[redaktionelle Kooperation**] Ruhe, Wellness, Genussmomente – das sind so die Assoziationen mit Kurorten. Das kann Bad Sassendorf auch wunderbar. Wenn ihr aber nun mal mit der ganzen Familie unterwegs seid, ist das kleine Kurstädtchen am Rand des Sauerlands trotzdem ein lohnenswertes Ausflugsziel. Wir haben einen Tag lang ausprobiert, was in Bad Sassendorf mit Kindern Spaß macht. – Und wir sind gut fündig geworden! Hier kommen unsere Tipps zum Nachmachen.
Unsere besten Tipps für Bad Sassendorf mit Kindern
Für Eilige einmal vorweg – das könnt ihr in Bad Sassendorf als Familie mit euren Kindern erleben:
- Spaziergang durch den schönen Kurpark mit
- kostenlos begehbarem Gradierwerk
- Barfußpfad
- Spielplatz
- Adventure-Golf
- kostenloser Ausleihe für Outdoor-Spiele
- täglichen Mitmach-Angeboten wie Yoga
- interaktives Museum „Westfälische Salzwelten“
- Gewürzsalz-Workshop in den „Westfälischen Salzwelten“
- schönes Café: Teehaus im Kurpark
- familienfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten*
Praktische Tipps:
- kostenlos parken zum Beispiel an der Bördetherme
- Wechselklamotten für die Kinder mitnehmen!
- Roller (ohne „E“) und Laufräder sind für Kinder im Kurpark erlaubt (Fahrräder nur geschoben)
Unser Fazit vorab: Ich empfehle euch einen Ausflug nach Bad Sassendorf mit Kindern wärmstens, wenn ihr Lust auf einen entspannten Tag im Grünen mit der Familie habt.
Tipp: Wenn ihr nach einer familienfreundlichen Unterkunft in Bad Sassendorf sucht, schaut am besten einfach bei Booking.* Dort findet ihr nicht nur Hotelzimmer, sondern auch Ferienwohnungen. Ich empfehle euch, einen Ausflug nach Bad Sassendorf eher mit einem →Kurzurlaub am Möhnesee zu verbinden, der für Familien wirklich ein perfektes Reiseziel ist.

Haben wir leider nicht selbst ausprobiert aus, sah aber richtig cool aus: Adventure Golf im Kurpark. (Kennen und lieben wir z.B. aus →Gifhorn und →Bergen auf Rügen.)
Unser Ausflug nach Bad Sassendorf mit Kind
Jetzt wird’s ausführlich und persönlich.
Das deutsche Reisebloggertreffen führt uns ins nördliche Sauerland und auch nach Bad Sassendorf. Als ich die Einladung erhalte, muss ich erst einmal googeln, wo dieser Kurort überhaupt liegt. Das ist für mich ein Indikator für einen guten Trip. Denn erfahrungsgemäß werden das die allerschönsten Reisen! (Bis heute schwärme ich beispielsweise von unseren Kurztrips nach →Merseburg, →Weißenfels und →Zeitz, ins →Vogtland oder auch ins →Elztal im Schwarzwald.)

Eine ganze Horde Reiseblogger*innen plus die lokalen Vertreter*innen der einladenden Destinationen Bad Sassendorf, Soest, Möhnesee und Sauerland.
Als Familie sind wir nicht primäre Zielgruppe, das ist klar. Der Fokus von Bad Sassendorf liegt auf Gesundheitstourismus. Aber ebenso klar wird schnell: Familien mit Kindern können hier genauso Spaß haben. Wenn ihr also beispielsweise mit euren Kindern jemanden besucht, der in Bad Sassendorf zu Kur ist – oder wenn ihr einfach mal in der Nähe seid – haben wir ein paar gute Tipps für euch!
Wir selbst sind als dreiköpfige Familie unterwegs: Eltern plus sechsjährige Tochter. Dass auch und gerade Kurorte für Familien mit Kindern tolle Ausflugsziele sein können, kennen wir schon zum Beispiel aus →Bad Salzuflen, →Bad Essen, →Bad Nenndorf und →Bad Reichenhall.

