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Bremen: Mutter-Kind-Tripp in 28 Stunden

Zeit und Geld reichen nicht für einen ausgedehnten Sommerurlaub? Wie wäre es dann mit einem Familien-Kurztripp nach Bremen? Die Hansestadt hat gerade für Kinder einiges zu bieten!

Immerhin: 50 Prozent von family4travel sind unterwegs.

Immerhin: 50 Prozent von family4travel sind unterwegs.

 Janis und mich führte das norddeutsche Reisebloggertreffen nach Bremen. Teils gemeinsam mit fünf Blogger-Kollegen, teils auf eigene Faust haben wir die Hansestadt erkundet.

Unser Zeitplan:

13 Uhr: Check-in im Prizeotel
14.30 Uhr: Bremen Sightseeing
16 Uhr: Pfannkuchen auf dem Piratenschiff
17 Uhr: Bonbonfertigung in der Böttcherstraße
18 Uhr: Musik, bitte
19 Uhr: Abendessen am Strand
22 Uhr: Mit dem Bus ab ins Bett
 
8.30 Uhr: Matschbrötchen zum Frühstück
10 Uhr: Bummel durchs Schnoor-Viertel
12 Uhr: Zeitreise im Geschichtenhaus
14 Uhr: Picknick im Park
15 Uhr: Konstruktionen, Kunst und Krieg – Leonardo da Vinci
17 Uhr: Abmarsch

 

13 Uhr: Check-in im Prizeotel

Wir reisen mit dem Schönes-Wochenende-Ticket der Bahn an (wunderbar flexibel, falls man unterwegs mal falsch aussteigen und dann durch die Brust ins Auge fahren will…). Vom Bahnhof bis zu unserem Hotel ist es ein kurzer Fußmarsch: Ausgang Bürgerweide, links, da sind wir. Wir checken ein und beziehen unser Zimmer. Das hat alles, was ein bezahlbares Hotelzimmer haben sollte – und zusätzlich ist es noch schick, denn auf Design legt man bei Prizeotel viel Wert. Familienfreundlich ist es auch noch: Ein Kind bis zwölf Jahre schläft kostenlos im Bett der Eltern und frühstückt auch gratis, bei zwei Kindern zahlen die Eltern für zwei Zimmer mit Verbindungstür je den Einzelzimmerpreis.

Das Prizeotel Bremen hat die Adresse Theodor-Heuss-Allee 12. Einzelzimmer sind pro Nacht ab 59 Euro zu haben, Doppelzimmer ab 64 Euro, das reichhaltige Frühstück kostet zusätzlich 10 Euro pro Person.

Praktisch und schick: das Prizeotel Bremen.

Praktisch und schick: das Prizeotel Bremen.

14.30 Uhr: Bremen Sightseeing

Nach der Begrüßung und dem ersten Kennenlernen der Blogger-Kollegen machen wir uns auf zum Stadtspaziergang durch Bremen. Maike Lucas von der Bremer Touristik-Zentrale führt uns zu den Must-Sees der Hansestadt. Das Rathaus, den Roland und die Bremer Stadtmusikanten kennen wir schon. Diesmal schaffen wir es aber auch in die Böttcherstraße, die mit ihrer ausgefallenen Architektur auch Kindern viel zu Gucken bietet. Über die Schlachte entlang der Weser gelangen wir ins Schnoor-Viertel, ein lebhaftes Gewusel von engen Gassen zwischen Fachwerkhäusern mit teils exotischen Läden und urigen Cafés.

Die Innenstadt Bremens ist etwa zehn bis fünfzehn Minuten Fußmarsch vom Bahnhof bzw. Prizeotel entfernt. Böttcherstraße und Schnoor sind etwas abseits, aber dicht bei und gut ausgeschildert.

Die Bremer Stadtmusikanten gehören auf jeden Fall zu Bremen dazu und sind für Kinder bestimmt die wichtigste Sehenswürdigkeit.

