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Zeitreise: Das Archäologische Museum von Thessaloniki

In Thessaloniki schließen wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit Griechenland. Zum Eingewöhnen verordnen wir uns eine Woche in einem schönen kleinen Apartment, das wir über AirBnB gemietet haben. Zwei Tage lang gehen wir praktisch kaum vor die Tür, denn während wir entlang der türkischen Westküste eine Ruinenstadt nach der anderen abgeklappert haben, ist eine Menge Arbeit liegen geblieben. Effektiv bleiben uns fünf Tage, um die zweitgrößte Stadt Griechenlands zu erkunden.

Tag 1: Stadtbummel mit Kindern (und Schokolade)
Tag 2: Ausflug nach Pella: Die Kinderstube Alexanders des Großen
Tag 3: Zeitreise: Das Archäologische Museum von Thessaloniki
Tag 4: Chalkidiki: Sonne, Strand und mehr
Tag 5: Museum für Byzantinische Kultur – „Was is’n das?”

Mistwetter = Museum

Ein Mistwettertag vor dem Herrn! Was gibt es bei Regenwetter besseres als ein Museum? Wir nehmen den Bus in die Innenstadt – unsere supernetten Vermieter haben uns den Weg zur Haltestelle genau beschrieben, und so wissen wir trotz griechischer Buchstaben auch, an welchem Schild wir aussteigen müssen.

Das Archäologische Museum von Thessaloniki wartet nicht mit Superlativen auf und ist uns gerade deshalb auf Anhieb sympathisch. Die Dauerausstellung ist modern konzeptioniert und mit unterhaltsamen Multimedia-Elementen unterstützt, aber nicht damit überfrachtet. Im Mittelpunkt stehen materielle Zeitzeugen Jahrtausende alter Geschichte, wie sich das gehört (was nicht selbstverständlich ist, das haben wir auch schon anders gesehen).

Anfassen verboten, gucken erlaubt: Die Konzeptionierung des Archäologischen Museums von Thessaloniki hat mich überzeugt.

Anfassen verboten, gucken erlaubt: Die Konzeptionierung des Archäologischen Museums von Thessaloniki hat mich überzeugt.

Alte Steine und moderne Technik

An einem Touchscreen klicken sich die Jungs durch ein clever gemachtes Programm, das ihnen den Aufbau der antiken Stadt vermittelt  – zumindest nachdem wir dem wilden Knöpfedrücken Einhalt gebieten, gemeinsam die englischen Texte übersetzen und über das Gesehene sprechen. Kinder in Museen völlig frei laufen zu lassen und dann zu erwarten, dass sie viel Bildung dabei mitnehmen, funktioniert im Ausland freilich noch weniger als in Deutschland. Auch auf mich als „gelernte Historikerin“ (allerdings mit Schwerpunkt ganz woanders als in der Antike) warten etliche Aha-Effekte. Gemeinsam mit den Jungs lerne ich, wie im alten Griechenland die Zeitrechnung funktionierte (erstaunlicherweise gaben die Chronisten ihre Jahreszahlen nicht mit „378 v. Chr.“ an), und alleine – weil die Jungs lieber vor den Vitrinen mit den Waffen campieren – lerne ich, wie sich die wandelnde Haarmode anhand von Stauen verfolgen lässt.

Aus den bildlichen Darstellungen lässt sich jede Menge Alltagsgeschichte ablesen.

Aus den bildlichen Darstellungen lässt sich jede Menge Alltagsgeschichte ablesen.

Dreieinhalb Stunden später stehen wir wieder im strömenden Regen. Wir unternehmen einen ebenso tapferen wie kurzen Versuch, uns durch die Wassermassen in die Altstadt durchzuschlagen. Dann quetschen wir uns in den überfüllten Bus, fahren zurück in unsere Ferienwohnung und trinken im Trockenen eine herrliche heiße Schokolade, selbstgemacht. Hat auch was.

Wir haben der Geschichte ins Auge geblickt. - Alle Fotos dieses Beitrags sind mit Einverständnis des Museums veröffentlicht.

Wir haben der Geschichte ins Auge geblickt. – Alle Fotos dieses Beitrags sind mit Einverständnis des Museums veröffentlicht.

Praktische Hinweise

Das Archäologische Museum von Thessaloniki befindet sich an der Ecke Hanth-Platz bzw. in der Manoli Andronikou-Straße 6, ganz in der Nähe des Messegeländes mit dem markanten hässlichen Turm und der eckigen Weltkugel. Öffnungszeiten: Montag (!) bis Sonntag 9 bis 16 Uhr. Erwachsene zahlen 6 Euro Eintritt, in Kombination mit dem Museum für Byzantinische Kulur 8 (empfehlenswert und fünf Tage gültig). Kinder bis 18 Jahre sind generell frei.

2007 erkundeten wir verwunschene kleine Dörfer im Exmoor... (We explored enchanted little villages.)

family4travel in England

Wir lieben England. Großbritannien ist eines der ganz wenigen Länder, in die wir mehr als einmal gereist sind. Entsprechend viele Berichte gibt es auf family4travel im Blog. Die Karte bietet eine Übersicht, über welche Orte ich geschrieben habe (sie umfasst auch Schottland und Wales, weil es quasi eine recycelte Karte ist). Und wovon genau diese Beiträge handeln, verrate ich hier im kommentierten Inhaltsverzeichnis.

family4travel in England

  • Familienurlaub: Mit Kindern nach Großbritannien? – Warum man die Sommerferien wunderbar auf der Insel verbringen kann, wie man hin kommt, wo man mit Kindern günstig übernachten kann, wie teuer der Eintritt wird und wie schlimm der berüchtigte englische Regen wirklich ist, verrate ich in diesem Artikel. Und noch einiges mehr.
  • Weiße Pferde groß in Mode – Überall im Süden Englands sind sie zu finden: Bilder von weißen Pferden, die sich metergroß über grasbewachsene Hänge erstrecken. Sind sie prähistorische Zeugnisse untergegangener Kulturen? Wie alt sind sie wirklich, und was sind diese Abbildungen überhaupt? Wir haben einige dieser Geoglyphen besucht und sind dem Rätsel zumindest ein Stück weit auf die Spur gekommen – Überraschung inklusive.

    Das Weiße Pferd von Cherhill ist eines aus der mysteriösen Schimmelherde...

    Das Weiße Pferd von Cherhill ist eines aus der mysteriösen Schimmelherde…

  • Highclere Castle: Zu Besuch in Downton Abbey – Martin und ich sind große Fans der erfolgreichen BBC-Serie, die am Beginn des 20. Jahrhunderts spielt und die Schicksale einer englischen Adelsfamilie und ihrer Dienstboden nachzeichnet. Das verbindet uns mit Millionen von Briten – ebenso wie der Wunsch, den realen Drehort der fiktiven Geschichten zu besichtigen. Was genau man zu sehen bekommt, was es kostet und ob es sich lohnt, erzähle ich in diesem Bericht.
  • Stonehenge: Lohnt sich das mit Kindern? – Diese Frage stellt sich mancher, der mit dem Nachwuchs durch England reist. Wie ein Besuch dort abläuft und was zumindest unsere Jungs erlebt und mitgenommen haben, erzähle ich hier (Achtung: Wir waren noch vor Eröffnung des neuen Besucherzentrums dort, können darüber also leider nichts erzählen).

