Schottland mit Kindern, Glen Coe

Schottland mit Kindern: Unsere gesammelten Erfahrungen

Schottland ist ein tolles Reiseland. Und Schottland mit Kindern macht noch mehr Spaß! Die Mischung aus Natur und Geschichte, aus weltabgewandten kleinen Ortschaften und hübschen Städten und dazwischen so viel wunderschönem Nichts gefällt uns unheimlich gut. Und auch das Wetter ist viel besser als sein Ruf – zumindest bei den Gelegenheiten, als wir dort waren. Was das heißt und was wir über Schottland mit Kindern aus persönlicher Erfahrung erzählen können, fasse ich in diesem Blog-Beitrag zusammen.

Update Januar 2019: Wer aktuell über einen Urlaub in Schottland nachdenkt, dem brennt vermutlich auch das Thema Brexit unter den Nägeln. Was der immer wahrscheinlicher werdende „hard Brexit“ für Schottlandreisen bedeutet, damit habe ich mich in diesem Artikel ausführlich beschäftigt: Hard Brexit – Was heißt das für Reisen nach Großbritannien?

Update Oktober 2018: Hier führe ich einem Verzeichnis gleich meine gesamte Berichterstattung mit all meinen Tipps und Erfahrungen zum Thema Schottland mit Kindern an.

Dies ist ein organisch gewachsener Artikel, und er wird immer länger. Ursprünglich habe ich ihn erstellt, um meine ersten Berichte als Reiseblogger in Schottland von 2013 zu sortieren. Seitdem baue ich immer wieder oben eine Etage drauf. Wie bei archäologischen Ausgrabungen könnt ihr als Leser euch hier durcharbeiten…

2017 und 2018 bin ich ausführlich mit meinen zwei Kindern in Schottland gewesen (und einmal durfte auch mein Mann mit).

Wandern mit Kindern in Schottland
Wandern in Schottland, hier auf Iona. Diese Reise war der erklärte Favorit von 2018 für uns alle.

Hinter diesem Link habe ich eine Karte bei GoogleMaps angelegt, die alle Orte zeigt, über die ich gebloggt habe. (Früher konnte man diese Karten wunderbar in Blogbeiträge einbetten, heute ist das wegen Datenschutz und Haftbarkeit streitbar. Wer diesem Link folgt, muss sich im Klaren sein, dass er dann bei GoogleMaps landet, wo ich keinen Einfluss darauf habe, welche Userdaten gespeichert werden – logisch.)

Vor allem, wenn ihr euch in Schottland nicht so gut auskennt und euch die Ortsnamen in der Auflistung weiter unten wenig sagen, ist diese Karte vermutlich recht praktisch. Oder auch, wenn ihr schon eine Route für eine Schottland-Rundereise im Kopf habt und Stationen dort in der Nähe sucht.

Am aktuellsten: Schottland mit Kindern 2018

Im vergangenen Jahr waren wir zwei Wochen in Schottland im Mai unterwegs, und zwar hauptsächlich auf den Inseln Islay und Mull sowie Jura, Iona und Kerrera. Darüber gibt es einen umfangreichen Überblicks-Artikel online:

Schottische Inseln: Familienurlaub auf Islay, Jura, Mull und Co.

Schottische Inseln, Schottland mit Kindern, schottische Karibik
Es war wieder so, so, so wunderschön!!

Da wir hauptsächlich zur Recherche für unseren Familien-Reiseführer „Schottland mit Kindern“ unterwegs waren (mehr dazu etwas weiter unten), haben es bisher erst wenige Detail-Berichte ins Blog geschafft:

Loch Lomond und der Südwesten: Schottland mit Kindern 2017

Einen umfassenden Stimmungsbericht aus dem Sommer 2017 gibt es hier:

Schottland-Roadtrip – Alleine mit Kindern durch Highlands und Islands.

Schottland alleine mit Kindern, Schottland-Roadtrip
Schottland alleine mit Kindern, hatte was.

Außerdem habe ich inzwischen folgende Berichte über unsere Schottland-Rundreise von 2017 geschrieben:

Schottland mit Kindern
Meine beiden Jungs, 2017 am Conic Hill.

