Urlaub in Albanien Durres

Durrës: Unsere Tipps und Erfahrungen für den Albanien-Urlaub

Urlaub in Albanien gilt als the next big thing: Das kleine Land liegt südlich von Kroatien direkt an der Adria-Küste und hat mit Sonne satt, herrlichen langen Stränden und einem unschlagbaren Preisniveau all das zu bieten, wovon deutsche Touristen träumen. Gut möglich, dass all-inclusive-Ferien an der albanischen Riviera bald Mainstream sind. Die Stadt Durres ist prädestiniert dafür – hat aber mehr zu bieten als warmes Wetter und Billigbier. Wir waren da und haben uns umgeschaut.

Artikel-Struktur

  • Urlaub in Durres
    • Kurztrip in die Geschichte von Durres
  • Sehenswürdigkeiten in Durres
    • Das Amphitheater
    • Der byzantinische Marktplatz
    • Die Stadtmauern
    • Das Archäologische Museum
    • Streetart
    • Die Strandpromenade
  • Strand-Urlaub in Durres
    • Hotels in Durres
    • Straßenhunde in Albanien und das Thema Tollwut
  • Cafés und Restaurants in Durres
  • Unser Fazit: Ist Urlaub in Durres empfehlenswert?
family4travel in Albanien, Durres mit Kindern
Persönliche Erfahrungen, und zwar von uns Vieren: Lena, Martin, Janis und Silas, hier an der Strandpromenade von Durres.

Zunächst muss ich zugeben: Wir sind nicht gerade Albanien-Kenner. Gerade mal eine Woche haben wir während unserer 11-monatigen Europa-Reise in dem Westbalkanland verbracht: vier Tage in Shkodra im Norden, einen Tag in der Hauptstadt Tirana und drei in Durres.

Durres, Urlaub in Albanien
Die Fußgängerzone von Durres an einem grauen Tag Anfang März.

Unsere ganz persönlichen Eindrücke und Begegnungen habe ich in meinem Buch „Die Entdeckung Europas“ notiert, in dem Durres ein eigenes Kapitel einnimmt.

In diesem Erfahrungsbericht hier aber werfe ich einen Blick aus Urlaubersicht auf die Stadt.

Urlaub in Durres

Durrës schreibt man eigentlich mit zwei Pünktchen über dem e. Ich habe versucht, das hier umzusetzen, aber es kollidiert mit der Schriftart und sieht doof aus, deshalb verunstalte ich den Ortsnamen leider mit Ansage.

Durres also liegt an der Mittelmeerküste und ziemlich mittig im langgezogenen Albanien. Sie ist die zweitgrößte Stadt und liegt nur etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt Tirana entfernt (aus praktischer Erfahrung kann ich jedoch berichten, dass es mit dem Auto trotzdem knapp zwei Stunden von einer Stadt zur anderen dauert, was allerdings hauptsächlich an der verzwickten Parkplatzsuche in Tirana liegt). Durres hat etwa 120.000 Einwohner (Tendenz steigend) und gilt als Zentrum des Tourismus in Albanien.

Durres, Strand
So leer ist der Strand von Durres wohl aber auch nur Anfang März.

Kurztrip in die Geschichte von Durres

Die Stadt ist uralt: 627 vor Christus soll sie als Epidamnos von griechischen Kolonisten gegründet worden sein. Seitdem haben Illyrer, Römer, Byzantiner und Venezianer ihre baulichen Spuren hinterlassen.

Als die Stadt schon Dyrrhachium hieß, war sie Schauplatz der Bruderschlacht zwischen Julius Cäsar und Pompeius. Etwas später beherbergte sie eine der allerersten christlichen Gemeinden. Schon 58 nach Christus soll es hier ein Bistum gegeben haben, und verfolgte Christen suchten in Albanien Zuflucht.

Goten, Bulgaren, Normannen und Serben herrschten kurzzeitig über die Stadt, die seit der Besatzung durch die Republik Venedig Durazzo hieß. Anfang des 16. Jahrhunderts kam das Osmanische Reich ins Spiel und brachte den Islam mit.

