Über Roadtrips mit Kindern können wir euch tatsächlich so einiges aus eigener Erfahrung erzählen. Seit fast 20 Jahren sind wir jeden Sommer zwei Wochen, drei Wochen, manchmal sogar vier Wochen mit Familie im eigenen Auto unterwegs. (Und dann war da noch unsere →11-monatige Reise-Auszeit quer durch Europa – unser längster Roadtrip mit Kindern.) Immer wieder woanders schlafen, möglichst low budget, als Selbstversorger in einem ganz normalen Auto, nicht mit Wohnmobil oder Van – das ist unser Ding. Wir haben Tipps zur Planung, zum Packen und zur konkreten Umsetzung, die ich hier in meinem Reiseblog gerne teile.
Karten auf den Tisch: Was ist unsere Expertise in Sachen Roadtrips mit Kindern?
Ich muss immer lachen, wenn ich in einem Reiseblog (oder irgendeinem anderen Blog) gönnerhafte Ratschläge von selbsternannten Expert*innen lese, und dann mitkriege: Schon klar, der Kreuzfahrt-Kenner war schon drei Mal auf’m Boot. Oder so.
Und das sage ich, die ich als Reisebloggerin ja selbst leicht in diese Falle tappe. In meinem Blog steht zum Beispiel auch ein →Erfahrungsbericht aus dem Kosovo, wo wir ganze vier Tage verbracht haben. Deshalb habe ich mir angewöhnt, erst einmal mit den Fakten rauszurücken: Wie erfahren sind wir denn wirklich?
Von Urlaub mit Auto verstehen wir was! :)
Beim Thema Roadtrips mit Kindern sind wir allerdings wirklich gut dabei. Wir waren schon in allen Himmelsrichtungen unterwegs und haben 34 Länder in Europa mit dem Auto bereist. Dabei sind wir immer von zu Hause aus losgefahren. (Zu Fliegen und Mietwagen kann ich also nichts erzählen.) Unsere persönliche Roadtrip-Biographie setzt sich aus folgenden Familien-Trips zur Sommerzeit zusammen. (Die ausführlichen Reiseberichte dazu verlinke ich euch.)
Unsere persönlichen Erfahrungen: 19 Jahre Roadtrips mit Kindern
2007: Südengland mit Baby und Kleinkind (3 Wochen, mit Ford Mondeo)
2008: Über die Alpen in die Toskana mit zwei Kleinkindern (3 Wochen, mit Ford Mondeo)
2009: Skandinavien-Tour über Dänemark, →Norwegen und Schweden (4 Wochen, mit Audi A2)
2010: Mit der Fähre über Nordfrankreich nach Irland und →einmal um die Insel (4 Wochen, mit Audi A2)
2011: Deutschlands Osten (2 Wochen, mit Audi A2 – da sind mehr Zeit und Geld in den Umbau unseres Hauses geflossen)
2026: →1 Woche Niederlande in den Osterferien und 2 Wochen Roadtrip durch Schottlands Norden mit den Orkney-Inseln.
Wir vier im Auto. So ein bisschen was wie unser natürlicher Aggregatszustand.
Update: Wie funktioniert ein Roadtrip mit E-Auto?
Inzwischen sind wir komplett elektrisch unterwegs. Nach einem ersten großen und einem kleinen Roadtrip im Jahr 2024 habe ich unsere Erfahrungen dazu in diesem Artikel zusammengefasst: →Reisen mit E-Auto – wie funktioniert Urlaub elektromobil?
Spoiler: Mit unserer persönlichen, hier vertretenen Herangehensweise an Roadtrips mit Kindern brauchten wir uns praktisch gar nicht umstellen.
Der erste Familien-Roadtrip: Wo soll’s denn hingehen?
Wenn ihr zum ersten Mal einen Roadtrip mit Kindern machen wollt, ist es natürlich sinnig, wenn ihr euch etwas mehr Gedanken bei der Reiseplanung macht. Vielleicht habt ihr früher schon zu zweit Roadtrips unternommen? Dann wisst ihr ja prinzipiell Bescheid. Aber selbst wenn ihr komplette Neulinge seid, was Roadtrips angeht, werdet ihr schnell feststellen: Die Planung ist kein Hexenwerk. Wichtig ist, dass ihr die Bedürfnisse aller Familienmitglieder berücksichtigt. Das ist leicht gesagt. Aber es lässt sich auch in der Praxis durchaus umsetzen, unserer Erfahrung nach.
Natürlich spielt die Wahl des Reiseziels eine zentrale Rolle. Europa ist groß. Da findet ihr bestimmt ein Land, eine Region, die bei euch allen Interesse weckt. Berge oder Meer ist so die klassische Frage. Viele Reiseziele bieten beides (zum Beispiel →Schottland, →Korsika, auch →Griechenland, wobei Letzteres eine echt lange Anfahrt für einen klassischen Roadtrip in den Sommerferien hat).
Bedenkt den Klimawandel und checkt auf jeden Fall die aktuellen Temperaturentwicklungen! Ratsam ist es, sich im Internet (oder ganz klassisch im Reiseführer) mal anzugucken, wie das Klima im Reiseland und in der Region zur entsprechenden Jahreszeit so ist. Manchmal hat man da nämlich ein ganz falsches Bild im Kopf und ist dann überrascht, wenn man in Norwegen plötzlich T-Shirts braucht oder auf Sardinien Ostern doch noch nicht baden kann.
Wenn ihr noch nicht so viel Reiseerfahrung habt, überlegt euch, wie abenteuerlustig ihr seid. Es gibt Länder, bei denen ihr beim Reisen mehr mitdenken müsst als in anderen. Der →Balkan jenseits von →Slowenien und →Kroatien ist großartig, super sehenswert und spannend – aber für den allerersten Roadtrip mit Kindern vielleicht doch ein bisschen herausfordernd. Andererseits kommt man mit etwas Flexibilität und Entdeckergeist erfahrungsgemäß überall gut durch. Supermärkte mit gewohnt breitem Angebot gibt es auch in →Rumänien und →Bulgarien. (Aber: mitten im schottischen Nationalpark nicht.)
Auch in kleineren Läden gibt es in Bulgarien ähnliche Waren wie zu Hause – sieht halt mitunter nicht so aus wie im heimischen Supermarkt. (Zumindest in den größeren Städten findet ihr dort dann wieder Kaufland und Lidl, praktisch geklont.)
Die exakte Tages- und Routenplanung mit dem Nachschub-Bedürfnis in Einklang zu bringen, ist deshalb viel wichtiger, als den gesamten Schokocreme-Bedarf der Reise vorauszuberechnen und einzupacken. (Es sei denn, eine bestimmte Marke ist euch enorm wichtig. Dann ist vor dem Roadtrip mit Kindern Recherche in diese Richtung angesagt.)
Was die Versorgung auf dem Roadtrip angeht, brauchen wir als in Schaumburg Wohnende immer nur auf unser Nummernschild zu gucken: Schlüssel-Handy-Geld. Solange wir diese Essentials dabei haben, lässt sich der Rest irgendwie regeln. (Außerhalb der EU wären die Pässe auch schon noch gut.)