Unser Familien-Reiseführer „Schottland mit Kindern“

Ein bisschen Eigenwerbung muss an dieser Stelle erlaubt sein… ;)

Im Mai 2019 ist der Reiseführer „Schottland mit Kindern. 66 Wander- und Entdeckertouren in den Highlands und auf den Inseln“ erschienen, den ich zusammen mit Stefanie Holtkamp für den Naturzeit-Verlag geschrieben habe.

schottland mit Kindern Reiseführer
Das Buch gibt es überall im Buchhandel, am bequemsten wäre es über den direkten Klick zu Amazon*.

Natürlich ist das so eine Sache, wenn ich jetzt von meinem eigenen Buch schwärme. Ich möchte es Familien im Schottlandurlaub aber doch sehr ans Herz legen – zumindest, wenn sie gerne draußen sind und wirklich was von der Natur des Landes mitbekommen möchten.

Ich bin als Autorin beim Naturzeitverlag gelandet, weil wir in unserem Urlaub auf Sardinien und Korsika die Reiseführer derselben Reihe mit hatten und ich so begeistert war, dass ich der Autorin eine lange Dankesmail schrieb. Daraus entwickelte sich erst eine Rezension und später dann die Zusammenarbeit (2016 haben wir schon einen Familien-Reiseführer über die deutsche Ostseeküste* zusammen geschrieben).

Die Naturzeit-Reiseführer bieten fertig ausgearbeitete Tourenvorschläge für kinderfreundliche Halbtagestouren, komplett mit Karte, Koordinaten zum Parkplatz, und alle Touren sind darauf ausgelegt, dass sie speziell Kindern gefallen. Statt kunsthistorischer Details sind Kletterbäume und gute Spielstellen an Bächen eingezeichnet, statt Tipps für teure Restaurants und Nachtleben gibt es solche zu kinderfreundlichen Sehenswürdigkeiten, Tierparks, Mitmach-Museen und Cafés mit Spielecken. Die Längen der Touren variieren von zwei bis zwölf Kilometern und sind nach Altersgruppen ausgeschrieben, beginnend mit vier Jahren.

– Okay, Eigenwerbung beendet. :)

Es folgt der ältere Bericht von 2015, den ich damals mit dem Ziel verfasst habe, unsere gesamte Schottland-Erfahrung zusammenzufassen und meine alten Blogberichte aus Schottland leserfreundlich zu ordnen.

Die Anfänge: Schottland ohne Kinder

Als Martin und ich zum ersten Mal Schottland bereisten, waren wir noch alleine. Das war 2002, und wir tourten jugendlich-sorglos in zwei Wochen durch ganz Großbritannien.

Tagsüber strolchten wir durch Highlands und Burgruinen (die wunderschöne von Eilean Donan Castle zum Beispiel), besuchten meine Brieffreundin Gail in Dundee und besichtigten dort Robert Scotts Schiff Discovery, mit dem er in der Antarktis unterwegs war. Oh yes, those were the days.

Jugendherbergen in Schottland

Damals entdeckten wir die Jugendherbergen für uns, die gerade in Schottland ein ganzes Stück günstiger (aber auch unkomfortabler) waren als in den südlichen Landesteilen. Leider sind viele Häuser, in denen wir damals untergekommen sind, inzwischen geschlossen.

Das alte Herrenhaus in Perth ist durch eine moderne Einrichtung ersetzt worden.

Aber das SYHA youth hostel in Inverness gibt es noch, wobei uns das damals überhaupt nicht gefallen hat, weil es so riesig und unpersönlich ist.

Die putzige Unterkunft in Pitlochry, in der wir während der Highland Games in der „Besenkammer“ schlafen durften, weil alles andere schon ausgebucht war, ist wohl noch dieselbe.

Und Ratagan gibt es noch, an der Westküste kurz vor der Isle of Skye, wo ich eine Nacht auf der harten Eckbank im Gemeinschaftsraum verbracht  habe, weil zwei alte Frauen im ladies‘ dorm so laut schnarchten, dass ich dort kein Auge zutat.

