Bildungsreise nach Griechenland mit Kindern

Überblick: 4 Wochen Roadtrip durch Griechenland mit Kindern

Wir sind durchaus schon ein bisschen herumgekommen in Griechenland. Immerhin haben wir eine regelrechte Griechenland-Bildungsreise mit Kindern veranstaltet. Dieser Artikel gibt einen Überblick über unsere vierwöchige Rundreise mit dem eigenen Auto, und über alle Erfahrungsberichte zum Thema Griechenland individuell bereisen mit Kindern, die dieses Reiseblog zu bieten hat.

Wir sind auf unserem großen Europa-Roadtrip fast einen ganzen Monat in dem Urlaubsland im äußersten Südosten des Kontinents unterwegs gewesen. Very low budget but very high culture, mit dem eigenen Auto und unseren zwei Kindern. Und wir haben auch relativ fleißig darüber gebloggt. Im Blog-Archiv wird das allerdings recht schnell unübersichtlich, deshalb bringe ich jetzt etwas Ordnung in den Laden.

Unsere Route für vier Wochen Griechenland-Roadtrip

Unsere persönlichen Erfahrungen beschränken sich auf das Festland Griechenlands, aber das kennen wir dafür auch von oben bis unten. Aus unserer damaligen Route, sowie allen Orten, über die ich gebloggt habe, habe ich auf GoogleMaps diese Karte gebastelt. Die helleren Punkte sind mit einem eigenständigen Bericht verlinkt, die dunkleren leider nicht.

Von der Türkei nach Thessaloniki

Im Februar 2015 haben wir das Land von der Türkei aus kommend betreten. Der Grenzübertritt war damals kein Problem. Heute würde ich mir zweimal überlegen, ob ich aus dieser Richtung anreise (auch damals haben wir das schon getan, das Überlegen, meine ich – aber ich bin froh, dass wir uns seinerzeit für die Türkei entschieden haben, denn damals ging es gerade noch so, während ich angesichts der gegenwärtigen politischen Zustände ganz bestimmt nicht mehr so bald in die Türkei reisen werde – aber das ist natürlich ein ganz anderes Thema).

Wie auch immer, ich denke, die allerwenigsten deutschen Touristen, die Griechenland mit dem eigenen Auto bereisen, kommen aus dieser Richtung, also ist das Diskutieren eh müßig.

Kavala

Unser erster Stopp war in Kavala, einer hübschen kleinen Stadt. Es gibt dort ein beeindruckendes Aquädukt und eine nette Altstadt. Für uns war es generell die erste Bekanntschaft mit griechischem Boden und mit griechischen Gepflogenheiten (wie der, dass mittwochs nachmittags fast ausnahmslos alle Geschäfte geschlossen haben, was die Nahrungssuche im unteren Preissegment sehr einschränkt).

Aquädukt Kavala, Griechenland
Das gigantische Aquädukt von Kavala zieht sich mitten durch die Stadt.

Thessaloniki

In Griechenlands zweitgrößter Stadt haben wir eine volle Woche verbracht. Die war zwar recht verregnet (wie gesagt, es war Februar). Aber unsere süße kleine Wohnung mitten zwischen Einheimischen war toll (über AirBnB*). Und wir haben uns nicht nur viel Zeit nehmen können, Thessaloniki selbst zu erkunden, sondern haben auch großartige Ausflüge in die Umgebung unternommen.

Vom Burgberg geht der Blick über die Stadt bis hinunter zum Meer.

Aus dieser Zeit stammen gleich vier Blogbeiträge:

Thessaloniki: Stadtbummel mit Kindern (und Schokolade)

Thessaloniki mit Kindern,
Thessaloniki, irgendwo zwischen Geschichte und Punk Rock.

Zeitreise: Das Archäologische Museum von Thessaloniki

Anfassen verboten, gucken erlaubt: Die Konzeptionierung des Archäologischen Museums von Thessaloniki hat mich überzeugt.

