Familienurlaub im Schwarzwald, Waldkirch

Schwarzwald: Familienurlaub in Waldkirch

In unseren Osterferien war Waldkirch im Schwarzwald die letzte große Station unseres Familien-Roadtrips. Warum wir den kleinen Ort als ideale Basis-Station für den Schwarzwald-Urlaub mit Kindern erlebt haben und welche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten Waldkirch gerade für Familien bietet, erzähle ich heute ausführlich.

Ein bisschen Klarheit vorweg

Dieser Text konnte dank einer Einladung des Tourismusverbands ZweiTälerLand entstehen. Er ist einer von über 120 authentischen Erlebnisberichten aus ganz Deutschland, die alle auf unseren eigenen Erfahrungen beruhen (und freie, nach journalistischen Grundsätzen verfasste Texte sind, niemals vom Kooperationspartner „Korrektur gelesene“ Werbung – es sei denn, es steht ausdrücklich dran in der Überschrift). Die vollständige Auswahl gibt es hier:

Familienurlaub in Deutschland: Von den Bergen bis ans Meer

Familienurlaub in Deutschland

In Waldkirch waren wir in den Osterferien 2019 als (noch) vierköpfige Familie mit zwei Jungs (14 und 12) und Baby im Bauch (7. Monat).

Damit ihr ein Bild von mir habt: ein schnelles, schlechtes Spiegel-Selfie, aber immerhin aus Waldkirch. :)

Wo liegt der Schwarzwald überhaupt?

Eigentlich weiß „man“ das ja: Der Schwarzwald liegt ganz im Südwesten Deutschlands in Baden-Württemberg. Aber dann wird es, ehrlich gesagt, zumindest für so Nordlichter wie uns, schon schwierig. Was gehört denn jetzt alles dazu zur Region Schwarzwald?

Ich habe mir die Angelegenheit auf der Karte angeguckt. Netterweise eignen sich die Autobahnen hervorragend, um das Gebiet einzugrenzen: Nördliche Grenze ist die A8, östlich die A81, westlich die A5 und südlich – na gut, da muss man doch einfach auf die Schweizer Grenze ausweichen. Westlich kann man auch den Rhein und damit die französische Grenze nennen. Und will man es sich ganz einfach machen und nur einen Satz darüber verlieren, so könnte der lauten: Der Schwarzwald ist der südwestlichste Zipfel Deutschlands, südlich von Karlsruhe und westlich von Rottweil.

schwarzwald hotel pfauen oberprechtal
Schwarzwald im ZweiTälerLand (hier in Oberprechtal im Elztal).

Waldkirch im Schwarzwald

Nicht von der Hand zu weisen ist jedenfalls der Fakt, dass Waldkirch mittendrin liegt im Schwarzwald. Oder na ja, eher dem westlichen Rand zugeneigt im unteren Drittel – aber jedenfalls ist Waldkirch indiskutabel „echt Schwarzwald“.

Die Region nennt sich ZweiTälerLand. Eines dieser zwei Täler – das, an dem Waldkirch liegt – ist das Elztal.

Rund 15 Kilometer sind es bis nach Freiburg im Breisgau, das mit gut 200.000 Einwohnern vergleichsweise eine Metropole der Region darstellt. Bis zum Feldberg, dem höchsten Berg des Schwarzwalds, sind es rund 60 Kilometer (mit dem Auto, Luftlinie ist er näher dran). Rund eine Stunde Fahrzeit wäre es nach Colmar in Frankreich, etwa ebenso lange nach Basel in der Schweiz. Die Landeshauptstadt Stuttgart ist doppelt so weit entfernt. Und von uns zu Hause im Schaumburger Land (bei Hannover) fährt man gut sechs Stunden.

Der Schwarzwald. Mit Blick auf Waldkirch.

Die große Frage lautet nun freilich: Wieso eignet sich vor allem Waldkirch so prima für einen Familienurlaub im Schwarzwald? Antwort sind vor allem die beiden Hauptattraktionen der Stadt, die Kinderherzen höher schlagen lassen und auch den Eltern (also, uns zumindest) Spaß machen: der Schwarzwald-Zoo und der Baumkronenpfad Waldkirch.

Der Schwarzwald-Zoo Waldkirch

Familiär geht es zu im Schwarzwaldzoo. Rund 230 Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien wohnen in den Gehegen und Volieren auf dem teils recht steilen Gelände.

