Serbien, Die Entdeckung Europas

Belgrad: Von Helden und Kriegsverbrechern [Die Entdeckung Europas]

Weil mein Buch „Die Entdeckung Europas“ (erhältlich als Taschenbuch und E-Book*) zu 100% auf unseren echten Erlebnissen beruht, gibt es diese für jedes einzelne Kapitel hier die passenden Bilder dazu im Blog.

Heute ist Kapitel 9 dran: „Belgrad – von Helden und Kriegsverbrechern“.

Mein Serbien-Kapitel greift die Geschichte auf, für die ich hier im Blog mit Abstand die meisten Kommentare, aber auch die meisten Beleidigungen und Diffamierungen bekommen habe: „Schockmoment: Darum brauche ich nicht noch mal nach Serbien„.

Aber im Buch erzähle ich nicht nur über diesen Moment, sondern bette ihn ein in die ganze Geschichte. Ich erzähle, wie es uns ergangen ist in diesem kleinen Land mit den großen Wünschen, wie wir uns gefühlt haben, warum, und woher unsere Eindrücke stammen.

Erste Station: Vrzac

Vrzac, Serbien, Straße
Vrzac, unsere erste Station in Serbien, nahe der rumänischen Grenze.
Vrzac, Serbien, Familienzimmer
Unser Familienzimmer in einer privaten Pension in Vrzac (nicht im Bild: die dazugehörigen Nikotinschwaden).
Spielplatz in Vrzac, Serbien.
Spielplatz in Vrzac.
Museum Vrzac, Serbien, Stadtwappen
Schön: Das kleine Museum in Vrzac ist dreisprachig konzipiert: Serbisch, Rumänisch und Englisch. Interessant: Das Stadtwappen zieren ein Bild von der Festung und ein abgeschlagener Türkenkopf.

Zweite Station: Zemun, Belgrad

Parken in Belgrad, Serbien
Vom Parken an der Straße wird in ganz Serbien abgeraten, haben wir gelesen. Aber was soll man machen, wenn es weit und breit keine Alternativen gibt? Im Belgrader Stadtteil Zemun standen wir fünf Tage lang direkt unter dem Fenster unserer Ferienwohnung. Nichts passiert.
Ferienwohnung Belgrad, Serbien
„Zwei Schlafzimmer“. Schon klar. Finde den Fehler!
An der Donau im ruhigen Stadtteil Zemun ist Belgrad idyllisch.
Glücksmomente gibt es auf unserer Reise überall.

Sightseeing in Belgrad

Belgrad, Fußgängerzone.
Belgrad, Fußgängerzone.
Belgrad, Innenstadt.
Belgrad, Innenstadt.
Belgrad, Serbien, Fußgängerzone
Nationalistische Souvenirs sind in der Belgrader Fußgängerzone an jeder Ecke zu haben.
Belgrad, Stadtpark, Panzer
Im Stadtpark von Belgrad.
An der Belgrader Festung sind Panzer ausgestellt. Begeisterte Eltern machen Erinnerungsfotos: Mein Kind mit Panzer. Wir sind entsetzt.
Unser Schlüsselerlebnis: Wenn zwischen dir und deinen Kindern ein Partisan mit Totenkopfflagge im Bus sitzt – Schockmoment in Belgrad, fotografisch dokumentiert aus der Hüfte.
Museum Belgrad
Das Museum in Belgrad. Ich habe durchaus Fotos im Inneren von der fragwürdigen Sonderausstellung gemacht. Aber um sie zu veröffentlichen, müsste ich um Erlaubnis bitten, und irgendwie glaube ich nicht, dass man in diesem Kontext davon begeistert wäre. Deshalb bleibt es bei der durchaus hübschen Außenansicht, und wer mehr wissen möchte, muss das Buch lesen. ;)
Belgrad bei Nacht
Jede Großstadt hat solche Ecken. Gefühlt und in unserer Erinnerung bleibt das hier aber „typisch Belgrad“.

Vom Couchsurfer-Treffen, über das ich in „Die Entdeckung Europas“ ausführlich berichte, habe ich leider keine Fotos.

Die gesamte Liste der bisher erschienenen Foto-Beiträge gibt es am Ende dieses Beitrags:

Die Entdeckung Europas: Unser Buch ist da!!

