Hannover ist für uns die nächste Großstadt, die wir mit unseren Kindern erreichen können. Im Laufe der Jahre haben wir so manchen Ausflug unternommen. Was bisher in meinem Reiseblog immer Stückwerk blieb, präsentiere ich euch jetzt endlich einmal strukturiert. Hier kommen unsere besten Ausflugstipps für Hannover mit Kindern. Alle persönlich getestet mit Kleinkind bis Teenager!
Familienausflug nach Hannover mit Kindern
Besucht ihr Hannover auf einem Tagestrip? Ich rate mal, dass ihr eher keinen Familienurlaub mitten in der Stadt macht. Wahrscheinlich wohnt ihr entweder in der Gegend (wie wir, im →Schaumburger Land), oder ihr legt auf der Durchreise einen Ausflug in die Landeshauptstadt ein. Oder habt ihr euch gar für einen →Städtetrip nach Hannover entschieden?
Der Ruf der verkehrsgünstig gelegenen Messestadt ist eher langweilig. Dabei gibt es gerade für Familien mit Kindern doch ein paar gute Gründe für einen Ausflug nach Hannover!
Im Folgenden zeige ich euch unsere persönlichen Highlights und Geheimtipps für kinderfreundliche Ausflugsziele im Stadtgebiet. Alle Tipps beruhen auf eigener Erfahrung. Ich wohne schon mein ganzes Leben nur 50 Kilometer weit weg, und ich habe auch in Hannover studiert. Seit 22 Jahren bin ich Mutter. Zwei Jungs sind schon groß, ein kleines Mädchen wird bald sieben. Mit allen drei Kindern haben wir immer wieder Ausflüge nach Hannover gemacht.

Wir sind immer wieder gerne mit Kindern in Hannover unterwegs. Heutzutage meist nur noch mit einem Kind.
Die besten Ausflugsziele in Hannover mit Kindern
Eigentlich würde ich euch ja raten, bei eurem ersten Ausflug nach Hannover mit Kindern eimmal kurz die klassischen Sehenswürdigkeiten abzuklappern (siehe weiter unten). Aber ich fürchte, die Masse von euch will nur kurz eine kompakte Liste Ausflugsziele für Ideen und Inspiration.
Also gut. In kurz und knapp sind das hier meine besten Tipps für einen schönen Tag in Hannover mit Kindern:
- →Zoo Hannover (teuer, aber wunderschön)
- →Herrenhäuser Gärten (echt was Besonderes und mehr als schöne Blumen)
- Landesmuseum Hannover (Kultur + viele lebendige Tiere)
- SeaLife Hannover* (schönes Aquarium + Tropenhaus)
- Neues Rathaus mit Bogenaufzug (Geschichtserlebnis und kurioser Schrägaufzug zum super Aussichtspunkt)
- Sprengelmuseum (für alle, die moderne Kunst mögen)
- Spielplätze WaKiTu und Sonnenspielplatz in der Eilenriede
- familienfreundliche Unterkünfte*
Ihr sucht Action für Regenwetter? Diese Indoor-Spielplätze und Attraktionen gibt es in Hannover, die wir allerdings nicht aus eigener Erfahrung kennen:
- Superfly Hannover und Jump/One (Trampolinparks; wir kennen und mögen Vergleichbares in →Göttingen)
- Kinderspielparadies Ballorig (klassischer Indoor-Spielplatz an mehreren Standorten)
- Little Times, Tiny Town und MikaMe (Indoor-Spielplätze mit pädagogischem Anspruch für Kleinkinder bis vier bzw. fünf Jahren)
- funXperience Hannover (Neongolf – haben wir mal in →Duisburg gemacht und war echt witzig)
- LaserTag Hannover FUN Center (haben wir als Familie mal auf →Rügen gespielt, war überraschend spaßig)
Tipp: Interessante Touren und coole Erlebnisse in Hannover – auch schon mit Kindern, vor allem ab dem Teenager-Alter – findet ihr bei GetYourGuide.*