Erst 1914 kam es in Durres zum ersten Mal zu einer Art eigenständigem Albanien: Unter der (sehr kurzzeitigen) Herrschaft des Deutschen Prinz Wilhelm zu Wied sprach man vom Fürstentum Albanien.

Während des Zweiten Weltkriegs rückten erst die Italiener, später die Deutschen ein.

Bunker in Durres, Albanien
Diktator Enver Hoxha fürchtete sich vor einem nuklearen Angriff von irgendeiner der Mächte, mit denen er es sich verscherzt hatte, und ließ deshalb ganz Albanien mit Bunkern übersäen. Die Dinger sind verdammt stabil, also versuchen die Albaner heute das beste daraus zu machen. Dieser hier steht in einem Park in Durres.

Und als wäre das alles nicht schon genug Fremdbestimmung, nahm dann der – immerhin original albanische – Diktator Enver Hoxha das Heft in die Hand, um seinen bis ins Absurde übersteigerten Kommunismus durchzuziehen.

Nach dessen Zusammenbruch versank ganz Albanien in den 90ern in Anarchie. So ganz blütenrein ist die Demokratie seitdem – vorsichtig ausgedrückt – immer noch nicht. Als Tourist merkt man davon aber wenig, und das Alltagsleben funktioniert (so einigermaßen, mit einem guten Schuss Kreativität).

Durres mit Kindern nach Albanien
Quirlig und quietschbunt: Durres heute (mit Spielplatz).

Sehenswürdigkeiten in Durres

Eine Stadt, die auf 2600 Jahre Geschichte zurückblicken kann, hat natürlich einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Nicht alle sind in einem wirklich präsentablen Zustand, denn das Geld ist knapp. Wer etwas Pioniergeist mitbringt, kann in Durres aber einiges entdecken.

Alle vorgestellten Sehenswürdigkeiten befinden sich vom Zentrum aus in Laufreichweite und können bequem an einem einzigen Tag abgefrühstückt werden.

Durres Altstadt
In der „Altstadt“ von Durres mischen sich antike Säulen und schicke, teils renovierte (oder zumindest bunt angepinselte) Fassaden aus venezianischer Zeit (und allgegenwärtig auch immer der oft verrückte Verkehr).

Das Amphitheater

Die Hauptsehenswürdigkeit von Durres befindet sich an der Rruga Kalase ganz in der Nähe des Bulevardi Epidamn (einer der Hauptstraßen von Durres), nur wenige Gehminuten von der Strandpromenade im Stadtzentrum und dem Hafen entfernt.

Mitten im Stadtzentrum von Durres befinden sich die freigelegten Reste eines griechisch-römischen Amphitheaters.

Das imposante Bauwerk stammt aus dem Anfang des 2. Jahrhunderts und ist unter dem römischen Kaiser Trajan erbaut worden. Bis zu 20.000 Zuschauer sollen auf den Rängen der Arena Platz gehabt haben. In der ovalen Mitte kämpften Gladiatoren auf Leben und Tod gegeneinander oder gegen wilde Tiere, bis das grausige Spektakel nach der Einführung des Christentums als Staatsreligion Anfang des 5. Jahrhunderts verboten wurde.

Erst 1966 tauchte das Theater buchstäblich aus der Versenkung auf, als man bei der Anlegung eines Kellers darauf stieß. Der Marmor, der einst die Ränge verkleidete, ist freilich längst im Dunkel der Geschichte verschwunden, und so ganz besonders dekorativ sieht der Krater in der Mitte von Durres nicht unbedingt aus.

Vor Ort haben wir nicht bemerkt, dass man das Amphitheater auch besichtigen kann, laut Internet ist das aber inzwischen möglich. In einem Gewölbe sollen antike Mosaike zu sehen sein.