4 Gedanken zu „Belgrad: Von Helden und Kriegsverbrechern [Die Entdeckung Europas]“

  1. Liebe Lena,
    bin in Vorbereitung einer Fußwanderung mit Hund von Schaumburg nach Kreta (soll aber erst in 1 bis zwei Jahren stattfinden) auf Deinen Blog gestossen. Ich freue mich sehr über Deine lebendigen Schilderungen und bin begeistert über Euren Mut und Offenheit. Vielleicht erfreut Dich etwas Positives zu Serbien : Als Vormund für einen minderjährigen afghanischen Flüchtling kümmerte ich mich auch um die Familienzusammenführung mit seinem Vater und seinen Geschwistern, diezunächst in Bulgarien unter schlimmsten Bedingungen festsaßen . Meine Anträge (in englisch )wurden nicht einmal beantwortet (aber auch nicht vom deutschen BAMF!) . Statt dessen wollten sie im Lager in Bulgarien den Vater von der Familie mit 2 Kleinkindern trennen, um so Druck zur freiwilligen Rückreise auszuüben. Die Familie setzte sich daher nach Belgrad ab und teilte hierhin mit, dass es dort jedenfalls im Vergleich zu Bulgarien wie im Paradies wäre. Sie sitzt nicht mehr in einer Massenunterkunft sondern in einer Wohnung, die Kinder
    werden beschult, eine Tochter macht eine Ausbildung zur Friseurin , ein Sohn ist im Fussballverein. Vor allem sagen sie aber : die Serben sind freundlich zu uns, auch wenn die Möglichkeiten beschränkt sind werden wir hier wie Mneschen behandelt. Trotzdem hoffen wir natürlich, dass die Behördentortur jetzt bald ein Ende hat und die Visa ausgestellt werden. Ich möchte aber keine Vorurteile gegen Bulgarien schüren . Es gibt halt Licht- und Schattenseiten in jedem Land.

    Für meine zukünftige Reise mach ich mir nur Sorge um die Sicherheit für meinen Hund, der aus Kreta stammt. Ich muss eine Route finden, die Giftköder sicher ist und keine olfaktorischen Belästigungen für ihn und mich ausstrahlt. Auch mit Unterkunft (ich lass den Hund nicht allein draußen) dürfte es schwierig werden, aber ich werde ein Zelt dabei haben. Hab ja noch genug Zeit zu recherchieren und zu planen, obwohl : gerade im Balkan kommt es ja oft anders als man denkt , Flexibilität ist angesagt…..

    Liebe Grüße, C.

    P.S. Deine Schaumburg Geschichten unter all diesen Europa Erfahrungen sind natürlich TOP !!!!

    1. Oh, das ist ja wirklich ein spannendes Projekt! Das glaube ich, dass man da viel bedenken muss. Das Gute an einer langsamen Reise von zu Hause aus ist ja, dass man sehr allmählich vom Gewohnten ins Fremde gleitet.
      Es freut mich zu hören, dass „deine“ Familie es in Serbien so gut getroffen hat! Ich hatte mal Kontakt zu einer privaten Initiative dort, die auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise in Belgrad viel geholfen hat.
      Viel Spaß auf jeden Fall beim Planen und der Familie viel Glück auf dem weiteren Weg!

  2. Hallo,
    habe nach `Urlaub in Serbien` gesucht und bin auf diesen Blog gestoßen.
    Welch einseitige Sichtweise ich hier zu sehen bekomme, ist erschreckend. Die Vorurteile in Euren Köpfen habt ihr hier bestätigt. Bravo. (merkt es wahrscheinlich nicht? Oder etwa doch).
    Dieses „böse“ Serbien. Die Serben! Nie wieder Serbien, weil es ist so böse und gaanz zufällig habt ihr, innerhalb weniger Stunden, „diese bösen“ Erfahrungen gemacht. Welch Zufall. Ihr wahrt mehrere Tage dort. In einem Land mit einer jahrhunderterlangen Geschichte. Und habt einzig und allein diese eine Erfahrung gemacht. Sonst gibt es nichts über dieses Land oder Sehenswürdigkeiten zu Berichten. Ahhja, aber ihr habt es „diesen Serben“ gezeigt! Seid sofort ausgereist und werdet nie wieder dort hinfahren. Dann noch schön als Überschrift im Blogartikel verewigt.
    Über die Länder in der Umgebung (habe jetzt nur Kosovo und Albanien überflogen) gibt es so viele Sehenswürdigkeiten zu Berichten, kein Wort jedoch über die politische Lage oder gar dortigen Nationalismus und andere ismen. Aber hey, habt es ja groß „erklärt“ und „dargestellt“, daß es ja „nur“ die zufällige Erfahrung war die Ihr dort erlebt habt.
    Ihr merkt wirklich nicht wie voreingenommen ihr diese achso bösen Serben wahrnimmt. („Die“ sind alle gleich?)
    Achja, bin über einen Artikel über die nie aufgearbeiteten Kriegsverbrechen der UCK gestolpert, von der die führenden Köpfe heute in Albanien an der Macht sind. Ist halt neu für Euch, die Bild hat ja nicht darüber berichtet und es würde ja die allgemein als Opfer zu sehenden in ein anderes Licht rücken und Weltbilder zerstören. Der Serbe hat halt nun mal der böse zu sein und ihr habt es denen gezeigt, (gratismut) …und es im www verewigt. Dann wird sich noch beschwert daß ihr deswegen kritische Kommentare bekommt. (und dabei habt ihr doch „nur“ diese eine „zufällige“ Erfahrung
    niedergeschrieben) -Opferhaltung par excellence.
    Liebe Grüße und weiterso. Denn, wie man sieht kommt man damit recht weit. Bin ein netter Mensch und wünsche keinem Schlechtes.
    Bin übrigens nicht gebürtiger Deutscher aber auch nicht aus ExJugaslawien. Hätte halt nur gerne eine ausgewogene, oder zumindest nicht so einseitige Sicht gelesen.