    Auch für Kinder ist Stonehenge eine packende Erfahrung.

    Auch für Kinder ist Stonehenge eine packende Erfahrung.

  • Das Pflichtprogramm des braven Touristen Sightseeing in London mit Kindern, low budget: Tower Bridge, Big Ben, Westminster Abbey und Buckingham Palace in der Sparversion, inklusive einiger Tipps für kindgerechte Gratis-Attraktionen.
  • Seven Sisters: Schneeweiße Klippen, ein ziemlich langer Mann und ein „Haus mit Seele“ – In den South Downs zwischen Eastburne und Newhaven befindet sich ein besonders hübsches Stückchen englische Südküste. Die Seven Sisters sind heute noch das, was die Klippen von Dover früher mal waren: wunderschön und tatsächlich weiß. Außerdem gibt es dort den myteriösen „Long Man of Wilmington“ zu sehen, der eine ganze Hügelflanke ziert und über dessen Herkunft wir uns schlau gemacht haben. Und einen Unterkunftstipp gibt’s auch noch oben drauf.

    Ausblick auf die Seven Sisters.

    Ausblick auf die Seven Sisters.

  • Bath: Lauter kleine Highlights für die Kids – Was es in der südenglischen Stadt Bath für Kinder und ihre Eltern zu entdecken gibt, hat uns der beste lokale Guide verraten, den wir hätten kriegen können…

    Pulteney Bridge in Bath: Florenz in klein.

    Pulteney Bridge in Bath: Florenz in klein.

  • Avebury: Vom größten Steinkreis und einem kleinen Aha-Erlebnis – Der Steinkreis von Avebury ist der größte Steinkreis der Welt. So groß ist er, dass sich in seiner Mitte ein ganzes Dorf befindet. Warum auch das Museum absolut sehenswert ist und das Kinder davon haben, berichte ich hier.
  • Wiltshire: Steinzeit-Sightseeing – Wer mehr als eine halbe Stunde Zeit hat, sollte sich die anderen beeindruckenden Bauwerke aus prähistorischer Zeit nicht entgehen lassen! Hier steht, welche es gibt, wo die sind und was wir dort erlebt haben (teilweise recht Skurriles nämlich).

    Der Steinkreis von Avebury ist so riesig, dass er kaum noch als solcher zu erkennen ist.

    Der Steinkreis von Avebury ist so riesig, dass er kaum noch als solcher zu erkennen ist.

  • Couchsurfing mit Startschwierigkeiten – Von unserem Besuch bei Ged dem Lebenskünstler.
  • Beamish: Wo wir mit dem „Dampfelefanten“ fuhren und ofenfrische Kekse der Bäuerin naschten – Das Freilichtmuseum im nordenglischen Beamish ist eines der allerschönsten, die ich kenne. Besonders Kinder lieben es, weil die Fahrt mit allerlei historischen Verkehrsmitteln inbegriffen ist. Und es gibt noch eine Menge mehr zu sehen…

    Zeit-Reisen im Freilichtmuseum von Beamish.

    Zeit-Reisen im Freilichtmuseum von Beamish.

  • Warum wir die Midlands nicht mögen – Von einer ebenso unfreundlichen wie skurrilen Begegnung irgendwo in der Nähe von Birmingham.
  • Schottische Klöße, eine Stadt im Sand und ein blutroter MondCouchsurfing in Tynemouth im Norden Englands.
  • Alnwick: Unsichtbares Hogwarts – Alnwick Castle kurz vor der schottischen Grenze spielt in den Harry-Potter-Filmen mit. Das alte Gemäuer bot in eineigen Szenen die Kulisse für das Zauberer-Internat Hogwarts. Natürlich lassen sich die Drehorte bekannter Filme wunderbar vermarkten. Alnwick Castle übertreibt es damit etwas.

    Stadttor von Alnwick.

    Stadttor von Alnwick.

  • Was Nacktschnecken mit Käseproduktion zu tun haben – Im mittelalterlichen Wensleydale war das mitunter eine Menge. Wir haben die kleine Käserei im Herzen der Yorkshire Dales besichtigt, die nicht nur Wallace und Gromit so lieben.
  • Ein reicher Mann aus Nottingham, der wollte über den Fluss – Wir machen Picknickpause and den Aysgarth Falls und stellen fest, dass die hübschen Stromschnellen Drehort meiner Lieblings-Robin-Hood-Verfilmung aus den 90ern waren. (Übrigens auch so ein Artikel, der durch Eingabe der Liedverse erstaunlich oft über Google gefunden wird.)

    HIER hat Robin Hood gegen Little John gekämpft!

    HIER hat Robin Hood gegen Little John gekämpft!

  • Sheffield: Das hässliche Bild im goldenen Rahmen? – Die Stadt im Norden Englands hat keinen guten Ruf. Welche Orte aber ganz unbedingt sehenswert sind und wo vor allem Kinder ein paar selige Stunden verbringen können, erzähle ich in diesem Post.
  • Abenteuer-Spaziergang samt Drachenzähmung – Der Peak District ist der meistbesuchte Nationalpark Englands. Zurecht, möchte ich behaupten, denn die Landschaft dort ist wunderschön! Wir haben einen kleinen Wanderweg ausprobiert, der uns in einer kindgerechten Runde zu allerlei spektakulären Aus- und Ansichten gebracht hat.

    Und einen nahen Verwandten von Nessie haben wir auch noch getroffen!

    Und einen nahen Verwandten von Nessie haben wir auch noch getroffen!

  • Wenn man Freunde besucht und zu Hause landet – Eine perfekte Couchsurfing-Erfahrung in Sheffield.
  • „Ich glaube, hier ist das Paradies!“ – Silas findet den schönsten Ort unserer Reise im Peak District. Außerdem besuchen wir den Steinkreis der Nine Ladies.

    Silas im Paradies.

    Silas im Paradies.

  • Picknick in einem verschwundenen Dorf – Wie eine Siedlung einfach so von der Landkarte verschwinden kann und wie man dort trotzdem noch eine nette Pause auf langer Autofahrt einlegt.
  • Mama-Auszeit am Morgen – Ein paar kurze Gedanken. Ehrlich gesagt liste ich diesen nichtssagenden Beitrag nur der Vollständigkeit halber.
  • Lagerfeuer-Romantik – Oder der Abend, den die Jungs auf der Rückfahrt zu ihrem schönsten Urlaubserlebnis gewählt haben. Es sind halt doch die einfachen Dinge im Leben, die am meisten Spaß machen.

    Marshmellows über dem Feuer rösten - unsere Jungs sind bescheiden.

    Marshmellows über dem Feuer rösten – unsere Jungs sind bescheiden.

  • Kleinstadtbummel mit Dekolädchen, Taubenhörnchen und netten BritenDorking ist eine kleine Stadt in Surrey.
  • Als wir aus Versehen in Queen Mums Flitterwochen-Garten landeten und freiwillig wieder gingenPolesden Lacey ist eins dieser Herrenhäuser, das man für unheimlich viel Geld besichtigen kann. Ein Bericht, den ich so nicht geschrieben hätte, wenn wir vorher schon in Highclere Castle gewesen wären.

    Polesden Lacey.

    Polesden Lacey.