Einer der zentralsten (und gestalterisch merkwürdigsten) Spielplätze in Hannover ist der im Maschpark, nahe am Rathaus und am Landesmuseum.
Der Rote Faden: Sehenswürdigkeiten in Hannover mit Kindern
So. Nachdem wir die Eiligen abgefrühstückt haben und als ernsthaft kulturinteressierte Reise-Snobs unter uns sind (okay, ich spreche hier nur für mich) – reden wir über Hannovers Sehenswürdigkeiten!
Das Tolle am Sightseeing in Hannover ist: Die Stadt hat da was vorbereitet. Ein buchstäblicher roter Faden zieht sich durch die Innenstadt. 4,2 Kilometer lang ist der Strich auf dem Boden. 36 Sehenswürdigkeiten verbindet er. Der Spur zu folgen, macht vor allem Kindern richtig viel Spaß.
Ein kleines Heft mit Beschreibungen aller 36 Sehenswürdigkeiten gibt es in der Tourist Information für 3,50 Euro. Tipp: Wikipedia liefert euch die komplette Tour kostenlos und ohne Papierverbrauch.
Zu sehen gibt es entlang des Roten Fadens klassische Sehenswürdigkeiten: Denkmäler wie die Waterloosäule, Wohnhäuser mittelberühmter Persönlichkeiten wie des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibnitz. Dazu kommen Kirchen, Stadttore und andere historische Gebäude.
Die in meinen Augen wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die auch Kindern Spaß machen, greife ich im Folgenden gesondert heraus.
Neues Rathaus mit Dioramen und Kuppelaufzug
Wenn ihr nur eine einzige Sehenswürdigkeit in Hannover besichtigen wollt, dann empfehle ich euch das Neue Rathaus. Das prächtige Gebäude ist aus →Obernkirchener Sandstein errichtet (muss ich als Obernkirchenerin zwanghaft erwähnen) und wurde 1913 eröffnet.
Im frei zugänglichen Foyer gibt es drei Modelle von Hannover. Das moderne wird ständig aktualisiert, um den Ist-Stand wahrheitsgemäß zu präsentieren. Super spannend im Vergleich dazu ist das Modell aus der Vorkriegszeit – und das sehr bewegende aus dem Jahr 1945. Hannover war eine der deutschen Städte, die während der Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs mit am gründlichsten zerstört wurde.
(Tatsächlich wurde sogar mehr Bausubstanz vernichtet als in →Dresden. Und mein Opa war als junger Meldegänger mit dem Fahrrad mitten drin. Wahrscheinlich geht mir das deshalb so nahe, weil es in unser Familiengeschichte immer „so ein Ding“ war.) Über 90 Prozent der Innenstadt lagen damals in Schutt und Asche. Wenn man in dem Diorama sieht, was alles kaputt war, hat man schlagartig mehr Verständnis für die ausgesprochene Hässlichkeit, die leider große Flächen der Innenstadt mit ihrer Nachkriegsbebauung betrifft.
Weltweit einzigartig: Der Kuppelaufzug
Eine supercoole Sehenswürdigkeit in Hannover mit Kindern ist der Bogenfahrstuhl, der euch in der Kuppel des Rathauses zu einem grandiosen Aussichtspunkt bringt. Der Kuppelaufzug ist einmalig in Europa und funktioniert seit über hundert Jahren. Parabelförmig folgt der Lift der Rundung des Kuppeldachs. Im Gegensatz zum Eiffelturm in →Paris erfolgt die Fahrt nicht nur schräg, sondern tatsächlich „um die Kurve“.

Eigentlich ein ganz normaler Fahrstuhl, mit mit Fenstern nach oben und unten und einem etwas merkwürdigen Fahrgefühl.
Eine Minute dauert die abenteuerliche Fahrt. Bevor ihr richtig seekrank werdet, ist der Zauber also schon vorbei. (Mehr über die technischen Hintergründe dieser absoluten Besonderheit stehen im Wikipedia-Artikel.)
Achtung: Kinder dürfen erst ab drei Jahren mitfahren. (Und unserer Sechsjährigen war die Auffahrt dann auch alles andere als geheuer.) Oben auf der mehrstöckigen Aussichtsplattform ist alles gut durch Netze gesichert. Für Leute mit Höhenangst (mich…) bleibt es trotzdem ein zweifelhaftes Vergnügen. Aber die Erfahrung ist schon einfach einmalig!
Einen Eindruck von dem kurzen Abenteuer gibt das Hannover-Highlight in meinem →Instagram-Profil family4travel mit einem Videoclip unserer Fahrt.

