ab. Die blieben lieber auf Sylt, wo ihnen die Insellage mehr Exklusivität im Wortsinn bietet. In Heiligendamm standen nämlich zu viele promigierige Paparazzi-Touristen bereit, und weder Golfplatz noch Reitstall waren fertig. Inzwischen hat die Edel-Hotelkette Kempinski das Grand-Hotel abgestoßen, das nun unter eigener Regie um zahlungskräftige Urlauber ringt. Die restlichen Häuser verfallen weiter. Auf dem Balkon von „Haus Seestern“ wächst schon ein halber Wald. Dabei ist der geschichtsträchtige Ort viel zu schön, um durch schlechtes Entwicklungsmanagement völlig dahinzuscheiden. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

There are 16 villas and guest houses dating from the 19th century which were meant to be renovated 20 years ago to start a new era of glamorous seaside lodging - but somehow it never worked out.
There are 16 villas and guest houses dating from the 19th century which were meant to be renovated 20 years ago to start a new era of glamorous seaside lodging – but somehow it never worked out.

 

Wir vier fuhren über Bad Doberan wieder zurück. Die Supermärkte dort haben auch am Sonntag bis 18 Uhr geöffnet, was wir ausnutzten. Im handtuchgroßen Garten meiner Eltern bauten die Jungs die Wasserbahn auf, und Anna und ich genossen das herrliche Sommerwetter auf der Terrasse.

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 21. Juli 2013 verfasst.

Fragen? Anregungen? Kritik? Selber vor Ort was ganz anderes erlebt? Hinterlasst mir gern einen Kommentar – ich antworte euch, sobald ich kann.