Ganz konkret: Welche Reiseländer eignen sich am besten für einen Roadtrip mit Kindern?
Skandinavien ist traumhaft schön, sehr einfach zu bereisen, nur leider ziemlich teuer. Alle sprechen gut Englisch und sind nett zu reisenden Familien aus Deutschland (also, zu uns zumindest). Die Auswahl an günstigen Unterkünften für ein, zwei, drei Näche über die gängigen Portale wie Booking* ist nicht so groß wie andernorts, da Urlaub traditionell wochenweise über die Ferienhausvermietungen gebucht wird. Mit etwas Vorausplanung hatten wir aber keine Probleme. Mein heißer Tipp für einen ersten Roadtrip mit Kindern ist deshalb →Schweden.
→Großbritannien ist das ganz klassische Roadtrip-Land. Rundreisen quer über die Insel haben hier Tradition. Allerdings hat seit dem Brexit das Preisniveau derbe angezogen, weil viele Einheimische sich keinen Auslandsurlaub mehr leisten können und selbst im eigenen Land reisen. Wir lieben →Schottlandheiß und innig und wissen deshalb: Roadtrips sind trotzdem noch absolut möglich. Nur das romantische Klischee der spontanen Reise, bei der man irgendwann am Nachmittag entscheidet, wo man heute Nacht bleiben möchte, funktioniert zumindest im Sommer gar nicht mehr. Mein Tipp: Bucht lange voraus, vergleicht die Preise*, und erkundet statt der Hotspots auch abgelegenere Orte, zum Beispiel →Wales!
Wenn ihr mit euren Kindern günstig Urlaub machen und dabei einen superspannenden Roadtrip erleben wollt, fahrt ins →Baltikum! Vor allem in →Litauen sind die Preise echt noch niedrig, verglichen mit Deutschland, und das Land ist total schön und interessant. Die Unterkünfte* entsprechen dabei unserer Erfahrung nach sehr wohl dem heimischen Standard. →Lettlandist ebenfalls traumhaft schön und →Estland ist so ein bisschen ein „kleines Skandinavien“ (allerdings nicht mehr ganz so günstig). Mit Englisch kommt ihr gut durch und wir lieben die unaufdringliche Kinderfreundlichkeit dort.
Das sind meine persönlichen Favoriten. Auch →Österreich und natürlich →Deutschland selbst eigenen sich hervorragend für einen Roadtrip. Toll für eure Kinder ist dort, dass die Sprachbarriere entfällt und sie mit anderen Kindern gut spielen können. Richtig gut gefallen und positiv überrascht hat uns damals auch die →Slowakei. →Italien ist ebenfalls durch aus roadtriptauglich. (Je weiter südlich ihr dort kommt, desto abgebrühter müsst ihr allerdings sein im Straßenverkehr.) Auch →Frankreichist super – vor allem, wenn ihr Französisch sprecht. (Es geht auch ohne. Mitunter wird es aber anstrengend.)
Rundreise mit Kindern: Jeden Tag woanders schlafen?
Das ewige Ein- und wieder Auspacken ist ein ermüdender Aspekt, den man bei einem Roadtrip nicht außer Acht lassen sollte. Was schon als Paar nervt, wird mit Kindern am Rockzipfel noch mühsamer – zumal ihr bei einem Roadtrip mit Kindern ja auch entsprechend mehr Gepäck dabei habt…
Wer ein bisschen was sehen will von der Welt und der Familie keine Gewaltmärsche bzw. -fahrten zumuten will, kommt ja aber kaum umhin, zumindest Zwischenübernachtungen einzulegen.
Günstig irgendwo auf der Durchreise übernachten. Haben wir zum Beispiel in →Tallinn gemacht.
Für uns und unsere Kinder war das auch nie ein Problem. Die Ortswechsel sind für uns existenzieller Part unserer Reisen, und der Packstress ist in unserer persönlichen Kosten-Nutzen-Bilanz ein untergeordneter Aspekt. Auch unsere Kinder haben es von Anfang an geliebt, immer wieder neue Orte und Unterkünfte zu erkunden.
Wichtig ist, denke ich, dass man die Kids schon im Vorfeld mit einbezieht. So bekommen sie das Gefühl eines sicheren Rahmens. Wir haben für jeden Roadtrip mit Kindern einen „Fahrplan“ erstellt und uns diesen auf der Fahrt dann immer wieder zusammen ins Gedächtnis gerufen. Dabei haben wir auch unsere gemeinsame Liebe für Landkarten entdeckt, weil wir jeden Schritt im Atlas (heute auf GoogleMaps) nachvollzogen haben.
Auf unserer großen Reise hat sich Janis dann sogar seine eigene Europa-Karte angefertigt.
Roadtrip mit Kindern: Wie viel Autofahren, wie viel Strecke pro Tag ist okay?
Wir sitzen nicht gerne mehr als vier Stunden pro Tag im Auto. An einzelnen Fahrtagen können wir schon auch mal Strecke machen. Das lässt sich dann mit einem Sightseeing-Stopp in der Mitte gut strukturieren. Solange die Kinder klein sind, ist eine Pause auf dem Spielplatz dabei gesetzt.
Öfters mal anhalten, eine Stadt besichtigen und bei der Gelegenheit die Spielplätze Europas erkunden. Zum Beispiel in Balaton-Bogla, Ungarn, wo wir auf der Durchreise kurz Station gemacht haben.
Bezüglich der Streckenführung haben wir gemächlich angefangen und uns dann an unsere persönliche Schmerzgrenze rangetastet. So haben wir inzwischen ausgelotet, dass wir gern mindestens zwei Nächte an einem Ort bleiben, um uns mit dem Reisetempo wohlzufühlen.
Ab und zu ist eine Einzel-Übernachtung auch okay, aber bitte nicht mehrere hintereinander. Nach vier, spätestens fünf Nächten zieht es uns dann aber auch weiter, wenn wir nicht gerade an einem superspannenden Ort gelandet sind. Wir erkunden bei Roadtrips mit Kindern lieber die unmittelbare Umgebung, statt uns für längere Zeit in einer festen Basis einzunisten und von dort aus ggf. auch längere Strecken für Ausflüge zurückzulegen.
Auch das ist aber wieder – wie eh das meiste beim Reisen – Geschmackssache.
Silas im Auto, bester Dinge.
Roadtrip mit Kindern: Wo übernachten?
Als Unterkünfte bevorzugen wir für Roadtrips mit Kindern einen bunten Mix aus Ferienwohnungen, Hostels und →Couchsurfing. Für Städte und einzelne Übernachtungen gönnen wir uns manchmal auch Hotels.
Unterkünfte mit Selbstverpflegung haben den großen Vorteil, dass sie meist nicht nur selbst von vornherein weniger kosten, sondern auch die Ausgaben in Restaurants wesentlich niedriger ausfallen. Und gerade mit kleinen Kindern ist es doch auch viel bequemer, „zu Hause“ zu essen und die womöglich übermüdeten oder überdrehten Rabauken jederzeit im Bett verschwinden zu lassen oder auf den Spielplatz scheuchen zu können.