Man kann von dort oben natürlich wesentlich schönere Fotos machen. Aber ich dachte mir, ihr wollt hier wahrscheinlich lieber einen Blick auf die Absicherung werfen, bevor ihr mit euren Kindern da hoch fahrt. Mir würde es jedenfalls so gehen.
Die Nanas von Niki de Saint Phalle
Vom Neuen Rathaus sind es zehn Minuten Fußweg zum Leibnitzufer, wo die Nanas stehen. Die bunten Kunstwerke sind eines von Hannovers Wahrzeichen. Tipp: Im Sommer gibt es jeden Sonntag nahe den üppig-bunten Frauenfiguren einen großen Flohmarkt.

Die knallbunten Kunstwerke von Niki de Saint Phalle sind weltberühmte Hannoveranerinnen und bei vielen Kindern beliebt. (So ganz viel Zeit lässt sich bei ihnen allerdings nicht verbringen, wenn nicht gerade Flohmarkt ist.)
Surfen auf der Leinewelle
Die klassische Sehenswürdigkeit lautet eigentlich: Landtag. Aber direkt hinter dem eher langweiligen Gebäude, in dem niedersächsische Politik gemacht wird, fließt die Leine.
Und hier tummeln sich seit 2022 Surfer*innen. Ähnlich wie die Eisbachwelle in →München produziert die Anlage eine stehende Welle. An schönen Tagen steigen hier eine nach dem anderen aufs Surfbrett, um sekundenlang auf dem Wasser zu balancieren, bevor der Bach sie doch mitreißt. Für Schaulustige gibt es nur Stehplätze. Trotzdem haben wir hier schon manches halbes Stündchen verbracht, weil unser Kind sich von dem Anblick nicht losreißen konnte.
Wer selbst die Leinewelle surfen möchte, findet auf der Website der Leinewelle alle nötigen Infos. Über ein Mindestalter konnte ich auf die Schnelle nichts in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall ist es möglich, aber nicht völlig unkompliziert, sich ohne Vorkenntnisse an dem Spektakel zu beteiligen. Leihausrüstung kann man sich über dort verlinkte Quellen besorgen.
Wir haben vor etlichen Jahren mal unter wesentlich anfängerfreundlicheren Bedingungen die stehende Welle im →Flowrider auf Borkum ausprobiert – und das war eine echt coole Angelegenheit! Deshalb glaube ich schon, dass die Leinewelle richtig Laune bringt – aber für Ungeübte nicht zu unterschätzen ist.
Ruine der Ägidienkirche (mit Spielplatz)
Die Ägidienkirche wurde im 14. Jahrhundert am Rand der Altstadt erbaut und 1943 im Krieg zerbombt. Seitdem dient sie als eindrückliches Mahnmal. Die Ruine ist gut gesichert und zugänglich.
Nebenan gibt es einen kleinen Spielplatz, der gleichzeitig eine Kunstinstallation ist.
Tolle Museen für Kinder in Hannover
Wir lieben Hannover vor allem auch für seine Museen, die (mit) Kindern besonders viel Spaß machen.
Weltenmusem (Landesmuseum Hannover)
Das Landesmuseum ist ein tolles Ausflugsziel für Kinder jeden Alters (und natürlich auch für Erwachsene ohne Alibi-Kinder). Neuerdings nennt es sich Weltenmuseum. Anlass dazu sind die drei Themenbereiche, die es immer schon gab, die jetzt aber eben „Welten“ heißen: Naturkunde, Geschichte und Kunst.
Bei Familien besonders beliebt ist die Naturkunde im Erdgeschoss. Hier gibt es nicht nur Tierpräparate (etwa ein Krokodil), sondern auch ganz viele lebendige Tiere. Vor allem Fische und Amphibien könnt ihr hier beobachten. Auch Leguane wohnen im Museum. Über die Museums-App gibt es eine ganz lustige Schatzsuche, bei der durch Hörspielabschnitte Wissen vermittelt wird. Die habe ich neulich mit Franka zusammen ausprobiert.
In der ersten Etage regiert die Geschichte. Der Rundgang beginnt mit der Menschwerdung, die toll dargestellt und mit mehreren Mitmach-Elementen gespickt ist. Dann geht es quer durch die lokale Vergangenheit, von Hünengräbern und römischen Münzen bis zum Beginn der Neuzeit. (Allerdings: Die neuere Geschichte ist hier nicht zu finden. Die gibt es normalerweise im Historischen Museum, das aber bis auf Weiteres wegen Neukonzeption geschlossen hat.)