Das sind wir, by the way: Martin, die sechsjährige Franka und ich. Nicht in Bad Sassenburg (da habe ich das obligatorische Selfie mal wieder vergessen), sondern das Wochenende zuvor im →Havelland.
Lohnt sich die Bördetherme Bad Sassendorf mit Kindern?
Unseren Tagesausflug nach Bad Sassendorf starten wir früh am Morgen nach einem ereignisreichen Tag am nahen Möhnesee. Als gruppenreisende Reisebloggerin bin ich auf das organisierte Programm eingeschworen – auch mit Quoten-Familie. So kommen wir in den Genuss der Bördetherme, die eine der Hauptattraktionen von Bad Sassendorf ist.
Ohne den direkten Vergleich aus persönlicher Erfahrung zu haben: Familien mit Kindern, die Action wollen, sind bestimmt im Spaßbad AquaFun im nahen Soest besser aufgehoben. In der Bördetherme steht Wellness im Vordergrund. Da gibt es keine Wasserrutschen und kein Kinderbecken.
Was es gibt: geheimnisvoll wabernde Nebel über dem Außenbecken, Blubberliegen und hochkonzentrierte Sole, in der ihr schweben könnt. Bestimmt liegt es auch an der frühen Stunde unseres Besuchs, aber uns beeindruckt die geradezu magische Atmosphäre in der Bördetherme. Franka ist jedenfalls hin und weg und genießt das warme, salzige Wasser.
Da ich bei dieser Gelegenheit quasi an der Quelle sitze, frage ich bei unserer Führung durch die Therme nach der offiziellen Haltung gegenüber Familien. Die seien durchaus willkommen, versichert mir die Geschäftsführerin. Gleichzeitig hält auch sie das AquaFun in diesem Fall für die vernünftigere Adresse. Speziell für kleine Kinder gibt es aber regelmäßig Wassergewöhnungskurse im Übungsbecken der Bördetherme. Vor allem Babys mögen die Wassertemperatur von 34 Grad.

In der Salzgrotte der Therme gibt es zu bestimmten Terminen spezielle Kinder-Sessions mit Sandspielzeug im Salz. Das ist super für die Atemwege, vor allem im Winter. Wir haben das mal auf dem →Salzspielplatz in Springe ausprobiert. Für aktuelle Infos dazu schaut auf die Website der Therme!
Welchen Genüssen ihr euch als alleinreisende Erwachsene in der Bördetherme hingeben könnt, steht dann in den Reiseblogs mit Fokus auf Wellness, die ebenfalls mit von der Partie waren. Scheint nur, dass die alle noch nicht soweit sind. Ich hoffe, ich denke dran, sie euch dann später zu verlinken.
Yoga am Gradierwerk
Nachdem wir den entspannenden Fluten schweren Herzens entstiegen sind, verlagern wir uns nur ein paar Meter weiter in den Kurpark. Hier steht das Gradierwerk, das eigens für den Kurbetrieb erbaut wurde. Über den Reisig der Schwarzdornzweige rieselt die Sole, die in Bad Sassendorf aus der Erde entspringt. Rund um die Anlage ist die Luft daher angereichert mit einem gesunden Salzgehalt – höher und heilsamer als an der Küste.
Wer mag und seinen Bronchien etwas Gutes tun möchte, nimmt in unmittelbarer Nähe auf einer der Bänke Platz. Eine andere Möglichkeit ist es, die Treppen hinaufzusteigen und das ganze technische Bauwerk zu erkunden. Es ist frei zugänglich.
Mehr über das Bad Sassendorfer Gradierwerk bis hin zu den erforderlichen Unterhaltskosten schreibt mein Blogger-Kollege Milos in seinem Bericht auf Trendlupe.
Wir wählen den Weg des doppelten Benefits für die Gesundheit: die Yoga-Session am Gradierwerk. Jeden Tag gibt es mehrere unterschiedliche Gesundheitsangebote, die für Kur- und Übernachtungsgäste über die Kurkarte inkludiert sind. Wer woanders schläft und nur einen Tagesausflug nach Bad Sassendorf macht, darf für eine geringe Gebühr ebenfalls teilnehmen.
Auf dem Platz vor dem Gradierwerk liegen Yogamatten für uns bereit. Ein bisschen Überwindung gehört schon dazu, die umstehenden Kurgäste nach Anleitung der erfahrenen Yogalehrerin mit entsprechenden Körperverrenkungen zu unterhalten. Franka, die zu Hause regelmäßig mit dem Yoga-Panda übt, hat da überhaupt kein Problem mit. Sie ist mit Spaß bei der Sache und erhält daraufhin ausgiebiges Lob einiger alter Damen.