    1. Oh, großartig: Jetzt geht es hier weiter. :) Und eigentlich frage ich mich, wieso ich mit jemandem, der seine E-Mail-Adresse mit fakefake@fake.com angibt, überhaupt diskutieren soll. Aber gut, es ist eine Meinungsäußerung, die ohne persönliche Beleidigungen, ohne Drohungen gegen mich und meine Familie und ohne Hetze gegen einzelne Volksgruppen auskommt, und das will ich mal honorieren…
      [Gebetsmühle an] Ich habe nirgendwo im Text geschrieben, dass „Serbien böse“ ist, oder dass „die Serben“ doof seien. Ich habe von unseren persönlichen Erfahrungen innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums berichtet und das sehr deutlich gemacht. Ich lege jedem ans Herz, selbst hinzufahren und sich ein eigenes Bild zu machen. Ich habe (in dem Text mit der aus grünen inzwischen gesperrten Kommentarfunktion, auf den du dich beziehst) eine ganze Latte Berichte von Reisebloggern verlinkt, die in Belgrad waren und es toll fanden. [/Gebetsmühle aus]
      Was konkret möchtest du denn von mir? Dass ich Belgrad toll finde, trotz der Erlebnisse, die wir hatten? Dass ich nicht schreibe, was mich gestört hat? Dass ich deine Meinung annehme, weil deine Meinung die richtige ist, weil es deine Meinung ist?
      Du schreibst, du hättest gerne eine ausgewogene Sicht gelesen. Unsere Erfahrungen waren leider nicht ausgewogen. Deshalb habe ich zu den zahlreichen Kollegen verlinkt. Was genau willst du denn noch? Dass wir auf eigene Kosten noch mal hinfahren, unseren Urlaub in einem Land verbringen, das uns beim ersten Mal so gar nicht gefallen hat, und auf Teufel komm raus etwas Positives suchen, über das wir dann berichten können?
      Dass uns so gar nichts in Serbien gefallen hat, stimmt übrigens nicht. Es gab auch schöne Momente, und die kommen im Serbien-Kapitel meines Buches (zu den die Fotos in diesem Bericht gehören, den du kommentiert hast) auch vor. Gebloggt habe ich darüber tatsächlich nicht. Gerade auf unserer großen Reise hatte ich schlicht nicht die Zeit, über jede einzelne unserer Stationen ausführlich zu bloggen. Über Sardinien gibt es z.B. keinen einzigen „richtigen“ Blogbeitrag. Über Montenegro auch nicht. In meinen Blogbeiträgen stecken durchschnittlich acht Stunden Arbeit. Unbezahlte, quasi ehrenamtliche Arbeit, wohlgemerkt. Dass ich keine Lust hatte, ausgerechnet über Belgrad einen vernünftigen Sightseeing-Artikel zu verfassen, kannst du mir vorwerfen. Mein Schuldgefühl hält sich diesbezüglich aber in engen Grenzen. (Und: Deswegen habe ich ja zu den Kollegen verlinkt, Himmel sacra!)
      Übrigens, ganz allgemein zum Thema Serbien: Die Tagesschau wiederholt ja immer ihre Folgen von vor 20 Jahren, und im Moment geht es da vor allem um den Kosovo-Krieg. Den sozusagen häppchenweise „live“ noch einmal serviert zu bekommen, war für uns sehr interessant. Geschichtsaufarbeitung ist eine gute, sehr wichtige Sache – ob es jetzt um Kriegsverbrechen der UCK, der Ustasa, der kroatischen, serbischen oder deutschen Armee zu welchem Zeitpunkt auch immer geht: sollte unbedingt dokumentiert, diskutiert, in Kontext gesetzt werden!

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