Im Weltenmuseum können Kinder unter anderem selbst ausprobieren, wie man in der Bronzezeit „Gold“bleche punzierte.
Ganz oben ist dann das Reich der Kunst. Dort bin ich mit den Jungs nie gewesen, Kunstbanausen, die wir waren. Dann kam Franka. Jetzt verbringen wir dort die meiste Zeit. Kinder, so unterschiedlich in ihren Interessen… Vielleicht liegt es auch an dem ziemlich coolen „Kinderzimmer“ im hinteren Bereich. Dort könnt ihr selbst kreativ werden. Und ihr lernt verschiedene Aspekte der Kunst und all der Jobs drum herum kennen. Seitdem weiß auch ich die ollen alten Bilder an der Wand tatsächlich mehr zu schätzen…
Sprengelmuseum
Moderne Kunst ist Geschmackssache – aber für Kinder manchmal echt spannend. Das Sprengelmuseum zeigt Bilder und Skulpturen ab dem 20. Jahrhundert. Ein paar große Namen sind dabei: Picasso, Paul Klee (den ich seit unserem Kurztrip nach →Dessau als persönlichen Freund betrachte), Kurt Schwitters, Andy Warhol. Und natürlich auch Niki de Saint Phalle.
Ihr müsst euch aber nicht wirklich mit Kunst auskennen, um das interessante Gebäude mitsamt Inhalt auf euch wirken zu lassen. Franka und ich jedenfalls stolpern bei unserem ersten Besuch völlig unbedarft rein und lassen uns durch die verschiedenen Ausstellungsbereiche treiben. Unsere Highlights sind dabei nicht besagte Berühmtheiten, sondern die begehbaren Kunst-Installationen im Erdgeschoss. Und die meiste Zeit verbringen wir im Spielzimmer, wo wir selbst kreativ werden dürfen.
Tipp: Jeden Freitag ab 14 Uhr ist der Eintritt frei. Das ist eine super Gelegenheit für alle, die sich nicht ganz sicher sind, wie gut ein Ausflug ins Kunstmuseum mit Kindern funktioniert. Wenn’s für euch nicht der Brüller ist, geht ihr einfach wieder. Wir haben auf diese Weise gleich zwei Freitage hintereinander verbracht, weil es für uns beide eben doch richtig cool war!
Zinnober Kindermuseum
Das Kindermuseum in Hannover-Linden steht schon seit ewig und drei Tagen auf meiner Bucketlist. Mit den Jungs habe ich es nie dort hin geschafft, bevor sie zu groß waren. Jetzt mit Franka habe ich es fest vor! Eigentlich wollte ich diesen Beitrag über Hannover mit Kindern erst danach online stellen. Aber jetzt mussten wir schon wieder einen angepeilten Termin sausen lassen… Dabei sind die Öffnungszeiten deutlich weniger kompliziert als im ehrenamtlich geführten →Kindermuseum in Nürnberg und im →AHA-Erlebnismuseum in Wolfenbüttel (auch beide herausragend gut!). Das Zinnober hat samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, und unter der Woche sogar ab neun.
Inhaltlich geht es in der aktuellen Mitmach-Ausstellung um eine bunte Mischung der Naturwissenschaften: von Magnetismus über Mathematik bis zu magischen Illusionen. Kinder ab zwei Jahren sollen hier alle Hände voll zu tun haben. Wir berichten, sobald wir endlich da gewesen sind. Weitere Infos bis dahin auf der Website.

