[Dieser Beitrag enthält – entsprechend gekennzeichnet – einen Abschnitt bezahlte Werbung. Vor allem aber enthält dieser Artikel wie jeder in meinem Reiseblog viele Infos und unsere persönlichen Tipps und Erfahrungswerte.] Inverness als Reiseziel: was es zu sehen gibt, welche Umwege sich lohnen und welche eher nicht – und wie man auch ohne Auto hin, weg und durch die Stadt kommt.

Inverness, Hauptstadt der Highlands

Wer eine Reise durch Schottland plant und in die Highlands will, dem drängt sich Inverness als Reiseziel praktisch auf. Schließlich ist die Stadt mit sympathischen 50.000 Einwohnern die größte Ansiedlung der Region. Als Sitz des gleichnamigen Verwaltungsbezirks darf sich Inverness offiziell als Hauptstadt der Highlands bezeichnen.

inverness altstadt

Hübsche alte Fassaden warten zum Beispiel am Ufer des River Ness.

Mit ihren zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten und Pubs bietet sich die Stadt als bequeme Basisstation an. Zudem ist Inverness hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. – Das ist in Schottland leider keine Selbstverständlichkeit. Mit Loch Ness, dem bildschönen Tal Glen Affrick und der Black Isle in Reichweite für einen Tagesausflug gibt es gute Argumente, in Inverness Station zu machen. Die meisten Schottland-Reisenden führt ein Roadtrip daher früher oder später nach Inverness.

[Werbung] Anreise nach Inverness mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Wer Schottland ohne (Miet-)Auto bereisen will, muss gut planen. Vor allem die dünn besiedelten Highlands sind da leider kein Selbstläufer, was öffentlichen Nah- und Fernverkehr angeht. Inverness ist eine der löblichen Ausnahmen. Mehrere Zuggesellschaften fahren mehrmals täglich im Bahnhof ein. An sechs Tagen die Woche ist auch der „Caledonian Sleeper“ darunter, der gemütlich über Nacht von London aus nach Inverness zuckelt und Reisenden dabei quasi eine Hotelübernachtung erspart.

Tagesausflug nach Glasgow mit Kindern mit dem Zug

Zugfahrten in Schottland führen oft am Meer oder an einem Loch entlang. (Hier auf dem Weg nach Glasgow.)

Aber wie kommt man nun am günstigsten nach Inverness? Omio ist in dieser Hinsicht Vergleichsportal und Tickethändler in einem. Gibt man Start- und Zielpunkt ein, berechnet die Website automatisiert alle verfügbaren Verbindungen per Zug, Bus und Flugzeug. Ausgespuckt werden nicht nur Preis und Dauer, sondern einen Klick entfernt sämtliche Details.

Ich selbst habe Omio noch nicht für Buchungen benutzt. Aber wir haben uns vorgenommen, in Zukunft mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Gerade international erleichtert Omio die Suche, weil beispielsweise die vielen verschiedenen britischen Zuggesellschaften alle eingepflegt sind. Allein schon beim Durchsehen der Vorschläge für internationale Bahnverbindungen bei Omio [Klick] sind mir hundert Ideen für neue Reisen gekommen… [Werbung Ende. :)]

Lohnt sich Inverness überhaupt?

Die Frage, ob Inverness selbst eine Reise wert ist, ist eine andere. Meine ganz ehrliche Antwort lautet an dieser Stelle: na ja… Wer die Chance hat, ist meiner Meinung nach besser beraten, von Inverness aus raus in die Natur zu fahren. (Aber ich bin halt auch jemand, die Wander-Reiseführer schreibt. Ich hab auch an Cork und Dublin zum Beispiel wenig gute Haare gelassen.)

Gerade wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Inverness ist, kommt man aus der Stadt aber so schnell nicht raus. Natürlich fahren sowohl Linienbusse als auch geführte Busausflüge zu all den Sehenswürdigkeiten der Highlands außerhalb der Stadtmauern. Aber so ein Low-Budget-Tag ohne zusätzliche Transportkosten für Ausflüge klingt ja auch mal verlockend…

inverness ladies walk brücke

Zu Fuß lässt sich Inverness gut erkunden.

Deshalb haben wir auf unserer letzten Schottlandreise mal nachgeschaut, was Inverness an sich Urlaubern (mit Kindern) zu bieten hat. Wir haben also einen ganzen Tag in der Stadt verbracht. Hier kommen unsere Empfehlungen und Tipps, was man in Inverness machen kann.