Die Bremer Stadtmusikanten gehören auf jeden Fall zu Bremen dazu und sind für Kinder bestimmt die wichtigste Sehenswürdigkeit.

16 Uhr: Pfannkuchen auf dem Piratenschiff

Zeit für eine Auszeit. Ich hätte ja nichts gegen einen Cappuccino im Schnoor, aber Janis möchte zurück zum Piratenschiff an der Weser. Das „Pannekoekschip Admiral Nelson“ liegt an der Schlachte vor Anker und bietet Erlebnisgastronomie im engeren Sinne. Pfannkuchen kann ich auch zu Hause backen, dafür müssen wir nicht nach Bremen fahren. Aber das Ambiente ist so wunderbar piratig, dass sich ein Besuch zumindest für Familien mit Kindern absolut lohnt. Zum Kinderpfannkuchen gibt es eine Augenklappe dazu, und mein Johannisbeer-Streußelkuchen ist auch richtig lecker.

Das „Pannekoekschip Admiral Nelson“ befindet sich am Schlachte Anleger 1 und hat täglich von 12 bis mindestens 21 Uhr geöffnet.

Wunderbar piratig: Das Pfannkuchenschiff von innen.

Wunderbar piratig: Das Pfannkuchenschiff von innen.

17 Uhr: Bonbonfertigung in der Böttcherstraße

Bei unserer Stadtführung haben wir da etwas gesehen, das wir uns noch mal genauer angucken möchten: die Bremer Bonbon-Manufaktur. Nur ein paar Schritte sind es zurück in die Böttcherstraße bis in einen der kleinen Innenhöfe. Die Stadtmusikanten balancieren auf einem Kupferrohr über dem Brunnen vor der Haustür. Hinter den Scheiben hängen fruchtige Aromen schwer in der Luft. Janis, den ehrliches Handwerk immer begeistert, erst recht das von der süßen Sorte, harrt eine gute halbe Stunde vor der Glasscheibe aus und beobachtet den Fertigungsprozess. Immer wieder wird die klebrige Masse gefaltet und später über einen Eisenhaken an der Wand gekämmt, bis schließlich Lutscher in allen Größen und mit Hilfe einer Schneidemaschine die eigentlichen Bonbons entstehen.

Die Bremer Bonbon-Manufaktur hat die Adresse Böttcherstraße 8. Die Schauwerkstatt ist direkt mit in den Laden integriert und kostet keinen Eintritt.

Wer die Bremer Bonbon-Manufaktur besucht, sollte viel Zeit einplanen.

Wer die Bremer Bonbon-Manufaktur besucht, sollte viel Zeit einplanen.

18 Uhr: Musik, bitte

Wir erkunden die Böttcherstraße bis in die hinterletzte Ecke und finden uns um sechs Uhr zur Vorstellung am „Haus Glockenspiel“ ein. Gemeinsam mit vielen anderen Touristen sehen wir nach oben, wo sich ein Teil der Turmfassade zur Seite schiebt und holzgeschnitzte Bilder verschiedener Entdecker sichtbar werden. Dazu erklingen besagte Glocken, die zwischen den Giebeln des Gebäudes aufgefädelt sind.

Die Böttcherstraße mit ihrer paradoxen Geschichte lohnt einen gründlichen Rundgang.

Die Böttcherstraße mit ihrer paradoxen Geschichte lohnt einen gründlichen Rundgang.

Dann bummeln wir an der Weser entlang. An den Osterdeichwiesen tobt die Breminale, Bremens alternatives Kulturfestival. Fünf Tage lang bieten zahlreiche Musiker und Kleinkünstler ihr Programm umsonst und draußen (oder im Zirkuszelt) dar. Von schwäbischen Kasspatzen bis zum Tofuburger gibt es ein kulinarisches Breitband-Angebot mit Schwerpunkt im Bio-Sektor. Und auch für Kinder gibt es zahlreiche Aktionsstände und Mitmach-Angebote, vom Matschbaden bis zum gemeinschaftlichen Zimmern eines gigantischen Sperrholzdrachens. Wir grooven zur afrikanischen Trommelmusik und sehen Tangotänzern zu, bis es Zeit ist, uns mit dem Rest unserer Reisegemeinschaft wieder zu vereinigen.