Jetzt 2017 haben wir mehrmals in unabhängigen Hostels geschlafen, waren zwei Nächte lang aber auch in der SYHA-Herberbe in Lochranza auf der Insel Arran – absolut toll für Familien!

Heute gibt es (fast?) überall Familienzimmer mit eigenem Bad. Wer mehr Infos über die schottischen Jugendherbergen möchte, guckt am besten auf der Webseite der SYHA, wobei die Infos über Familienzimmer da recht dürftig sind – es gibt sie aber auf jeden Fall.

Schottland mit Kindern, Jugendherbergen
Die Jugendherbergen in Schottland sind durchaus auch für Familien zu empfehlen (wenn man bei den günstigsten mitunter auch ein bisschen härter im Nehmen sein muss, was den Komfort angeht).

Jetzt aber: Schottland mit Kindern

Dann waren wir ein paar Jahre schwer damit beschäftigt, Kinder und Studium unter einen Hut zu kriegen. 2007 waren wir damit längst noch nicht fertig, aber wir kamen trotzdem das nächste Mal nach Großbritannien. Mit Baby und Kleinkind beschränkten wir uns allerdings auf Südengland.

2007 mit Baby und Kleinkind nicht in Schottland, sondern im Exmoor. War auch schön.
2007 mit Baby und Kleinkind nicht in Schottland, sondern im Exmoor. War auch schön.

Erst 2013 kamen wir zum zweiten Mal nach Schottland, mit Familie. Wieder hatten wir nur wenig Zeit (leider!), wieder nächtigten wir in Jugendherbergen, denn die sind wie gesagt auch für Familien eine gute Anlaufstelle.

Schottland mit Kindern, Wandern in Glen Coe
Und 2013 dann wirklich in Schottland mit Kindern, beim Wandern (und Staudammbauen) in Glen Coe.

Schottland mit Kindern: Unsere Reiseroute

Die Route unserer Schottland-Rundreise von 2017 ist im oben verlinkten Beitrag zu sehen.

2013 führte führte unser Roadtrip durch Schottland mit Kindern entlang folgender Städte und Gegenden: New Lanark, Edinburgh, Loch Lomond, Inveraray, Kilmartin, Glen Coe, Paisley. Der nächste Stopp war Newcastle upon Tyne, was schon wieder jenseits des Hadrian’s Wall liegt (den England-Teil unserer Reise habe ich hier zusammengefasst: family4travel in England).

Ich habe damals akribisch Reisetagebuch geführt und in den Anfangstagen meines Bloggerdaseins alles abgetippt und online gestellt. Es gibt auch eine GoogleMaps-Karte, auf der ich alle damaligen Berichte verlinkt habe und wo sich unsere Route nachvollziehen lässt. (Um Datenschleuderei DSGVO-konform zu vermeiden, gibt es diese Karte neuerdings nur noch hinter diesem Link).

Nicht alle Einträge von 2013 über Schottland mit Kindern sind aus meiner heutigen Blogger-Sicht ernsthaft lesenswert. Deshalb liste ich hier ein kommentiertes Inhaltsverzeichnis, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Die grünen Überschriften sind dabei jeweils die Links zum Beitrag.

Family4travel in Schottland 2013

Edinburgh mit Kindern – Tagesausflug bei jedem Wetter

Obwohl wir nur ein paar Stunden in der Stadt waren, haben wir sie bei Mistwetter und strahlendem Sonnenschein erlebt. Ein Erlebnisbericht inklusive Tipp für günstiges Essen in Edinburgh mit Kindern.

Schottland mit Kindern, Edinburgh
Wenn die Sonne scheint, ist Edinburgh mit und ohne Kindern eine hammertolle Stadt!

National Museum of Scotland in Edinburgh – Wo polynesische Seefahrer, Robert the Bruce und Klonschaf Dolly sich treffen

Das Museum ist für Kinder aller Altersklassen (und Erwachsene!) das ideale Schlechtwetterprogramm (und sogar gratis). Wir erzählen, warum.

