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„Wie Perlen an einer Schnur“ (in Lillesand, Norwegen)

"Wie Perlen an einer Schnur" sind laut Reiseführer die Fischerörtchen mit den weißen Holzhäusern an der Südküste Norwegens aufgereiht. Und ja, der Vergleich passt. (The little villages with the white wooden houses lay "like pearls on a necklace" along the Southern coast of Norway, says the guide-book. And it's right.)
„Wie Perlen an einer Schnur“ sind laut Reiseführer die Fischerörtchen mit den weißen Holzhäusern an der Südküste Norwegens aufgereiht. Und ja, der Vergleich passt. (The little villages with the white wooden houses lay „like pearls on a necklace“ along the Southern coast of Norway, says the guide-book. And it’s right.)

Heute gibt es ein paar Fotos von der Südküste Norwegens, die eigentlich nicht für einen eigenen Beitrag im Reiseblog reichen, aber zu schöne Erinnerungen wecken, um sie wegzulassen.

Rosa Rosen, weiße Holzfassaden - hübsches Lillesand! (I just loved the contrast of the pink roses and the white houses in Lillesand.)
Rosa Rosen, weiße Holzfassaden – hübsches Lillesand! (I just loved the contrast of the pink roses and the white houses in Lillesand.)

Eigentlich hatten wir auf einen Nachmittag am Strand gehofft, aber es stipperte nach wie vor bei knapp 20°C. Trotzdem fuhren wir ein Stück die Schärenküste rauf. Wir spazierten durch den kleinen Ort Lillesand und betrachteten die vielen weißen Holzhäuschen. In einem sehr kleinen Park am Hafen picknickten wir. Nach einer Runde durch den Ort fuhren wir weiter in ein kleines Fischerdörfchen.

In den Fischerdörfern an der südnorwegischen Schärenküste findet man "Bilderbuch-Norwegen". (The fishing villages in Southern Norway look like straight out of the picture-book.)
In den Fischerdörfern an der südnorwegischen Schärenküste findet man „Bilderbuch-Norwegen“. (The fishing villages in Southern Norway look like straight out of the picture-book.)

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 27. August 2009 verfasst.

Und drum herum gibt's viel freie Natur, in der die Kinder immer was zu wurschteln finden. (And in between there is more than enough room for children.)
Und drum herum gibt’s viel freie Natur, in der die Kinder immer was zu wurschteln finden. (And in between there is more than enough room for children.)

Hübsch, sauber und sonnig (in Kristiansand, Norwegen)

Für Kristiansand und Umgebung haben wir eineinhalb Tage eingeplant – genug, wenn man mit kleinen Kindern reist, möchte ich behaupten. Der Reiz von Stadtrundgängen hält sich in Grenzen, solange man im Kindergartenalter ist. So haben wir es bei einem abendlichen Spaziergang durch die fünftgrößte Stadt Norwegens belassen.

Abendstimmung im Park am Yachthafen. (An evening in the park next to the marina.)
Abendstimmung im Park am Yachthafen. (An evening in the park next to the marina.)

Bis wir eingecheckt, ausgepackt und das Haus erkundet hatten, war es halb sechs. Unsere erste Station auf dem Stadtrundgang war deshalb eine hastige Suche nach einem Bäcker. Fast alle Geschäfte schließen hier nämlich konsequent um sechs. Dafür haben die Norweger richtig echtes Brot. Der Laib Vollkornbrot, den wir uns geleistet haben, kostete zwar umgerechnet ungefähr sechs Euro, aber er war sehr lecker. Wir haben ihn später beim Abendbrot im Garten fast aufgegessen.

Hübsch, sauber, sonnig: Kristiansand. (Pretty, clean and sunny.)
Hübsch, sauber, sonnig: Kristiansand. (Pretty, clean and sunny.)

Zuvor haben wir noch einen Spaziergang durchs Stadtzentrum gemacht, vorbei an der laut Reiseführer größten Kirche des Landes (etwa so groß wie der Mindener Dom), einem Yachthafen und ein paar hübschen Brunnen.

Die Domkirche von Kristiansand zählt zu den größten des Landes, beeindruckt den weitgereisten Besucher aber eher ihrer schlichten spröden Schönheit wegen. (The church is one of Norway's biggest and it is worth seeing, but for well-travelled people more for its simple beauty than for any superlatives.)
Die Domkirche von Kristiansand zählt zu den größten des Landes, beeindruckt den weitgereisten Besucher aber eher ihrer schlichten spröden Schönheit wegen. (The church is one of Norway’s biggest and it is worth seeing, but for well-travelled people more for its simple beauty than for any superlatives.)