Die Breminale 2015 findet vom 15. bis zum 19. Juli statt. Ein Familienausflug lohnt sich bei gutem Wetter auf jeden Fall.

Bunt und nah am Wasser gebaut: die Breminale.

Bunt und nah am Wasser gebaut: die Breminale.

19 Uhr: Abendessen am Strand

Mit der Fußgängerfähre setzen wir über zum Café Sand. Hier herrscht echte Strandatmosphäre. Die Klänge des Festivals wehen zu uns hinüber, und als wir die Stufen zum Restaurant hinaufsteigen, fühlt sich alles ganz massiv nach Sommer an. Wir genießen das Essen mit Ausblick auf die Weser. Janis ist noch so satt vom Pfannkuchen, dass er nach der Vorspeise die Waffen streckt und sich an den Strand verkrümelt. Dort errichtet er mit bewundernswerter Ausdauer eine Sandburg nach der anderen, während seine Mutter die Ohren aufsperrt und feststellt, dass sie von den Profi-Bloggern vieles, vieles lernen kann.

Das Café Sand hat die Adresse Strandweg 106 und ist täglich ab 10 Uhr geöffnet. Wer nicht Boot fahren möchte, kann Restaurant und Weserstrand auch über die Wilhelm-Kaisen-Brücke erreichen.

Strandurlaub an der Weser.

Strandurlaub an der Weser.

22 Uhr: Mit dem Bus ab ins Bett

Janis hat tapfer ausgehalten, aber jetzt wird es wirklich langsam Zeit fürs Bett. Zum Glück dauert der Rückweg gar nicht lange. Die Erlebnis-Card, die bei Bremer Sehenswürdigkeiten viele Ermäßigungen bietet, gilt auch als Tageskarte für den öffentlichen Nahverkehr. So bringen uns Fähre und Bus zügig bis fast vor unsere Hoteltür.

Die Erlebnis-Card gibt es in verschiedenen Ausführungen und ist bei der Tourist Information am Bahnhofsplatz erhältlich. Für einen Erwachsenen und bis zu zwei Kinder bis 14 kostet sie für einen Tag (inklusive ÖPNV ab 18 Uhr am Vortag) 8,90 Euro.

 

8.30 Uhr: Matschbrötchen zum Frühstück

Wir schlafen wunderbar in unserem grünen Designzimmer. Frühstück gibt es im Prizeotel ab sechs Uhr, was meinen Frühaufsteher-Kindern sehr entgegen kommt. Da sich unser Rhythmus durch die Sommerferien schon gründlich verschoben hat, ist das heute aber gar nicht so wichtig. Mit der Auswahl jedenfalls sind wir mehr als zufrieden. Es gibt viele Sorten Müsli, frisches Obst, Brot, Brötchen und Croissants und viel für obendrauf. Ein ganz besonderer Genuss sind die Matschbrötchen, die der geübte Esser mit wenigen Handgriffen erinnerungsselig aus einem Brötchen und einem Schaumkuss herstellt. Janis hat vor allem Spaß mit dem Vollautomaten, der nicht nur gängige Kaffeespezialitäten führt, sondern auch heiße Erdbeer-Schokolade und – wenn man die richtige Tastenkombination erwischt – Erdbeerschaum pur, der sich wiederum auf die Schaumküsse türmen lässt.

Das Frühstück im Prizeotel ist nach Vorbuchung auf für externe Gäste möglich und kostet dann 11 Euro.

Die etwas andere Frühstücksspezialität.

Die etwas andere Frühstücksspezialität.