Unser Tag in Inverness

Wir selbst waren als Familie mit einem Kleinkind in Inverness. Unsere Reisezeit war Ende Juni 2022.

Auf unserem dreiwöchigen Roadtrip haben wir vier Nächte in Inverness gewohnt. Mehr über unsere Reise allgemein steht hier: Schottland mit Kind – 3 Wochen Highlands und Islands. Über unsere Ausflüge von Inverness aus habe ich hier geschrieben: Die Highlands rund um Inverness.

schottland mit Kind Inverness familienfoto

Das war eigentlich ein schnelles Selfie für die Instastory aus dem Museum von Inverness.

Sightseeing in Inverness

Um es gleich vorwegzunehmen: Ausgedehntes Sightseeing in Inverness kann man machen, muss man aber nicht. Positiv formuliert: Es ist hier vollkommen legitim, sich treiben zu lassen. Etwas Wichtiges verpasst man nicht.

Ein kleiner Stadtspaziergang ist nett. Am Fluss Ness ist es hübsch und es gibt etliche Straßenzüge mit den typischen Steinfassaden schottischer Stadthäuser. Inverness ist jedoch keine ausgesprochen wunderschöne Stadt. Aber eine Zumutung ist ein ganzer Tag in Inverness nun auch nicht!

inverness mit kind downtown

Im Sommer bringen die Blumenkübel Farbtupfer in die ansonsten weitgehend nüchterne Stadt. Die Ness Bridge hier im Bild ist sozusagen der innerste Knotenpunkt von Inverness. Im Hintergrund sind schon Rathaus und “Steeple” zu sehen, wo die Fußgängerzone beginnt.

Inverness Castle

Inverness Castle thront auf einem kleinen Hügel über der Stadt und bietet gerade vom Fluss aus ein schönes Fotomotiv. Viel mehr gibt die Burg aber auch nicht her. Innen befindet sich das Gericht. Ein Turm lässt sich wohl für ein paar Pfund besteigen. Bei unserem Besuch im Sommer 2022 war der ganze Gebäudekomplex eine Großbaustelle.

inverness castle vom fluss ness aus mit Blumen

Inverness Castle von der Ness Bridge aus gesehen.

City Hall

Ein Hingucker ist auf jeden Fall die City Hall, das Rathaus von Inverness. Die gotischen Spitzbögen machen was her, wurden wie das gesamte Gebäude aber erst im 19. Jahrhundert erbaut. Älter, aber auch unspektakulärer, ist das Marktkreuz links vom Eingang. Im Inneren des Rathauses befindet sich – ganz klassisch – die Stadtverwaltung und sonst nichts von touristischem Interesse.

inverness rathaus

Die City Hall mit dem Marktkreuz aus dem 17. Jahrhundert links vom Eingang. Das moderne Gebäude am rechten Bildrand ist schon das Museum.

The Steeple

Schräg gegenüber ragt markant ein Turm in den Himmel. Es sieht ein bisschen so aus, als habe man die dazugehörige Kirche verbaselt. „The Steeple“ war aber wohl immer nur eine Zollstation und zwischendurch auch mal ein Gefängnis.

inverness turm tollbooth steeple

Der Tollbooth Steeple ist einfach nur ein Turm.

Arbertarff House

Die vielleicht schönste Sehenswürdigkeit von Inverness haben wir prompt verpasst. (Ich hatte davon gelesen, aber irgendwie sind wir nicht dort angekommen…) Abertarff House ist das älteste Gebäude der Stadt, das keine Kirche ist. Es stammt aus dem Jahr 1593. Im Inneren befindet sich eine kleine Ausstellung und neuerdings wohl auch ein Café. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos hat die Website. Die Adresse ist 71 Church Street.

Leakey’s Bookshop

Wer dort in der Gegend ist, sollte unbedingt die Church Street bis zum Ende durchgehen und sich Leakey’s Bookshop ansehen. Ich beiße mir gerade in den Hintern, dass ich das nicht auf dem Schirm hatte! Erst bei der Recherche für diesen Artikel habe ich das Antiquariat zufällig bei Google Maps entdeckt (und von irgendwann mal gesehenen Instagram-Bildern wiedererkannt). In der Old High Church stapeln sich Unmengen alter Bücher auf zauberhafte Weise.

inverness market brae steps

Ansonsten sind auch die Seitengassen in Inverness’ Altstadt durchaus einen Blick wert.