Platzhalter: Statt Kindermuseum hier ein kurzer Blick auf den künstlerisch wertvollen Spielplatz an der Ruine der Aegidienkirche.
Noch mehr Museen in Hannover
Da sind natürlich noch etliche weitere Museen in Hannover, und die meisten davon machen garantiert auch mit Kindern Spaß.
- Ein heißer Tipp für Teenager und ältere Kinder ist sicherlich das HI-SCORE. Das widmet sich mit viel Liebe zum Detail alten und neuen Videospielen – natürlich auch zum Ausprobieren.
- Interessant für kleine und große Technik-Fans ist bestimmt das Hannoversche Straßenbahn-Museum. Das Herzblutprojekt mit vielen Modellen hat allerdings nur sonntags und nur von April bis Oktober geöffnet.
- Das Museum August Kestner ist ein sehr klassisches Museum für antike Kunst. Ich habe es mir mal ganz alleine angeschaut und war ehrlich gesagt froh darüber, denn auffallend kinderfreundlich ist es nicht.
- Das Deutsche Museum für Karrikatur und Kunst (früher Wilhelm-Busch-Museum) ist auch eher so eine klassische Einrichtung mit Bildern an der Wand. (Ich war ehrlich gesagt noch nie drin. Im Juli 2026 ist eine Sonderausstellung zu Loriot gestartet. Vielleicht wäre das mal ein Anlass…)
- Das Historische Museum Hannover war früher großartig, ist aber bis auf Weiteres aufgrund von stockenden Sanierungen dauerhaft geschlossen.
Die größten Highlights und Ausflugsziele in Hannover mit Kindern
Nachdem wir der kulturellen Bildung Genüge getan haben, kommen wir jetzt zu den Herzenswünschen der Kinder. (Also, die obigen Sehenswürdigkeiten und Museen haben meinen Kindern durchaus großen Spaß gemacht. Aber zur Wahrheit gehört auch: Wenn sie sich was wünschen dürfen, fallen eher die Begriffe unterhalb dieses Absatzes.)

Auch immer schön: ein Spaziergang um den Maschsee. Finden allerdings meist eher die Eltern als die Kinder.
Erlebniszoo Hannover
Der Erlebniszoo Hannover verdient seinen Namen. Allerdings ist ein Familienticket ist schon auch eine echte Investition. Eine Tageskarte für Eltern plus zwei Kinder unter 17 kostet 2026 81 Euro. Dafür hat der Zoo Hannover dann auch echten Freizeitpark-Charakter. Die Kulissen sind mit unglaublicher Liebe zum Detail gemacht. Die Hauptrolle spielen dabei aber immer noch die Tiere.
Absolute Highlights sind die Flussfahrt über den „Sambesi“ und die täuschend echt anmutende Hafenkulisse der Hudson Bay. Kinder jeden Alters lieben außerdem die Brodelburg, den coolen Abenteuerspielplatz, und den Kinderbauernhof mit Streichelwiese.
Ein ausführlicher →Erfahrungsbericht aus dem Zoo Hannover ist in meinen Reisebericht von unserem Städtetrip mit Kleinkind integriert.

„Das Meer!“, ruft Franka freudig, als sie zu den Seelöwen ins „Hafenbecken“ blickt. Und ja, die Illusion ist fast perfekt.
Sea Life Centre Hannover
Wenn ihr weniger Geld ausgeben wollt als für den Zoo, aber trotzdem schön inszenierte Tiere anschauen wollt, ist vielleicht das Sea Life Centre Hannover* eine gute Idee für euch. Das Familien-Ticket kostet (online) ab 49 Euro. Dafür bekommt ihr einen Rundgang durch ein sehr hübsches Aquarium mit exotischen wie einheimischen Fischen.
Das Besondere: Im Sea Life Hannover sind nicht alle Attraktionen unter Wasser. Der Standort befindet sich im ehemaligen Tropenhaus der Expo 2000. Deshalb sind auch Amphibien und andere Tiere teils freilaufend in der tropisch bepflanzten Halle zu sehen.