10 Uhr: Bummel durchs Schnoor-Viertel

Wir checken aus und lassen unser Gepäck im Koffer-Raum des Hotels deponieren. So sind wir bestens gerüstet, um uns in Bremen noch einen schönen Tag zu machen.

So gründlich wie die Böttcherstraße erkunden wir heute das Schnoor-Viertel. Hier bummelt auch ein 10-Jähriger gerne, denn zum einen wecken die engen Durchgänge und verwinkelten Gassen den Abenteuergeist, zum anderen ist die Auswahl der Geschäfte ebenfalls reichlich abenteuerlich. Wir verbringen viel Zeit im „Stein-Zeit“-Laden beim Betrachten von Edelsteinen und Fossilien und landen schließlich im „Weihnachtsträume“-Laden, der rund ums Jahr wunderschönen (und stilvollen!) Weihnachtsbaumschmuck feilbietet. Wir finden das Brigittenkloster, das im Jahr 2002 neu gebaut wurde, Fachgeschäfte für Kerzen, für Noten und für Bremer Stadtmusikanten in allen Variationen.

So leer ist das Schnoor-Viertel montagmorgens.

So leer ist das Schnoor-Viertel montagmorgens.

12 Uhr: Zeitreise im Geschichtenhaus

Dann ist es Zeit für unsere Verabredung mit der Stadtgeschichte. Im Bremer Geschichtenhaus wird die Vergangenheit lebendig. Kaum haben wir das historische Gebäude im Schnoor betreten, befinden wir uns auch schon mitten im 30-jährigen Krieg. Die Frau des Böttchers erzählt uns, was diplomatische Verhandlungen und ein Fass voller Gold mit ihrer nachlässigen Arbeit beim Ausnehmen der Fische zu tun haben. Sie schickt uns weiter, und schon sitzen wir mit Konrad in der guten Stube seines Herrn, der während des Dom-Brands die Plünderer fernhalten soll. Der Dom gehört seit dem Westfälischen Frieden den Schweden, erzählt er, deshalb gibt man sich beim Löschen keine besondere Mühe. Aber dass die ganze Stadt in Flammen aufgeht, das wolle man dann doch verhindern.

Der Dom brennt! "Konrad" braucht zum Glück nicht löschen, weil er kein Bremer Bürger ist.

Der Dom brennt! “Konrad” braucht zum Glück nicht löschen, weil er kein Bremer Bürger ist.

Wir dürfen nicht bleiben, ziehen weiter vor Hinnerks Hütte mit dem Pestkreuz an der Tür, besteigen ein Kaufmannsschiff und sitzen dann bei Hans in der Kaffeestube, der den neuartigen Trunk ausschenkt und uns zeigt, was für merkwürdige braune Soße in elitären Kreisen neuerdings noch mehr Zulauf genießt. Dann besuchen wir eine wohlhabende Dame, und während die aus ihrem Leben plaudert, geht uns ganz langsam auf, dass wir bei der berühmten Giftmörderin Gesche Gottfried auf dem Sofa sitzen. Wir helfen Fritz beim Suchen seiner Schreibmaschinen-Einzelteile und machen schließlich die Bekanntschaft des Bremer Originals Heini Holtenbeen. Obwohl uns die nächste Gruppe schon eingeholt hat, nimmt der sich die Zeit, seine Geschäftsidee mit dem Pferdeäppeltabak noch zu Ende auszuführen, dann eben unten im Café. Zum Glück sind mehrere Heinis im Einsatz, starre Abläufe sind nicht nötig, und das Eingehen auf Besucherfragen gehört mit zum Konzept. Während ich ganz begeistert bin von der Art der Geschichtsvermittlung, sieht Janis die Sache kritischer. „Es ist ja kein richtiges Museum“, stellt er klar. „Man kann sich die Sachen hier nicht richtig angucken, und ich glaube, sie sind gar nicht wirklich alt. Ich finde doof, dass man nicht so lange bleiben darf, wie man will, sondern nur solange die Leute reden, und man dann immer weitergeschickt wird. Das Merkwürdige ist, dass man trotzdem so viel über die Geschichte erfährt, und wenn die Leute das selber erzählen, kann man sich das, glaube ich, auch ganz gut merken.“ Ja, Janis, genau so ist das gedacht. :) Wer sich für das mehrfach ausgezeichnete und übrigens sehr gemeinnützige Konzept interessiert, sollte sich unbedingt die Homepage des Projekts ansehen.