Viel zu entdecken gibt es im National Museum of Scotland in Edinburgh.
Viel zu entdecken gibt es im National Museum of Scotland in Edinburgh.

New Lanark – Der Tag, als Robert Owen und Silas mich zu Tränen rührten

Das Freilichtmuseum New Lanark ist eine alte Baumwollspinnerei und eigentlich sehr viel mehr als das. Hier hat ein Visionär im 18. Jahrhundert eine Sozial-Utopie verwirklicht – super spannend! Was Silas damit zu tun hat, ist zu kompliziert für die Kurz-Zusammenfassung.

Schottland mit Kindern, New Lanark
New Lanark ist Freilichtmuseum, Industriedenkmal, Ort bahnbrechender sozialer Entwicklungen, Jugendherberge und außerdem herrlich gelegen.

Doppelpack – Industriegeschichte und schönste Natur

Rund um New Lanark (das übrigens ganz im Süden Schottlands liegt) lässt sich auch herrlich wandern. Und die Jugendherberge des Ortes ist in den historischen Gebäuden der Spinnerei untergebracht.

Schottland mit Kindern, Jugendherberge New Lanark.
Janis und Silas vor dem Gebäude in New Lanark, in dem heute die Jugendherberge untergebracht ist.

Hamilton – Andere Länder, selbe (Spielplatz-)Sitten

Wer Schottland mit Kindern bereist, landet früher oder später auf dem Spielplatz. Ein eigentlich völlig unspektakulärer Spiel-Stopp für die Jungs verleitet mich zu der dilettantischen Sozialstudie „Schottische Eltern in ihrem natürlichen Habitat“. Davon abgesehen ein guter Spielplatz-Tipp.

Schottland mit Kindern, Spielplatz im Chatelherault Country Park in Hamilton.
Toller Spielplatz im Chatelherault Country Park in Hamilton.

Loch Lomond – Nett zum Dranlangfahren, aber zum Urlaubmachen?

Der Lieblingssee der Schotten hat uns nicht so sehr beeindruckt (aber wir waren auch nur ganz kurz da). [Da wird es in absehbarer Zeit ein kräftiges Update aus 2017 geben! ;) ]

Schottland mit Kindern, Loch Lomond.
Loch Lomond, Schottlands größter See.

Argyll Forest – Prädikat „fast wie in Norwegen“

Ein kleines Stück Wald auf der Durchfahrt hat uns bezaubert (vor allem Janis, der damals noch voll auf dem Norwegen-Trip war).

Herrliche Landschaft in der Gegend von Argyll.
Herrliche Landschaft in der Gegend von Argyll.

Inveraray – Wo uns ein echter Duke einen guten Abend wünschte

Die kleine Burg, die auch in der Serie Downton Abbey auftaucht, kann besichtigt werden, ist aber in Privatbesitz. Da läuft man schon mal unversehens dem Hausherrn über den Weg.

Schottland mit Kindern: Inverary Castle
Inveraray Castle, ein Familiensitz wie von der Verpackung der Märchenschloss-Tortenbackform.

Jugendherberge – Feldstudie in Sachen Abwasch

Reisetagebuch-Gedanken über das Verhalten (junger) Reisender verschiedener Nationalitäten in Hostel-Küchen.

Diese Bank vor unserer Jugendherberge in Inverary passt irgendwie durchaus zum Thema.
Diese Bank vor unserer Jugendherberge in Inveraray passt irgendwie durchaus zum Thema.

Kilmartin – in Grabhügeln, an Grabhügeln und um Grabhügel herum

Die frühgeschichtliche Wiege Schottlands hat nicht nur jede Menge – ähem – Grabhügel zu bieten, sondern auch Steinkreise, ein grandioses Museum und ein tolles Café. Und die anderen Besucher sind mitunter auch… sehenswert.

Großsteingrab, Kilmartin, Schottland
Keine Berührungsängste mit frühzeitlichen Friedhöfen: Silas in einem der vielen Großsteingräber von Kilmartin in Schottland.