Mehr gab es eigentlich nicht zu sehen. Eine hübsche kleine saubere Stadt. Möglich, dass wir etwas verpasst haben, aber nach dieser Stippvisite würde ich behaupten, dass Kristiansand nichts Besonderes hat.

Diesen Eintrag meines Reisetagebuchs habe ich am 26. August 2009 verfasst.

Eine hübsche, saubere Fußgängerzone beeindruckt mit schicken, teuren Boutiquen und erfreut die Jungs mit dem bronzenen Hoppepferdchen, das den eindeutigen Scheuerspuren in der Sattelgegend nach von Kindern regelmäßig als solches benutzt wird. (There are not only fancy shops in Kristiansand's city centre but also this pretty one in bronze that, judged by the polished back, is often used this way.)
Eine hübsche, saubere Fußgängerzone beeindruckt mit schicken, teuren Boutiquen und erfreut die Jungs mit dem bronzenen Hoppepferdchen, das den eindeutigen Scheuerspuren in der Sattelgegend nach von Kindern regelmäßig als solches benutzt wird. (There are not only fancy shops in Kristiansand’s city centre but also this pretty one in bronze that, judged by the polished back, is often used this way.)

Kristiansand liegt an der Südspitze Norwegens und hat knapp 85.000 Einwohner. Es ist vor allem bei norwegischen Touristen beliebt, ob des für dortige Verhältnisse recht sonnigen Wetters. Hauptattraktion ist der Kristiansand Dyrepark, eine Kombination aus Zoo, Spaßbad und Freizeitpark. Der ist für deutsche Urlauber weniger anziehend, was vor allem daran liegt, dass eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern für eine Tageskarte in der Hauptsaison 2014 umgerechnet 250 Euro bezahlt. Kein Witz. Das heißt, den Zoo ohne Badeland gibt es als Schnäppchen schon für 177 Euro für alle vier. Aber ich war nie dort und darf mir deshalb auch kein Urteil erlauben, ob sich das lohnt oder nicht…

Skandinavien: 4 Wochen Familienurlaub mit Kleinwagen

Zeitreise. Wir springen zurück in das Jahr 2009, als wir den 5-jährigen Janis und den 2½-jährigen Silas ins Auto luden und nach Norden fuhren.  Los geht’s in meinem alten Reise-Tagebuch ganz vorne – mit dem Packen für vier Wochen Urlaub mit kleinen Kindern…

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Es geht nach Norden!

Die Abstimmung ist gelaufen: Das nächste große Reise-Thema auf family4travel ist Skandinavien!

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Mit so einem klaren Ergebnis hätte ich nicht gerechnet – zumal die Italien-Fraktion zwischenzeitlich sogar mal in Führung lag. Mit 43 Prozent ist die Mehrheit für die nordischen Länder jedoch mehr als deutlich. Nordfrankreich/Irland hat auf die letzten Meter noch mal gut aufgeholt und liegt jetzt gleichauf mit dem Süden. Und sogar für eine England-Verlängerung hat sich am Ende noch ein Verfechter gefunden – immerhin. Ich danke herzlich allen, die sich an der Wahl beteiligt haben!

Ein exaktes Datum, ab wann es hier denn nun Richtung Norden geht, mag ich nicht nennen. Die bereits angedrohte Arbeitsflut macht sich bemerkbar, zumal wir am Wochenende auch einfach die Koffer gepackt und drei eiskalte, aber schöne Tage in Hamburg verbracht haben. Leider fehlte mir bei bis zu -12°C die Motivation (und schlichtweg die Fingerfertigkeit), viele Fotos zu machen. Einen kleinen Vorgeschmack, worum es morgen und an dem einen oder anderen kommenden Dienstag in Deutschland gehen mag, könnt ihr euch trotzdem schon bei Instagram holen.

Und auch für Mittwoch wage ich es, mich aus dem Fenster zu lehnen: Da reisen wir an dieser Stelle zusammen nach Stonehenge!

Norden, Süden oder Westen – wohin soll’s gehen? Ihr entscheidet!

Was passiert eigentlich hier auf family4travel, wenn die (mittlerweile schon nicht mehr ganz so) aktuelle Berichterstattung aus Großbritannien durch ist?