Das Bremer Geschichtenhaus hat die Adresse Wüstenstätte 10 (im Schnoor). Erwachsene zahlen 6,90 Euro, Kinder von sechs bis 18 Jahren 2,50 Euro (darunter frei), das Familienticket (max. 2+5) kostet 12 Euro. Öffnungszeiten: täglich 11 bis 18 Uhr, montags erst ab 12.

Im Bremer Geschichtenhaus erzählt uns "Hans", was es mit diesem neuartigen Getränk namens Kaffee auf sich hat.

Im Bremer Geschichtenhaus erzählt uns “Hans”, was es mit diesem neuartigen Getränk namens Kaffee auf sich hat.

14 Uhr: Picknick im Park

Nach dem Gewusel der Altstadt zieht es uns ins Grüne. Wir schlendern durch die Wallanlagen am Stadtgraben und legen ein kleines Picknick ein. Markantester Punkt des Parks ist die Windmühle, in der sich heute das Restaurant „Kaffeemühle“ befindet. Die Herdentorswallmühle musste mehrmals den Platz wechseln und brannte wiederholt vollständig ab. Das derzeitige Mühlengebäude stammt aus dem Jahr 1833.

Wer noch mehr Grün möchte, sollte sich den Bürgerpark ansehen, der ein Stück hinter dem Bahnhof beginnt und über mehrere Spielplätze und ein kleines, frei zugängliches Tiergehege verfügt. Den haben wir uns für das nächste Mal vorgenommen.

So grün und idyllisch ist Bremen mittendrin: die Herdentorswallmühle in den Wallanlagen.

So grün und idyllisch ist Bremen mittendrin: die Herdentorswallmühle in den Wallanlagen.

15 Uhr: Konstruktionen, Kunst und Krieg – Leonardo da Vinci

Seit wir im Geburtsort des großen Meisters waren, haben wir eine besondere Beziehung zu dem Herrn mit dem Rauschebart. Da nutzen wir natürlich gerne die Gelegenheit, uns die laut Veranstalter „bislang größte ‚Hommage’ an Leonardo da Vinci“ anzusehen. Die Ausstellungsstücke dokumentieren Leben und Werke des Universalgenies. Originale gibt es freilich nicht zu sehen. Aber das ist auch gar nicht nötig, um die Größe dieses Geistes zu erfahren. Janis ist es viel wichtiger, dass er die Exponate anfassen und ausprobieren darf. Die diversen Antriebsmöglichkeiten, die Leonardo für seine Maschinen entworfen hat, stehen hier als funktionsfähige Modelle. Konzentriert dreht Janis am Schwungrad, beobachtet, wie sich die Sägeblätter in Gang setzen, und verfolgt die Bewegungen über Zahnräder und Riemen zurück zum Antrieb. Besondere Aufmerksamkeit schenkt er dem mehr als hüfthohen Modell eines kanonenbestückten Holzpanzers, den Leonardo mangels Auftraggeber niemals bauen durfte. Wir lernen, dass seine wegweisenden Schiffsbaukonstruktionen prinzipiell heute noch im Einsatz sind, und dass der von ihm konstruierte Fallschirm den Feldversuch jüngst erfolgreich überstand.

Selber machen macht schlau! Janis experimentiert mit Leonardos Krankonstruktion.

Selber machen macht schlau! Janis experimentiert mit Leonardos Krankonstruktion.