Dunadd Fort – wo Schottlands Könige Aschenputtel spielten

Was die frühen Herrscher mit der Märchenfigur gemeinsam haben und wie heutige Touristen auch zu Thron-Aspiranten werden können…

Schottland mit Kindern, Dunadd Fort
Der Ausblick von Dunadd Fort ist auf jeden Fall herrlich! (Wer ganz genau hinguckt, entdeckt beide Jungs.)

Kilchurn Castle – von bluttriefenden Clan-Fehden zur romantischen Ruine

Wir waren im Dauerregen da. Aber selbst pitschenass war es so toll, dass ich einen absoluten Ausflugs-Tipp zu dieser Burgruine aussprechen möchte.

Schottland mit Kindern: Kilchurn Castle
Gerade bei Regen ist Kilchurn Castle herrlich gruselig.

Glen Coe – von blutrünstigen Engländern und nicht weniger blutrünstigen Kriebelmücken

Das wildromantische Tal blickt auf eine dramatische Geschichte zurück. Die kann man entweder im Informationszentrum in einer teuren Ausstellung erfahren, oder man liest einfach den Wikipedia-Artikel dazu und wandert durch die herrliche Landschaft (wo lediglich Blutzoll zu zahlen ist).

Schottland mit Kindern, Glen Coe
Glen Coe ist wirklich Bilderbuch-Schottland.

Paisley – von dekorativen Pantoffeltierchen, schottischen Thronfolgern und Heiligkeit

Was die Stadt mit dem gleichnamigen Kravattenmuster zu tun hat, und was wir auf einem Stadtbummel da sonst noch so erlebt haben.

Schottland mit Kindern, Kloster Paisley
Familienurlaub in Schottland von seiner schönsten Seite: zwei Jungs im Kloster von Paisley, augenscheinlich schwer begeistert und bester Stimmung. So schlimm war es gar nicht!

Mini-Schottland-Stopp auf den Orkney-Inseln 2015

Der Vollständigkeit halber: Wir haben Schottland auch 2015 einen (sehr) kurzen Besuch abgestattet. Auf unserer unverhofften Nordland-Kreuzfahrt legte unser Schiff in Kirkwall auf den Orkney-Inseln an.

Die Sehenswürdigkeiten sind nicht weit voneinander entfernt auf Orkney, aber das Wetter kann einen das mitunter vergessen lassen.
Die Sehenswürdigkeiten sind nicht weit voneinander entfernt auf Orkney, aber das Wetter kann einen das mitunter vergessen lassen. Was man auf diesem Foto gar nicht sieht: Winziger Hagel schlug uns waagerecht ins Gesicht. Trotzdem war es grandios!

Landgang – ein Tag auf den Orkney Inseln

Was man auf Mainland Orkney alles sehen kann, wenn man nur wenige Stunden Aufenthalt, aber einen Mietwagen hat, haben wir höchst erfolgreich ausprobiert.

Standing Stones of Stennes, Orkney
Steine im Sturm: die Standing Stones of Stennes haben uns nicht eben mit schönem Wetter empfangen.

Skara Brea – das Steinzeitdorf mit den IKEA-Regalen

Die Orkneys sind mit ihren Steinkreisen und Grabhügeln eh ein absolutes Mekka für Frühzeit-Fans. Das steinzeitliche Dorf Skara Brae, das oft als „Hobbit-Dorf“ beschrieben wird, ist aber ein ganz besonderes Highlight für sich.

Orkney Inseln, Skara Brae, Schottland mit Kindern
Alles noch da: Die Archäologen brauchten ihre Vorstellungskraft kaum bemühen, denn die steinerne Inneneinrichtung ist im Original noch prima erhalten!

Na toll. Jetzt hab ich total Sehnsucht nach Schottland…

 

Wenn dich interessiert, wie sich dieses Blog finanziert, lies hier.

18 Gedanken zu „Schottland mit Kindern: Unsere gesammelten Erfahrungen“

    1. Eigentlich sollte man gar keine Blogbeiträge lesen, weil der Reisewunschzettel dadurch immer länger wird, ne? ;) Gerade diese Schottlandsache hat meinen Standpunkt bei der Zielauswahl für nächstes Jahr gerade sehr ins Wanken gebracht…

  1. Hilfe habt Ihr viel gemacht! Die Anregungen sind sehr inspirierend und kommen gerade recht: Im Herbst geht es nach Schottland. Flüge sind schon gebucht, aber außer Edinburgh haben wir noch gar nichts entschieden. Hmmm. Wo anfangen bei der Auswahl? Und wird das Wetter mitspielen? Ich freue mich total!