  • Urlaub vom Urlaub und deutsche Sauberkeit – Ein Bericht, den ich so nicht geschrieben hätte, wenn ich damals schon mehr Ahnung vom Bloggen gehabt hätte (aber das gilt für sehr, sehr viele).
  • Gleis 9¾ - Als Harry-Potter-Fans müssen wir dem King’s Cross Bahnhof natürlich einen kurzen Besuch abstatten. Wir sind überrascht, als wir tatsächlich auf das berühmte Gleis 9¾ stoßen.

    Londoner Touristengewühl, und family4travel mittendrin.

    Londoner Touristengewühl, und family4travel mittendrin.

  • Sturm auf die Mumien – Das British Museum ist ein Must-See in London, auch mit Kindern. Warum es uns als ausgewiesenen Museums-Freaks erst gar nicht und dann doch ein bisschen gefallen hat, steht hier.
  • Warum sich frühes Aufstehen auch im Urlaub manchmal lohnt – Mutter und Sohn auf Morgenspaziergang in englischer Idylle. Von fraglichem literarischen Wert.

    Zufriedene Reisende.

    Zufriedene Reisende.

  • In der Nähe von London, mitten im Wald: Die schönste Herberge Englands – Wir alle vier schwärmen heute noch von Tanner’s Hatch. Wenn Silas dereinst reich und berühmt geworden ist, plant er, das uralte Cottage und inmitten der sanften Hügel von Surrey zu kaufen (hat er mir erst gestern wieder erzählt). Woher dieser bleibende Ruhm der rustikalen Jugendherberge in unserer Familie kommt, steht hier.
  • „Da hat einer seine Frau auf der Fähre vergessen“ – Das war dann wohl Martin. Diese Anekdote einer gelungenen Überfahrt über den Ärmelkanal mit eher weniger gelungenem Auschecken hat unter der Mitarbeiterschaft der Fährlinie ordentlich die Runde gemacht, hab ich mir später sagen lassen müssen…
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Janis erzählt euch was… übers Spielen auf der Reise

Die vielfache Nachfrage hat den family4travel-Gastblogger endlich mal wieder motivieren können! Mein bloggendes Kind schreibt heute über das Thema, das es bei allen interkulturellen Kontakten, allen Museumsbesuchen und allen Superlativen Europas doch am meisten interessiert: das Spielen.

Hier blogt Janis (10).

Hier blogt Janis (10).

Ich spiele, wann immer ich Zeit habe. Das ist nicht so oft der Fall, aber oft genug. Den Großteil des Tages sind wir meistens bei irgendwelchen Sehenswürdigkeiten. Oder wir fahren mit dem Auto irgendwo hin, zum Beispiel zur neuen Unterkunft. Trotzdem bleibt fast jeden Tag ein bisschen freie Zeit für uns Kinder.

Ich kann gar nicht sagen, ob wir zu Hause oder hier mehr spielen können. Zu Hause bin ich ja den ganzen Morgen und Vormittag in der Schule. Am Nachmittag mache ich dann Hausaufgaben. Und dann habe ich den Rest des Tages Zeit zum Spielen. Auf der Reise machen wir das ganze Sightseeing und auch ein bisschen Schule. Ich glaube, das ist ein bisschen mehr als zu Hause. Also, es dauert länger.

Wenn wir spielen, dann spielen wir auf der Reise natürlich auch anders als zu Hause. Silas und ich spielen zwar meistens Playmobil, egal, wo wir sind. Wir durften beide einen Spiele-Rucksack mitnehmen. Der eine ist voll mit Playmobil, der andere mit Gesellschaftsspielen und Comics.

Auch auf der Reise spielen wir also meistens mit Playmobil. Da gibt es alle möglichen Themen. Unsere Männchen heißen immer Janis und Silas, aber sie können alles mögliche sein. Zum Beispiel sind Janis und Silas reiche Männer und leben in einer riesigen Villa (dazu eignet sich ein Schrank sehr gut, denn in gemieteten Unterkünften sind die Schränke ja immer leer). Oder Janis und Silas sind Zauberer und leben im Paradies und verbannen ihre Widersacher in den Tartaros. Solche Sachen. Wir haben leider nur wenige Sachen mitgenommen, weil der Rucksack voll war. Deshalb hält sich die Vielfalt der Themen in Grenzen. Zu Hause haben wir ganze Kisten voll, Ritterburgen und Piratenschiffe und die Weltraumstation. Hier muss dann halt der Nachttisch die Weltraumstation sein. Und wir mischen die Zeiten bunt durcheinander: Eine Frau steigt in ein Auto und ein Ritter in Rüstung mit einem Schwert in der Hand kommt vorbei. Zu Hause bleiben wir eher in einer Zeit, wenn wir spielen, also entweder Mittelalter oder Zukunft oder heutige Zeit. Hier müssen wir mischen, weil die Sachen im Rucksack halt gemischt sind. Das stört mich aber keineswegs. Hauptsache, wir können überhaupt spielen.

Wenn wir couchsurfen, beschäftigen wir uns mit den Kindern oder den Tieren der Couchsurfer. Wenn es Kinder gibt, haben die ja auch ihr eigenes Spielzeug, mit dem wir mitspielen dürfen. Wenn es Tiere gibt, spielen wir mit denen, wenn sie wollen. Wir streicheln sie, oder wir halten Bälle hoch, so dass sie hochspringen, und dann geben wir sie ihnen. In Zitsa hatten die einen Hund, der Charlie hieß, und der hatte seinen Lieblingsball. Dem ist er immer hinterhergelaufen, wenn wir ihn weggeschmissen haben. Die Katzen dort waren leider zu scheu, aber im Donaudelta zum Beispiel hatten wir sehr zutrauliche Katzen, mit denen wir viel spielen konnten.

Einmal gab es auch ein Trampolin. Das war auf dem Peloponnes. Da haben wir dann den ganzen Tag drauf gehüpft, außer es regnete, es schneite oder wir hatten einfach keine Lust mehr.

Wenn wir in irgendwelchen Ruinenstädten sind, spielen wir manchmal, dass wir S-Man und J-Man sind. Das sind zwei Superhelden, die ständig die Bösen bekämpfen müssen. Wir spielen, dass wir Seile aus den Fingern schießen können und sehr stark sind. Als meine Kamera noch funktionierte, haben wir auch immer Videos gedreht, in denen wir Superhelden waren. Die konnte man sich aber nicht wirklich angucken, da sie sehr verwackelt waren.

Spielen auf der Reise ist also durchaus möglich und macht genauso viel Spaß wie zu Hause.

 

Janis erzählt euch noch mehr…

Postkarten-Idylle mit Berg-Panorama. Aber: Der Grimming macht seinem Namen alle Ehre.

family4travel in Österreich

Blogs sind sehr einfach gestrickte Gebilde. Im Wesentlichen sind sie ein großer dicker Aktenordner, in den wir Blogger immer wieder das Neueste obendrauf abheften. Das Ding wird immer dicker und immer unübersichtlicher. Zwar gibt es Kategorien – auf family4travel sind das die verschiedenen Länder, außerdem die Stichworte Nomadenleben, Reisevorbereitung und Zu Hause in Schaumburg. Außerdem sind da noch diese kleinen Karteikartenreiter, die Tags. Durch die lassen sich Artikel zu bestimmten Themen kategorienübergreifend sammeln – Adria etwa, Balkan, oder aus Kindersicht. Diese Struktur ist so einfach, dass selbst völlige Technik-Honks wie ich damit umgehen können. Ein Nachteil aber bleibt, denn auch die gesammelten Berichte zu einem bestimmten Thema erscheinen als unübersichtlicher Stapel, alle hintereinander weg. Um diesen Schönheitsfehler zu beheben, werde ich nach und nach in allen Kategorien mit mehreren Einträgen ein Vorsatzblatt mit Inhaltsverzeichnis einfügen. Damit ihr euch nicht mehr durch ellenlange Artikel scrollen müsst, um euch einen Überblick zu verschaffen, und damit ihr die Artikel findet, die euch wirklich interessieren.

