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Gleis 9 ¾ (in London, England)

Nach dem Debakel im British Museum war ein halber Tag noch übrig. Lohnt es sich da noch, mit dem Sightseeing anzufangen? Eigentlich hatten wir zwei Tage für London eingeplant: einen fürs British Museum, einen für Big Ben und Co. Na ja, sagten wir uns, wir sehen mal, wie weit wir kommen. Und siehe da: Es wurde ein anstrengender, aber wunderschöner Tag.

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Eine Seefahrt, die ist… hauptsächlich beengt (auf dem Ärmelkanal)

Mit etwas Verspätung ist unsere Fähre (DFDS) in Dunkerque losgefahren. Der Preis für die Überfahrt ist günstig (je nach dem, wie frühzeitig man bucht – wir haben mit sechs Wochen  Vorlaufzeit knapp 100 € für die Hinfahrt bezahlt, 45 € für den Rückweg in drei Wochen). Es ist das dritte Mal, dass wir den Ärmelkanal in diese Richtung überqueren. 2007 haben wir selbst als Frühbucher auf der damals noch tätigen Absolut-Low-Budget-Linie von Boulogne aus auch nicht viel weniger bezahlt, und als wir 2002 zum ersten Mal hier waren, war es sogar noch richtig teuer. Großbritannien ist kein günstiges Urlaubsland, aber zumindest der Preis für die Überfahrt bewegt sich definitiv in die richtige Richtung.

Großen Luxus an Bord kann man dann natürlich auch nicht erwarten. Café, Restaurant, Bistro sind vorhanden, aber es mangelt an Sitzplätzen. Heute scheint die Sonne, und vor allem die Raucher haben sich nach draußen getrollt. Aber wo sollten die Leute alle hin bei schlechtem Wetter?

Not so very much outside space on our ferry, but enough to get a bit (much) of fresh air.
Not so very much outside space on our ferry, but enough to get a bit (much) of fresh air.

Für Familien mit kleinen Kindern wird einiges geboten: Es gibt eine Spielecke mit Kletterburg und einen zweiten Bereich, in dem Zeichentrickfilme gezeigt werden. Unsere Jungs machen ein langes Gesicht, denn die Spielecke ist nur für Leute unter einem Meter Körpergröße zugelassen. Na ja, ich schätze, ältere Kinder haben heutzutage eh alle ein Tablet oder ein Smartphone dabei. Unsere kulturelitären Waldorfschüler nicht, und so spielen wir Schwarzer Peter und Uno, während uns sanft die Wellen schaukeln. Zum Glück nämlich haben wir den allerletzten Vierertisch im Bistro ergattert und unsere Eroberung mit einem teuren, sehr schlechten Cappuccino im Pappbecher legitimiert.

After claiming the very last table in the seating area we had fun playing cards.
After claiming the very last table in the seating area we had fun playing cards.

Das Schiff erscheint mir vergleichsweise klein. Einen Außenbereich gibt es nur nach hinten raus, und um den zu betreten, muss man sich erst durch den dichten Qualm der Raucher kämpfen, die ihre Aschenbecher direkt vor die Tür gestellt gekriegt haben. Dafür ist hier alles recht sauber. Witzig finde ich die frei verfügbaren Mikrowellen im Restaurantbereich.

Zwei Stunden dauert die Überfahrt. Gerade parken wir im Hafen ein. Schade, dass die Felsen von Dover aufgrund des Schiffsaufbaus nicht zu sehen waren. Das ist immer so eine schöne Einstimmung auf die Insel. Ah, jetzt drehen wir, offenbar parken wir rückwärts ein. Ich gehe mal und mache ein paar Fotos.

 Und hier steht, warum das keine gute Idee war…

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 11. August 2013 verfasst.