Pella: Die Kinderstube Alexanders des Großen

Pella besichtigen, Geburtsstadt Alexander der Große
Die Ruinen der Geburtsstadt Alexanders des Großen waren auch ein besonderer Familienausflug für uns.

Chalkidiki: Sonne, Strand und mehr

Ausflug nach Chalkidiki,
Palmen und Meer: Ausflug nach Chalkidiki.

Von Thessaloniki nach Athen

In Richtung Hauptstadt sind wir der Autobahn gen Süden gefolgt. Die ist recht gut ausgebaut (zumindest deutlich besser, als wir vorher befürchtet hatten).

Der Olymp

Eine beinahe tagesfüllende Pause haben wir am Olymp eingelegt. Der kleine Nationalpark ist nur einen kurzen Abstecher von der Hauptverkehrsstraße entfernt. Wer den einst heiligen Berg hinauffahren möchte (ja, ganz recht, das geht bequem im Auto), muss am Schlagbaum anhalten und sich anmelden. Dort wurden wir mit Informationen und einer kostenlosen Karte ausgestattet. Wir hätten eine Gebühr erwartet, aber die hat niemand von uns verlangt.

Olymp, Griechenland
Dieses gänzlich unbearbeitete Foto habe ich auf unserer Anfahrt zum Götterberg geschossen.

Wer sich den Olymp ernsthaft ansehen möchte, muss natürlich die Wanderstiefel einpacken und mindestens einen vollen Tag einplanen. Wir haben nur die faule Touri-Stippvisite gemacht und zum Leidwesen der Jungs entsprechend keine Götter zu Gesicht gekriegt.

Spoiler: Ein geschlossenes und verrammeltes Kloster war da, und viel Wald.

Olymp, Griechenland, Kloster
Am Ende der Straße wartet auf dem Olymp nur eine traurige Klosterruine.

Lamia

Dass wir zwei Tage in Lamia Station gemacht haben, hatte den einfachen Grund, dass wir dort Couchsurfer gefunden haben, die uns gastfreundlich bei sich aufnehmen wollten. Die Kleinstadt an der griechischen Ostküste ist nicht eben bekannt für ihre touristischen Sehenswürdigkeiten, und nach der persönlichen Erfahrung halte ich sie auch nicht für besonders unterschätzt.

Natürlich gilt wie immer: Mit Tipps von Einheimischen finden sich überall echte Schätze, und so hat uns unser Gastgeber eine tolle gemeinsame Überlandtour samt Mini-Bergwanderung beschert.

Olymp, Griechenland, Wandern mit Kindern
Die Einheimischen kennen die schönsten Pfade!

Die Thermophylen

Die einzige klassische Sehenswürdigkeit in der Nähe von Lamia sind die Thermophylen. Hier ist es aber eher die historische Bedeutsamkeit, die einen Besuch nahelegt. Viel zu sehen gibt es nämlich nicht. Dass der Landstrich in antiker Zeit tatsächlich nur ein Land-Strich war, der zwischen Berg und Meer eine ganze Armee einkeilte, ist nach jahrtausendelangen Ablagerungsprozessen nicht einmal mehr zu erahnen.

Griechenland, Thermophylen heute
Wie Sie sehen, sehen Sie nix. Früher schwappte da, wo heute die Straße verläuft, wohl schon das Meer.

Was uns hingegen ein halbes Stündchen beschäftigte, war der warme Wasserlauf, der die Örtlichkeit durchzieht. Das Thermalwasser stellt für die Leute der Umgebung eine Art kostenlose öffentliche Badewanne dar. Allerdings kam uns die Sache auch ein bisschen schmuddelig vor. Überall lag nicht nur der normale Müll (der auf dem gesamten Balkan unvermeidlich zu sein scheint), sondern immer wieder auch vergessene Unterwäsche und das eine oder andere benutzte Präservativ. Wir haben deshalb auf ein Bad verzichtet.