Was ist wann in Bad Sassendorf erleben könnt, ist am Gradierwerk angeschlagen. Ihr könnt natürlich auch online nachschauen auf der Website des Stadtmarketings.
Spaziergang durch den Kurpark – mit allerlei familienfreundlichen Highlights
Anschließend erkunden wir den Kurpark von vorne bis hinten. Der ist wie geschaffen für einen ausgiebigen Spaziergang. (Quatsch. Nicht wie geschaffen. Er ist dafür geschaffen. Logisch.)
Am Hauptweg neben den großen Rasenflächen kommen wir an einem Schrank vorbei. Hinter den Glasfenstern befinden sich verschiedene Outdoor-Spiele: Frisbees, Kubb, Boule, Springseile. Über einen QR-Code lassen sich die Türen öffnen. Die Ausleihe ist kostenlos. Und natürlich dürft ihr die Wiesen betreten, um die Spiele auch zu benutzen. (Nur campen, grillen und die anderen Kurgäste explizit belästigen dürft ihr nicht. Könnt ihr euch bestimmt mal einen Tag lang verkneifen…)
Abseits der komplett barrierefreien Hauptwege wird der Kurpark von Bad Sassendorf schnell sehr naturnah. Der Teil, der mir am besten gefällt, ist der Rhododendronpark. Hier hat sich vor vielen Jahren ein Kurdirektor mit Verbindungen ins →Ammerland ausgetobt, wo die Rhododendronzucht Tradition hat. Gerade jetzt im Mai blühen die teils übermannshohen Büsche in den leuchtendsten Farben. Wunderschön!
Franka begeistert sich erwartungsgemäß mehr für den großen Spielplatz im hinteren Teil des Kurparks. Der Kletterparcours ist für alle Altersstufen gedacht. Klar drehen auch wir eine Runde darauf.
Noch besser findet die Sechsjährige den Barfußpfad. Der ist zwar nicht übermäßig lang (verglichen mit den Prachtexemplaren in →Bad Pyrmont oder →Bad Wünnenberg, die echt herausragend sind). Der von Bad Sassenburg ist aber besonders nett angelegt – und er führt mitten durch die Rosenau, den kleinen Bach, der den Kurpark durchfließt. (Wer lieber nicht nass werden möchte, kann das Wasser auch auf Trittsteinen übersteigen.)