Eine GANZ grobe Übersichtskarte...

Eine GANZ grobe Übersichtskarte…

Den Anfang macht Österreich. Es ist das erste Land, das wir uns auf unserer Europareise vorgenommen haben. Und diese Texte sind bisher dabei rausgekommen:

Habt ihr das alles schon gelesen? Geht doch mal stöbern, wenn ihr mögt… ;)

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Pella: Die Kinderstube Alexanders des Großen

Bei family4travel herrschen griechische Wochen… Dass mir der Bericht über unseren faktisch fünftägigen Städtetripp nach Thessaloniki so ausgeufert ist, dass ich besser fünf einzelne Posts daraus gemacht habe, ist vor allem der heutigen Portion zu verdanken. Zum Ausflug in die Ruinenstadt Pella gibt’s nämlich jede Menge aufgefrischtes Geschichtswissen über Alexander den Großen gratis dazu.

Thessaloniki und Umgebung – die Mini-Serie

Tag 1: Thessaloniki: Stadtbummel mit Kindern (und Schokolade)
Tag 2: Ausflug nach Pella: Die Kinderstube Alexanders des Großen
Tag 3: Zeitreise: Das Archäologische Museum von Thessaloniki
Tag 4: Chalkidiki: Sonne, Strand und mehr
Tag 5: Museum für Byzantinische Kultur – „Was is’n das?”

Zur groben Orientierung habe ich euch eben schnell eine Griechenland-Karte gezeichnet. Ich bin fast ein bisschen stolz auf mich. :)

Meine selbstgemalte Griechenlandkarte wird hier noch das eine oder andere Mal zum Einsatz kommen… Heute zeigt sie, wo ungefähr Pella zu finden ist.

Wer ist das überhaupt, Alexander der Große – das haben wir uns schon in Mazedonien gefragt, als der antike Herrscher zum ersten Mal auf unserer Reise in unser Bewusstsein getreten ist. Der Name ruft bei mir vage Erinnerungen aus dem Geschichtsunterricht der 7. Klasse hervor. „333 bei Issos Keilerei“, echot mein Hirn, und dann fällt mir noch der kollektive Ausbruch pubertärer Heiterkeit ein, als unser Geschichtslehrer einige Indizien erwähnte, nach denen der talentierte Feldherr womöglich schwul gewesen sein könnte.

Um meinen Kindern etwas mehr als eine ungefähre zeitliche Einordnung und Vermutungen über die sexuelle Orientierung des „Kriegers auf dem Pferd“ erzählen zu können, helfen mir Wikipedia, Google und youtube auf die Sprünge. Als wir Alexanders Heimatstadt besuchen, wissen wir also alle schon etwas über ihn. Wer mit 14 im Geschichtsunterricht besser aufgepasst hat als ich, darf die folgenden Absätze getrost überspringen. Für alle anderen gibt es hier jetzt das Leben und Sterben Alexanders des Großen im Schnellverfahren, bevor ich von seiner ausgegrabene Heimatstadt samt Museum zu erzähle.

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Das Mosaik im Archäologischen Museum zeigt Alexander und seinen Jugendfreund bei der Löwenjagd.

Nachhilfe: Alexander der Große fast-forward

Alexander war der Sohn von Phillip II., welcher als herausragender Herrscher galt, da er aus dem kleinen, als barbarisch verunglimpften Bergvolk der Makedonen quasi ein salonfähiges Königreich geformt hatte. Der junge Alexander stand von Anfang an im Schatten des übermächtigen Vaters, der ebenso wie seine Mutter Großes von ihm erwartete und keinerlei Zweifel daran ließ. Moderne Helikopter-Eltern können von Phillip noch etwas lernen: Er bestellte seinem Thronfolger den berühmten Philosophen Aristoteles als Privatlehrer – schließlich sollte ja was werden aus dem Jungen, und dass man jetzt kein unkultivierter Hinterwäldler mehr war, konnte man auf diese Weise auch bestens demonstrieren. Später kam es dann zu gewissen Unstimmigkeiten bezüglich möglicher anderer Thronfolger, denn das Prinzip der Ein-Ehe war bei Phillip noch nicht angekommen. Der König fiel in eine Klinge, geführt von einem Leibgardisten mit völlig plausiblem Motiv. Wer auf die Idee kam, einen Zusammenhang zu Alexander und seiner ehrgeizigen (und durch jüngere Frauen ersetzten) Mutter zu ziehen, bezahlte diese Behauptung mit dem Leben. Im zarten Alter von 20 Jahren war Alexander Herrscher über das makedonische Reich.

Die nächsten Jahre verbrachte der junge Mann damit, den von seinem Vater eroberten Balkanvölkern sowie den griechischen Stadtstaaten zu beweisen, dass auch mit ihm nicht zu spaßen ist. Er statuierte ein Exempel, indem er die Stadt Theben dem Erdboden gleich machte (nur die Tempel und das Haus des Dichters Pindar ließ er stehen, denn den mochte er). Wo er einmal in Fahrt war, verwirklichte er die Pläne seines Vater und zog gegen das Weltreich der Perser (die Keilerei bei Issos und so). Nebenbei eroberte er auch noch Ägypten, ließ sich zum Pharao krönen und – zumindest geht so die Legende – vom Orakel von Siwa bestätigen, dass er in Wirklichkeit nicht Phillips Sohn war, sondern nicht weniger als das Ergebnis einer Liebesaffäre seiner Mutter mit Göttervater Zeus.

Der goldverzierte makedonische Helm stammt aus einem Grab.

Der goldverzierte makedonische Helm stammt aus einem Grab und ist im Archäologischen Museum von Pella zu sehen.

Es folgten zahllose weitere Schlachten, grausame (aber für damalige Verhältnisse nicht unübliche) Taten, clevere Manöver, die komplette Eroberung des Perserreichs, das bis ins heutige Afghanistan und Tadschikistan reichte. Schließlich schleifte er seine ergebene Armee bis nach Indien. Die militärischen Details erspare ich euch an dieser Stelle und erwähne lieber ein paar Fun Facts von der bunten Seite:

  • Alexander benannte eine Stadt in Pakistan nach seinem vermutlich an Altersschwäche verstorbenen Pferd Bucephalos.
  • Betrunken tötete er seinen langjährigen Freund und Lebensretter, weil der ihn kritisiert und seinen Vater gelobt hatte. Später bezeichnete er das als größten Fehler seines Lebens.
  • Mit der Witwe eines persischen Feldherrn soll Alexander einen unehelichen Sohn gezeugt haben, der – nach seiner vermeintlichen Verwandtschaft mit dem mythischen Vorbild – Herakles hieß. Geheiratet hat er aber eine Frau namens Roxane, eine Prinzessin aus dem Gebiet des heutigen Afghanistan. Sie gebar ihm ebenfalls einen Sohn, der Alexander hieß. Für keinen dieser vier ist die Sache gut ausgegangen.
  • Nach seinem Indien-Feldzug veranstaltete Alexander in Susa eine Massenhochzeit, bei der er 10.000 seiner Soldaten mit Perserinnen verheiratete. Er selbst heiratete zwei weitere Frauen (auch die endeten tragisch).
  • Als sein liebster, bester Freund Hephaistion starb (der, um den sich obige Gerüchte ranken), ordnete er Staatstrauer an und verlangte, dass dieser fortan als Halbgott zu verehren sei. Das Dreivierteljahr, das Alexander ihn überlebte, soll er aus seiner Trauer nie wieder recht aufgetaucht sein.
  • Alexanders Verhalten in der Spätphase nach der Eroberung des Perserreichs kann man entweder als in den abgehobeneren Kulten der eroberten Feinde aufgehenden Größenwahn sehen, oder aber als Versuch einer Integrationspolitik – der allerdings gründlich misslang.
  • Um seine Todesursache ranken sich natürlich viele Legenden. Einig sind sich die Historiker, dass er nach einem heftigen Gelage – genau wie Hephaistion – an Fieber erkrankte. Ob es an der Lungenverletzung lag, die er aus Indien mitgebracht hatte, ob er sich da noch was anderes eingefangen hat, ob er vergiftet, falsch behandelt wurde oder einfach zu regelmäßig zu viel getrunken hat, bleibt unbeantwortet. Sex, drugs, rock’n’roll – Fakt ist, dass er kurz vor seinem 33. Geburtstag starb.
  • Nach seinem Tod zerfiel das Riesenreich, das nie so recht zusammengebackt hatte, sofort.

Auf nach Pella!

Es ist nicht so, dass wir die weltgrößten Alexander-Fans wären. Nachdem wir uns eingehend mit der Biografie des jugendlichen Herrschers und seiner eigentümlichen Persönlichkeit auseinandergesetzt haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass da in seiner Kindheit einiges schief gelaufen sein muss und/oder dass es vielleicht generell nicht so bekömmlich ist, in jungen Jahren schon Großmächte in die Knie zu zwingen und als göttlich verehrt zu werden. Aber er fasziniert uns doch, der Mann, dessen Ruhm bis heute ungebrochen ist. Also ist es keine Frage, dass wir von Thessaloniki aus einen Ausflug in seine Heimatstadt einlegen und ins 40 Kilometer nordwestlich gelegene Pella fahren.

Die Straße ist gut ausgebaut, ohne eine Autobahn (und damit mautpflichtig) zu sein (und Junge, Junge, schrumpft da ansonsten die Portokasse zusammen bei kostenpflichtigen griechischen Autobahnen!). Bei der Anfahrt fallen uns die vielen „Mini-Kirchen“ im Briefkastenformat an den Straßenrändern auf. Wie wir später erfahren, wird traditionell für jeden Verkehrstoten ein solcher Schrein errichtet. Auf der eher kurzen Strecke zählen wir über 50.

Eine ganze Handvoll orthodoxer Schreine steht auch ganz in der Nähe des Ausgrabungsgeländes am Straßenrand

Eine ganze Handvoll orthodoxer Schreine steht auch ganz in der Nähe des Ausgrabungsgeländes am Straßenrand

Alte Steine in modernem Stahlbeton

Das Archäologische Museum von Pella befindet sich in einem sehr modernen Stahlbetonbau unweit des Ausgrabungsgeländes am Rand des heutigen Städtchens. Das massive Tor ist zwar offen, wirkt aber allein durch seine Existenz so abweisend, dass wir uns kurz fragen, ob wir hier überhaupt richtig sind. Der Parkplatz ist an einem Sonntag Anfang Februar fast völlig leer. Aber doch, als wir erst drinnen sind, fühlen wir uns wieder ganz in unserem Element. Eine große Karte zeigt das immense Gebiet, das Alexander der Große in seinem zehn Jahre dauernden Feldzug erobert hat: Vom kleinen nordgriechischen Pella aus bis nach Ägypten und Indien. Ein solider Mix aus informativen Texten (griechisch und englisch), antiken Ausstellungsstücken und multimedialer Aufbereitung führt uns in die Blütezeit der makedonischen Kultur ein.

"Funktionaler Bau" sagt man wohl, wenn man über die Außenansicht des Archäologischen Museums von Pella etwas Nettes sagen möchte.

“Funktionaler Bau” sagt man wohl, wenn man über die Außenansicht des Archäologischen Museums von Pella etwas Nettes sagen möchte.

Da wir über Alexanders Leben schon viel wissen, faszinieren uns vor allem die Darstellungen des Stadtgebiets und seiner Umgebung im Wandel der Zeit. Vor 2300 Jahren, als der berühmte Feldherr auszog, war Pella noch eine Hafenstadt. Heute ist die Bucht komplett verlandet, und es sind mehr als 20 Kilometer bis zum Meer.

Alltägliches und Spektakuläres

Im großen Saal des Museums treffen wir auf viele teils spektakuläre Funde, die die Archäologen in der antiken Hauptstadt ausgebuddelt haben. Highlights sind die Mosaike, die in verschiedenen Bürgerhäusern gefunden wurden. Eines stellt vermutlich den jugendlichen Alexander und seinen Freund Krateros bei der Löwenjagd dar. Vieles entstammt aber auch dem täglichen Leben – eine Töpferwerkstatt ist rekonstruiert, und zahlreiche Gebrauchsgegenstände lagern in den Vitrinen. Pella, das wird uns schnell klar, war eben keine dekadente Hochglanzstadt. Kein Wunder, dass die Makedonen in Alexanders Gefolge die kitschige Pracht und das elaborierte höfische Protokoll der Perser irritierte.

Auch dieses prächtige Fußbodenmosaik haben die Archäologen aus den Trümmern des antiken Pella geborgen.

Auch dieses prächtige Fußbodenmosaik haben die Archäologen aus den Trümmern des antiken Pella geborgen.

Imposant war hingegen die Agora, der weitläufige Marktplatz in Quadratform. Ein Modell gibt einen Eindruck. Witzigerweise erinnert es uns eklatant an den Seidenbasar im türkischen Bursa, nur dass die makedonsiche Agora mindestens zehnmal so groß ist.

Antike zum Anfassen

Wenig später sehen wir uns die Stadt „in echt“ an. Die Ausgrabungsstätte beginnt praktisch gleich hinter dem Museum. Allerdings befindet sich der Zugang zum Gelände einen geschätzten Kilometer die Straße runter. Es macht den Anschein, als würde sich hier in absehbarer Zeit noch viel tun. Etliche Grundmauern werden gerade rekonstruiert, um Besuchern eine ungefähre Vorstellung vom Erscheinungsbild des antiken Pella vermitteln zu können. Gerade die Agora gibt bereits einen imposanten Eindruck von der damaligen Stadt. Und der Ort ist immer noch randvoll mit Hinterlassenschaften der alten Makedonen. Nur wenige Zentimeter abseits der frisch angelegten Besucherwege liegen Fragmente der frühzeitlichen Kultur fürs bloße Auge sichtbar im Staub. Ehrfürchtig bücke ich mich und hebe eine Tonscherbe auf. Gemeinsam mit den Jungs überlegen wir, wozu sie einst gehört haben könnte. Zu einer Tasse vielleicht, oder einem Teller? Zu Hause würden wir so einen Fund sofort ins Museum bringen. Hier gibt es wohl einfach so viel davon, dass er unbeachtet liegen blieb. Behutsam bette ich die Scherbe wieder in den Graben, in dem sie lag. Es juckt mich in den Fingern, sie als Andenken mitzunehmen und feierlich im Wohnzimmerregal auszustellen. Schweren Herzens lasse ich es bleiben.