In manchen Gegenden und im Sommer gelten bei vielen Unterkünften Mindestaufenthalte von einer Woche. So nett es wäre, lokale Anbieter zu unterstützen, buchen wir deshalb fast immer über die großen Portale. Unser Favorit ist Booking*, weil es da einfach funktioniert. Im Laufe der Jahre haben wir viele gute Erfahrungen mit dem Branchenriesen gemacht. Auch →AirBnB funktioniert gut. Viele schwören auf Direktbuchungen bei Familienunternehmen. In der Theorie bin ich auch dafür. In der Praxis sind wir mehrmals an umständlichen Buchungsprozessen gescheitert. Gerade bei Roadtrips mit mehreren Unterkünften ist es auch sehr praktisch, eine Übersicht aller Buchungen in derselben App zu haben.
Wenn ihr gerne das Gefühl haben möchtet, ein kleines Unternehmen zu unterstützen, und trotzdem effizient und günstig buchen wollt, nehmt doch einfach einen meiner Booking-Links mit Sternchen.* Das sind Affiliate-Links, über die sich eine kleine Provision bekomme. So unterstützt ihr mein Reiseblog mit all meiner leidenschaftlichen Fleißarbeit hier. :)
Unterkunft, verkehrsgünstig gelegen: Unser Gästehaus in →Kihelkonna auf der Insel Saaremaa in Estland lag direkt an der Straße (und es kamen sogar mehrmals am Tag Autos vorbei ;) ).
Mir persönlich ist es wichtig, morgens schon zu wissen, wo ich abends schlafen werde. Allein schon, um das Budget überblicken zu können und am Ende des Tages nicht „irgendwas“ nehmen zu müssen, was auch immer es kostet. Wir planen deshalb alle Übernachtungsstopps schon zu Hause vor.
Roadtrip mit Kindern: Was alles ins Auto muss (und was nicht)
Bei unserem ersten Roadtrip mit Baby und Kleinkind hatten wir noch den halben Hausstand dabei. Also, wirklich den halben Hausstand: den zusammenbaubaren IKEA-Hochstuhl, Buggy und Trage, einen Inhalator, den gesamten Windel-Bedarf. Ich glaube, wir wären eigentlich auch mit der Hälfte an Zeug ausgekommen.
Das alles haben wir tatsächlich in den Kofferraum unseres Ford Mondeo gekriegt.
Zwei Jahre später, als wir dann den A2 hatten, ging es schon mit deutlich weniger Gepäck (allerdings mit Softshell-Dachgepäckbox, siehe unten).
Auf unserem Langzeit-Roadtrip sind wir mit dem Touran gut hingekommen, ohne Dachbox. Und das obwohl wir sowohl Sommer- wie auch Winterkleidung mitschleppen mussten.
Wieder zu Hause nach unserem Langzeit-Roadtrip, mit unserem gesamten Gepäck.
Auf unseren normalen Sommer-Reisen schaffen wir es inzwischen, so zu packen, dass die Kofferraum-Abdeckung zu geht und wir hinten rausgucken können.
Ich weiß auch nicht so genau, was der Trick ist. Wir packen halt das, was wir letztes Jahr nicht gebraucht haben, nicht wieder ein. :) Unsere Unterkünfte planen wir so, dass wir nach spätestens zwei Wochen eine Waschmaschine zur Verfügung haben.
Wie viel Spielzeug darf mit?
Um Spielzeug-Invasionen zu vermeiden, hatten wir von Anfang an die Regel, dass jedes Kind seinen Kindergartenrucksack packen darf – mit allem, was es möchte, solange es reinpasst. Anfangs resultierte das in kugelrunden Playmobil-Taschen (die dann an jedem Aufenthaltsort etwas leichter wurden). Irgendwann sprachen sich die beiden Jungs dann ab, und es gab einen Playmobil- und einen Spiele-Rucksack. Als die beiden 10 und 13 Jahre alt waren, haben sie freiwillig auf einen einzelnen Spiele-Rucksack reduziert. In dem steckten das Schachbrett und verschiedene Kartenspiele (vor allem Wizard*, unser liebstes Reise-Spiel für die ganze Familie).
Wenn das Playmobil im Kinderrucksack mitreist, verwandelt sich selbst das Kämmerchen in der Camping-Hütte flugs in ein echtes Kinderzimmer (hier auf dem →Campingplatz auf Korsika).
Worauf man beim Packen für einen Mietwagen achten sollte, hat meine Kollegin Travelsannenach ihren Roadtrips durch Kanada und die USA zusammengestellt.
Richtig gute Hilfsmittel für den Familien-Roadtrip
Ein paar – sehr wenige – Gepäckstücke gibt es, die bei uns wirklich mit müssen. Folgendes empfehle ich reisenden Familien im Auto wirklich.
Der Auto-Kühlschrank auf dem Rücksitz
Unsere Kompressor-Kühlbox ist in der Beziehung unser größter Schatz! Sie war recht teuer (rund 400 Euro). Dafür ist sie ein vollwertiger Kühlschrank. Vor allem auf unserem Langzeit-Trip hat sie sich mehr als bezahlt gemacht. Das Modell, für das wir uns damals entschieden haben, heißt Mobicool FR 35.* Es fasst 35 Liter und passt genau auf den mittleren Sitz der Rückbank.
Für den Dauerbetrieb hat Martin damals eine einfache Konstruktion gebastelt. Dazu hat er den mittleren Sitz ausgebaut und die Kühlbox auf ein Holzbrett gestellt, das er mit der Karosserie verschraubt hat. Dort hatte sie fortan bei jeder Gelegenheit einen festen Stand. (Wir haben sie zusätzlich mit einem Spanngurt gesichert.)
Um das besser zu zeigen, hat Martin hier auch den anderen Rücksitz ausgebaut. Beim VW Touran geht das mit etwas Übung sehr fix. Ein bisschen technischer Sachverstand ist für solche Basteleien schon nötig, sagt der Ingenieur. „Aber das ist jetzt auch kein Hexenwerk. Man muss sich das einfach nur trauen.“
Die Energieversorgung lief damals im Verbrenner über den Zigarettenanzünder. Im E-Auto jetzt gibt es extra eine entsprechende Steckdose.
Gibt es in der Unterkunft keinen Kühlschrank, können wir unsere Box mit einem anderen Kabel einfach an eine normale Steckdose anschließen. Das macht immer mal wieder ein bisschen Krach (in etwa so wie ein normaler Kühlschrank eben), verbraucht aber richtig wenig Strom (Energieklasse A++). Und das Ding kühlt und isoliert ernsthaft, nicht wie die günstigeren Modelle. (Vorher hatten wir so eine Kühlbox mit Peltier-Element. Die hat um die 100 Euro gekostet. – Kann man sich auch drauf einstellen. Aber wenn man dann so ein Luxusteil hat, merkt man den Preisunterschied doch sehr.)