Fußgängerzone – mit Gesang

Eine Besonderheit ist die Fußgängerzone im Stadtzentrum. – Das ist in Großbritannien absolut nicht selbstverständlich! So wahnsinnig spannend ist das Stadtzentrum trotzdem nicht.

Aber: Einen meiner schönsten Schottland-Momente hatte ich hier! Im strömenden Regen wartete ich unter einem Vorsprung auf den Rest der Familie, der etwas in der Drogerie besorgte. Plötzlich begann einen Hauseingang weiter eine junge Frau zu singen – einfach so, ohne jede Begleitung, engelsgleich. Bei näherem Hinsehen sang sie durchaus für Geld und hatte ein selbstgemaltes Pappschild dabei, das sie als Finalistin in irgendeinem Wettbewerb auswies. Gut möglich also, dass sie sich häufiger dort erleben lässt. Jedenfalls habe ich selten etwas Schöneres gehört!

inverness fußgängerzone

Die Fußgängerzone von Inverness.

Markthalle

Oft wird (neben diversen Kirchen ohne besondere kunstgeschichtliche Bedeutung) noch die Markthalle von Inverness als explizite Sehenswürdigkeit genannt. Die beherbergt heute diverse kleine Geschäfte und geht damit unserem Verständnis nach eher als besonders hübsche Passage durch. Gebaut wurde sie 1870. Wer dran vorbei kommt, sollte auf jeden Fall mal kurz durchschlendern.

inverness markthalle

Die roten Metallstreben aus viktorianischer Zeit sind schon ein Blickfang. Die bunten Kühe überall in der Stadt (und ganz Schottland) waren eine spezielle Sommer-Aktion für 2022.

Unsere Empfehlungen für Inverness mit Kind

So viel zum Pflichtprogramm, “was man gesehen haben muss”. Kommen wir nun zu den Dingen, die uns in Inverness richtig gut gefallen haben. Echte Geheimtipps sind das alles nicht – aber authentische Erfahrungswerte.

Botanischer Garten Inverness

Etwas abseits, den Umweg aber unbedingt wert, liegt der Botanische Garten von Inverness. Alle mit Auto, die gut zu Fuß sind, können hier übrigens gut kostenlos parken, um nach dem Besuch in die Innenstadt zu laufen. (So haben wir es gemacht.)

inverness botanischer garten blumen

So eine bunte Blumenpracht gibt es in Schottland selten.

Natürlich stellt sich die Frage, ob man nun unbedingt exotische Pflanzen angucken muss, wenn man in den schottischen Highlands ist. Aber wenn man einen ganzen Tag in Inverness verbringen möchte, sind die Inverness Botanical Gardens auf jeden Fall mein heißester Tipp. Sie eignen sich auch sehr gut als Ausflugsziel bei Regen. Neben dem großen Außengelände mit wundervoll blühenden Blumenbeeten gibt es zwei begehbare Gewächshäuser.

inverness botanischer garten mit kind

Kurzer Abstecher in die Wüste mitten in Inverness…

Sehr schick ist das Kaktushaus. Ein hübscher Spazierweg führt an stattlichen Kakteen und einer großen Sammlung von Sukkulenten vorbei.

Abenteuerlich wird es im Tropenhaus. In dem Mini-Dschungel wachsen beispielsweise Bananen, Ananas und Ingwer. Es gibt einen kleinen Bach mit Wasserfall und Goldfischen. In der Grotte mit Blick auf einen hübschen Brunnen ist Picknicken erlaubt.

inverness botanischer garten brunnen

Das Tropenhaus eigent sich mit Kindern prima für eine überdachte Expedition.

Der Eintritt im Botanischen Garten ist frei. Um Spenden wird gebeten. Gerne empfehlen Reiseführer das dazugehörige Café. Auf uns machte das aber den eher ungemütlichen Eindruck einer Schul-Cafeteria. Draußen ist es viel schöner!

inverness botanischer garten eichhörnchen

Gerade auch für Kinder gibt es im Botanischen Garten in Inverness einiges zu entdecken…

The Ness Isles

Der Weg vom Botanischen Garten ins Stadtzentrum ist mit fast 2,5 Kilometern recht weit, aber auch ein schöner Spaziergang. Er führt über die Ness Isles, die Inseln im Fluss. Der breite Wanderweg stellt gleichzeitig die letzten Meter des Great Glen Way dar. (Der Weitwanderweg verbindet Fort William und Inverness.)

inverness inseln im fluss brücke

Hier entlang geht es auf die Inseln.