Schwarzwaldzoo Waldkirch, Kind mit Emu
Auf du und du mit Emu.

Seit ziemlich genau 60 Jahren gibt es den kleinen Zoo, und einiges im Aufbau fällt durchaus unter den Begriff „traditionell“. Ansätze zur Wissensvermittlung auf modernem Niveau sind vorhanden, und an vielen Ecken tut sich was. Zwanghafte Superlative jeder Art sucht man hier dagegen vergebens.

Schwarzwaldzoo Waldkirch
Silas auf Streifzug durch den Schwarzwaldzoo.

Dafür können vor allem Familien mit kleineren Kindern einen entspannten Ausflug genießen. Neben heimischen Arten wie Eseln, Störchen und Vipern gibt es auch putzige Tiere von weiter weg zu bewundern: Lamas etwa, Emus und die kleinen Bennet-Kängurus. Durch ihr Gehege führt ein Besucherweg mitten hindurch. Silas ist hochgradig entzückt, als ihm eines der Fellknäuele beinahe über die Füße hoppelt.

Schwarzwaldzoo Waldkirch, begehbares Känguru-Gehege
Im richtigen Moment hab ich natürlich wieder nicht abgedrückt. Das war kurz vor Silas‘ „Nah-Känguru-Erfahrung“.

Für den Spielplatz mit riesigem Hüpfkissen sind unsere Jungs schon etwas groß. Für den Streichelzoo sind sie dagegen immer noch zu haben und treten mit Schafen und Hängebauchschweinen in einen stillen Dialog.

Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise weiß am besten die Homepage des Schwarzwaldzoos.

Schwarzwaldzoo Waldkirch, Streichelzoo Kind mit Schaf
Silas und ein Soay-Schaf.

Der Baumkronenpfad Waldkirch

Am Ausgang des Schwarzwaldzoos nehmen wir uns noch ein Eis auf die Faust und marschieren dann stramm bergauf. Gleich hier beginnt nämlich der „Sinnesweg“, der uns zum Baumkronenpfad führt und eigentlich selbst schon Teil desselben ist. Insgesamt umfasst der Baumkronenpfad vier solcher Erlebnis-Areale.

Sinnesweg Waldkirch

Ist man ungnädig – und das wird man irgendwo auf der Strecke bestimmt, zumindest wenn man einen schweren Kinderwagen vor sich herschiebt oder wie ich gerade im siebten Monat schwanger ist – kann man den „Sinnesweg“ als verflucht steile Zumutung von einem Wanderweg beschimpfen. Aber nun ja, der Schwarzwald ist nun einmal Deutschland höchstes Mittelgebirge, da geht es rauf und runter – und wenn man von oben die Aussicht genießen will, dann geht es vor allem erst einmal rauf.

Sinnesweg Waldkirch
Jetzt hab ich natürlich wieder kein einwandfreies Beweisfoto gemacht. Ganz so steil, wie Silas hier auf der Pritsche seiner Waldboden-Untersuchungs-Station liegt,  ist der Wanderweg natürlich nicht. Unschwangere Besucher maulen möglicherweise auch deutlich weniger als ich…

Die Gemeinde Waldkirch hat das Problem schon ganz gut gelöst, indem sie den Zugang zum Baumkronenpfad aufwändig mit interessanten Zwischenstationen bestückt hat, sodass die Strecken dazwischen so kurz sind, dass die Steigung im Idealfall gar nicht weiter auffällt. Fast durchgängig können wir auf dem etwa 1,3 Kilometer langen Weg von einem Haltepunkt aus immer schon die nächste interessante Verlockung sehen.

Vom „Wald-Fernseher“ mit Blick auf die Burguine geht es zu Tast-, Hör- und Duftstationen. Alle Sinne eben sollen wir benutzen.

sinnesweg waldkirch
Zu gucken gibt es natürlich auch viel.

Der Baumkronenpfad (trotz Höhenangst)

Der eigentliche Baumkronenpfad ist verhältnismäßig kurz. Es ist der erste, den wir selbst begehen (bisher haben wir uns bloß den im Bayerischen Wald, den auf Rügen und an den Beelitz Heilstätten in Brandenburg von unten angeguckt, und die waren deutlich länger).