Wir haben uns jedenfalls mit einem kostenlosen Blick über den Zaun begnügt. Wie auch an den anderen historischen Stätten liefert eine Infotafel auf Albanisch und (schlechtem) Englisch einige Informationen.

Amphitheater von Durres, Urlaub in Albanien
So nahe immerhin kommt man dem Amphitheater von Durres ohne Ticket.

Der byzantinische Marktplatz

Die Ruinen der Agora aus byzantinischer Zeit sind heute eingekeilt zwischen neuzeitlichen Wohn- und Geschäftshäusern. Bei unserem Besuch waren sie (immerhin) nicht frei zugänglich. Durch den Zaun sieht man ein paar (wieder aufgestellte) Säulen im Halbkreis und einen abgedeckten Brunnenschacht.

Der Architektur nach datiert man die Anlage auf das frühe sechste Jahrhundert.

Griechischer Marktplatz, Durres, Albanien
Wie Sie sehen, sehen Sie nicht so ganz viel. Aber immerhin eine Ahnung der antiken Stadt kommt doch auf.

Die Stadtmauern

Die Befestigungsanlagen rund um die alte Stadt Dyrrhachium müssen damals arg was hergemacht haben. Schon zu antiken Zeiten gab es Stadtmauern, die jedoch erst durch ein schlimmes Erdbeben im Jahr 345 und dann durch die wohl ebenso schlimm wütenden Goten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Anfang des sechsten Jahrhunderts rüstete der byzantinische („ost-römische“) Kaiser Anastasios I. dann kräftig auf. 3,50 Meter dick soll seine Stadtmauer gewesen sein, 18 Meter hoch, und 3,5 Kilometer im Durchmesser. Alle 65 Meter kam ein Wachturm dazu.

Sehenswürdigkeiten in Durres, Stadtmauer und Moschee
Die antiken Stadtmauern sind dick (und immer wieder großzügig mit hässlichem Gaffiti besprüht). Knapp 500 Meter sind noch übrig und geben trotz allem einen guten Eindruck davon, wie kräftig die antike Stadt befestigt war. Im Hintergrund die Moschee mit Namen Xhamia E Madhe aus dem Jahr 1937. Albanien ist mehrheitlich muslimisch geprägt.

In der frühen Neuzeit strukturierten die Venezianer alles ein bisschen um und bauten dicke runde Türme dazu. Einer davon kann heute noch besichtigt werden – indirekt, denn in seinem Inneren befindet sich eine Bar.

Venezianischer Wachturm, Durres, Albanien
Die Venezianer bauten ihre Wachtürme klein und dick.

Das Archäologische Museum

Durres besitzt ein Archäologisches Museum. Als wir dort waren, hatte es geschlossen, und unsere Gastgeber berichteten, es noch nie geöffnet gesehen zu haben. Leider kann ich also nichts zur Qualität der Ausstellung sagen.

Ich konnte lediglich in Erfahrung bringen, dass das Konzept unter Mitarbeit europäischer Wissenschaftler erarbeitet worden sein soll. Wenn ich die vielsprachigen Bewertungen bei Google Maps und Trip Advisor richtig deute, ist bisher nur ein kleiner Teil im Erdgeschoss geöffnet, und Erklärungen scheinen Mangelware zu sein. Dafür kommt man mit dem Ticket offenbar auch ins Amphitheater.

Archäologisches Museum Durres, Albanien
Ein Haus mit Schild und alten Steinen im Vorgarten. Immerhin ein Anfang…

Streetart in Durres

Eine hübsche kleine Sehenswürdigkeit in Durres, die man mal eben im Vorbeigehen noch mitnehmen kann, ist die Streetart-Meile hinter dem Amphitheater. Auf Garagentoren und an Hauswänden haben sich hier internationale Künstler verewigt. Große Meisterwerke sind es wahrscheinlich nicht (keine Ahnung, ich bin definitiv kein Kunstkenner). Die Kinder fanden die bunten Bilder jedenfalls spannend – und eine nette Abwechslung im manchmal doch sehr trüben Grau der Seitenstraßen ist es allemal.