Über viktorianische Hängebrücken geht es von beiden Uferseiten auf die kleinen Landmassen mitten im Ness. Auch untereinander sind sie mit Brücken verbunden. Die Bäume sind keine einheimischen Sorten. Insgesamt herrscht hier unserem Empfinden nach eher Stadtpark-Charakter als Wildnis-Feeling. Aber gut, wir sind ja quasi auch in einem Stadtwald.

Highlight ist die hochgepriesene „Nessie-Skulptur“. Eigentlich ist sie ein umgefallener Baum, den ein Künstler rudimentär bearbeitet hat. Bei Kindern und Touristen ist sie gleichermaßen beliebt.

inverness nessie flussinseln

“Nessie” ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen.

In die Innenstadt geht es dann immer weiter am Flussufer entlang. Links fließt der Ness, rechts reihen sich Hotels und B&Bs aneinander. Schließlich kommt Inverness Castle in Sicht, und das Stadtzentrum ist erreicht.

Stadtmuseum Inverness

Ein oder auch zwei informative Stündchen lassen sich gut im Museum verbringen. Das “imag” Stadtmuseum liegt gleich neben dem Rathaus, ein bisschen zurückgesetzt. Die kostenlose Ausstellung beginnt in der Urzeit mit der geologischen Entstehung Schottlands. Von dort geht es im Eiltempo durch Regional- und Stadtgeschichte bis in die Neuzeit. Ein herausragendes Erlebnismuseum ist das nun nicht, aber durchaus solide Bildungsarbeit mit Unterhaltungswert.

inverness museum außen

Hier geht’s ins Museum.

Die Ausstellung ist weitgehend modern konzipiert mit etlichen Elementen zum Anfassen und Mitmachen. Speziell für Kinder gibt es eine Spielecke mit Puzzeln und Kuscheltieren. (Für Kleinkinder mit dem Bedürfnis nach Mittagsschlaf gibt es ein kleines Sofa in der Nähe des Café-Bereichs, das unsere Franka aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann.)

inverness museum ausstellung tiere

Die ausgestopften Vertreter der lokalen Tierwelt früher und heute dürften die meisten (wachen) Kinder interessieren.

Sehr spannend fand ich hier den Bereich über die Pikten. Wer genau dieser Volksstamm war, inwiefern es sich um Schotten handelte und wo sie abgeblieben sind, habe ich nun etwas besser durchschaut.

Café-Tipp für Inverness: The Grain and Grind

Ich liebe Cafés. Ein Cappuccino – noch lieber ein Flat White – und ein Stück Schokoladenkuchen in einer hübschen Umgebung ist für mich das Höchste der Gefühle. Klar, dass ich auch in Inverness Ausschau nach einem besonders schönen Café gehalten habe.

inverness coffee

Über guten Kaffee stolpert man in Inverness nicht an jeder Ecke.

Erstaunlicherweise mussten wir ganz schön lange suchen. Richtig schöne Cafés sind in Inverness rar gesät. Fündig geworden sind wir schließlich am Westufer kurz hinter der Ness Bridge in der Tomnahurich Street. Das Ambiente des The Grain and Grind ist nun nicht besonders ansprechend, sondern eher zweckmäßig. Von der Decke hängen immerhin etliche Grünpflanzen. Dafür ist der Kaffee wirklich herausragend gut. Und die Brownies sind der helle Wahnsinn! Ich glaube, das war wirklich der beste, den ich bisher gegessen habe. Martin hatte ein „Biscoff Sandwich“: ein mit köstlicher Spekulatiuscreme gefülltes Riesending. (Allerdings wurde die klebrige Göttlichkeit nur mit einem Messer serviert. Nehmt im Zweifelsfall eine eigene Gabel mit! Wir haben zum Glück unsere Camping-Gabel im Rucksack gefunden.)

inverness cafe grain and grind

Himmlische Genüsse (ohne Gabel).

Spielplätze in Inverness

Für alle, die in Inverness mit Kindern unterwegs sind, haben wir – natürlich völlig uneigennützig – nach Spielplätzen Ausschau gehalten.

Die schlechte Nachricht: Direkt im Stadtzentrum gibt es keinen einzigen. Aber auf dem Weg vom Botanischen Garten ins Stadtzentrum haben wir zwei Stück ausfindig gemacht, von denen wir berichten können.

