Nähkästchen-Geplauder aus Schottland: Zwischen #f4tSCO und DSGVO – und ein bisschen krassen Plänen

Wenn diese Zeilen online gehen, dann legen wir gerade in Newcastle an. Zwei Wochen Schottland liegen vor uns. Deshalb gibt es an diesem Sonntag ausnahmsweise mal keine aufwändig recherchierte Reisegeschichte, sondern nur ein bisschen Nähkästchen-Geplauder – auch weil ich ein paar Dinge über das family4travel-Blog und seine Zukunft zu sagen habe. Ein Beitrag, der eigentlich eher ein Newsletter ist und sich direkt an meine regelmäßigen (und damit liebsten) Leser richtet.

Zunächst einmal zu den erfreulichen Sachen. Es ist Mai, und allein das ist ja schon mal großartig! Und dann gibt es in NRW ausnahmsweise eine Woche Pfingstferien, und unsere Schule hat all ihre beweglichen Feiertage zu einer zweiten Ferienwoche zusammengelegt. Hervorragend! Da lohnt sich eine echte Auslandsreise, und unsere führt uns wie gesagt nach Schottland.

Schottland Fähre DFDS Amsterdam-Newcastle
Das war auf unserer letzten Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle Richtung Schottland.

family4travel auf „Geschäftsreise“ in Schottland

Für mich werden die kommenden zwei Wochen eine arbeitsreiche Zeit, denn am Ende soll ein handfestes Produkt dabei herauskommen (dazu erst später mehr, denn traditionell und möglicherweise aus Gründen wird um solche Dinge gern ein großes Geheimnis gemacht).

Für die Jungs und Martin wird es hoffentlich ein schöner Aktiv-Urlaub, bei dem sie gar nicht merken, dass sie für mich mitarbeiten. Wenn alles klappt, werden wir in 14 Tagen mehr als hundert Kilometer durch die schottische Landschaft wandern.

Zunächst geht es noch mal nach Glasgow, morgen dann weiter auf die Insel Islay im Südwesten. Unsere erste Urlaubswoche werden wir hauptsächlich zwischen Islay und ihrer Schwesterninsel Jura hin und her hüpfen.

In der zweiten Woche reisen wir dann quasi eine Insel weiter und nehmen uns Mull vor, nach Skye die zweitgrößte Insel der Inneren Hebriden. Dazu kommen dann noch Abstecher nach Iona und Kerrera, weiteren Mitgliedern der vielfältigen schottischen Insellandschaft.

The Hill House Helensburgh mit Kindern, Duchess Wood
Grün und bergig und herrlich wird es bestimmt auch diesmal (das hier ist bei Helensburgh in der Nähe von Glasgow).

Kommt doch einfach mit nach Schottland – virtuell!

Ihr könnt „live“ dabei sein, wenn ihr mögt. Unter dem Hashtag #f4tSCO findet ihr auf Twitter und Instagram meine „Liveberichterstattung“. Dafür braucht ihr keine extra Apps und euch auch nirgendwo anmelden, wenn ihr das nicht wollt. Klickt einfach auf die hier im Text genannten Links, dann könnt ihr immer sehen, was ich in den beiden Social Media Kanälen Neues gepostet habe. Wenn ihr sowieso dort Accounts habt, freue ich mich natürlich, wenn ihr mir dort „richtig“ folgt, wenn ihr das nicht sowieso schon eifrig tut. Natürlich freu ich mich auch über die Herzchen, die man dort verteilen kann. Aber in erster Linie geht es mir darum, euch an meinen Eindrücken, Gedanken und Erfahrungen vor Ort teilhaben zu lassen.

Besonders nett finde ich die Möglichkeit der Instastorys, zu denen ich bei Instagram Fotos und kleine Video-Sequenzen mit Schriftzügen und weiteren Infos versehen kann. Nach 24 Stunden verschwinden die wieder im Nirvana (zumindest für alle Normalsterblichen; wer weiß, wo Instagram/Google die im Verborgenen doch noch speichert). Das ist dann wirklich ganz unmittelbare virtuelle Reisebegleitung. Allerdings braucht man dafür dann doch die App und einen Account, fürchte ich, um diese Geschichten sehen zu können (falls sich tatsächlich deshalb jemand bei Instagram anmeldet: Um die aktuelle Story zu sehen, muss man dann auf das pink umrandete Profilbild des entsprechenden Nutzers klicken, bei mir also auf das family4travel-Logo).