Gerade in der kalten Jahreszeit ist so ein Kurztrip in die Tropen sehr nett. (Wir lieben deshalb auch die →botanika in Bremen.)
Ketzerisch gesagt bekommt ihr im Landesmuseum fast genauso viele Fische und Co. für deutlich weniger Eintrittsgeld zu sehen (und oben drauf noch die ganze Geschichte und Kunst). Das Sea Life ist aber schon ein Erlebnis für sich. Uns hat der Besuch sehr viel Spaß gemacht.
Tipp: Das Sea Life Centre im Tropenhaus befindet sich fast direkt neben den Herrenhäuser Gärten. Die Besichtigungen lassen sich gut verbingen. (Aber dann ist euer Tag auch voll und ihr braucht euch nichts anderes mehr vornehmen.)
Herrenhäuser Gärten
Beeindruckend für jedes Alter und voller instagramtauglicher Fotospots sind auch die →Herrenhäuser Gärten. Die barocken Gartenanlagen mit ihren penibel geordneten Blumenbeeten haben durchaus das Potenzial, Teens zu flashen. Keine Gewähr, natürlich. Aber zumindest für euch als Eltern wird der Ausflug bestimmt toll. (Ganz ehrlich: Wer einmal in den Herrenhäuser Gärten war, den hauen selbst die königlichen Gärten von →Versailles nicht mehr vom Hocker.)
GOP-Varieté
GOP steht für Georgspalast. Und der ist das Stammhaus des größten Varieté-Unternehmens Deutschlands. Seit Mitte der 1920er Jahre gibt es hier Varieté-Vorstellungen. Schon Josephine Baker und Heinz Erhardt traten hier auf. Auch wir haben uns den Spaß schon gegönnt. Für Kinder ab etwa acht Jahren – würde ich aus dem Bauch heraus sagen – halte ich den Besuch für eine gute Idee. Auch jüngere Kinder können natürlich Spaß an den teils magisch anmutenden Show-Elementen haben. Ein bisschen Sitzfleisch und die Bereitschaft, sich ruhig auf das Programm einzulassen, sollten aber schon vorhanden sein.
→Hannover mit größeren Kindern – Sightseeing mit Höhepunkt im GOP-Varieté.
Schöne Cafés in Hannover – mit Kindern
Wir lieben es, unterwegs mit unseren Kindern Kaffeetrinken zu gehen. Ja, das ist ein teures Vergnügen. Aber es ist immer noch viel günstiger als mittags oder abends „richtig“ Essen zu gehen. Da man auf ein fertig gebackenes Stück Kuchen meist nicht lange warten muss, dauert es auch nicht so lange. Und eine nette Pause in schönem Ambiente ist auf jedem Städtetrip mit Kindern irgendwann bitter nötig.
In Hannover kennen wir deshalb eine Menge Cafés. Viele sind nett. Besonders empfehlen möchte ich euch an dieser Stelle drei.
Teestübchen Hannover
Ein wunderbar uriges Ambiente, große Tee-Auswahl und Kuchen, der noch richtig selbstgebacken schmeckt, hat das Teestübchen am Ballhofplatz. Der Nachteil: Am Wochenende ist es oft sehr voll. Da prinzipiell keine Tische reserviert werden, ist es immer ein Glücksspiel, ob man einen Platz bekommt. Außerdem ist die Bedienung legendär langsam. Wer hier einkehrt, sollte Zeit mitbringen! Die gemütliche Wohlfühl-Atmosphäre und der Schokoladenkuchen machen das in meinen Augen mehr als wett.
Holländische Kakaostube
Wir mögen auch die Holländische Kakaostube in der Ständehausstraße, ganz in der Nähe des Kröpcke. Das klassische Kaffeehaus, das mich persönlich eher an →Wien und →Prag erinnert, ist groß und recht hochpreisig. Es gibt tolle Tortenkreationen. Achtung: Sonntags ist leider geschlossen. Dafür ist der Laden so groß, dass ihr an allen anderen Tagen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Tisch bekommt.