Als Mensch mit ausgewiesener Höhenangst kommt mir die kurze Strecke sehr entgegen – wie aber sowieso die gesamte Bauweise beim Schwarzwald-Modell. Ebenerdig marschieren wir los auf einen Holzbohlenweg, der schnell zur Brücke über das unter uns abfallende Gelände wird. Alles ist aus massivem Holz, auch das gut hüfthohe Geländer. Alle paar Schritte sind einige Bohlen durch einen durchsichtigen Gitterrost ersetzt. Ich bin nicht die einzige, die einfachen einen großen Schritt darüber hinweg macht. Obwohl wir am höchsten Punkt mehr als 20 Meter über dem Waldboden stehen und den Baumwipfeln quasi in die Augen sehen können, bleibe ich ganz entspannt.

Baumkronenpfad Waldkirch, Schwarzwald
Ja, es ist hoch. Aber die hohe Holzbrüstung gibt mir Höhenängstling ganz gut das Gefühl der Sicherheit.

Die Aussicht ins Tal ist atemberaubend. Und zwischendurch gibt es wieder einige kindgerechte Mitmach-Stationen, die den Blick auf bestimmte Merkmale und Bewohner der Bäume lenken.

Aussicht vom Baumkronenpfad Waldkirch
Die Aussicht fasziniert selbst die Jungs (für ungefähr zwei Minuten…).

Wackeliger Abenteuerpfad

Viel spannender als die Aussicht von oben finden unsere Jungs den Abenteuerpfad. Die Konstruktion aus Hängebrücken, Netzen und ähnlichen Elementen fordert den Gleichgewichtssinn heraus und erinnert an einen Niedrigseilgarten.

Baumkronenpfad Waldkirch, Abenteuerpfad, Schwarzwald
Janis läuft souverän und sogar freihändig über den Abenteuerpfad.

Schilder warnen vor langen Wartezeiten. Martin und die Jungs marschieren aber zumindest in den Osterferien locker in eins über den Parcours. Während ich an einem geeigneten Foto-Spot auf sie warte (mit Kugelbauch mag ich lieber nicht selbst mitmachen), werde ich aber Zeuge, wie ein sehr vorsichtiges, sehr kleines Kind hinter ihnen sehr lange den Verkehr aufhält. Im Sinne aller anderer Besucher empfiehlt es sich also, im Zweifelsfall mit dem Nachwuchs die 200 Meter lange Strecke zuerst einmal von außen abzugehen und ihn nicht ganz alleine auf den Weg zu schicken.

Näher am Wald geht nicht: der Barfuß-Pfad

Richtig gut gefallen hat mir der Barfuß-Pfad. Zum Glück ist es an diesem Frühlingstag schon warm genug, um Schuhe und Strümpfe auszuziehen und mit nackten Füßen über den ganz neu angelegten Pfad zu balancieren. Noch ganz ohne sommerliche Hornhaut ist das für Silas und mich eine echte Herausforderung, denn der Weg führt buchstäblich über Stock und Stein.

Baumkronenpfad Waldkirch, Barfußpfad, Schwarzwald
„Unten ohne“ über Stock und Stein.

Ganz so krass wie der Barfuß-Weg im IGA-Park in Rostock, der auf einer „Augen-zu-Strecke“ in Matschepampe und ein kaltes Wasserbecken führt, ist die Version in Waldkirch nicht (was wir einerseits etwas bedauern, andererseits aber auch verstehen, denn hier oben auf dem Berg gibt es kein fließendes Wasser, um die Füße sauber zu kriegen, bevor wir sie in die Wanderschuhe zurückstecken und den steilen Sinnesweg wieder hinunter marschieren müssen).

Die Riesenrutsche

Schneller geht es natürlich, wenn man auf dem Rückweg die Riesenrutsche nimmt. Die kostet zwei Euro Aufpreis, dafür kommen Mutige in den Genuss der längsten Tunnelrutsche Europas. 190 Meter geht es steil bergab.

Baumkronenpfad Waldkirch, Riesenrutsche, Schwarzwald
Blick auf die Riesenrutsche von oben vom Baukronenpfad.