Griechenland, Thermophylen heute, Thermalwasser
Sieht auf dem Foto einladender aus, als ich es in Erinnerung habe. Aber da rechts liegen schon die ersten Taschentücher-Häufchen.

Das Orakel von Delphi

Hochkarätig in jeder Hinsicht ist hingegen ein Besuch beim berühmten Orakel. Außerhalb der Saison hatten wir arge Schwierigkeiten, in unserer Preisklasse (der untersten) eine Unterkunft zu finden, weshalb wir drei Tage lang recht weit ab vom Schuss residierten.

Einen akuten Lagebericht habe ich damals verfasst:

Nähkästchengeplauder: Grüße aus Griechenland

Griechenland Bildungsreise mit Kindern
Es war durchaus hübsch in der Buch von Erateini.

Im antiken Delphi sind wir trotz der Jahreszeit unerwartet vielen Touristen begegnet. Wie zufrieden man als Besucher mit dem Erlebnis ist, hängt vermutlich massiv davon ab, was man erwartet. Wir wussten, dass es keine „oracle experience“ gibt, was viele motzende Amerikaner offenbar vermissten, sondern eine klassische Ruinenstadt mit eher mäßigen Erklärungen. Statt einem teuren Führer haben wir die Stätte mit Wikipedia im Anschlag erkundet – was hervorragend funktioniert hat. Da unsere Jungs durch zahlreiche Bücher* und Hörspiele* gut mit der griechischen Mythologie vertraut waren, geriet unser Ausflug nach Delphi zu einem herausragenden Familien-Moment unserer Reise.

Jungs zwischen antiken Ruinen, als sei es ihr natürliches Habitat. Unsere Griechenland-Bildungsreise mit Kindern hat ziemlich gut funktioniert.

Eine knappe Woche Athen

Fünf Tage lang haben wir uns dann in Piräus eingenistet, der Hafenstadt, die zu Athen gehört. Wieder wohnten wir in einem ganz normalen Apartmenthaus über AirBnB.

Klingelschild Mehrfamilienhaus in Griechenland
Unter Griechen: Auf unsere Weise haben wir wirklich ein Stück weit „das echte Griechenland“ von innen kennengelernt.

Der Nachteil unseres diesmaligen Wohn-Arrangements: Leider hatten wir ein paar Tausend Mitbewohner. Ameisen. Sie kamen aus den Wänden und bauten ihre Straßen quer durch die Wohnung, sogar unter unserem Bett.

Hausmittel gegen Ameisen im Haus
Wir haben dann einfach empirische Studien mit Tierversuchen gestartet. Ergbnis: Backpulver, Zwiebeln, Kupfermünzen und Zimt helfen alle nicht auf Dauer gegen Ameisen im Haus.

Da wir die griechische Mentalität mittlerweile gut genug zu kennen glaubten, hielten wir die Füße still. Denn vermutlich hätte eine Beschwerde beim Vermieter unmittelbar hilfreiche Aktionen nach sich gezogen – wie das komplette Einnebeln der gesamten Wohnung mit Insektengift. Das wollten wir lieber nicht riskieren, also arrangierten wir uns widerwillig mit unseren Mitbewohnern. Die Alternative wäre nämlich ein Umzug in ein deutlich teureres Hotel gewesen, da sich kurzfristig keine zweite so günstige Ferienwohnung auftreiben ließ. – Na ja, wir haben es ja überlebt, und so schlimm war es auch eigentlich gar nicht. Ich habe Athen jedenfalls in bester Erinnerung!

Athen Innenstadt
Athen ist sogar im kalten Februar eine quirlige Stadt. Allerdings: Griechenland liegt auf dem Balkan, und nachdem wir den ausgiebig bereist haben, kommt das auch für unser Gefühl so hin. „Westeuropäischer Wertekanon“ ist hier nicht.

