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Familienurlaub: Mit Kindern nach Großbritannien?

Familienurlaub in Großbritannien – das ist nicht so ganz gewöhnlich. Wer eine Reise nach England, Schottland oder Wales mit Kindern in Erwägung zieht, hat häufig Zweifel, ob das wirklich die richtige Idee ist. Wir beantworten die gängigen Fragen und plaudern aus dem Nähkästchen.

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Dauerregen auf der Windschutzscheibe (in Røldal, Norwegen)

Zwei Urlaubs-Horror-Vorstellungen: den ganzen Tag mit kleinen Kindern im Auto sitzen und Dauerregen. In Kombination ging’s aber eigentlich.

Man könnte sagen, das Gute am Mistwetter ist, dass man nicht viel davon sieht. (You could say that the good thing about bad weather is that you don't have to see much of it...)
Man könnte sagen, das Gute am Mistwetter ist, dass man nicht viel davon sieht. (You could say that the good thing about bad weather is that you don’t have to see much of it…)

Auto-Tag. Die Kinder benehmen sich ausnehmend gut. Wir fahren nach Bergen, durch Nebel und Regen und eine Unzahl beängstigend langer Tunnel. Schlagartig fiel mir wieder ein, dass der ADAC seit Jahren die fatalen Sicherheitsmängel norwegischer Straßentunnel ankreidet. Aber sie führen ungelogen kilometerlang durch nacktes Granitgestein, natürlich ist da nichts mit Sicherheitsröhre. Wenigstens gibt es selten Gegenverkehr, so dass ein Unfall eher unwahrscheinlich ist.

Dieser hier ist zwar durchaus einer der imposanteren Wasserfälle entlang unserer Strecke, aber auch nur einer von vielen, vielen, vielen. (This one is one of the more impressive falls but then again, it's just one of many many many more.)
Dieser hier ist zwar durchaus einer der imposanteren Wasserfälle entlang unserer Strecke, aber auch nur einer von vielen, vielen, vielen. (This one is one of the more impressive falls but then again, it’s just one of many many many more.)

In Røldal haben wir eine kurze Pause gemacht und uns eine eher unspektakuläre Kirche angesehen – von außen, denn sie wollten 50 Kronen Eintritt. Dabei sind wir gründlich nass geworden (eigentlich schon in der Sekunde, als wir aus dem Auto stiegen).

Jetzt fahren wir am Hardanger Fjord entlang. Die Nebelsuppe ist so dick, dass wir teilweise das Wasser nicht sehen können, obwohl die Straße direkt am Fjord entlang führt. Dafür sehen wir viele, viele winzige Obstplantagen. Die steilen Hänge sind mit Bäumen übersät, und an allen Ästen hängen dicke Äpfel. Eine kurze Regenpause haben wir klugerweise sofort für unser mittägliches Picknick genutzt. Martin hat unser einziges Handtuch fürs Grobe auf einer Nacktschnecke platziert und die Kinder sich draufsetzen lassen.

Regenpause mit Picknick am Fjord. Was wir da noch nicht wussten: Silas sitzt gerade eine Nacktschnecke platt. (Picknick stopp in a brief moment of clear skies. What we did not know: Silas was sitting on a slug.)
Regenpause mit Picknick am Fjord. Was wir da noch nicht wussten: Silas sitzt gerade eine Nacktschnecke platt. (Picknick stopp in a brief moment of clear skies. What we did not know: Silas was sitting on a slug.)

Trotz allem bin ich froh und glücklich, denn wir haben Urlaub und sind on the road. Wir fahren vorbei an – gefühlt – tausend Wasserfällen. Manche sind so nah an der Straße, dass man glaubt, man bräuchte nur die Hand nach ihnen ausstrecken.

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 31. August 2009 verfasst.

„Wie Perlen an einer Schnur“ (in Lillesand, Norwegen)

"Wie Perlen an einer Schnur" sind laut Reiseführer die Fischerörtchen mit den weißen Holzhäusern an der Südküste Norwegens aufgereiht. Und ja, der Vergleich passt. (The little villages with the white wooden houses lay "like pearls on a necklace" along the Southern coast of Norway, says the guide-book. And it's right.)
„Wie Perlen an einer Schnur“ sind laut Reiseführer die Fischerörtchen mit den weißen Holzhäusern an der Südküste Norwegens aufgereiht. Und ja, der Vergleich passt. (The little villages with the white wooden houses lay „like pearls on a necklace“ along the Southern coast of Norway, says the guide-book. And it’s right.)

Heute gibt es ein paar Fotos von der Südküste Norwegens, die eigentlich nicht für einen eigenen Beitrag im Reiseblog reichen, aber zu schöne Erinnerungen wecken, um sie wegzulassen.

Rosa Rosen, weiße Holzfassaden - hübsches Lillesand! (I just loved the contrast of the pink roses and the white houses in Lillesand.)
Rosa Rosen, weiße Holzfassaden – hübsches Lillesand! (I just loved the contrast of the pink roses and the white houses in Lillesand.)

Eigentlich hatten wir auf einen Nachmittag am Strand gehofft, aber es stipperte nach wie vor bei knapp 20°C. Trotzdem fuhren wir ein Stück die Schärenküste rauf. Wir spazierten durch den kleinen Ort Lillesand und betrachteten die vielen weißen Holzhäuschen. In einem sehr kleinen Park am Hafen picknickten wir. Nach einer Runde durch den Ort fuhren wir weiter in ein kleines Fischerdörfchen.