Die Heim-Reisen aus unserer direkten Umgebung bleiben auf alle Fälle, und auch für den Dienstag in Deutschland geht mir das Pulver noch nicht aus. Und solange Ninja samstags zum Kaffee lädt und Katja zum Blick in den Himmel, brauche ich mir um die Wochenenden auch keine Sorgen machen. Das Schöne an genau diesem Blog ist aber (hab ich gehört…), dass es nicht nur praxisnahe Tipps zum Nachmachen gibt, sondern dass man als Leser das Gefühl bekommt, selbst mitreisen zu dürfen und hautnah dabei zu sein. Im Sommer gehen wir auch wieder auf Tour und nehmen euch mit! Aber was ist bis dahin? Drei Mal die Woche Ebbe im Blog?

Nix da. Die Texte meiner Reisetagebücher aus den Jahren 2007 bis 2010 liegen ungenutzt auf Halde – das schreit nach einem Upcycling-Projekt. Time-traveling in die jüngere Vergangenheit, als wir noch mit Buggy, Hochstuhl und Reisebettchen im Gepäck verreisten. Ich selber lese zumindest gerne solche ollen Kamellen aus dem analogen Zeitalter, wie Frau Hibbel sie beispielsweise kürzlich hier veröffentlicht hat. Und bei Retro Travels beruht das ganze Blog auf dem Konzept, eine Jahre zurückliegende Neuseelandreise mit Kleinkind Revue passieren zu lassen. Damit es bei mir nicht auf halbherziges Aufwärmen alter Geschichten hinausläuft, recherchiere ich Preise und Öffnungszeiten der beschriebenen Sehenswürdigkeiten aktuell dazu.

Aber wohin soll’s denn gehen? Vier Möglichkeiten stehen zur Auswahl, vier Dokumentationen von vier wundervollen, großartigen Reisen. Mir ist es gleich, ich erzähle jede dieser Geschichten gern. Ihr dürft es euch aussuchen!

2007 erkundeten wir verwunschene kleine Dörfer im Exmoor... (We explored enchanted little villages.)
2007 erkundeten wir verwunschene kleine Dörfer im Exmoor… (We explored enchanted little villages.)

Reise Nummer 1 der family4travel ging im Jahr 2007 nach England. Gut, da kommen wir jetzt gerade her, blogtechnisch. Aber auch damals war es schön dort, und die Insel mit einem sieben Monate alten Krabbelkind zu bereisen, war ein ganz besonderes Abenteuer. „Das könnt ihr doch nicht machen, die kleinen Kinder so durch die Weltgeschichte schleppen!“ – solcherlei Vorwürfe kriegten wir damals noch von mehr als einer Seite zu hören. Entsprechend vorsichtig waren wir mit den Ortswechseln. Einen ersten Zwischenstopp legten wir im belgischen Maldegem ein, bevor wir auf die Insel übersetzten. Für fünf Tage blieben wir dann in Kent, amüsierten uns beim Hopfen-Festival im Freilichtmuseum und auf sämtlichen babytauglichen Spielplätzen von Rochester und Umgebung. Dann zogen wir um in eine der großartigsten Jugendherbergen Englands und verbrachten eine Woche im Exmoor.

... verbrachten eine Woche in einer großartigen Jugendherberge... (spent a week in a lovely youth hostel)
… verbrachten eine Woche in einer großartigen Jugendherberge… (spent a week in a lovely youth hostel)

Wir unternahmen Wanderungen mit schwerem (aber überraschend zufriedenen) Gepäck im Tragetuch, erkundeten gemütliche kleine Städtchen und fuhren Dampfeisenbahn mit unserem kleinen Zug-Enthusiasten. Auf dem Heimweg legten wir noch einen Übernachtungsstopp bei Brighton ein und machten schließlich die Bekanntschaft eines außerordentlichen Herbergsprojekts in Zoersel, Belgien.

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… und unternahmen Moor-Wanderungen mit zufriedenem Gepäck im Tragetuch. (And we went on hikes carrying happy luggage.)

 

 

Reise Nummer 2 führte uns 2008 das bisher einzige Mal Richtung Süden. Mit Zwischenstopp in Nürnberg, im österreichischen Steinach und mit Abstecher nach Innsbruck erreichten wir schließlich unser Ziel: eine Ferienwohnung in der Toskana, in der wir eine extrem heiße Woche verbrachten.