Whin Park

Der Spielplatz im Whin Park gilt als der schönste von Inverness. Er ist mir schon im Vorfeld von gleich mehreren Seiten empfohlen worden. Allerdings scheint deren Inverness-Trip jeweils schon länger her zu sein. Wir waren mittelmäßig entsetzt, in welch desolatem Zustand sich die meisten Spielgeräte im Whin Park befinden.

inverness whin park spielplatz

Jetzt auch keine Katastrophe – aber wir sind aus Schottland viel schönere Spielplätze gewohnt.

Es gibt ein größeres Klettergerüst mit mehreren Rutschen, das noch einen recht stabilen Eindruck macht (abgesehen vom Graffiti). Dann ist da noch ein nettes Kletterflugzeug aus Holz und ein paar Schaukeln funktionieren auch noch. Die Federwippen waren bei unserem Besuch alle ausgerodet, die normalen Wippen abgebaut. Ein Pedal-Karussell drehte sich immerhin noch durch Elternkraft. Überall bröckelte der Tartanboden vor sich hin. Weder die angepriesenen Ruderboote noch die (kostenpflichtige) Mini-Eisenbahn „The Ness Isles Railway“ waren einsatzbereit.

Ich hoffe mal ganz stark, dass dieser Spielplatz weit oben auf der To-do-Liste der Stadtverwaltung steht. An sich ist das Gelände super. Aber hier sollte sehr bald eine ordentliche Summe Geld investiert werden…

Bellfield Park

Eine schönere Alternative haben wir später auf halber Strecke zum Stadtzentrum im Bellfield Park gefunden. Dieser Spielplatz ist zwar kleiner, dafür ist die letzte Sanierung noch nicht so lange her. Es gibt einen Spielbereich für Kleinkinder und einen für Ältere. Auch ein kleiner Swimming-Pool ist dort, der zwar wohl kostenlos, aber nur zu bestimmten Öffnungszeiten zugänglich ist.

inverness spielplatz bellfield park

Das “Fünf-Personen-Schaukelpferd” ist eines der Highlights im Bellfield Park.

Einen großen Umweg lohnt in meinen Augen aber auch der Bellfield Park nicht.

Schade, denn eigentlich hat Schottland unserer Erfahrung nach so viele schöne Spielplätze! Für Kinder ist Inverness keine Zumutung. Aber insgesamt gibt es doch wesentlich empfehlenswertere Orte für Familien in Schottland.

Mit dem Bus durch Inverness

Wer vom Stadtzentrum aus mit dem Bus in den Botanischen Garten fahren möchte – oder wer von dort aus gelaufen ist und den Rückweg abkürzen möchte – kann einfach den Bus nehmen. Am östlichen Ness-Ufer fährt die Linie 4C von der Haltestelle Castle Steps bis zu den Ness Isles. Das schönste Stück des Weges über die Brücken und Inseln bleibt dann zu Fuß übrig: ein guter Kilometer.

Am westlichen Ufer liegt die Haltestelle King Street fast direkt vorm The Grain and Grind. Von dort fahren die Linien 2, 17 und 119 bis Cemetery Gates. Von dort sind es noch 600 Meter Fußweg.

inverness nessie

Immer am Fluss entlang sind wir zumindest in dieser Form auf “Nessie” gestoßen.

Die Busverbindungen hatte ich für uns zwar rausgesucht, aber wir sind dann einfach doch beide Strecken gelaufen. So ganz häufig fahren die Busse nämlich nicht. Besser vorher die Zeiten checken!

Prinzipiell ist ein Großteil des Stadtgebiets durch den Busverkehr abgedeckt. Es gibt auch regelmäßige Busverbindungen Richtung Loch Ness. In einer Stunde fährt man beispielsweise nach Drumnadrochit. Von dort aus könnte man dann (gut zwei Kilometer weit auf dem Fußweg neben der großen Straße) zum Urquardt Castle laufen. Meine Empfehlung wäre die, stattdessen dieselbe Zeit nach Norden bis Rosemarkie auf der Black Isle zu fahren. (Der Loch Ness ist meiner Meinung nach völlig überschätzt. Es reicht vollkommen, auf der Fahrt nach oder von Inverness dran lang zu fahren und vielleicht mal an einem Fotospot zu halten. Viel schönere Seen sind beispielsweise Loch Ard, Loch Katrine und natürlich Loch Lomond.)

schottland mit kind loch ness urquhart castle

Richtig ran an den Loch Ness kommt man nicht ohne weiteres…

Mehr Erfahrungen aus Inverness

Um meine eher lauwarme Empfehlung hier nicht alleine stehen zu lassen, habe ich mich in anderen Reiseblogs umgesehen, was sich ergänzend noch über Inverness als Reiseziel sagen lässt.