Und wenn die Kühlbox vorne sitzt, hat man den gesamten Kofferraum zum Beladen. (Und ja, ich weiß, wir könnten ihn auch mal wieder aussaugen, statt ihn immer nur zu beladen…)
Mit der Kompressor-Kühlbox kann man sehr effektiv tricksen (zumindest, wenn man über etwas technischen Sachverstand verfügt). Bei einer längeren Überfahrt mit der Fähre haben wir z.B. bei der Anfahrt auf 2 Grad runtergekühlt, auf dem Schiff dann 10 Grad eingestellt, die Kühlbox zusätzlich mit Decken isoliert und eingestöpselt gelassen. Nach über 24 Stunden Batteriebetrieb sprang das Auto problemlos an. Und die Anzeige der Kühlbox zeigte 8 Grad. (Achtung, das kommt sehr auf die Umgebungstemperatur an. Während einer sommerlichen Stadterkundung im Mittelmeerraum nicht so lange funktionieren, wenn sich das Auto auf 50 Grad aufheizt!)
Und Martin sagt, bei neueren Autos muss man aufpassen, weil da die Steckdosen nicht funktionieren, sobald die Zündung aus ist. Auch da gibt es aber Tricks.
Einziger Nachteil unserer Kompressor-Kühlbox (neben dem hohen Preis): Das Teil ist verdammt schwer. Wenn es vollgepackt ist, kann ich es alleine kaum tragen. Dafür ist es absolut herrlich, immer frische Milch dabei zu haben, und sich nie Gedanken über die Logistik machen zu müssen.
Und als Sitzgelegenheit dient sie im Zweifelsfall auch. :) Silas 2010 im Hostel in Irland auf unserem alten Modell*, das auch nicht schlecht, aber längst nicht so kraftvoll und effizient war und mehr auf die Batterie ging. Die Peltier-Kühlboxen können bei Batteriebetrieb im parkenden Auto nur etwa eine Stunde an bleiben.
Die Softshell-Dachbox
Als wir den Audi A2 hatten und mit vier Personen vier Wochen nach Skandinavien fuhren, schafften wir uns die Softshell-Dachgepäckbox von Thule an (280 Liter). Sie lässt sich ziemlich fix montieren. (Martin brauchte mit etwas Übung nur 20 Minuten.) Und – was bei einem Roadtrip mit vielen Ortswechseln und in Hostels ohne viel Stauraum Gold wert ist – sie ließ sich bei Bedarf zusammenfalten und einfach unter dem Bett verstauen. Leider gibt es unser Modell mittlerweile nicht mehr. Dafür zeigt Amazon* jede Menge Nachfolgeprodukte an, die auch viel günstiger sind als damals. Damit haben wir keine Erfahrung, aber schaut einfach mal.
Packen für den großen Urlaub. – In einen A2 passt mehr rein, als man ihm von außen zutrauen würde. Vor allem, wenn man die Dachbox dabei hat.
Uns hat sie mehrmals treue Dienste geleistet, war auch im regnerischen Skandinavien absolut wasserdicht.
Als wir sie nach jahrelanger Dachbodenlagerung an Familie Hibbel vererbten, war das Mindesthaltbarkeitsdatum aber offenbar abgelaufen: Die Ärmsten berichteten dann bei ihrem Schottland-Roadtrip von feuchten Klamotten in der Dachbox. Also besser nicht gebraucht kaufen.
Die Steckdosenleiste mit Verlängerungsstrippe
Das ist das einzige „normale“ Gepäckstück, das mir einfällt, das wir wirklich immer wieder dabei haben und nutzen. In vielen Unterkünften sind Steckdosen Mangelware. Deshalb nehmen wir immer eine Steckdosenleiste mit Verlängerungsstrippe* mit.
Die Ergobaby Tragehilfe
Die Tragehilfe für Kleinkinder nehmen wir natürlich längst nicht mehr mit. Aber solange wir Babys und Kleinkinder hatten, hat sich der robuste Ergobaby Carrier gerade auf Reisen echt bezahlt gemacht. Zu Hause lebte Silas von seinem dritten bis zehnten Lebensmonat mehr oder weniger ausschließlich in dem Teil. Unterwegs haben wir ihn als Ersatz für den Buggy und Kinderwagen noch lange mitgeschleppt.
Obwohl wir gerne wandern, haben wir bei den Jungs vor dem Kauf einer teuren Kraxe zurückgeschreckt. Die Ergobaby-Trage war eine ziemlich gute Alternative. Sie hat selbst Janis als Vierjährigen noch ausgehalten, selbst über längere Strecken (ausgewiesen bis 20 Kilo).
Hier sieht man Klein-Silas im Ergo sitzen, 2007 im Exmoor.
Während wir in Großbritannien und in der Toskana noch nicht auf den Buggy verzichten zu können glaubten, vermissten wir ihn mit dem 2,5-jährigen Silas in Skandinavien dank Ergo Carrier kein bisschen. Super praktisch und (unserer Erfahrung nach) wesentlich praktikabler und angenehmer zu tragen als jedes Tragetuch.
In England hatten wir beides dabei: Ergo und Buggy. Letzteren hat dann der große Bruder meistens okkupiert, weil er eigentlich überflüssig war.
Beim dritten Kind besaßen wir auch eine Kraxe. Diese Tragehilfe lässt sich einerseits besser auf längeren Strecken tragen. Andererseits ist sie voluminös und bringt schon unbepackt ein paar Kilos auf die Waage. Da wir zu dieser Zeit mit drei Kindern im Auto räumlich eingeschränkt waren, ist das Ding auf unseren Roadtrips meistens zu Hause geblieben. Das Volumen-Nutzen-Verhältnis ist bei einer Kraxe auf Rundreisen einfach nicht optimal.
Dafür hatten wir beim dritten Kind auf unseren Roadtrips lange den Buggy dabei, der gleichzeitig der Fahrradanhänger war und vor allem als Packesel und mobiler Rückzugsort diente. Was wie viel Kofferraumvolumen rechtfertigt, unterscheidet sich echt von Familie zu Familie und von Kind zu Kind.
3D-Tetris im Kofferraum: Unsere Pack-Tricks auf Roadtrips
Ich schätze, jede Familie muss die ideale Beladung ihres Kofferraums selbst herausfinden. Allein schon Martin und ich haben völlig unterschiedliche Systeme, denselben Kofferraum unseres Autos vollzupacken. Und beide von uns kriegen die Krise, wenn der/die andere uns dabei helfen will.
Nach – grob überschlagen – insgesamt mindestens 135 Beladungsvorgängen fühle ich mich aber durchaus in der Lage, ein paar allgemeine Tipps zum Kofferraum-Packen zu geben.
Klappkisten nach hinten in die Mitte. Wir nehmen immer zwei Klappkisten mit: eine mit Nahrungsmitteln und Küchen-Utensilien, eine mit „Schreibkram“. Darin landen neben Büchern, Reiseführern, ggf. Schulzeug auch alles Elektronische, Ladegeräte etc. und die Reise-Apotheke. Mindestens eine Kiste packen wir so, dass wir die andere darauf stapeln können. Beide kommen mittig hinten in den Kofferraum. (Beim Touran war es wichtig, sie vor das Loch zu stellen, das bei uns durch den Ausbau des mittleren Rücksitzes entstand.)