Die Akropolis

Als wir dort waren, war die berühmte Akropolis eine Großbaustelle, und Experten zufolge wird sie das auch bis mindestens 2020 noch bleiben. Trotzdem haben sich Aufstieg und Eintritt gelohnt. Das Gewimmel der Touristen war nicht sehr dicht im Februar. Da wir tags zuvor im Akropolis-Museum waren, hatten wir auch das Gefühl, gut informiert einen bekannten Ort zu erkunden, den wir wirklich wertschätzen konnten (auch die Kinder). Das hat durchaus prächtig funktioniert.

Akropolis mit Kindern im Februar, Griechenland
Akropolis mit Kindern im Februar: nicht nur Kran-, sondern auch Wollmützen-Alarm. :)

Das Akropolis-Museum

Das neu gestaltete Museum zu Füßen des heiligen Hügels hat 2009 eröffnet – nach zahlreichen kontroversen Diskussionen. Uns haben sowohl Konzept als auch optische Gestaltung sehr gefallen. Für die Kinder gab es eine Art Rallye um die Göttin Athene (auf Englisch), bei der auch wir Erwachsenen noch eine Menge dazugelernt haben. In unseren Augen durchaus toll gemacht und lohnenswert. (Weitere Infos auf der Webseite des Museums.)

Aussicht von der Akropolis aufs Akropolis-Museum
Hier sieht man dan kontrovers diskutierten Neubau des Akropolis-Museums – fotografiert von der Akropolis aus.

Archäologisches Nationalmuseum Athen

Das archäologische Museum ist natürlich der Anlaufpunkt für alle auch nur ansatzweise historisch Interessierten. Hier lagern alle möglichen hochrangigen Schätze, etwa der des Priamos aus Mykene (auch wenn er wohl nie dem sagenhaften König gehörte).

Das Museum ist entsprechend ein Must-See – aber als so ganz besonders ergiebig habe ich den Besuch, ehrlich gesagt, nicht erlebt. Das ist aber mein generelles Problem mit solchen klassischen Museen: Man sieht ganz wertvolle Originale von herausragender Bedeutung für die gesamte griechische Kultur, wenn nicht gar die Menschheitsgeschichte. Aber eben diese Bedeutung muss man nebenstehenden Texten entnehmen. Die ganze Geschichte drumherum wird schwer greifbar.

Archäologisches Nationalmuseum Athen mit Kindern
Hinter ehrwürdigen Säulen liegen die Schätze der Nation im Archäologischen Nationalmuseum in Athen.

Die Griechen geben sich in dieser Hinsicht durchaus Mühe. Viele Abteilungen sind schon modern gestaltet. Aber bei dem verständlicherweise beschränkten Etat geht es nicht so ganz schnell voran. Trotzdem ist ein Besuch absolut Pflicht, auch mit Kindern. Allein schon der mehr als 2000 Jahre alte „Mechanismus von Antikythera“ (praktisch ein astronomisches Uhrwerk, wie es eigentlich erst seit der Renaissance gebaut werden kann) ist krass sehenswert!  (Mehr Infos auf der Webseite des Museums.)

Die Agora

Die antike „Fußgängerzone“ des alten Athens ist heute ein weitläufiges Ruinenfeld. Wir haben die Besichtigung vor allem deshalb unternommen, weil sie in unserem Kombi-Ticket mit drin war (offenbar hat sich seitdem ein bisschen was getan, was die Eintrittspreise angeht, die aktuellsten Informationen und Erklärungen, die ich auf die Schnelle auf Deutsch gefunden habe, stehen in diesem Reiseblog namens Reise-Zikaden).

Blick auf die Akropolis von der antiken Agora aus.

Die Agora ist gerade für Kinder ein tolles Freilichtmuseum, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Besonders der hervorragend erhaltene Hephaistos-Tempel ist sehenswert.

Am eindringlichsten in Erinnerung geblieben ist uns allerdings, wie wir und die anderen Touristen bereits eine halbe Stunde vor der offiziellen Schließzeit mit Hunden und Trillerpfeifen vom Gelände gefegt wurden – offenbar eine manuelle Anpassung der Angestellten an die allgegenwärtigen Gehaltskürzungen im Staatsdienst.