    1. Oh, bin ich neidisch! Ich drück euch die Daumen fürs Wetter! Kilmartin und das umliegende Tal kann ich wirklich empfehlen, mit der ganzen Frühgeschichte. Und New Lanark. Das waren, glaube ich, so meine absoluten Highlights. Aber Schottland ist fast überall toll!

  2. Ohhhhh wir haben 2016 einen TOLLEN Schottlandroadtrip gemacht – auch noch ohne Kinder aber mit so vielen Erfahrungen. Wir haben uns total in Schottland verliebt und kommen unbedingt wieder! <3

    GLG Miriam

  3. Schade erscheint euer werk erst im mai – wir gehen bereits Ende April nach schottland- roshven als basisstation .. Kinder sind 1, 5 und 16 Jahre alt – irgendwelche vorab tipps?

    1. Ah, schade. Um alles ab Höhe Fort William hat sich meine Mit-Autorin Stefanie Holtkamp gekümmert. Sie hat eine sehr schöne Wanderung am Castle Tioram gefunden. Das liegt auf einer Gezeiteninsel, bei Ebbe kann man rüberlaufen.

  4. Liebe Lena!

    Du hast hier einen ganz besonderen Blog mit viel Inhalt und noch mehr persönlichem Stil! Wir planen seit der Geburt unseres dritten Kindes (und ersten Tochter) im November letzten Jahres unsere Elternzeitreise durch England und nach Schottland bis in den hohen Norden nach Orkney und werden dabei knapp 40 Tage gemeinsame Zeit verbringen.

    Wir lesen uns seither in alle möglichen Themen ein und sind erst heute auf deinen Blog gestoßen. Du hast sehr viele Dinge sehr schön beschrieben. Danke dafür! Leider erscheint dein Buch zwei Tage zu spät, sonst wäre es sicherlich noch im Gepäck gelandet. Du machst eine ganz tolle Arbeit.

  5. Hallo Lena, ich sitze schon seit geraumer Zeit hier und lese und lese und lese… Wir machen uns unsere Entscheidung ziemlich schwer, wissen wir (mein Mann, unsere 10jährige Tochter und ich) doch nicht genau, soll es diesen Sommer für 3 Wochen nach Schottland oder nach Irland gehen. Wir fahren mit einem Wohnmobil und unserer Hundedame. Was würdest du empfehlen? Wenn du deine Jungs heute fragen würdest, was hat ihnen eher zugesagt (abgesehen von den Potter-Studios :-D ), Schottland oder Irland? Da unsere Tochter ja eher ein „Einzelkind“ ist (ihre Geschwister sind schon alle über 20), braucht sie zwischendurch mal ein bisschen Abwechslung zum Wandern… Zoos, Aquarien etc. … Vielleicht könnt ihr uns ja einen Anstoß geben… Herzlichen Dank…