Lochranza, Insel Arran, Schottland
Schottland ist sooo schön! Das hier ist der kleine Ort Lochranza auf der Insel Arran in der Abendsonne.

Blogger-Panik dank DSGVO

Damit sind wir schon gleich beim nächsten Thema. Im letzten Sommer konnte man die Instagram-Bildchen noch ganz bequem in der Seitenleiste des family4travel-Blogs einsehen. Beim Draufklicken erschien das Bild dann in groß, und die erklärende Bildunterschrift wurde sichtbar. Diese Funktion gibt es nun leider nicht mehr. In der rechten Seitenleiste (der Desktop-Version) befindet sich nur noch ein nicht mehr ganz aktueller Screenshot meiner Galerie, der mit meinem Instagram-Account verlinkt ist.

Die eingebettete Variante ist nicht mehr datenschutzkonform, weil Instagram (genau wie GoogleMaps und viele andere Dienste) durch solche Widgets die IP-Adressen aller Nutzer der betreffenden Webseite abfischen kann. Ob das schlimm ist, sei dahingestellt. Aber durch die neue Datenschutzverordnung des EU-Rechts (die berühmte DSGVO eben) dürfen Webseitenbetreiber das nicht mehr einfach so zulassen.

Wir kleinen Blogger sind deshalb in den letzten Wochen schrecklich beschäftigt gewesen, weil wir (also, zumindest ich) viele von diesen lebenserleichternden Diensten und Progrämmchen nutzen, von denen wir jetzt erst einmal in Erfahrung bringen mussten, ob die mit den neuen Gesetzen kompatibel sind, ob die Cookies setzen oder gar „nach Hause telefonieren“, also unbemerkt Daten über das Klickverhalten meiner Leser übertragen.

Wenn man sich auf wirtschaftliche oder sonstige Notwendigkeit dieses Prozesses berufen kann („berechtigtes Interesse“), reicht es merkwürdigerweise, wenn man seine Nutzer in der überarbeiteten Datenschutzerklärung darauf hinweist und ansonsten mehr oder weniger so weiter macht wie bisher.

Ich habe den umfassenden Blick hinter meine eigenen Kulissen dazu genutzt, meine Leser von möglichst viel unbemerkter Datensammelei zu befreien.

Der Screenshot meiner Insta-Galerie in groß. Da sind unter anderem noch Fotos aus dem wunderschönen Wolfenbüttel zu sehen, wo das Reiseblogger-Barcamp tagte, wo wir uns unter anderem auch ausführlich mit der DSGVO beschäftigten.

Umstellung der family4travel-Benachrichtigungen bei neuen Beiträgen

Im Zuge dieses Frühjahrsputzes möchte ich nun auch meinen langjährigen Mitarbeiter „Jetpack“ rausschmeißen. Dieses Programm war in meinem Backend (also da, wo ich Beiträge bearbeite und meine ganzen Einstellungen einsehen kann) schon gleich beim Einrichten meines Blogs installiert und hat mir mit verschiedenen Funktionen gute Dienste geleistet (mit einer Überblicks-Statistik zum Beispiel, einer vereinfachten Steuerung der Kommentarfunktion, solche Sachen). Leider ist der Anbieter amerikanisch und hat keine Lust, sein kostenloses Programm so umzustricken, dass es den EU-Gesetzen entspricht. Also fliegt es raus.

Allerdings war es auch Jetpack, das die automatisierte Benachrichtigung all jener übernommen hat, die sich mit ihrer E-Mail-Adresse eingetragen haben, um bei neuen Beiträgen auf family4travel Bescheid zu kriegen. Man kann die Adressen da in eine Datei exportieren, aber nach dem 27. Mai darf ich euch damit nicht mehr extra anschreiben (glaube ich), und vorher schaffe ich es nicht, weil mir die Schottland-Sache dazwischenfunkt, für die ich jetzt gerade noch tausend Sachen nebenbei erledigen muss.

Stichwort Schottland! :) (Hier auf Kintyre, mit Blick nach links hätte man von da aus schon Islay gesehen.)

Ich schätze, dass bei meinen knapp hundert E-Mail-Abonnenten ohnehin eine größere Zahl Karteileichen dazwischen sind. Und obwohl ich mich über jeden einzelnen Abonnenten riesig freue und das als wertvolles Kompliment für meine Arbeit sehe, nützt es ja auch nichts, mir da selbst in die Tasche zu lügen.