Hephaistos-Tempel Athen, Griechenland Bildungsreise mit Kindern
Hier sieht man den Hephaistos-Tempel noch mal von der Agora aus. Er gilt als einer der besterhaltenen antiken Tempel überhaupt. Das Titelbild zeigt ihn in der Nahaufnahme.

Das moderne Athen (plus Restaurant-Tipp)

Und natürlich bummeln wir auch ausgiebig durch die Straßen und Gassen, nicht nur entlang der immer wieder auftauchenden antiken Ruinen, sondern auch der modernen Geschäfte und Restaurants (und einmal mitten hinein in eine Anti-Merkel-Demonstration vor dem Regierungsgebäude – upps).

Anti Merkel Demo Athen, 2015
Die Demonstration, in die wir 2015 in Athen geraten, richtet sich – wenn wir das richtig verstanden haben – gegen Merkel und vor allem gegen die Sparzwänge, die die EU der damals frisch gewählten Syriza-Regierung auferlegt hat.

Ein wirklich fantastisches Essen gönnen wir uns in dem urigen Restaurant „To Kafeneion“ (Adresse: Epicharmou 1), ziemlich weit ab vom Schuss der Touristenströme, wo um diese Jahreszeit ein Kamin brennt. Spezialität des Hauses sind frittierte Käsetaschen in verschiedenen Variationen – unglaublich lecker!

To Kafeneion, Athen
Nicht das, was wir uns unter „typisch griechisch“ vorstellen, aber unglaublich lecker!

Peloponnes rauf und runter

Von Athen aus ist es gar nicht mehr weit bis auf den Peloponnes. Hier haben wir uns eine weitere knappe Woche lang ein wunderschönes kleines Ferienhaus gemietet und haben dann von der Mitte der Halbinsel aus sternförmig Ausflüge unternommen.

Über diesen Abschnitt gibt es einen recht ausführlichen Überblicksartikel und eigenständige über unsere Ausflüge nach Sparta, Mykene und Nafplion.

Reisen mit Kindern auf dem Peloponnes: Unsere Erfahrungen samt Unterkunfts-Tipp

Urlaub auf dem Peloponnes mit Kindern
Urlaub auf dem Peloponnes – unsere gesammelten Erfahrungen

Peloponnes: Lohnt sich ein Ausflug nach Sparta?

Sparta mit Kindern, antikes Griechenland Ruinen
Lohnt sich ein Ausflug nach Sparta?

Peloponnes: Mykene, Wiege der Antike

Mykene besichtigen mit Kindern
Mykene besichtigen mit Kindern

Nafplion: Griechenlands vielleicht schönste Stadt

Nafplion mit Kindern
Nafplion mit Kindern.

Im Norden der Halbinsel haben wir dann noch einen superspannenden Couchsurfing-Aufenthalt in Patras eingelegt.

Patras mit Kindern: Couchsurfing und Sightseeing auf dem Peloponnes

Patras mit Kindern

An der Westküste zurück nach Norden

Den Rückweg gen Norden mussten wir dann leider etwas schneller übers Knie brechen, als uns lieb war. Wir haben unsere Routenplanung oft nach unseren Couchsurfing-Gastgebern gerichtet und bestimmte Aufenthalte um ein paar Tage verschoben, damit ein Treffen klappt. Deshalb waren wir lange im Süden, um Georgos in Patras besuchen zu können, der vorher keine Zeit hatte, und eilen dann gen Norden, um bei Kostas und Anna ganz im Norden vorbeizuschauen, die die Woche drauf selbst schon in Urlaub fahren.

Lefkada

Die griechische Westküste vernachlässigen wir darüber sträflich. Das merken wir spätestens, als wir uns zur Zwischenübernachtung in einem süßen kleinen Hotel ganz in der Nähe des Autodamms nach Lefkada einfinden. Ein Abstecher auf die Insel muss unbedingt drin sein. Einen seligen halben Tag verbringen wir so am Strand des kleinen Ortes Agios Nikitas.