    1. Oh weh, das ist wirklich eine schwierige Frage! :) Ich ganz persönlich mal Schottland noch ein gutes Stück lieber, habe ich festgestellt. Das kann aber auch einfach daran liegen, dass Irland mir die Recherche für unseren Reiseführer wesentlich schwerer gemacht hat. In Schottland haben rund 75 Prozent der von uns zu Hause geplanten und anhand von Kartenmaterial und Internet-Infos ausgearbeiteten Wanderungen so funktioniert wie gedacht und sind auch so im Reiseführer gelandet. In Irland hat sich etwa die Hälfte der so vorbereiteten Touren als (zumindest so) nicht durchführbar herausgestellt, weil man auch auf offiziellen und vom Tourismusbüro propagierten Wanderwegen ständig auf durchaus stark befahrenen Landstraßen ohne Fußweg landet, auf denen man bei jedem Auto ins Gebüsch springen muss. Dieses Problem hättet ihr ja aber nicht mehr, wenn ihr unseren Reiseführer mitnehmt, denn darin sind natürlich nur die guten Touren gelandet – wobei auch die zum Teil noch Straßen-Strecken beinhalten, weil wir das in manchen Fällen für den sehr schönen Rest der Runde akzeptiert haben (und das Buch sonst deutlich dünner geworden wäre) – aber dann steht es zumindest deutlich schon in der Beschreibung).
      Durch die Nachtfähre Amsterdam-Newcastle lohnt sich Schottland in meinen Augen auch ganz gut für zwei Wochen, während ich für Irland eher drei Wochen empfehlen würde, damit man ein paar Tage für den weiten Weg abzwacken kann. (Drei Wochen für Schottland sind natürlich noch besser.)
      In Irland ist das touristische Angebot oft für amerikanische Besucher ausgelegt, die die größte Gruppe darstellen. An den touristischen Orten geht es deshalb oft sehr laut und stürmisch zu (was meinen Jungs witzigerweise immer wieder negativ aufgefallen ist). In Schottland ist man eher auf Engländer eingestellt (über die man dann hinter ihrem Rücken gerne schimpft, Brexit und so, was auch so ein bisschen auf die Atmosphäre schlägt, für mich). Generell sind die Leute in beiden Ländern sehr, sehr freundlich gewesen (zu uns).
      Von den Städten her fand ich die schottischen interessanter und „ergiebiger“. Edinburgh und Glasgow haben meiner Meinung nach deutlich mehr zu bieten als Dublin und – vor allem – Cork. Galway ist ganz nett, aber dann auch gleich wieder extrem touristisch. Tolle Museen gibt es in beiden Ländern. In Irland sind uns mehr Freilichtmuseen untergekommen, die wir sehr mögen. Dafür gibt es dort nur einen einzigen „richtigen“ Zoo (bei Cork) und keine ernstzunehmenden Freizeitparks (aber in Schottland auch nicht, wenn ich so darüber nachdenke). Ohne jetzt explizit nachgezählt zu haben, glaube ich, dass Schottland mehr interaktive, moderne „Erlebnis“-Museen zu bieten hat, wie z.B. das Inveraray Jail oder die Battle of Bannockburn (wobei ich die für eine 10-Jährige jetzt nicht uneingeschränkt empfehlenswert finde).
      Und jetzt frage ich mal die Jungs, die zum Glück gerade hier rumlaufen. Silas empfiehlt Schottland. „Dort waren die Wanderwege viel schöner. Und das Wetter besser.“ Janis‘ Meinung fällt hier grad noch krasser aus: „Auf jeden Fall Schottland! Da ist die Landschaft auch viel schöner. Irland ist nett, aber eigentlich nur Heide mit Schafen drauf und viel Asphalt dazwischen.“ Witzig, hätte ich nicht gedacht, dass das innerfamiliäre Votum da so deutlich ausfällt. :)
      Auf jeden Fall sind beide Länder wirklich schön. Ich wünsche euch einen ganz fantastischen Urlaub!

    2. In Anbetracht des Brexit vielleicht besser Schottland. Nicht, dass ihr erst nach Irland fahrt, dann nächstes Jahr nach Schottland wollt und aufgrund Nichtregelung von Einreisebedingungen etc. ewig in Autoschlangen rumsteht, weil die Ein-/Ausreise v.a. der LKW nicht organisiert ist. Noch gelten dort auch die EU-Bestimmungen fürs Roaming, also Handynutzung wie zu Hause. Das wird sich auch ändern und sicher nicht günstiger werden.

      1. Wobei ich fest glaube, dass das Chaos an den Grenzen bzw. der Fähre zeitlich begrenzt sein wird, wenn (falls?) der Hard Brexit kommt. Roaming ist natürlich ein Argument (wobei gerade in Schottland die Netzabdeckung auch oft so schlecht ist, dass man sowieso nur im WLAN der Unterkunft oder eines Cafés/Restaurants ins Internet kann, weshalb kostenloses WLAN auch in fast jedem Café etc. angeboten wird).

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