„Schon ein Erlebnis“, kommentiert Silas, als die Sparsamen, Schwangeren und Muffenpaule der Familie ihn auf halber Strecke des Sinnesweges bergab endlich einholen. „Nur leider viel zu schnell vorbei.“

Ein Waldspielplatz und eine Mini-Runde zum Thema Totholz komplettieren die Angebote des Baumkronenwegs. Außerdem gibt es einen Kiosk und einen großen Picknickplatz mit Grillmöglichkeiten. Achtung: Toiletten gibt es nicht, nur Dixi-Klos.

Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise gibt es am zuverlässigsten auf der Homepage des Baumkronenpfads.

Und sonst so in Waldkirch

Wieder unten im Ort schlendern wir einmal die Fußgängerzone von Waldkirch rauf und runter. Knapp 22.000 Einwohner leben in der Stadt. Heute sind die meisten offenbar anderswo.

fußgängerzone Waldkirch
Die Fußgängerzone von Waldkirch am Samstag vor Ostern.

Wir kehren ein im Eiscafé Toscani in der Langen Straße. Die traditionelle Eisdiele hat – genau wie der Zoo – bereits ihr 60. Jubiläum in Waldkirch gefeiert.

Eisdiele Toscani, Waldkirch
Nach so vielen kleinen Abenteuern haben wir uns was Süßes verdient!

Das Elztal-Museum lassen wir aus, dafür ist es schon zu spät. Eine Runde Minigolf würden wir gern noch spielen, denn im Park am Stadtrainsee gibt es eine sehr schöne Anlage. Aber dann ist bei den Jungs irgendwie doch die Luft raus.

Stadtrain-Park, Waldkirch, Schwarzwald
Im Stadtrain-Park fand ich es besonders hübsch. Hier kann man sich auch Tretboote leihen.

Nun, wir haben auch wirklich schon eine Menge erlebt an diesem einen Tag!

Ganz in der Nähe: Ziege-to-go

In Gutach, nur etwa acht Kilometer von Waldkirch entfernt, gibt es noch eine ganz spezielle „Sehenswürdigkeit“, die ich bei dieser Gelegenheit allen Urlaubern des ZweiTälerLands noch schnell ans Herz legen möchte. Uns zumindest hat die Tour sehr, sehr gut gefallen. Es geht ums Wandern mit Ziegen. In der Zusammenfassung unserer Osterferien habe ich schon kurz von dem Konzept erzählt. Und auch dieser Bericht hier ist schon wieder viel zu lang, um angemessen auch noch davon zu berichten. Also gebe ich nur das Stichwort, versichere: es macht tierisch Spaß!, und schicke euch zum Selberrecherchieren auf die Homepage von Ziege-to-go.

schwarzwald wandern mit ziegen und kindern
Wandern mit Ziegen. Eine tolle Sache!

Familienfreundliche Unterkunft in Waldkirch: Gästehaus Gehri

Aber von unserer Unterkunft möchte ich zumindest noch ein bisschen ausführlicher erzählen, denn ich weiß: Ein guter Tipp und ungeschönte Erfahrungswerte aus Familiensicht sind Gold wert bei der Suche nach einer Bleibe.

Wir haben unsere beiden Nächte in Waldkirch im Gästehaus Gehri verbracht. Das Gästehaus liegt etwas abseits im Ortsteil Buchholz, vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Gästehaus Gehri Waldkirch
Ein Haus mit immenser Tradition: Das Gästehaus Gehri beherbergt in der einen oder anderen Form seit dem 17. Jahrhundert auswertige Besucher.

Die Apartments bieten eine sehr familienfreundliche Mischung aus Ferienwohnung und Hotel. Wir bewohnen zwei Doppelzimmer, die durch einen kleinen privaten Flur verbunden sind. Jedes hat sein eigenes Bad. Eines verfügt außerdem über eine kleine Küche, sodass wir uns auch selbst verpflegen könnten. Vom Balkon aus blicken wir direkt ins Grüne auf grasende Pferde und den Schwarzwald.

gästehaus gehri waldkirch aussicht
Die Aussicht von unserem Balkon.

Im kleinen Garten der Anlage gibt es eine Schaukel und weitere Spielgeräte für Kinder. Für Regentage entsteht gerade ein Spielzimmer im Untergeschoss. Dort befindet sich auch ein schöner kleiner Sauna- und Wellness-Bereich.