Streetart in Durres, Albanien
In Durres und ganz Albanien schwankt immer viel zwischen hässlich und bunt: ambitionierte Streetart neben abgewracktem Garagentor, dahinter hübsch renovierte Fassaden neben Bauruine.

Die Strandpromenade von Durres

Westlich des Hafens gibt es in Durres ein gutes Stück Strandpromenade nach westlichem Vorbild (nur mit etwas mehr Beton und weniger Grün).

Strandpromenade von Durres, Urlaub in Albanien
Im Sommer, wenn das Wetter schön ist und hier überall Tische und Stühle stehen, macht die Strandpromenade von Durres bestimmt was her.

An den großen Apartmentblöcken reihen sich auch hier (wie später am „richtigen“ Strand) Cafés und Restaurants aneinander.

Hier wird auch Kindern einiges geboten. Unsere Jungs fanden zum Beispiel die Fahrt mit dem „Kinder-Quad“ ganz toll. Normalerweise hätten wir die Aktion ohne Helm nicht erlaubt, aber das Gastgeber-Kind hat eine Runde geschmissen, und dann kommt man aus so einer Nummer freilich schwer raus…

Albanien mit Kindern in Durres
Und so durften die Kinder ein paar Minuten lang mit einem gedrosselten Quad im Kreis fahren. Kinderbelustigung auf Albanisch.

Strand-Urlaub in Durres

Okay, aber jetzt endlich zu einem wirklich wichtigen Punkt. ;) Vermutlich wollen die meisten Touristen, die ihren Urlaub in Albanien verbringen, Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und ja, die Strände von Albanien sind traumhaft. Zumindest sind sie breit und feinsandig.

Albanien mit Kindern, Strand von Durres
Milchcafé für die Eltern, unermesslich viel Strandbuddelplatz für die Kinder – für uns war der Strand von Durres ein wahres Paradies.

Wie es mit der Wasserqualität aussieht, weiß ich nicht. Und praktische Erfahrungen haben wir in der Hinsicht auch nicht gesammelt, denn es war Anfang März, als wir dort waren. Da war es gerade warm genug, um in T-Shirt und Strickjacke in einem der ersten geöffneten Strand-Cafés zu sitzen und den Kindern beim Buddeln zuzusehen. Die hatten dabei jedenfalls jede Menge Spaß.

Familienurlaub in Albanien Strand Durres
Wenn wir die beiden gelassen hätten, hätten die bestimmt den kompletten Strand mit ihren Sandburgen kolonialisiert.

Die großen, beliebten Strände von Durres befinden sich südlich der Stadt. Im Sommer beginnt das Strandleben fast direkt hinter dem Fährhafen. Die Doppel-Phalanx besteht dabei aus Hotels, Restaurants, Cafés und dahinter den Sonnenschirmen und Liegen in Reih und Glied – wie man es aus Albaniens allgegenwärtigem Vorbild Italien kennt. Wenn man sich die Bilder auf Google Maps ansieht, bekommt man einen ersten Eindruck vom sommerlichen Strandleben in Albanien.

Absolut nicht der schlechteste Standard, der uns auf unserer Europa-Reise begegnet ist. Eins von vielen Cafés, traumhaft am Meer gelegen.

Hotels in Durres

Zum Thema Unterkünfte in Albanien kann ich leider nur sehr wenig sagen, da wir immer privat als Couchsurfer untergekommen sind.

Nach allem, was ich gehört habe, können Hotels in Albanien durchaus okay oder sogar richtig gut sein. Es empfiehlt sich jedoch, vor der Buchung genau hinzusehen. Wir sind bei unserem Strandbesuch an einigen Exemplaren vorbeigekommen, auf die ich eher das Attribut „haarsträubend“ anwenden würde. Falls es so etwas wie Bauvorschriften in Albanien überhaupt gibt, werden sie sehr großzügig ausgelegt, und Pfusch am Bau ist wohl eher die Regel als die Ausnahme.