Große Taschen nach vorne. Man ist versucht, zuerst die großen Brocken im Kofferraum loszuwerden. Das ist auch okay. Aber oft ist es besser, die nach vorne zu stellen. Sonst landen da nämlich am Schluss die Kleinkram-Taschen oder die Einzelstücke, und die fallen einem dann gerne entgegen, sobald man die Klappe wieder aufmacht. Die großen Taschen haben einen besseren Stand.
Zwischenräume nutzen. Da ist bestimmt schon jede*r beim Familienurlaub mit dem Auto selbst drauf gekommen. Aber ich erzähle es trotzdem: Ganz hinten und außen lassen sich immer noch weiche Gepäckstücke hinquetschen, zum Beispiel Schlafsäcke oder Dreckwäschebeutel.
Dreckwäsche auslagern. Zu Hause hat man ja noch die Zeit, jedes Kleidungsstück penibel zu falten oder aufzurollen und die volle Ladung in der Reisetasche unterzubringen. Bei jedem Stopp wird man (also: ich) da nachlässiger. Nichts passt mehr. Und überhaupt steht man irgendwann vor der Frage, ob es eine gute Idee ist, sauberer und Dreckwäsche eine WG zu erlauben. Unsere Patentlösung: viele Leinentaschen. Diese Beutel, die man seit „Jute statt Plastik“ immer mal wieder als Werbegeschenk bekommt, stecken wir in größerer Zahl in die Reisetasche. Im Verlauf des Urlaubs füllen wir sie nach und nach mit getragenen Klamotten. Diese Taschen lassen sich im Kofferraum dann in alle möglichen Spalten quetschen.
Für Einzelübernachtungen einzeln packen. Bevor die Stoffbeutel mit Dreckwäsche gefüllt sind, kann man sie auch gut nutzen, das Nötigste für Einzelübernachtungen (z.B. auf Fähren) zu packen. So müsst ihr dann nicht mit der gesamten Tasche einchecken. (Nicht vergessen: Auch Kulturtasche und Schlafanzug müssen dann kurz vorher mit rein!)
Damals nutzten wir noch jeden Quadratzentimeter im Kofferraum aus. (Heute ist uns das Packen so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir gar keine Fotos mehr davon machen.)
Lebensmittel: Mitnehmen oder am Urlaubsort kaufen?
Wie viele Lebensmittel man von zu Hause mitnimmt und wie viel man vor Ort kauft, ist zum einen (im wahrsten Sinne) Geschmackssache. Zum anderen hängt es sehr vom Preisniveau im Reiseland ab. In Skandinavien, teilweise auch Großbritannien, Frankreich und Irland lohnt es sich, Kühlbox und Klappkiste schon vor der Abfahrt vollzuladen.
Zumindest für die ersten Tage nehme ich auch sonst gerne so viel mit, dass wir autark sind. Zwar finde ich Einkaufen im Ausland total spannend. Neues zu probieren ist schließlich einer der Gründe, warum wir überhaupt wegfahren. Aber bei bestimmten Dingen macht es Sinn, kleine Gebinde mitzunehmen, um sich am Urlaubsort keine ganze Packung ins Auto laden zu müssen.
Eine Besonderheit in rumänischen Supermärkten: Oft kann man sich sein TK-Gemüse selbst abfüllen.
3-4 ausgewaschene Plastikpöttchen mit Deckel (ehemals Sahnehering… – zum Wegpacken von Resten und im Bedarfsfall als Müslischüsseln)
zwei Löffel und zwei Messer (falls doch mal ein unvorbereitetes Picknick aus dem Auto heraus nötig wird)
Lappen, Geschirrhandtuch, Küchenrolle
Waschmittel, einzeln abgepackt für mehrere Waschgänge (z.B. in alten Marmeladengläsern, dann noch mal in alten Gefrierbeuteln, um Kontamination mit Lebensmitteln zu vermeiden)
Picknick-Pause 2010 in Irland. Kofferraum auf, Kühlbox und Tasche raus, Brett drauf, und schon gibt’s frisch geschmierte Butterbrote oder gekühlten Joghurt.
Wenn wir mehr Verpflegung mitnehmen wollen, weil das Preisniveau hoch oder unsere Zeit oder Gelegenheit zum Einkaufen begrenzt sind, packe ich gleich zu Hause die richtigen Mengen für eine Familienmahlzeit ab. Man hat ja meist eh bestimmte Rezepte im Kopf, die auch im Urlaub schnell funktionieren. Also packe ich nicht die ganze Packung Couscous ein, sondern wiege 250 Gramm ab. Als Behältnisse dienen mir meine alte Teedosen-Sammlung, Tupperdosen oder alte Eisverpackungen. Die lassen sich dann in der Klappkiste auch platzsparend stapeln.
Kochen unter erschwerten Bedingungen 2009 in der →Camping-Hütte in Norwegen. Kein Problem, ich hab schließlich alles dabei, was ich brauche.
Mehr Tipps und Erfahrungsberichte zum Thema Roadtrip mit Kindern
Puh, das war ein wirklich langer Blogbericht. Wer immer noch nicht genug hat und mehr Tipps zum Thema Roadtrips mit Kindern lesen möchte, kann das an folgenden Stellen tun:
Im family4travel-Blog
→Reisen mit leichtem Gepäck: Meine ausführliche Auseinandersetzung zum Thema, wie viel Zeug man beim Reisen mit Kindern wirklich mitschleppen muss.
Der →Andalusien-Abschnitt unserer großen Reise lässt sich hervorragend als Roadtrip mit Kindern in ganz normalen Ferien nachmachen (wenn man denn trotz CO2-Problematik ins Flugzeug steigen will).
und der Abschnitt auf dem →Peloponnes (wobei der zugegebenermaßen eher sternförmig war).
Irgendwann kommt immer der Zeitpunkt, an dem man doch noch mal an irgendwas im Kofferraum dran muss. Meistens an das allerunterste… Aber immer noch besser als an die Dachbox, denn das dauert dann schon eine halbe Stunde.
Erfahrungsberichte von anderen Reisebloggern zum Thema Roadtrip mit Kindern
Die Nordicfamily macht jede Menge Roadtrips in den Norden, zum Beispiel nach Schwedisch-Lappland, und hat Berichte auch als Video zu bieten.
Maria-Bettina von KindamTellerrand hat mit ihrer Familie einen Roadtrip an den Großen Seen in den USA und Kanada gemacht.
Heike von KölnFormat ist ebenfalls Roadtrip-Profi und ist oft vor allem in Norwegen und den USA unterwegs. Sie hat beispielsweise Tipps für die Mietwagen-Buchung in Amerika zusammengestellt.
Ausreisserin Nicole war diesen Sommer acht Wochen mit Mann, Baby und Kleinkind auf Elternzeit-Tour im Camper in Frankreich und der Schweiz.