Wellness Bereich, Gästehaus Gehri, Waldkirch, Schwarzwald
Ein Teil vom Wellness-Bereich im Untergeschoss.

Unterkunft mit Tradition

Das Gästehaus blickt auf eine (sehr!) lange Geschichte zurück. Seit 1627 ist eine Gemeindestube mit Zimmervermietung dokumentiert, 1889 wandelt sich der Name des Familienbetriebs durch Heirat in Gehri. Auch wenn der Zahn der Zeit knapp hundert Jahre später einen Neubau erfordert und zwischendurch Pächter den Hotelbetrieb übernehmen, ist mit Geschäftsführerin Andrea Kibbel seit 2015 wieder eine geborene Gehri am Ruder.

Familienzimmer Gästehaus Gehri, Schwarzwald
Familienzimmer in Eiche Rustikal – aber geräumig und mit Blick ins Grüne.

Einen gewissen 80er-Jahre-Charme kann das Gästehaus nicht verleugnen, denn Eiche Rustikal P43 stirbt nun einmal einen sehr, sehr langsamen Tod. Aus Design-Sicht mag mancher da die Augenbrauen hochziehen. Aus Nachhaltigkeitssicht hingegen verdient die behutsame Renovierung und Neudekoration der Familie Gehri/Kibbel Applaus!

Selbstversorgerküche Gästehaus Gehri, Waldkirch, Schwarzwald
Die Küche ist winzig – aber voll ausgestattet.

Dass alles tiptop sauber ist, die Bäder technisch (und auch designmäßig) auf dem neuesten Stand, versteht sich dabei von selbst.

Frühstück in der Hirschenstube

Bis 2018 gehörte zum Gästehaus Gehri noch das Hotel-Restaurant Hirschenstube, das im Namen immer noch mitschwingt. Dort wird nun und bis auf weiteres nur noch das Frühstück serviert. Aber was für eins!

Frühstücksbuffet Gästehaus Gehri, Waldkirch, Schwarzwald
Silas probiert die Kornmühle aus.

Die ganze Familie ist hin und weg. Die Jungs feiern die Kornmühle, mit der sie sich selbst frische Müsliflocken zubereiten können. Dazu gibt es viel frisches Obst, auch täglich wechselnde Smoothies. Die Säfte – mindestens drei Sorten – stammen aus dem Nachbarort, ebenso wie die Marmeladen. Nach Möglichkeit ist alles bio, regional und fair. Zu Ostern steht manche lokale Leckerei auf dem Buffet, und die Jungs bekommen einen großen Osterhasen aus Bio-Schokolade.

Frühstücksbuffet Gästehaus Gehri, Waldkirch, Schwarzwald
Natürlich gibt es auch Deftiges zum Frühstück. Ich bin vor allem angetan von der Obst-Auswahl.

Link zur Homepage des Gästehaus Gehri.

Abends Einkehren in der „Straußi“

Einen familienfreundlichen Restaurant-Tipp für Waldkirch hab ich zum Abschluss auch noch. Gleich nebenan vom Gästehaus liegt die „Straußi“, eine ganz traditionelle badische Wirtschaft (Schwarzwaldstraße 18). Hier gibt es zünftige Hausmannskost mit viel Fleisch, aber auch Vegetarier finden etwas auf der Speisekarte. Die Jungs schwärmen für die „Brägele“ (Bratkartoffeln), ich entdeckte meine Liebe für badischen Kartoffelsalat und „Bibiliskäs“ (Frischkäse). Zu den regionalen Spezialitäten gehören auch „Schäufele“ (geräucherter Schweinebraten aus der Schulter) und Flammkuchen in verschiedenen Variationen. Wer kulinarischen Experimenten selbst im Urlaub abgeneigt ist, erhält hier aber selbstverständlich auch Klassiker wie Schnitzel mit Pommes.

Silas ist glücklich: Endlich gibt es mal Fleisch (bei uns zu Hause nämlich nicht so oft). Der badische Kartoffelsalat dazu schmeckt ihm („Pommes kann ich ja überall kriegen.“).

Gleich neben den rustikalen Tischen und Bänken im Außenbereich befindet sich ein schöner Spielplatz. Und auch innen gibt es ein richtig schönes Spielzimmer mit Tobe-Ecke, Kletterwand und vielen Bilderbüchern.