New York Grand Hotel Durres, Albanien
Auf dem Weg zum Strand. Das linke Gebäude gibt vor, das „New York Grand Hotel“ zu sein. Na denn man tau!

Der moderne Apartmentblock im Zentrum von Durrës, in dem unsere Couchsurfing-Gastgeber gewohnt haben, war jedoch (soweit wir sehen konnten) völlig in Ordnung.

Was aufgrund des Bau-Booms in Strandnähe wohl regelmäßig vorkommt, sind Stromausfälle durch Überlastung. Aber auch das habe ich nur gehört – ebenso wie das Gerücht einer gelegentlich überforderten Kanalisation und dass Abwässer ungeklärt ins Meer geleitet werden. Angeblich haben die Behörden das mittlerweile aber alles im Griff.

Bauruine in Durres, Albanien
Bauruine im Zentrum von Durres. Im Stauwasser dümpeln hunderte von Plastikflaschen. Warum auch immer.

Straßenhunde in Albanien und das Thema Tollwut

Worauf man sich am Strand in Albanien einrichten sollte: Straßenhunde. Wir kannten die allgegenwärtigen Gesellen schon aus Rumänien, wo ihre Zahl europaweit vermutlich am höchsten ist. Deshalb sind sie uns in Albanien kaum noch aufgefallen. Wir haben einen respektvollen Bogen um die Rudel geschlagen und vor allem die Jungtiere in Ruhe gelassen. Entsprechend hatten wir keinerlei unschöne Begegnungen.

Albanische Straßenhunde am Strand in Durres
Auch das Hunderudel genießt das albanische Strandleben. Näher als so sind wir nie rangegangen und hatten entsprechend keine Probleme mit albanischen Straßenhunden.

Tollwut ist ein Thema in Albanien, allerdings eher in ländlichen Gegenden. Kommt es zum Ausbruch, ist Tollwut unweigerlich tödlich. In Durres hat es meiner Recherche nach schon sehr lange keinen Todesfall mehr gegeben (weder bei Mensch noch bei Tier). Wie zuverlässig diese Recherchen ohne Albanisch-Kenntnisse sind, sei dahingestellt. Wer gebissen wird, erhält in Durres wohl trotzdem in aller Regel eine Akut-Impfung beim Arzt (was direkt nach dem Biss noch lebensrettend wirkt), so dass eine vorbeugende Impfung nicht nötig ist. Ob das ein Ausschlussgrund für eine Albanien-Reise ist, ob es die (nicht immer gut vertragene) Tollwut-Impfung im Vorfeld rechtfertigt, oder man einfach ungeimpft einen Bogen um die Streuner macht und gut ist (wie wir es von Rumänien bis Griechenland ein knappes halbes Jahr bei allen Straßenhunden erfolgreich getan haben), muss freilich jeder selbst entscheiden.

Straßenhund, Albanien mit Kindern in Durres
Martin und Silas beim Schlendern durch ein Stückchen Park in Durres. Dass da auch ein Straßenhund im Bild war, fiel mir erst zu Hause beim Durchsehen der Fotos auf. Sie sind halt allgegenwärtig, ein bisschen wie bei uns die Tauben.

Cafés und Restaurants in Durres

Da wir privat gewohnt haben und zum Essen immer eingeladen wurden (bzw. einmal selbst Deutsch gekocht haben), ist unsere Expedition in die gastronomische Szene von Durres leider recht kurz gekommen.

Mittags waren wir aber einmal in Durres Essen: in einem italienischen Imbiss, dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe. Wir hatten Pizza, es war sehr lecker, und in handelsüblicher Größe hat jede drei Euro gekostet.

Gastronomie in Durres
Dazu muss man sich jetzt natürlich Sommer, Sonne und urlaubende Leute vorstellen…

Einmal haben wir auch außergewöhnlich hervorragend in Albanien gegessen, das war allerdings in Tirana, nicht in Durres.

Beim Bäcker haben wir eine ganze Torte für umgerechnet 4,50 Euro gekauft. Mir war sie zu sahnig, aber die Männer mochten sie sehr.