Momentaufnahme: Felsenklettern auf Lefkada

Agios Nikitas, Lefkada, Griechenland.
Agios Nikitas ist klein, aber herrlich gelegen.

Zitsa

Zitsa liegt dann schon wieder ganz im Norden des Landes, nicht weit von der albanischen Grenze. Die kleine Stadt genießt einige Berühmtheit, weil der britische Dichter Lord Byron im 19. Jahrhundert eindringlich von ihr geschwärmt hat. Für uns war vor allem unser „Homestay“ inklusive Mitarbeit in der lokalen Backstube ein unvergessliches Erlebnis.

Momentaufnahme: Janis backt große Brötchen

Janis in Kostas‘ Backstube.

Meteora

Einen Zwischenstopp legen wir noch bei den Meteora-Klöstern ein. Eigentlich hatten wir die gar nicht auf dem Zettel, aber dann beschließen wir, dass der Umweg gar nicht so groß ist und sich außerdem lohnt. Obwohl wir uns aufgrund unserer anschließenden Verabredungen nicht leisten können, die Bergklöster wirklich zu besichtigen oder längere Wanderungen zu unternehmen, geht unsere Rechnung auf. Die Klöster von Meteora auf der Panoramastrecke abzufahren, ist an sich schon ein Erlebnis.

Meine Reiseblogger-Kollegin Ines von ViermalFernweh hat alle Klöster mit ihrer Familie besucht und ausführlich darüber gebloggt.

Griechenland-Bildungsreise mit Kindern, Meteora Klöster
Die Klöster, die über senkrecht abfallenden Felswänden thronen, sind eine beeindruckende Ansicht.

Grenzübertritt von Griechenland nach Mazedonien

Für uns ging es dann weiter Richtung Mazedonien (nächster Halt: Ohridsee). Das war Anfang 2015, vor der Flüchtlingskrise, die gerade an diesen Grenzübergängen zwischen Griechenland und Mazedonien ein halbes Jahr später dramatische Ausmaße annahm. 2016 habe ich mit jungen Syrern gesprochen, die genau an „unserem“ Übergang bei Niki Übles erlebt haben. Als wir die Grenze passierten, war das absolut unkritisch, eine schnell erledigte Formalität. Wie sich die Sache inzwischen gestaltet, kann ich leider nicht sagen.

Februar als Reisezeit für Griechenland

Die Frage, ob der Februar sich für eine Griechenland-Reise eignet, wie Wetter und Temperatur dann so sind und welche hübschen Vorteile der frühe Frühling als Reisezeit in Griechenland hat, erörtere ich in diesem Artikel:

Frühling: Mandelblüte in Griechenland

Nafplion, Peloponnes, Griechenland, Restaurant
Klassische Taverne in Griechenland.

Mehr über unsere Familien-Reise durch Griechenland und ganz Europa…

… steht in unserem gerade erscheinenden Buch „Die Entdeckung Europas“. In drei der 42 Kapitel geht es um Geschichten, die wir in Griechenland erlebt haben. Dabei stehen die Begegnungen mit den Menschen vor Ort im Mittelpunkt, die ich im Blog immer nur kurz angerissen habe.

Den aktuellen Stand der Dinge bezüglich unseres Buchs inklusive Bestellmöglichkeit gibt es hier: Die Entdeckung Europas – unser Buch kommt!!

3 Gedanken zu „Überblick: 4 Wochen Roadtrip durch Griechenland mit Kindern“

  1. Liebe Lena, wenn es um Griechenland geht, bin ich natürlich sofort zur Stelle ;-) Einfach toll, wie Ihr Hellas bereist habt. Außerhalb der Saison lernt man Land und Leute ja noch ganz anders kennen. Falls Ihr zurück kehrt, nehmt Euch Zeit für Meteora, es ist traumhaft schön dort. In Athen waren wir auch im Februar und hatten das Glück, schon frühlingshafte Temperaturen zu genießen. Liebe Grüße, Ines

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.