Barfuß laufen schärft die Sinne und das Gleichgewicht. Vor allem macht es Spaß! (Das Beitragsbild stammt ebenfalls vom Barfuß-Areal.)
Westfälische Salzwelten
Quer durch die Innenstadt – voll mit schnuckeligen Cafés und süßen Stöberläden – laufen wir anschließend zu den Westfälischen Salzwelten. Das interaktive Erlebnismuseum befindet sich in einem alten Klosterkomplex.
Hier essen wir zunächst einmal Mittag – was im integrierten Café-Restaurant sehr gut funktioniert. Wir genießen die Pause mit super leckeren kleinen Gerichten auf den Außensitzplätzen, während unser Kind in Sichtweite auf einem kleinen Wasserspielplatz planscht.
Salz-Museum zum Anfassen
Anschließend erkunden wir das Museum. Auf zwei Etagen erfahren wir hier alles, was es über Salz zu wissen gibt. Im Vergleich zum fantastischen →Deutschen Salzmuseum in Lüneburg ist zwar schon alles eine Nummer kleiner, doch der Unterhaltungswert ist gerade für Kinder ebenfalls erheblich.
Auch wenn sie mit ihren sechs Jahren noch nicht so ganz versteht, wie die Chemie dahinter funktioniert, baut Franka ein NaCl-Molekül (und dann doch lieber einen coolen Turm) aus Steckelementen. Dann greift sie den schwer schuftenden Salzsiedern unter die Arme und rührt die Siedepfanne kräftig durch. Auf Knopfdruck setzt sie das Modell der historischen Anlage in Bewegung.
Gewürzsalz- und Seifen-Workshops
Wer nach all den Hands-on-Elementen in der Ausstellung noch nicht genug vom Selbermachen hat, kann in den Westfälischen Salzwelten einen Workshop buchen.
Franka macht zuerst mit mir Seife. (Das dürfen normalerweise nur Erwachsene, weil die dazu erforderliche Natronlauge mit Vorsicht zu genießen ist.) Nachdem unsere in weiße Laborkittel gekleidete und mit Schutzbrillen ausgestattete Gruppe die Zutaten abgemessen und zusammen erwärmt hat, dürfen wir unsere Portion nach unserem persönlichen Geschmack mit ätherischen Ölen und Farbpulver individualisieren. Jetzt müssen wir nur noch schlappe drei Monate warten, bis wir unsere eigene Seife anschneiden und benutzen können.
Schneller zu einem genießbaren Ergebnis kommt da der Gewürzsalz-Workshop. Den absolviert Franka gleich auch noch mal mit ihrem Vater. Während wir als „Team Seife“ nur eine kurze Führung durchs Museum bekommen haben und dann ziemlich lange rühren mussten, ist das persönliche Gewürzsalz nach einer längeren Museumstour recht schnell zusammengemixt.
Frankas Fazit als Expertin, die in beide Kurse reingeschnuppert hat: „Seife hat mehr Spaß gemacht, aber da musste man auch so aufpassen, dass man bloß nichts verschüttet. Das Gewürzsalz ist auf jeden Fall leckerer als die Seife. Und man kann es gleich benutzen.“
Schönes Café in Bad Sassendorf: das Tee-Haus im Kurpark
Nachdem wir am folgenden Tag auch noch die schöne Fachwerkstadt Soest erkundet haben, endet unser offizielles Programm gegen 15 Uhr. Es ist Muttertag – was in unserer Familie bedauerlich wenig bedeutet. Immerhin taugt der Feiertag zur emotionalen Erpressung meiner Lieben, mit mir noch mal in ein schönes Café einzukehren. Da Soest wegen eines Stadtfests pickepackevoll ist – und uns Bad Sassendorf am Vortag hervorragend gefallen hat – kehren wir daher auf dem Heimweg noch mal in die Kurstadt zurück.
Das Teehaus im Kurpark habe ich nämlich schon bei unserem Spaziergang tags zuvor ins Auge gefasst. Das niedliche Fachwerkhaus besitzt einen Garten mit Außenplätzen. Wir genießen lieber die urige Atmosphäre im Inneren. Das Preisniveau ist nicht ganz ohne, aber dafür ist das Ambiente auch besonders schön. Und die Kuchen sind lecker! Besonders empfehlenswert ist die Knuspertorte.
Mehr Tipps für Bad Sassendorf und Umgebung
Insgesamt waren beim Reisebloggertreffen Vertreter*innen von 16 unterschiedlichen deutschen Reiseblogs dabei. Ich kann nicht versprechen, dass ich sie alle auf dem Schirm behalte, aber folgende Veröffentlichungen habe ich bei ihnen bisher über Bad Sassendorf gefunden:
- Heimatliebe Sauerland: Schöne Ausflugsziele am Möhnesee und Umgebung
- Reiseziege: Wochenendtrip in NRW
- Trendlupe: Bördetherme – Wellness-Highlight im Sauerland
Mehr Ausflugstipps für familienfreundliche Kurstädte
Wir mögen Kurstädte irgendwie voll gerne. Hier kommt eine kleine Liste mit schönen Bädern, in denen wir als Familie echt Spaß hatten:
- Bad Pyrmont
- Bad Salzuflen
- Bad Essen
- Bad Eilsen
- Bad Nenndorf
- Bad Reichenhall
- Bad Doberan
- Bad Zwischenahn
- Bad Rehburg
Insgesamt mehr als 230 Reise- und Ausflugsziele in ganz Deutschland, über die ich in mehr als zehn Jahren in meinem Reiseblog aus eigener Erfahrung gebloggt habe, sind hier gelistet: Familienurlaub in Deutschland.
**Transparenz-Hinweis: Wir waren auf Einladung zum Reisebloggertreffen in Bad Sassendorf und mussten für unser Programm nichts bezahlen. Im Gegensatz zu kennzeichnungspflichtiger Werbung sind wir in unserer Berichterstattung frei. Die Texte beruhen auf unseren eigenen Erfahrungen und meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht durch Bad Sassenberg Tourismus freigegeben oder inhaltlich vorgegeben. Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Kommt darüber eine Buchung oder ein Kauf zustande, erhalte ich eine kleine Provision. So finanziert sich mein unabhängiges, werbefreies Reiseblog.













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