Also bitte ich euch einfach, euch – wenn ihr denn wollt – aktiv für den neuen E-Mail-Versand einzutragen, links in der Seitenleiste (in der Mobil-Version ganz nach unten durch scrollen). Dieser Anbieter versichert ausdrücklich, sensibel mit den Daten umzugehen und DSGVO-konform zu sein (nur das verwirrende Sternchen hinter dem „Email“ kriege ich leider nicht weg, es soll wohl auf die Datenschutzerklärung verweisen, die bei mir aber anderswo verlinkt ist).

Mit dem neuen E-Mail-Klienten seht ihr dann auch gleich in der Betreffzeile der Mail die Überschrift des neuen Beitrags, so dass ihr gleich entscheiden könnt, ob es sich lohnt, dem Link zu folgen.

Alle anderen werden spätestens ab dem 27. Mai (dem DSGVO-Stichtag) keine automatischen Benachrichtigungen mehr erhalten. Bitte desillusioniert mich nicht und lasst mich nicht ganz alleine hier…

So geht es weiter auf family4travel

Nächsten Sonntag gibt es wieder einen anständigen Reisebericht. Über Himmelfahrt waren wir auf Borkum und hatten dort ein paar hochgradig herrliche Tage! Die (erste) Zusammenfassung steckt schon fertig im Rohr und erscheint wie gewohnt am Sonntagvormittag hier im Blog.

Borkum mit Kindern Naturschutzgebiet Wanderweg
Sneak Preview: Borkum war einfach herrlich!

Auch die Foto-Beiträge zu den einzelnen Kapiteln meines Buches „Die Entdeckung Europas sind vorbereitet und gehen wie gewohnt jeden Dienstag online. Übermorgen geht es da nach Nordgriechenland, nächste Woche ist Mazedonien dran (ganz ehrlich, ich bin selbst immer wieder baff, wo wir überall schon waren und was wir dort alles erlebt haben!).

Die nächsten Reisetermine stehen auch schon. Über Janis‘ Geburtstag geht es zur #Extraschicht in den Pott und unter Tage.

Dann kommen die Sommerferien, und die werden wir volle Breitseite nutzen. Zuerst einmal geht es nach London und zu einer Attraktion, von der vor allem Silas begeistert sein wird, die ich aber nicht verrate, weil die Jungs sich eine Überraschung wünschen. Dann kommt ein kurzer Abstecher nach Wales, und dann volle fünf Wochen Irland von oben bis unten.

Im Herbst geht es wohl nach Berlin und Polen, vielleicht noch ein bisschen Sachsen und/oder Brandenburg dabei – mal sehen. Die konkrete Planung steht auf meiner To-do-Liste für die Zeit nach Schottland.

Fürs nächste Frühjahr habe ich erste vorsichtige Fühler zurück in die Schweiz ausgestreckt – schauen wir mal, ob das Pflänzchen so schön wächst, wie es gerade den Anschein hat.

Und im Zug nach Borkum haben wir vier ganz frisch die Entscheidung für den Sommer 2019 getroffen: Finnland und Russland (ja, ernsthaft). Inspiriert und ermutigt von Kind am Tellerrand wollen wir mit der Fähre nach Helsinki und von dort weiter bis Sankt Petersburg. Dann entweder ganz durch Estland und Lettland bis ins litauische Klaipeda zur Fähre, oder vielleicht auch nur die kleinere, langsamere Runde bis Tallinn und übers Meer wieder nach Helsinki und von da aus über die Ostsee zurück nach Hause. Aber diese Pläne stecken alle noch absolut in den Kinderschuhen.

Aber jetzt genieße ich erst einmal Schottland! Kommt ihr mit?

6 Gedanken zu „Nähkästchen-Geplauder aus Schottland: Zwischen #f4tSCO und DSGVO – und ein bisschen krassen Plänen“

  1. Aslo kein entweder. Wir wohnen nicht so weit von Tallinn und damals konntet ihr euch Tartu gar nicht so richtig gut ansehen – das heisst, wir werden uns auf euer Besuch nächsten Sommer freuen. :) Und übrigens gibt es irgendwelche Fähren nach Deutschland auch aus Riga, sagt Rain gerade.
    Und die ganzen deutsche Couchsurfer, die mit dem Auto nach St Petersburg fahren, halten immer bei uns. Ich glaube, es funktioniert auch, wenn man in die andere Richtung fährt. :)

      1. Jaaaa! Sobald der Älteste sein Gipsverband los ist, fangen wir mit Gästezimmer-Einrichten – oder wenigstens mit Ganzjahr-Grossputz) an.

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