Und über unsere 11-monatige Reise habe ich ein ganzes Buch geschrieben: „Die Entdeckung Europas“. Im Gegensatz zum Blog stehen dort die persönlichen Begegnungen und das „gefühlte Reisen“ während unserer Langzeitreise mit Familie im Mittelpunkt.
Ein Klick bringt dich direkt zur Bestellmöglichkeit bei Amazon*.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel wird seit 2017 regelmäßig aktualisiert. Alle hier angepriesenen Produkte haben wir selbst gekauft, meistens nach ausgiebiger Konsultation von Test-Foren, Stiftung Warentest etc. Unsere Meinung beruht völlig auf unseren eigenen Erfahrungen. Die Links mit * sind Affiliate-Links, was bedeutet: Wenn ihr die Produkte über diesen Link bestellt bzw. darüber bucht, erhalte ich ein paar Euro Provision. Euch kostet das nicht mehr.
Dein Bericht macht mir richtiges Reise-Sehnsucht. Zu fünft im Opel Corsa ist es eigentlich auch machbar, haben wir letztes Jahr festgestellt – und diesmal habe ich nicht die Kindersachen zu Hause gelassen! Wenn da nur das Bargeld- und keinen Urlaub-bis-zum-nächsten-Sommer-problem nicht wären… Vielleicht wird es was im Herbstferien, aber bestimmt nicht weit oder lange genug. Seufz.
Wenn man feste Bedingungen hat, kann man auch irgendwie damit arbeiten, ne? Im Opel Corsa, meine ich jetzt. Wenn die Alternative ist, nicht in Urlaub zu fahren. :) Aber wenn Martin erzählt, sie sie sich früher in den Trabbi gefaltet haben, dann bin ich doch froh, dass wir so reisen können, wie wir reisen. Mangelndes Geld und mangelnde Urlaubstage sind ja leider die natürlichen Feinde der Familienreisen, die wir auch immer nur gerade so eben austricksen, und nie genug…
Wow! Ich muss ja etwas schmunzeln. Denn meine Erfahrungen mit Roadtrips als Kind reichen in die 1960er Jahre zurück. Eltern und drei lebhafte Kinder, keine Kühlbox, keine riesige Staufläche, keine Nutella-Vorräte, keine Papierwindeln. Und es ging auch! Ich habe auch an die längsten Fahrten gute Erinnerungen.
Viel Spaß weiterhin!
Ulrike
Dem stimme ich zu. Aber mir fällt es wesentlich leichter, kein Theater zu machen, wenn ich satt und zufrieden bin, bequem sitze, die Temperatur im Auto angenehm ist und wir alle mit einem guten Hörbuch versorgt sind. Da ticke ich ganz genauso wie die Kinder. :) Und wie das früher so lief, was ich von deinen Erzählungen in Erinnerung habe, oder auch von anderen (und wahrscheinlich grad durcheinanderbringe), haben gerade die Mütter auf den Roadtrips früher so viel geleistet, um alle bei Laune zu halten, unter Bedingungen, die eben nicht meinen beschriebenen entsprechen. Das finde ich so bewundernswert. :)
Und bitte kommt dann auch zu uns, wenn Ihr schon nach Litauen fährt, Ist ja nicht so weit weg.
Aus irgendeinem Grund durfte ich keinen längeren Kommentar schreiben, deswegen kommt es in zwei Teilen. Blödes internet.
Hm, ich glaube, das ist ein Ding der WordPress-Software seit dem letzten Update, hab ich mich jedenfalls in einem anderen Blog neulich auch drüber geärgert. Ich hab nichts umgestellt. :(
Wir würden euch total gerne wieder besuchen! Aber realistisch ist es nächstes Jahr nicht, fürchte ich. 2019 vielleicht! Bei uns seid ihr auch vorher sehr willkommen, aber das wisst ihr hoffenlich! :D
Liebe Lena,
soviele Tipps! Super! Vielen Dank für die Anregungen. Ein bisschen Roadtrip-Erfahrung (von zuhause aus) habe ich ja auch schon gesammelt. Nur eines klappt dabei bisher nicht: Dass das Gepäck von Jahr zu Jahr weniger wird – im Gegenteil, es wird immer mehr. Diesen Sommer waren wir mit 2 Boards unterwegs: Longboard und Bodyboard. Ich glaube, ich muss mal die Zügel beim Kinderspielzeug anziehen…
Liebe Grüße
Gela
Und ihr ward die kompletten sechs Wochen unterwegs, oder? Wenn du darüber einen Roadtrip-Artikel schreibst, sag mir Bescheid, dann verlinke ich den hier auch!
Franzi Heine
14. September 2018 um 10:57 Uhr - Antworten
Danke für die Tipps zum Roadtrip mit Kindern. Meine Tante hat sich für ihren Familienurlaub bei der Autovermietung über Mietwagen und Raten informiert. Eure Tipps werde ich ihr definitiv weiterleiten. Besonders der Trip in Südengland hört sich schön an.
LG
Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist den Kindern zu erlauben viele Spielsachen mitzunehmen, wenn man einen Roadtrip mit Ihnen macht. Allerdings finde ich es auch wichtig sich gute Ausflugsziele zu überlegen, die man mit den Kindern anpeilen kann, da diese so beschäftigt sind und etwas erleben. Langeweile muss vermieden werden.
Erster Roadtrip mit neun Monate altem Baby nach Nordfrankreich 2013: eine ganze Klappkiste mit Gläschen haben wir eingepackt, das Foto existiert noch im Album, und fast nichts davon wollte er dann essen :-), die Windeln, von denen wir wussten, dass sie dort teurer sind, waren dann wenigstens aufgebraucht. Beim zweiten Mal, diese Mal mit zweitem Kind (damals 4 Monate) und Doppel-Croozer- Radanhänger als Geschwisterwagen 2015, haben wir uns dann die größtmögliche Thule Dachbox für unseren Golf-Variant gegönnt. Und die lieben wir bis heute. Anfangs war ja der Kofferraum voller Croozer. Heute kommen dann mal Fahrradhelme, Strandschirme oder Ähnliches hinzu. Zum Verpacken nehmen wir gut A4 große Hartplastiktüten mit Reißverschluss von Soestrene Grene. Die haben wir erstmalig in Dänemark entdeckt und man kann sie wunderbar stapeln (und quetschen). Sortiert ist dann auch alles. Zwei riesige Tüten dieser Firma haben wir auch, für Handtücher und Ähnliches. Der viele Platz führt zu immer zu viel Kram, aber wir bleiben stets eine Woche am selben Ort, sodass das 3 bis 4 malige Packen dann OK ist.
Emilia Scholz
3. Februar 2021 um 0:12 Uhr - Antworten
Ich danke ihnen für diesen interessanten Beitrag zu Roadtrips mit Kindern. Mein Mann hatte auch vor einigen Tagen vorgeschlagen, mit den Kindern einen Trip für den Sommer zu organisieren. Eine Europakarte zu zeichnen und auszumalen, ist wirklich eine gute Idee vom Janis. Da wir uns leider zurzeit nur im begrenzten Umkreis befinden können, überlegen wir uns ein Lastenrad zu kaufen. Jetzt heißt es nur hoffen, dass der Sommer so schnell wie möglich vor unserer Türe steht.