Unscheinbare, aber jahrtausendealte Scherben entdecken wir hier buchstäblich auf Schritt und Tritt.

Unscheinbare, aber jahrtausendealte Scherben entdecken wir hier buchstäblich auf Schritt und Tritt.

Nur wenige Meter weiter entfährt Silas ein: “Whoa!” Auf der hüfthoch rekonstruierten Grundmauer einer Handwerker-Werkstatt hat er ein weiteres Bruchstück entdeckt. Offenbar hat es schon jemand vor uns gefunden und mehr oder weniger achtlos hier liegenlassen. Dieses Artefakt ist deutlich größer, und man kann gut erkennen, dass es sich um den Henkel eines Bechers oder einer Amphore handelt. Genau solche Bruchstücke haben wir noch vor einer Stunde im Museum hinter Glas gesehen!

Auf dem Ausgrabungsgelände kommen die Kinder der Antike noch mal ein ganzes Stück näher als im Museum - oder an jedem anderen Ort, den wir kennen.

Auf dem Ausgrabungsgelände kommen die Kinder der Antike noch mal ein ganzes Stück näher als im Museum – oder an jedem anderen Ort, den wir kennen.

Vorsichtig wiegt Silas seinen Fund in der Hand. Ehrfürchtig reichen wir das Stück Geschichte von einem zum anderen. “Können wir das nicht mitnehmen?” flüstert der Achtjährige. “Ich könnte das doch einfach in meinen Rucksack stecken, und keiner würde das mitkriegen.” Tatsächlich sind wir die einzigen Menschen auf dem weitläufigen Grabungsgelände. Ich sehe meine eigenen Gedanken von vor wenigen Minuten gespiegelt, und so deutlich ausgesprochen verlangen sie eine ebenso deutliche Antwort. Widerrechtlich Kulturgüter zu entwenden, ist kein Kavalliersdelikt, mache ich den Jungs klar. In der Türkei wandert man dafür schnell ins Gefängnis. Ich weiß nicht genau, wie das in Griechenland aussieht, aber riskieren wollen wir da nichts. Außerdem gehören antike Schätze nicht in Wohnzimmerregale ahnungsloser Ausländer, mahne ich, sondern ins Museum, Punkt. “Aber die haben da doch schon so viele von!” mault Janis. Ich sehe ihn scharf an, und mit einem Seufzen legt er den jahrtausendealten Henkel zurück auf die Mauer. Es widerstrebt mir,  ihn hier Wind und Wetter ausgesetzt zurückzulassen. Aber das Museum hat inzwischen geschlossen, und verbuddeln wie ein Hund seinen Knochen, das käme mir auch albern vor. Also lassen wir ihn genau da liegen, wo wir ihn gefunden haben.

Die Jungs schmollen ein bisschen, als wir Pella ohne einen Schatz verlassen. Aber sie tun es doch in dem erhebenden Gefühl, an diesem Tag mit der Antike wahrhaft auf Tuchfühlung gegangen und dem großen Alexander näher gekommen zu sein als erhofft.

Praktische Hinweise

Pella befindet sich etwa 40 Kilometer nordwestlich von Thessaloniki und ist über frisch sanierte Straßen weiträumig ausgeschildert (durch die Brust ins Auge – ein Schelm, wer an EU-Fördergelder dabei denkt). Öffnungszeiten: Das Archäologische Museum ist dienstags bis sonntags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder unter 18 Jahren sind frei. Auf dem Ausgrabungsgelände gibt es ein Kassenhäuschen, das aber bei unserem Besuch nicht besetzt war – keine Ahnung, ob das normalerweise noch mal extra kostet. Parkplätze gibt’s an beiden Orten massig und umsonst.

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Nähkästchengeplauder: Grüße aus Griechenland

Eigentlich wollte ich euch heute ja an dieser Stelle von Thessaloniki berichten. Und mich kurz halten, denn wir sind auf dem Sprung nach Athen und haben so viel gesehen – den Olymp, die Thermophylen, das Orakel von Delphi und unzählige Tempel, Statuen und Ruinen.  Ich komme so schon beim besten Willen nicht hinter, von allem angemessen zu erzählen. Aber dann ist mir die Angelegenheit doch wieder so ausgeufert, dass ich allein diese eine Woche im Norden in eine ganze Handvoll von Posts zerstückeln muss. Zumindest, wenn ich mich der Illusion hingeben will, dass irgendjemand sie zu Ende liest… Also ist dies die Ankündigung einer griechischen Woche bei family4travel, mit ersten Einblicken in das so unoffensichtlich krisengebeutelte Land mit der umfangreichen Geschichte.

Unsere Kinder finden sich zwischen antiken Ruinen bestens zurecht. Dass sie gerade an einer ionischen Säule vorbeilaufen, wissen sie genau (das heißt allerdings nicht, dass es sie sonderlich interessiert...).

Unsere Kinder finden sich zwischen antiken Ruinen bestens zurecht. Dass sie gerade an einer ionischen Säule vorbeilaufen, wissen sie genau (das heißt allerdings nicht, dass es sie sonderlich interessiert…).

Um die Leser mit Appetit auf etwas mehr Inhalt nicht völlig zu enttäuschen, gebe ich euch noch einen kurzen Einblick in unseren Status quo, bevor ich mich wieder an meine Thessaloniki-Städtetrip-Texte setze. Aktuell machen wir in einem winzigen Nest namens Erateini Station. Das liegt an der Südküste von Festland-Griechenland. Wenn wir uns auf dem Balkon übers Geländer beugen, sehen wir das Meer und dahinter die Küste des Peloponnes.

Unsere Ferienwohnung mit - fast - Meerblick.

Unsere Ferienwohnung mit – fast – Meerblick.

Wer im Winter am Mittelmeer entlang reist und dabei nur über ein sehr eingeschränktes Budget verfügt, muss sich mit einer äußerst mickrigen Auswahl an Unterkünften zufrieden geben. Länger als eine Stunde hat Martin im Internet recherchiert, bis er nach den Vorgaben „irgendwo bei Delphi“ und „so günstig wie es geht“ etwas Annehmbares gefunden hat, dass Anfang Februar zu mieten ist. Hier sind wir in einer kleinen Ferienanlage, die eigentlich nur aus einem großen Block mit Apartments besteht. Vorne ist noch ein Restaurant, das zu dieser Jahreszeit aber geschlossen hat. Wir bewohnen 44 Quadratmeter, ein Schlafzimmer und zwei Couchschlafplätzen in der Wohnküche, und zahlen dafür 40 Euro pro Nacht. Baulich ist die Ferienwohnung völlig okay. Warmes Wasser gibt es allerdings nur abends (anscheinend üblich in Griechenland, denn unsere Couchsurfer in Lamia haben es im Eigenheim ebenso gehalten). Und die Ausstattung der Selbstversorger-Küche ist ziemlich lächerlich. Als wir ankamen, befanden sich im Schrank zwei Kaffeetassen, ein Glas, je ein Teller, Topf und Pfanne, zwei Löffel und eine Gabel – Punkt. Unser Vermieter, dessen einzige Gäste wir sind, reagierte ziemlich mürrisch, als wir höflich auf eine Aufrüstung bestanden. Schließlich schickte er aber doch seinen Assistenten vorbei, und nun verfügen wir zusätzlich über stolze vier Suppenteller, ein Schüsselchen, vier Messer, zwei Löffel und zwei Gabeln. Zum Glück sind wir es gewohnt, beim Kochen erfinderisch zu sein (Pfannkuchenteig lässt sich zum Beispiel ganz gut in einem leeren Tetrapack zusammenschütteln), und zum Glück haben wir die allerwichtigsten Küchenutensilien inzwischen auch dabei (scharfe Messer, Schneidebrett, Kochlöffel und so).