In Italien 2008 genossen wir einigen Luxus in unserer Toskana-Ferienwohnung... (In Tuscany we enjoyed a nice apartment including a pool...)
In Italien 2008 genossen wir einigen Luxus in unserer Toskana-Ferienwohnung… (In Tuscany we enjoyed a nice apartment including a pool…)

Wenn wir nicht damit beschäftigt waren, unseren Windelgänger aus dem Pool zu fischen oder Mutantenmückenstiche zu versorgen, erkundeten wir all die Stätten italienischer Hochkultur:

... außerdem das wunderschöne Florenz... (breathtaking view of Florence with ponte vecchio)
… außerdem das wunderschöne Florenz… (breathtaking view of Florence with ponte vecchio)

Florenz mit seinem atemberaubenden Dom und der komplett überbauten Brücke Ponte Vecchio, Lucca mit ihrem leicht morbiden Charme und den gehirnerschütternd harten Erdböden unter Spielplatzschaukeln, das gar nicht mal sooo überlaufene Pisa mit dem Schiefen Turm und das kleine Städtchen Vinci, Geburtsort des großen Leonardo. Nach einem Halt in Genua machten wir auf dem Heimweg in Liechtenstein Station, welches uns als exzellenter Urlaubsort für Familien überraschte.

... und den Schiefen Turm von Pisa. (...and the Leaning Tower of Pisa).
… und den Schiefen Turm von Pisa. (…and the Leaning Tower of Pisa).

 

Reise Nummer 3 ging nach Skandinavien, und obwohl der Sommer im Jahr 2009 diese Bezeichnung selbst für dortige Verhältnisse kaum verdiente, hatten wir vier eine grandiose Zeit! Zum ersten Mal als echte Couchsurfer unterwegs, trafen wir eine Familie in einem Gemeinschafts-Wohnprojekt in Dänemark, machten den Jungs mit einem Tag im Legoland eine riesige Freude und besuchten in Blokhus für mich einen Ort voller Kindheitserinnerungen.

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Kindheitserinnerung in dänischen Dünen. (Childhood memories in the Danish dunes.)

Mit der Fähre fuhren wir nach Kristiansand und tourten Norwegens Süden bis hoch nach Bergen in mehren Stationen. Die Fjorde, das fjell und die Wasserfälle beeindruckten uns alle nachhaltig, ebenso die herzlichen Begegnungen mit den Menschen.

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Traditionelles Haus in Norwegen. (Traditional house in a Norwegian open air museum.)

Über Lillehammer und Oslo reisten wir südwärts nach Schweden, erlebten dort ebenfalls tolle Couchsurfer und machten Bekanntschaft mit dem schwedischen Krankenhauswesen (Gehirnerschütterung die Zweite).

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Bergen, die regenreichste Stadt Europas – so, wie man sie erwartet. (Europe’s rainiest city exactly the way you’d expect it.)

 

 

Reise Nummer 4 schließlich führte uns Richtung Westen: Mit Halt in Rouen genossen wir ein paar Tage die Bretagne mit ihren prähistorischen Sehenswürdigkeiten, bevor wir mit der Fähre nach Irland übersetzten.

Die mysteriösen Steinreihen von Carnac... (The mysterious alignments of Carnac.)
Die mysteriösen Steinreihen von Carnac… (The mysterious alignments of Carnac.)

Auch dieser Urlaub war großartig und wunderschön, allerdings zwischenzeitlich geprägt durch die Windpocken, die wir versehentlich ins europäische Ausland exportierten.

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Das steinzeitliche Dolmengrab von Poulnabrone. (The famous dolmen of Poulnabrone.)

Nichtsdestotrotz erkundeten wir auf unserer gründlichen Rundreise Steinkreise, Hügelgräber und frühchristliche Klosterruinen auf der grünen Insel, legten uns in Connemara mit Franzosen an, heuerten beim Straßenbau an (Silas) und genossen dank der unfassbaren irischen Gastfreundschaft in Belfast drei Tage lang unser „eigenes“ Mini-Haus.

Wir haben viele unglaublich freundliche Iren getroffen. (People are so friendly in Ireland! When Silas was looking for work, he was immediately hired.)
Wir haben viele unglaublich freundliche Iren getroffen. (People are so friendly in Ireland! When Silas was looking for work, he was immediately hired.)

Zurück ging es wieder mit der Fähre mit Kurzaufenthalt bei einer großartigen Couchsurfing-Familie in Lille und Stippvisite in Brügge.

 

Ich hab mir die vier Fotobücher hergekramt und schwelge selig in Erinnerungen, während ich diesen Beitrag tippe. Jede einzelne dieser vier Reisen war eine wunderbare Erfahrung für uns als Familie. Ich kann gar nicht sagen, welche mir am besten gefallen hat. Deshalb müsst wirklich ihr die Entscheidung treffen, wovon ich künftig an drei Tagen in der Woche auf family4travel berichten soll.

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