  • Den perfekten Guide für Inverness habe ich im MyHighlands-Blog gefunden. Nicht das erste Mal, dass ich mich hinterher frage, wieso ich mir die Mühe des Schreibens eigentlich gemacht habe, wenn Stephan alles schon auf dem Silbertablett serviert.
  • Monika und Petar von Travelworld online waren mit persönlichem Guide in Inverness unterwegs und können deshalb viel aus dem historischen Nähkästchen der Stadt plaudern.
  • Mila von Helden unterwegs hat einen kurzen Rundumschlag zu Inverness und Ausflugszielen in der Umgebung.
  • Einen perfekten Tag rund um Inverness (und eben nicht darin oder am Loch Ness) beschreibt Ellen von patotra in ihrem Schottland-Reisebericht.
inverness botanischer garten bananen

Dass dort Bananen wachsen, kann immerhin nicht jede schottische Stadt von sich behaupten!

Mehr Erfahrungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Schottland

Wir selbst haben diesbezüglich bisher wenige Erfahrungen gesammelt. 2017 sind wir mit dem Zug für einen Tagesausflug nach Glasgow von Helensburgh aus gefahren. Das ging gut und ziemlich selbsterklärend. Um eine allgemeine Empfehlung auf etwas breitere Füße zu stellen, habe ich weitere Erfahrungsberichte über Reisen in Schottland mit öffentlichen Verkehrsmitteln gesucht.

  • Denise von Polka Dots travel the world berichtet von einer Woche Solo-Reise durch Schottland mit dem Zug. Sie gibt auch ausführliche Tipps zum Kauf von einzelnen Tickets vor Ort (als Alternative zu Interrail und anderen Paket-Pässen, mit denen die anderen Blogger in dieser Liste unterwegs waren).
  • Vanessa erzählt im Blog fern & weh von zehn Tagen Schottland-Rundreise mit dem Zug mit vielen Praxis-Tipps.
  • Kulturtänzer Kathi war mit Zug und Bus von Edinburgh aus bis Aberdeen und in den Cairngorms unterwegs.

Wie Reiseplanung mit Omio funktionieren kann, hat übrigens gerade die Reisebloggerin.at näher erklärt.

inverness natur river ness

Ich mag’s lieber grün. Und auch das gibt’s fußläufig von Inverness aus. (Blick auf die Ness Isles.)

Mehr über Schottland mit Kindern

Mehr von unseren eigenen Schottland-Erfahrungen gibt es hier im family4travel-Blog. Inzwischen haben sich fast 40 Berichte über einzelne Orte und Sehenswürdigkeiten angesammelt. Eine Übersicht – samt Karten-Ansicht – bietet dieser Artikel: Schottland mit Kindern – unsere Tipps und Erfahrungen.

Schottland mit Kindern, Glen Coe

In diesem Überbllicks-Artikel gibt es auch eine Kartenansicht, auf der alle weiteren Schottland-Beiträge verlinkt sind.

Und dann ist da natürlich noch unser „richtiger“ Reiseführer: „Schottland mit Kindern. 66 Wander- und Entdeckertouren in den Highlands und auf den Inseln“*.

schottland mit Kindern Reiseführer

Transparenz-Hinweis: Für den ordnungsgemäß als Werbung gekennzeichneten Link zu Omio bekomme ich eine Vergütung. Im Gegensatz zu der blinkenden Bannerwerbung über ezoic (deren Inhalt ich nicht wirklich beeinflussen kann) mache ich innerhalb meiner Texte nur Werbung für Dinge, die mich überzeugen. Den Inverness-Artikel hätte ich sowieso veröffentlicht. Er passte gerade perfekt als „Trägersubstanz“. Alle sonstigen Links setze ich als Service für euch als Lesende. Ach ja, und natürlich möchte ich gerne meinen eigenen Reiseführer verkaufen und habe deshalb den Affiliate-Link zu Amazon eingefügt. Der verschafft mir im Fall eines verifizierten Verkaufs zusätzlich zu meinem Autorenhonorar ein paar Cent Provision.