In den Fischerdörfern an der südnorwegischen Schärenküste findet man "Bilderbuch-Norwegen". (The fishing villages in Southern Norway look like straight out of the picture-book.)
In den Fischerdörfern an der südnorwegischen Schärenküste findet man „Bilderbuch-Norwegen“. (The fishing villages in Southern Norway look like straight out of the picture-book.)

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 27. August 2009 verfasst.

Und drum herum gibt's viel freie Natur, in der die Kinder immer was zu wurschteln finden. (And in between there is more than enough room for children.)
Und drum herum gibt’s viel freie Natur, in der die Kinder immer was zu wurschteln finden. (And in between there is more than enough room for children.)

Hübsch, sauber und sonnig (in Kristiansand, Norwegen)

Für Kristiansand und Umgebung haben wir eineinhalb Tage eingeplant – genug, wenn man mit kleinen Kindern reist, möchte ich behaupten. Der Reiz von Stadtrundgängen hält sich in Grenzen, solange man im Kindergartenalter ist. So haben wir es bei einem abendlichen Spaziergang durch die fünftgrößte Stadt Norwegens belassen.

Abendstimmung im Park am Yachthafen. (An evening in the park next to the marina.)
Abendstimmung im Park am Yachthafen. (An evening in the park next to the marina.)

Bis wir eingecheckt, ausgepackt und das Haus erkundet hatten, war es halb sechs. Unsere erste Station auf dem Stadtrundgang war deshalb eine hastige Suche nach einem Bäcker. Fast alle Geschäfte schließen hier nämlich konsequent um sechs. Dafür haben die Norweger richtig echtes Brot. Der Laib Vollkornbrot, den wir uns geleistet haben, kostete zwar umgerechnet ungefähr sechs Euro, aber er war sehr lecker. Wir haben ihn später beim Abendbrot im Garten fast aufgegessen.

Hübsch, sauber, sonnig: Kristiansand. (Pretty, clean and sunny.)
Hübsch, sauber, sonnig: Kristiansand. (Pretty, clean and sunny.)

Zuvor haben wir noch einen Spaziergang durchs Stadtzentrum gemacht, vorbei an der laut Reiseführer größten Kirche des Landes (etwa so groß wie der Mindener Dom), einem Yachthafen und ein paar hübschen Brunnen.

Die Domkirche von Kristiansand zählt zu den größten des Landes, beeindruckt den weitgereisten Besucher aber eher ihrer schlichten spröden Schönheit wegen. (The church is one of Norway's biggest and it is worth seeing, but for well-travelled people more for its simple beauty than for any superlatives.)
Die Domkirche von Kristiansand zählt zu den größten des Landes, beeindruckt den weitgereisten Besucher aber eher ihrer schlichten spröden Schönheit wegen. (The church is one of Norway’s biggest and it is worth seeing, but for well-travelled people more for its simple beauty than for any superlatives.)

Mehr gab es eigentlich nicht zu sehen. Eine hübsche kleine saubere Stadt. Möglich, dass wir etwas verpasst haben, aber nach dieser Stippvisite würde ich behaupten, dass Kristiansand nichts Besonderes hat.

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 26. August 2009 verfasst.

Eine hübsche, saubere Fußgängerzone beeindruckt mit schicken, teuren Boutiquen und erfreut die Jungs mit dem bronzenen Hoppepferdchen, das den eindeutigen Scheuerspuren in der Sattelgegend nach von Kindern regelmäßig als solches benutzt wird. (There are not only fancy shops in Kristiansand's city centre but also this pretty one in bronze that, judged by the polished back, is often used this way.)
Eine hübsche, saubere Fußgängerzone beeindruckt mit schicken, teuren Boutiquen und erfreut die Jungs mit dem bronzenen Hoppepferdchen, das den eindeutigen Scheuerspuren in der Sattelgegend nach von Kindern regelmäßig als solches benutzt wird. (There are not only fancy shops in Kristiansand’s city centre but also this pretty one in bronze that, judged by the polished back, is often used this way.)

Kristiansand liegt an der Südspitze Norwegens und hat knapp 85.000 Einwohner. Es ist vor allem bei norwegischen Touristen beliebt, ob des für dortige Verhältnisse recht sonnigen Wetters. Hauptattraktion ist der Kristiansand Dyrepark, eine Kombination aus Zoo, Spaßbad und Freizeitpark. Der ist für deutsche Urlauber weniger anziehend, was vor allem daran liegt, dass eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern für eine Tageskarte in der Hauptsaison 2014 umgerechnet 250 Euro bezahlt. Kein Witz. Das heißt, den Zoo ohne Badeland gibt es als Schnäppchen schon für 177 Euro für alle vier. Aber ich war nie dort und darf mir deshalb auch kein Urteil erlauben, ob sich das lohnt oder nicht…

Kiel: Wo Engel ein „Ritterschwert“ führen und Pinkeln hinter der Kirche verboten ist

Auf dem Weg nach Skandinavien kommen wir heute erstmal nur bis in den hohen Norden Deutschlands. Bei einem Zwischenstopp haben wir Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt erkundet. Ein Stadtspaziergang durch Kiel mit kleinen Kindern.

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