Leider halten wir es nicht so lange in der Ausstellung aus, wie sie es verdient hätte. Es ist draußen nicht einmal besonders warm, aber das Innere der Zelthalle hat sich dermaßen aufgeheizt, dass mir der Schweiß die Beine runterläuft. Es ist viel zu heiß für die Denkarbeit, die nötig wäre, die Gedankengänge des Künstlers angemessen nachvollziehen zu können. Tipp: Unbedingt an einem kühleren Regentag herkommen!

Die Ausstellung „Leonardo da Vinci. Exploring arts & science“ ist noch bis zum 15. August 2014 in Bremen auf der Bürgerweide (direkt hinterm Bahnhof) zu sehen; wer das nicht mehr schafft, muss ab September bis Berlin fahren. Die Eintrittspreise betragen 15 Euro für Erwachsene, für Kinder bis 14 Jahre 7 Euro. Familien (2+2) zahlen 30 Euro. Geöffnet ist täglich von 9 bis 19 Uhr, mittwochs sogar bis 22 Uhr.

Die Ausstellung über Leonardo da Vinci zeigt die verschiedenen Facetten des Universalgenies.

Die Ausstellung über Leonardo da Vinci zeigt die verschiedenen Facetten des Universalgenies.

17 Uhr: Abmarsch

„Meine Füße sind abgelatscht“, beschwert sich Janis. Für einen zweitägigen Kurztripp haben wir wahrlich auch genug erlebt. Also laufen wir die paar Meter rüber zum Hotel, holen unser Gepäck, gehen zurück zum Bahnhof und sitzen schon im Zug gen Heimat. „Hat es dir denn jetzt gefallen?“ frage ich meinen 10-Jährigen. „Ja, sehr“, sagt der. Auf dem Schoß hält er stolz wie Oskar die Tasche mit dem Bremen-Schriftzug, die er von der BTZ geschenkt bekommen hat. Er holt den Malblock heraus und beginnt, die Bremer Stadtmusikanten zu zeichnen. Und Heini Holtenbeen. Und Leonardos Panzer. Bremen hat offenbar Eindruck auf ihn gemacht.

Das Kleingedruckte: Das norddeutsche Reisebloggertreffen fand auf Einladung der Bremer Zentrale für Tourismus (BTZ) statt. Für unsere Übernachtung im Prizeotel, das Bremer Geschichtenhaus und die Leonardo-Ausstellung mussten wir nichts bezahlen. Dafür sind wir sehr dankbar. Es ist uns wichtig, trotzdem unvoreingenommen und entsprechend unseres persönlichen Eindrucks zu berichten.

Diese Reiseblogger berichten ebenfalls von unserem gemeinsamen Bremen-Tripp:

Matthias von ReiseReiser
Tanja vom WellnessBummler
Wolfgang von Wolfgangs Reiseblog

Und wer noch einen weiteren familientauglichen Programmtipp für Bremen möchte, dem lege ich einen Besuch im Überseemuseum ans Herz!

12 Gedanken zu „Bremen: Mutter-Kind-Tripp in 28 Stunden“

    1. Danke. Das war aber aus der Not heraus – ich hatte nur heute Zeit zum Schreiben, sonst hätte ich es ewig vor mir herschieben müssen. Ich habe noch einen ganzen Stapel halb fertiger Sachen, und die To-do-Liste im Alltagsleben hat sich auch grad spontan verzehnfacht. Da war das eine reine Verzweiflungstat, das Ding eben runterzuschreiben. :)

    1. Lieber kurz und knackig und kompakt alles zusammen, oder lieber alle Aspekte einzeln in epischer Breite – das ist so der Punkt, über den ich mir gerade meine Gedanken mache. Ich glaube, für den interessierten Bremen-Besucher ist es so praktischer. Oder ist der Artikel insgesamt zu lang, und trotzdem kommt alles zu kurz? Ich bin mir durchaus unsicher, insofern besonders vielen Dank für dein Lob! :)

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