„Holländischer“ Kakao und der Baumkuchen, für den die Konditorei berühmt ist (bei einem Besuch im Juli 2017).
Café Kaffka
Wir haben schon so manchen Mutter-Kind-Shopping-Trip in Hannover-Linden absolviert. Ein fester Programmpunkt ist dabei dann die Einkehr im Café Kaffka. Von den ganzen Geschäften an der Limmerstraße ist es nur ein kleiner Abstecher in die Pfarrlandstraße. Das Besondere am Kaffka ist das Familienzimmer mit allerlei Spielzeug und Bilderbüchern. Außerdem ist der Kuchen echt lecker! Achtung Falle: Hier wird nur Bargeld akzeptiert! Montag und Dienstag Ruhetag.
Extra Pluspunkt: Direkt gegenüber ist ein schöner großer Spielplatz. Da lohnt sich der Abstecher in die Seitenstraße noch mehr!
Familienfreundliche Unterkünfte in Hannover
Natürlich gibt es reichlich kinderfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten in Hannover. Als fast Einheimische kennen wir naturgemäß jedoch wenige Hotels oder Ferienwohnungen von innen.
Ein Hotel kennen wir aber doch aus eigener Erfahrung: das Grand Hotel Mussmann.* Es liegt direkt am Bahnhof (ihr hört nichts davon, versprochen) und wir waren ernsthaft begeistert. Das Personal war super freundlich und ist echt lieb auf unser damals noch sehr kleines Kind eingegangen. Von unseren Erfahrungen voller kleiner Momente habe ich in meinem Bericht von unserem →Städtetrip nach Hannover erzählt.

Die Krokodilpuschen (Geschenk des Hauses an alle kleinen Gäste) sind in unserer Familie zur absoluten Ikone geworden. Franka hat sie getragen, bis sie beim besten Willen nicht mehr gepasst haben – zwei Jahre später. Nach dem tränenreichen Aussortieren habe ich dem Hotel davon geschrieben, weil ich es einfach toll fand, dass die Dinger so ewig gehalten haben und ich sie das wissen lassen wollte. Daraufhin haben sie uns prompt noch mal eine größere Version zugeschickt. So ein Hotel ist das Mussmann.
Wenn ihr günstiger übernachten wollt, empfehle ich euch – ungesehen, aber vom Prinzip begeistert – die Jugendheerberge. Die liegt in Hannover südlich der Innenstadt im Grünen, unweit vom Maschsee. Wir selbst übernachten sehr gerne in Jugendherbergen, wenn wir mit Kindern unterwegs sind – vor allem in Städten. Wie Urlaub in der Jugendherberge für Familien funktioniert, habe ich ausführlich hier beschrieben: →Borkum: Familienurlaub in Deutschlands größter Jugendherberge.

Stellvertretend ein Blick in unser Familienzimmer in der Jugendherberge →Braunschweig.
Viele weitere Möglichkeiten in allen Preisklassen, auch zur Selbstverpflegung, findet ihr natürlich zum Beispiel über Booking.*
Mehr Ausflugsziele rund um Hannover
Wer aus der Gegend kommt – oder hier tatsächlich Familienurlaub macht – hat durchaus einige Auswahl an schönen Ausflugszielen. In Reichweite für einen Tagesausflug (und oft auch mit dem Niedersachsen-Ticket erreichbar) sind beispielsweise folgende:
- Hildesheim: Was für eine schöne Stadt!
- Steinhude: Ausflug ans Steinhuder Meer
- Bückeburg: Ausflug ins Schaumburger Land
- Bad Nenndorf: Rätselhafte Süntelbuchen und andere Schätze
- Porta Westfalica: Kaiser-Wilhelm-Denkmal
- Hameln: Rendezvous mit dem Rattenfänger
- Bielefeld mit Kind: Unsere Erfahrungen und Tipps
- Braunschweig mit Kindern
- Wolfenbüttel: Ausflug in Niedersachsens vielleicht schönste Stadt
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