In Delphi ist schon Frühling - der blühende Mandelbaum ist ein interessanter Kontrast zum spektakulären Ausblick und der mystischen Stimmung des Ortes (den widerum die vielen Leute kontrastieren, besonders Familien mit lauten Jungs...).

In Delphi ist schon Frühling – der blühende Mandelbaum ist ein interessanter Kontrast zum spektakulären Ausblick und der mystischen Stimmung des Ortes (den widerum die vielen Leute kontrastieren, besonders Familien mit lauten Jungs…).

Gestern sind wir ins etwa eine Stunde entfernte Delphi gefahren (grenzwertige Touristenmassen für unsere Verhältnisse, im Sommer möchte ich nicht dort sein, aber super interessant und auch landschaftlich wunderschön – ausführlicher Bericht folgt irgendwann).

Heute legen wir einen unserer immer wieder dringend benötigten Gammeltage ein. Die bestehen aus viel Schularbeit für die Kinder (da wird heute vor allem das Länderheft-Reisetagebuch auf Vordermann gebracht), viel Planungsarbeit für Martin (die nächste Unterkunft in Piräus bei Athen haben wir klar, aber in Richtung Peloponnes stehen noch dicke Fragezeichen), und viel Schreibarbeit für mich (Blog, Korrespondenz, mein Teil der Buchführung). So langsam kommt die Sonne raus, also müssen wir natürlich auch unbedingt noch mal vor die Tür. Der Kiesstrand ist zwar schmaler als eine Handtuchbreite, aber der Ausblick über die Bucht ist atemberaubend. Und kochen muss dann natürlich auch noch irgendwer. So ist ein Tag dann auch ganz schnell wieder um, obwohl man eigentlich „gar nichts“ macht…

So, jetzt habe ich aber genug aus dem Nähkästchen geplaudert. ;) Haltet die Ohren steif und freut euch auf gehaltvollere Artikel in den nächsten Tagen…

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Dubrovnik: für Historiker und kleine Entdecker

Es ist kein Zufall, dass so viele unserer liebsten Reisemomente aus Kroatien stammen. Das Land ist einfach der Hammer! Mit Istrien, den Plitvicer Seen und Split kannten und liebten wir schon drei beeindruckende Regionen dieses langgestreckten Landes (und auch Zagreb ist toll, nebenbei bemerkt, auch wenn ich hier bisher noch gar nichts über die Hauptstadt erzählt habe). Zuletzt erkundeten wir auch noch den hinterletzten Zipfel Kroatiens: Dubrovnik, die Weltkulturerbe-Stadt ganz tief im Süden. Und auch die hat es in sich, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Markenzeichen: Mächtige Stadtmauern

Wir stehen vor dem mächtigen Gemäuer und blicken nach oben. „Ich glaube, das ist die wehrhafteste Stadt, die ich je gesehen habe“, sagt Silas ehrfürchtig. Senkrecht erstrecken sich die Mauern in die Höhe, und mehrere Meter tief unter uns liegt der Burggraben, durch den heute eine Straße führt. Nach dem mit Abstand schlimmsten Tag unserer Reise sind wir noch sehr wacklig auf den Beinen (die andere Hälfte der Familie liegt noch ganz danieder), und wir fühlen uns doppelt klein und mickrig, als wir durch das Tor in der meterdicken Mauer schlüpfen. Dort merken wir, dass es nicht nur eine Stadtmauer gibt, sondern gleich zwei, zwischen denen Eindringlinge erstrecht in die Mangel genommen werden können.

Ein echtes Bollwerk: die Stadtmauern von Dubrovnik.

Ein echtes Bollwerk: die Stadtmauern von Dubrovnik.

Dabei ist man Besuchern heutzutage alles andere als feindlich gesinnt. Auf unserem ersten kurzen Spaziergang durch die Altstadt fühlen wir uns sehr willkommen und können es kaum erwarten, alle Sehenswürdigkeiten von Dubrovnik zu erkunden.

Dubrovnik, gesehen vom Balkon unserer Ferienwohnung.

Dubrovnik, gesehen vom Balkon unserer Ferienwohnung.

Zwei Tage lang haben wir die Stadt von oben betrachtet (in den kurzen Phasen, die wir nicht im Badezimmer verbrachten). Wir haben eine Ferienwohnung in einem der vielen Häuser gemietet, die sich entlang lächerlich enger Gassen in den Fels krallen. Autofahren können hier nur Einheimische, durch die Haarnadelkurven arbeitet man sich abwechselnd vorwärts und rückwärts (bei der Unterkunftswahl unbedingt Parkplatzsituation erfragen und Kinderwagen zu Hause lassen!). Dafür ist die Aussicht auf Dubrovniks Altstadt und die Adria wirklich fantastisch. Als wir uns endlich auf den Weg nach unten machen, benötigen wir etwa eine Viertelstunde, um die dreistellige Anzahl von Treppenstufen hinabzusteigen.

Mit unserer Stadtführerin Antea schlendern wir durch das Pile-Tor und ganz Dubrovnik.

Mit unserer Stadtführerin Antea schlendern wir durch das Pile-Tor und ganz Dubrovnik.

Eine Stadt mit viel Geschichte

Am Pile-Tor, dem westlichen Zugang zur Altstadt, treffen wir uns mit Antea. Sie kennt Dubrovnik in- und auswendig, denn sie ist professionelle Stadtführerin. Als allererstes zieht sie uns den Zahn mit der Wehrhaftigkeit ihrer Heimatstadt. „Es ist eine Ironie der Geschichte“, sagt sie. „Diese Stadtmauern wurden kein einziges Mal wirklich benutzt. Dubrovnik hatte ein gutes Geschick in diplomatischen Verhandlungen.“ Während die ganze Balkanhalbinsel vor den Expansionsbestrebungen des Osmanischen Reichs zitterte, einigte sich Dubrovnik mit den Türken auf gute Handelskonditionen. Zu Tributzahlungen war man durchaus bereit, solange der Eigenständigkeit des Stadtstaates nichts im Weg stand.

Vielerorts zeugt das imposante Stadtbild Dubrovniks von der Blütezeit des einstigen Stadtstaats.

Vielerorts zeugt das imposante Stadtbild Dubrovniks von der Blütezeit des einstigen Stadtstaats.