Ein Roadtrip mit dem (Lasten-)Rad ist auch eine tolle Sache. In Spanien haben wir eine Familie kennengelernt, die so etwas ähnliches macht. Hier ist der Link zu ihrem YouTube-Kanal (allerdings ist alles auf Spanisch): https://www.youtube.com/c/Familiasupertrampentrike/videos
Und ich dachte schon, wir sind die einzigen Irren…;-) CampingFamilienurlaube im A2, ohne Dachbox, weil opensky-Glasdach. Mit Zelt und Kinderwagen (weil auch Kinderbett). Später dann Roller für die Kids. Die lieben es, sich mal beschränken zu müssen und merken, dass ihnen das gut tut.
Zeltwochenende mit dem Fahrrad. Sogar ohne den Anhänger, dafür für jeden Radtaschen. Die Kids mit dem leichten Kram. Sogar Faltstühle und Minitisch hatten wir dabei, weil der Vater nicht mehr auf dem Boden sitzen will. Überlegt mit DoppelNutzen packen. Wenn ich sehe, wie andere mit einem Kind den Variant bis unters Dach vollbekommen fürs Wochenende bei der Oma…Woanders gibt es auch Läden, falls man mal etwas vermisst;-)
Ich hatte auch immer den Eindruck, dass die Jungs eigentlich gar kein Problem damit hatten, sich mal ein bisschen beschränken zu müssen. Habe gerade den 14-Jährigen noch mal nach seiner Retrospektive gefragt. „Wir hatten ’nen ganzen Rucksack voll Playmobil, klar waren wir zufrieden! Was hätten wir denn sonst noch mitnehmen sollen? Es muss ja auch was geben, worauf man sich freut, wenn die Reise zu ende ist“, sagt er. :)
Inzwischen sind wir oft nur noch mit zwei Erwachsenen und einem Kleinkind unterwegs. Da kriegen wir auch einem Wochenend-Trip den VW Touran aber auch ruckzuck voll. Eben weil wir uns nicht mehr beschränken (müssen). Wir sind aber auch schon zu fünft damit unterwegs gewesen letzten Sommer, drei Wochen inklusive Hochstuhl und Buggy. Geht alles, wenn man will. Und wenn’s muss.
Chengdu33
26. November 2021 um 20:07 Uhr - Antworten
Super Beitrag mit vielen hilfreichen Tipps. Gibt es was zu Verkehrsrecht in bestimmten Länder zu beachten? Oder ist es überall mehr oder weniger das gleiche Recht? :)
Da solltest du dich auf jeden Fall vorher informieren. Ich empfehle dafür die Seiten des ADAC (und nicht den Link, den du mir in deinem Kommentar versucht hast unterzujubeln).
Autosattlerei
25. Januar 2023 um 12:31 Uhr - Antworten
Ein super Artikel, Danke. Ich habe diesen auf FB geteilt und etliche Likes bekommen :)..
Zeitreisender
31. Oktober 2023 um 18:25 Uhr - Antworten
Hallo, vielen Dank für den sehr interessanten, persönlichen Beitrag! Ihr wart viel mit dem VW Touran unterwegs, dann sollte ein VW Tiguan sicher auch familientauglich sein, oder? Liebe Grüsse
Danke für die wertvollen Tipps und das Teilen Eurer Erfahrungen. Die Küchen-Liste war sehr hilfreich :) Für uns beträgt maximale Fahrtzeit 5 bis 6 Stunden mit Pausen. Jeden Tag iwo anders zu übernachten empfinde ich ebenfalls als stressig.
Das ist ja eine schöne Zusammenstellung, danke dir dafür! Nach Litauen und Co wär ich ja auch gern mitgekommen :-)
Da wollen wir auch irgendwann noch mal hin! Vier Wochen für viereinhalb Länder reichen einfach hinten und vorne nicht. :)
Das glaube ich dir gerne, ich finde eure Roadtrips übrigens total toll
Dein Bericht macht mir richtiges Reise-Sehnsucht. Zu fünft im Opel Corsa ist es eigentlich auch machbar, haben wir letztes Jahr festgestellt – und diesmal habe ich nicht die Kindersachen zu Hause gelassen! Wenn da nur das Bargeld- und keinen Urlaub-bis-zum-nächsten-Sommer-problem nicht wären… Vielleicht wird es was im Herbstferien, aber bestimmt nicht weit oder lange genug. Seufz.
Wenn man feste Bedingungen hat, kann man auch irgendwie damit arbeiten, ne? Im Opel Corsa, meine ich jetzt. Wenn die Alternative ist, nicht in Urlaub zu fahren. :) Aber wenn Martin erzählt, sie sie sich früher in den Trabbi gefaltet haben, dann bin ich doch froh, dass wir so reisen können, wie wir reisen. Mangelndes Geld und mangelnde Urlaubstage sind ja leider die natürlichen Feinde der Familienreisen, die wir auch immer nur gerade so eben austricksen, und nie genug…
Wow! Ich muss ja etwas schmunzeln. Denn meine Erfahrungen mit Roadtrips als Kind reichen in die 1960er Jahre zurück. Eltern und drei lebhafte Kinder, keine Kühlbox, keine riesige Staufläche, keine Nutella-Vorräte, keine Papierwindeln. Und es ging auch! Ich habe auch an die längsten Fahrten gute Erinnerungen.
Viel Spaß weiterhin!
Ulrike
Da habe ich ja schon früher Bauklötze gestaunt, wie das bei euch alles funktioniert hat!!
Je weniger Theater die Eltern machen, desto unkomplizierter die Kinder. ;)
Dem stimme ich zu. Aber mir fällt es wesentlich leichter, kein Theater zu machen, wenn ich satt und zufrieden bin, bequem sitze, die Temperatur im Auto angenehm ist und wir alle mit einem guten Hörbuch versorgt sind. Da ticke ich ganz genauso wie die Kinder. :) Und wie das früher so lief, was ich von deinen Erzählungen in Erinnerung habe, oder auch von anderen (und wahrscheinlich grad durcheinanderbringe), haben gerade die Mütter auf den Roadtrips früher so viel geleistet, um alle bei Laune zu halten, unter Bedingungen, die eben nicht meinen beschriebenen entsprechen. Das finde ich so bewundernswert. :)
Und bitte kommt dann auch zu uns, wenn Ihr schon nach Litauen fährt, Ist ja nicht so weit weg.
Aus irgendeinem Grund durfte ich keinen längeren Kommentar schreiben, deswegen kommt es in zwei Teilen. Blödes internet.