Spielplatz Buchholz Waldkirch
Fürs Foto bequemt sich der 12-Jährige noch mal auf den Spielplatz (und braucht dann doch eine ganze Weile, bevor wir wieder gehen können).

Wer gleich um sechs Uhr abends Essen möchte, sollte besser reservieren. Ab 19 Uhr war unserer Beobachtung nach aber schon wieder ganz viel frei.

Aktuelle Öffnungszeiten und sogar die ganze Speisekarte gibt es auf der Homepage des „Gasthaus zur Straußi“. 

Mehr über Familienurlaub im ZweiTälerLand

Wir waren nicht die ersten Reiseblogger im ZweiTälerLand! Weitere Eindrücke aus dem südlichen Schwarzwald habe ich bei folgenden Kollegen gefunden:

  • Mrs Berry war mit ihrer Tochter ebenfalls auf dem Baumkronenpfad unterwegs, außerdem bei einem Seifen-Workshop und viel Wandern – und sie hat einen Unterkunftstipp für Urlaub auf dem Bauernhof im Schwarzwald parat.
  • Steffi von A daily Travelmate war mit Kleinkind in Waldkirch unterwegs und hat trotzdem das volle Programm mitgemacht. Außerdem ist die Familie richtig viel gewandert und hat dabei einige sehr familienfreundliche Touren entdeckt. Ebenfalls inklusive Unterkunfts-Tipp.
  • Die Familienreiseblogger von Travelisto waren auch Wandern mit Ziegen, im Schwarzwald-Zoo und in der „Straußi“ – und nach einem Klettergerüst-Sturz im Krankenhaus Freiburg…
  • Ellen von patotra war im Gegensatz zu uns ausführlich im Elztalmuseum in Waldkirch, außerdem in einer Edelsteinschleiferei und Wandern am Kandel.
  • Ganz kompakte Infos über Waldkirch und seine Sehenswürdigkeiten hat Michael von Erkunde die Welt parat, der als Autor des ADAC-Schwarzwald-Reiseführers ein echter Experte für die Region ist.
Waldkirch, Schwarzwald
Noch mal der Blick auf Waldkirch vom Sinnesweg aus.

Transparenz-Hinweis: Unsere Reise in den Schwarzwald war eine Reiseblogger-Kooperation. Das heißt, wir sind vom Tourismusverband ZweiTälerLand eingeladen worden, um über die Region zu berichten. Im Gegensatz zu bezahlter Werbung ergeht dabei kein Auftrag, es fließt kein Geld (zumindest nicht an mich; wer von wem wie viel Geld für unsere Beherbergung und das Programm bekommt, weiß ich zum Beispiel überhaupt nicht und muss ich auch nicht wissen). Das ZweiTälerLand hat jedenfalls für unsere Unterkunft im Gästehaus Gehri samt Frühstück und einem Abendessen in der „Straußi“ gesorgt und uns außerdem freien Eintritt im Schwarzwald-Zoo und beim Baumkronenpfad sowie die Ziegen-Wanderung organisiert – um uns in die Lage zu versetzen, umfangreich über Familienurlaub im Schwarzwald berichten zu können. Ich schreibe frei und nach journalistischen Kriterien über unsere persönlichen Eindrücke. Die Einladenden haben kein Mitspracherecht bei Inhalt, Umfang, Veröffentlichungszeitpunkt etc., weil es eben keine Werbung ist, sondern eine redaktionelle Kooperation ist.

4 Gedanken zu „Schwarzwald: Familienurlaub in Waldkirch“

  1. Da sind wir uns ja wirklich fast über den Weg gelaufen, wenn wir durch Waldkirch auch nur durchgefahren sind. Dafür waren wir – allerdings ziegenlos – auch in Gutach.
    Eine kleine Anmerkung hätte ich: Schwarzwälder „Schäufele“ hat mit Würstchen nichts zu tun, das ist ein geräucherter Schweineschulterbraten. ;-)

  2. Toll, vielen Dank für den tollen Bericht. Nun, wo mein Mann ja eine Woche alleine im Schwarzwald unterwegs war und sozusagen schon einmal etwas geschnuppert hat, möchten wir unbedingt noch einmal zu dritt hin. Und da können wir eure Tipps wahrlich gebrauchen. Ich werde zu gegebener Zeit berichten.

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