Diese Eigenständigkeite bewahrte man sich vom 14. Jahrhundert bis zu Napoleons Einmarsch 1806 unter dem Namen “Republik Ragusa”. Zwar trug die Stadt auch damals schon den Namen Dubrovnik – von Alters her aber nur auf der einen Seite, die slawische Einwanderer im Mittelalter gegründet hatten. Diese Neusiedlung wuchs über die Jahre mit dem viel älteren, seit der Antike bewohnten Römer-Dorf Ragusa auf der anderen Seite der Halbinsel zusammen. Irgendwann schüttete man die Bucht dazwischen zu und legte auf dem so entstandenen Neuland ein Stadtzentrum an. Beim einen oder anderen Erdbeben – vor allem dem großen von 1667 – erwies sich das als nur mäßig geniale Idee, denn die aufgeschütteten Teile der Stadt erlitten besonders schwere Schäden. Immerhin sorgte die Naturkatastrophe für ein einheitliches Stadtbild im Zentrum. Wer ältere Bausubstanz sehen möchte, kann auf Spurensuche im nordwestlichen Teil des alten Ragusa gehen. Die vielen Treppen und gewundenen Gässchen trainieren den Erwachsenen das gute kroatische Essen wieder ab und sorgen beim Nachwuchs für Lauf-Motivation, denn die Streckenführung fordert den Abenteuergeist heraus.

Die Hauptstraße Dubrovniks ist großzügig angelegt. Dass alle Häuser einem einheitlichen Stil entsprechen, verdankt die Stadt einem unschönen Grund: dem großen Erdbeben von 1667, bei dem mehr als 5000 Bewohner ums Leben gekommen sein sollen.

Die Hauptpromenade Dubrovniks ist großzügig angelegt. Dass alle Häuser einem einheitlichen Stil entsprechen, verdankt die Stadt einem unschönen Grund: dem großen Erdbeben von 1667, bei dem mehr als 5000 Bewohner ums Leben gekommen sein sollen.

Der Heilige mit der rettenden Idee

Wir bleiben fürs erste auf der breiten Hauptstraße und schließen  zuerst einmal die Bekanntschaft mit Sankt Blasius. Der Heilige ist in Dubrovnik 24 Mal anzutreffen, erklärt uns Antea – in steinerner Form, versteht sich. Unsere Stadtführerin erzählt uns die Geschichte, wie es kam, dass der aus dem Osten der heutigen Türkei stammende Märtyrer zum Stadtheiligen Dubrovniks wurde: Während einer Belagerung erschien St. Blasius einem Geistlichen im Traum und gab ihm den entscheidenden Tipp, wie die drohende Niederlage abgewendet werden könnte. Dafür sind die Dubrovniker ihm heute noch dankbar. Während Antea uns mit der Stadtgeschichte bekannt macht, beobachten wir, wie Einheimische jeder Altersklasse vor dem Standbild knicksen und sich bekreuzigen.

Und dann sehen wir den Heiligen tatsächlich auch “in echt”, denn einige seiner als Reliquien verehrten Gebeine sind heute im Museum zu bewundern. Antea zeigt den Jungs, wo man durch die Gold- und Silberbleche die heiligen Knochen blitzen sieht. Fasziniert betrachten die beiden auch die anderen Schätze, die die reiche Gemeinde über die Jahrhunderte angesammelt hat. Die beeindruckenste Sehenswürdigkeit für sie ist allerdings der Grapefruitbaum im Innenhof des Kreuzgangs. Für uns Große ist die ganze Anlage sehenswert: In dem bis heute aktiven Franziskanerkloster befindet sich auch die berühmte, seit 1317 durchgängig geführte Apotheke.

Für die Jungs spannender als alte Schätze in Vitrinen: der Grapefruitbaum im Innenhof des Franziskanerklosters.

Für die Jungs noch spannender als alte Schätze in Vitrinen: der Grapefruitbaum im Innenhof des Kreuzgangs.

Noch mehr alte Schätze begutachten wir im Rektorenpalast und im Marine-Museum. Das Archäologische Museum, das Dominikanerkloster, das Ethnografische Museum und eine ganze Handvoll weiterer Sammlungen lassen wir aus – kulturell und historisch hat diese Stadt tatsächlich mehr zu bieten, als selbst wir Museumsfreaks an unseren verbliebenen eineinhalb Tagen abarbeiten können.

Hansestadt Dubrovnik?

Vor dem Rektorenpalast werde ich plötzlich stutzig. Den Herrn da auf der Säule kenne ich doch aus Bremen! „Ist das da ein Roland?“ frage ich perplex. Antea lächelt und nickt. „Was macht der denn hier?“ frage ich, und unsere Stadtführerin antwortet trocken: „Urlaub.“

Janis und ich kennen diesen Herrn sehr gut von unserem Mutter-Kind-Trip nach Bremen - in Dubrovnik hätten wir eigentlich keinen Roland erwartet.

Janis und ich kennen diesen Herrn sehr gut von unserem Mutter-Kind-Trip nach Bremen – in Dubrovnik hätten wir eigentlich keinen Roland erwartet.

Das ist historisch natürlich nicht ganz korrekt. Das im deutschen Kaiserreich verbreitete Symbol städtischer Unabhängigkeit ist durch verwandtschaftliche Beziehungen zum damaligen Kaiser Sigismund in Dubrovnik gelandet. In die alte, freiheitsliebende Stadt passt es prima. Im Winter schützt den südlichsten der einst großen Roland-Familie traditionell ein roter Schal vor Erkältungen.

Mystische Unterwasserwelt

Wir verabschieden uns von Antea und gönnen den Jungs einen Kinder-Programmpunkt: das Aquarium, das sich in den Kasematten der alten Festung in der Nähe des Hafens befindet.

Begegnung auf Augenhöhe: Silas und Sepia.

Begegnung auf Augenhöhe: Silas und Sepia.

Im Sommer, wenn die Temperatur in Dubrovnik auf bis zu 42 Grad steigen kann, müssen die dicken Mauern ein herrlicher Rückzugsort sein. Auch jetzt im Winter ist das Aquarium ein angenehmer, friedlicher Ort. Überall plätschert es, die Becken sind in grünes und blaues Licht getaucht, und klassische Musik sorgt für eine meditative Stimmung. Janis führt intensive telepatische Gespräche mit einem Tintenfisch,  Silas interessiert sich für Sepia und Seeanemonen. So richtig informativ ist das ganze nicht, besonders groß auch nicht, aber wir entgehen für eine knappe Stunde dem Regen.

Meditative Stimmung im Gewölbe des Aquariums.

Meditative Stimmung im Gewölbe des Aquariums.

Foto-Spaziergang durch Dubrovnik

Natürlich hat die südlichste Stadt Kroatiens noch viel mehr zu bieten. Drei volle Tage mögen vielleicht gerade so reichen, um einen ordentlichen Eindruck zu bekommen. Einer ist definitiv zu wenig!

Zum Schluss nehme ich euch noch mit auf einen Bilderspaziergang durch die uralte Traumstadt.

Frisch genesen und bereit, es mit all den Treppenstufen aufzunehmen: family4travel in Dubrovnik.

Frisch genesen und bereit, es mit all den Treppenstufen aufzunehmen: family4travel in Dubrovnik.

“Das Kleingedruckte”: Die Stadtführung war durch die Vermittlung der Kroatischen Zentrale für Tourismus für uns kostenlos, wofür wir uns herzlich bedanken. Trotzdem schreiben wir deshalb nicht besser über Dubrovnik, als sie es unserer eigenen Meinung nach verdient (aber ganz ehrlich, das hat diese wunderschöne Stadt auch gar nicht nötig!).

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