Einem ausufernden Kaffeekränzchen am Strand steht da nichts mehr im Wege.

Auch sonst gibt es bei albanischen Bäckern leckere Gebäckstücke, die sich prima für ein Picknick eignen.

Kuchen beim Albanischen Bäcker, Urlaub in Albanien mit Kindern
Wäre mir bei unserem Besuch in Durres schon klar gewesen, dass ich die Fotos für einen ausführlichen Blogbeitrag brauchen würde, hätte ich mir mehr Mühe gegeben…

Wir haben sogar einen „Bio-Bäcker“ namens Bretzel entdeckt. Wie „bio“ der wirklich ist, konnten wir natürlich nicht überprüfen.

 Bretzel Bakery House Durres, Albanien
Das Bretzel Bakery House aus der Paparazzi-Perspektive.

In ganz Albanien bekommt man hervorragenden Kaffee. Die Kaffeekultur ist wohl von den Italienern übernommen. Allerdings herrscht auch eine unerklärliche Vorliebe für Nescafé-Instantzeug – also aufpassen, was genau man bestellt!

Unser Fazit: Ist Urlaub in Durres empfehlenswert?

Wer Urlaub an der Costa Brava in Spanien, in Italien, Portugal oder Kroatien gewohnt ist, wird wahrscheinlich schon erst einmal sparsam aus der Wäsche gucken, wenn er oder sie die doch oft recht rudimentären Verhältnisse in Albanien kennenlernt. Auch die Türkei hat in den touristischen Gebieten einen deutlich höheren Standard. Wer aber schon mal in Ungarn, Rumänien oder Bulgarien war, hat eine ungefähre Vorstellung, was auf ihn oder sie zukommt. Wer vom Standard her mit einem Urlaub in einem der letztgenannten Länder glücklich war, wird bestimmt auch in Albanien zufrieden sein.

Über die wirklich überaus freundlichen Menschen haben wir in diesem Bericht jetzt überhaupt nicht gesprochen. Sie sind aber auf jeden Fall ein dickes Plus auf der Pro-Seite!

Die Strände sprechen für sich. Die unbekannte Wasserqualität – na ja. Sehenswürdigkeiten gibt es auch, selbst wenn man die an einem Tag ganz gut abfrühstücken kann.

Für uns, die wir eh nicht auf Strand-Urlaub stehen, ist Durres eine hochinteressante Station auf einer Albanien-Rundreise. Für Bildungsreisende, Backpacker, Roadtripper reichen zwei Nächte völlig, würde ich sagen.

Allerdings gibt es im Hinterland bestimmt auch noch viel zu entdecken. Und wenn sich die Frage stellt, eine Unterkunft im dreckigen Tirana oder Durres zu beziehen, dann ist definitiv Durres die Antwort! Shkodra im Norden fand ich allerdings noch ein ganzes Stück interessanter.

Unterm Strich jedenfalls bin ich wahnsinnig froh, dass wir uns Durres angesehen haben und möchte die Erfahrung nicht missen.

Eins meiner Lieblingsfotos aus Albanien. Auch solche Anblicke gibt es natürlich. Ich hoffe, ich habe ein faires Bild der Stadt wiedergegeben.

Mehr über Urlaub in Albanien

Eine Zusammenfassung unserer Woche in Albanien gibt es hier:

Mal was anderes: Urlaub in Albanien?!

Und ein ganzes Kapitel meines Buchs „Die Entdeckung Europas“ handelt auch über Durres – allerdings geht es dabei hauptsächlich um unsere Begegnungen dort und unsere Erlebnisse als Couchsurfer. Ein weiteres erzählt von unserem Aufenthalt in Shodra, wo wir bei einem albanischen Malermeister gewohnt haben.

Mehr über die Hintergründe des Buchs gibt es in diesem Blogbeitrag, den Link zur Bestellmöglichkeit bei Amazon gleich unten in der Bildunterschrift.

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