Hm, ich glaube, das ist ein Ding der WordPress-Software seit dem letzten Update, hab ich mich jedenfalls in einem anderen Blog neulich auch drüber geärgert. Ich hab nichts umgestellt. :(
Wir würden euch total gerne wieder besuchen! Aber realistisch ist es nächstes Jahr nicht, fürchte ich. 2019 vielleicht! Bei uns seid ihr auch vorher sehr willkommen, aber das wisst ihr hoffenlich! :D
Liebe Lena,
soviele Tipps! Super! Vielen Dank für die Anregungen. Ein bisschen Roadtrip-Erfahrung (von zuhause aus) habe ich ja auch schon gesammelt. Nur eines klappt dabei bisher nicht: Dass das Gepäck von Jahr zu Jahr weniger wird – im Gegenteil, es wird immer mehr. Diesen Sommer waren wir mit 2 Boards unterwegs: Longboard und Bodyboard. Ich glaube, ich muss mal die Zügel beim Kinderspielzeug anziehen…
Liebe Grüße
Gela
Und ihr ward die kompletten sechs Wochen unterwegs, oder? Wenn du darüber einen Roadtrip-Artikel schreibst, sag mir Bescheid, dann verlinke ich den hier auch!
Danke für die Tipps zum Roadtrip mit Kindern. Meine Tante hat sich für ihren Familienurlaub bei der Autovermietung über Mietwagen und Raten informiert. Eure Tipps werde ich ihr definitiv weiterleiten. Besonders der Trip in Südengland hört sich schön an.
LG
Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist den Kindern zu erlauben viele Spielsachen mitzunehmen, wenn man einen Roadtrip mit Ihnen macht. Allerdings finde ich es auch wichtig sich gute Ausflugsziele zu überlegen, die man mit den Kindern anpeilen kann, da diese so beschäftigt sind und etwas erleben. Langeweile muss vermieden werden.
Erster Roadtrip mit neun Monate altem Baby nach Nordfrankreich 2013: eine ganze Klappkiste mit Gläschen haben wir eingepackt, das Foto existiert noch im Album, und fast nichts davon wollte er dann essen :-), die Windeln, von denen wir wussten, dass sie dort teurer sind, waren dann wenigstens aufgebraucht. Beim zweiten Mal, diese Mal mit zweitem Kind (damals 4 Monate) und Doppel-Croozer- Radanhänger als Geschwisterwagen 2015, haben wir uns dann die größtmögliche Thule Dachbox für unseren Golf-Variant gegönnt. Und die lieben wir bis heute. Anfangs war ja der Kofferraum voller Croozer. Heute kommen dann mal Fahrradhelme, Strandschirme oder Ähnliches hinzu. Zum Verpacken nehmen wir gut A4 große Hartplastiktüten mit Reißverschluss von Soestrene Grene. Die haben wir erstmalig in Dänemark entdeckt und man kann sie wunderbar stapeln (und quetschen). Sortiert ist dann auch alles. Zwei riesige Tüten dieser Firma haben wir auch, für Handtücher und Ähnliches. Der viele Platz führt zu immer zu viel Kram, aber wir bleiben stets eine Woche am selben Ort, sodass das 3 bis 4 malige Packen dann OK ist.
Vielen Dank für die Ergänzung!
Ich danke ihnen für diesen interessanten Beitrag zu Roadtrips mit Kindern. Mein Mann hatte auch vor einigen Tagen vorgeschlagen, mit den Kindern einen Trip für den Sommer zu organisieren. Eine Europakarte zu zeichnen und auszumalen, ist wirklich eine gute Idee vom Janis. Da wir uns leider zurzeit nur im begrenzten Umkreis befinden können, überlegen wir uns ein Lastenrad zu kaufen. Jetzt heißt es nur hoffen, dass der Sommer so schnell wie möglich vor unserer Türe steht.
Ein Roadtrip mit dem (Lasten-)Rad ist auch eine tolle Sache. In Spanien haben wir eine Familie kennengelernt, die so etwas ähnliches macht. Hier ist der Link zu ihrem YouTube-Kanal (allerdings ist alles auf Spanisch): https://www.youtube.com/c/Familiasupertrampentrike/videos
Und ich dachte schon, wir sind die einzigen Irren…;-) CampingFamilienurlaube im A2, ohne Dachbox, weil opensky-Glasdach. Mit Zelt und Kinderwagen (weil auch Kinderbett). Später dann Roller für die Kids. Die lieben es, sich mal beschränken zu müssen und merken, dass ihnen das gut tut.
Zeltwochenende mit dem Fahrrad. Sogar ohne den Anhänger, dafür für jeden Radtaschen. Die Kids mit dem leichten Kram. Sogar Faltstühle und Minitisch hatten wir dabei, weil der Vater nicht mehr auf dem Boden sitzen will. Überlegt mit DoppelNutzen packen. Wenn ich sehe, wie andere mit einem Kind den Variant bis unters Dach vollbekommen fürs Wochenende bei der Oma…Woanders gibt es auch Läden, falls man mal etwas vermisst;-)
Ich hatte auch immer den Eindruck, dass die Jungs eigentlich gar kein Problem damit hatten, sich mal ein bisschen beschränken zu müssen. Habe gerade den 14-Jährigen noch mal nach seiner Retrospektive gefragt. „Wir hatten ’nen ganzen Rucksack voll Playmobil, klar waren wir zufrieden! Was hätten wir denn sonst noch mitnehmen sollen? Es muss ja auch was geben, worauf man sich freut, wenn die Reise zu ende ist“, sagt er. :)
Inzwischen sind wir oft nur noch mit zwei Erwachsenen und einem Kleinkind unterwegs. Da kriegen wir auch einem Wochenend-Trip den VW Touran aber auch ruckzuck voll. Eben weil wir uns nicht mehr beschränken (müssen). Wir sind aber auch schon zu fünft damit unterwegs gewesen letzten Sommer, drei Wochen inklusive Hochstuhl und Buggy. Geht alles, wenn man will. Und wenn’s muss.
Super Beitrag mit vielen hilfreichen Tipps. Gibt es was zu Verkehrsrecht in bestimmten Länder zu beachten? Oder ist es überall mehr oder weniger das gleiche Recht? :)
Da solltest du dich auf jeden Fall vorher informieren. Ich empfehle dafür die Seiten des ADAC (und nicht den Link, den du mir in deinem Kommentar versucht hast unterzujubeln).
Ein super Artikel, Danke. Ich habe diesen auf FB geteilt und etliche Likes bekommen :)..
Danke. :)
Hallo, vielen Dank für den sehr interessanten, persönlichen Beitrag! Ihr wart viel mit dem VW Touran unterwegs, dann sollte ein VW Tiguan sicher auch familientauglich sein, oder? Liebe Grüsse
Ein Auto mit den passenden Dimensionen hilft sicher viel. Aber die Tricks beim Packen machen, finde ich, bald mehr aus als die absoluten Maße.
Danke für die wertvollen Tipps und das Teilen Eurer Erfahrungen. Die Küchen-Liste war sehr hilfreich :) Für uns beträgt maximale Fahrtzeit 5 bis 6 Stunden mit Pausen. Jeden Tag iwo anders zu übernachten empfinde ich ebenfalls als stressig.